Leserpreis 2018
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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 1 Jahr

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Worum geht's?

Nach dem totalen Zusammenbruch der alten Ordnung, der Niederlage der k.u.k. Monarchie im Ersten Weltkrieg, zerfiel das Habsburgerreich in eine Reihe von neuen Kleinstaaten, der Kaiser musste abdanken. In Wien gründeten die politischen Parteien den „deutschösterreichischen“ Staat und riefen am 12. November 1918 die Republik aus, die sich Deutschland anschließen sollte. Durch den Friedensvertrag von Saint-Germain wurde das neue Staatswesen jedoch zur Unabhängigkeit gezwungen und hatte sich auch einen neuen Namen zu geben: Republik Österreich. Besonders in ihren ersten Jahren kämpfte sie mit scheinbar unüberwindlichen Problemen: Die vom langen Krieg erschöpfte Bevölkerung hungerte und fror, die Nachbarländer erschwerten den wirtschaftlichen Aufbau des Landes durch ihre hartnäckige Abgrenzungspolitik. Überhaupt galt der von Wien aus regierte Staat vielen als lebensunfähig, folglich drängten die westlichen Bundesländer auf die Abspaltung. Durch die horrende Inflation und die massive Verschuldung drohten der Ersten Republik bereits 1922 der Staatsbankrott, die Zerschlagung und Aufteilung auf die Nachbarstaaten.

Walter Rauscher schildert die Existenzkrise der Anfangsjahre der Republik, geht auf politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte der Herausbildung des österreichischen Staats ein und zeigt, wie mühevoll und riskant dessen Entwicklung von Anfang an war

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Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
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Autor: Walter Rauscher
Buch: Die verzweifelte Republik

Bellis-Perennis

vor 1 Jahr

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Als historisch interessierte Wienerin lese ich gerne Sachbücher zur Österreichischen Geschichte.
Die Anfänge der kleinen, ausgebluteten und von Rohstoffen abgeschnittenen Republik, die keiner (auch nicht die eigenen Leute) für lebensfähig hielten, sind eine fesselnde Epoche.

Ich habe vor einiger Zeit "Die blinden Flecken der Geschichte" aus dem K&S-Verlag gelesen.

Ich hüpfe für das neue Buch von Walter Rauscher in den Lostopf. Möge die Glücksfee mir hold sein.

Meine Rezension stelle ich u.a. auf: amazon.de, wasliestdu.de, thalia.at, weltbild.at, lesejury.de, hugendubel.de ein.

Diana182

vor 1 Jahr

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Hallo=)
Da mich sowohl Cover als auch die Beschreibung sehr ansprechen und neugierig machen, möchte ich mich sehr gerne für ein Printexemplar bewerben.

Über einen regen Austausch in der Gruppe würde ich mich sehr freuen.

Eine anschließende Rezension ist natürlich auch selbstverständlich.
Liebe Grüße

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Manuel2704

vor 12 Monaten

VIII. Vor dem Staatsbankrott
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Es fällt schon auf, dass Außenminister Alfred Grünberger die Bedeutung der Republik Österreich als Pfeiler europäischer Stabilität zwar grundsätzlich richtig, dabei jedoch sehr naiv beurteilte. Natürlich war den Groß- und Siegermächten sowie den Nachbarstaaten die geo-strategische Bedeutung Österreichs bewusst. Dies jedoch nicht im Sinne einer Nation auf Augenhöhe sondern als Machtvakuum, welches es zum eigenen Vorteil zu füllen galt. Auch die Beteiligung der Bankengruppe J.P Morgan an den Kreditverhandlungen hätte Insider des Finanzsektors stutzig werden lassen können. J.P. Morgan hatte seinen Aufstieg nicht gerade einer Wohlfahrtsphilosophie zu verdanken und sich im amerikanischen Bankenwesen mit nicht immer feinen Methoden an die Spitze gekämpft. Daher waren auch von diesem Verhandlungspartner keinesfalls Geschenke oder Zugeständnisse zu erwarten. Die endlosen Verhandlungen um Hilfen in Form von Krediten und Verzichte auf Pfandrechte deckten dann doch auf, wie wenig Interesse an einer Konsolidierung des neuen Staates bestand.

Manuel2704

vor 12 Monaten

IX. Sanierung und Kontrolle
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Matzbach schreibt:
Vor dem Hintergrund der Sanierung der Staatsfinanzen kommt erneut die Anschlussfrage auf. Doch mal als Gedankenmodell: Hätten die Alliierten zugestimmt, was wäre mit dem vorweggenommenen Großdeutschland anders geworden. Hier kam die Hyperinflation zwar erst ein Jahr später, aber die Wirtschaft des Deutschen Reiches sah 1921/22 insgesamt auch nicht vielversprechend aus. Wahrscheinlich wären die meisten Deutschösterreicher nach einem Jahr genau so angewidert von Berlin, wie sie es von Wien waren. Und all das an Wien kritisierte, den angebliche Einfluss des Sozialismus, des Judentums, sahen die deutschen Rechtsextremen und Rechtsradikalen war ja in der deutschen Hauptstadt ebenfalls verkörpert. Insofern wäre man vermutlich nur vom Regen in die Traufe gewechselt.

Diese Art von Spekulationen ist für historische Ereignisse ohne Zahl interessant. Sie führen leider regelmäßig in eine Sackgasse, da es kaum möglich ist, alle denkbaren Folgen zu berücksichtigen. Als Beispiel möchte ich Hitlers Putschversuch mit seinem Marsch auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 erwähnen. Mit einem an die Weimarer Republik angeschlossenen Österreich hätte sein Putschversuch möglicherweise eine andere Unterstützung erfahren, wäre möglicherweise anders und besser vorbereitet worden – und möglicherweise nicht gescheitert? Wäre er dadurch möglicherweise früher an die Macht gekommen? Wäre Hindenburg dann 1925 nicht Reichspräsident geworden und –wenn nein- wie wäre es mit der Weimarer Republik dann weitergegangen? Es mag ja reizvoll sein, die Gedanken Purzelbäume schlagen zu lassen – aber die Folgen jeder gedanklichen Geschichtsveränderung sind unabsehbar und daraus resultierende Fragen so gut wie nie zu beantworten.

Manuel2704

vor 12 Monaten

X. Die verzweifelte Republik
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Dieses letzte Kapitel stellt ein Fazit dar, welches man zu 100 Prozent unterschreiben kann und dem nichts hinzuzufügen ist.

cassandrad

vor 11 Monaten

VI. Die nationale Katastrophe
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Miamou schreibt:
Neu war für mich auch, dass generell diskutiert wurde, das Land an alle umliegenden aufzuteilen. Ich lerne also wirklich viel Neues durch das Lesen dieses Buches...sehr schön :-)

Ich lerne auch unfassbar viel neues durch dieses Buch! Mir war zB auch nicht so bewusst, wie du eben auch schreibst, das Österreich eigentlich knapp davor stand einfach aufgeteilt zu werden.

cassandrad

vor 11 Monaten

VII. Eine unmögliche Existenz
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Mir fällt es wirklich nicht leicht von der furchtbaren Existenz der Menschen zu lesen. Wie weiter oben schon geschrieben wurde, so lange ist das gar nicht her, dass muss man sich immer wieder bewusst machen. Wie verzweifelt und am Ende die Menschen gewesen sein mussten. Und gerade diese Verzweiflung bietet offenbar einen wunderbaren Nährboden für Hass und Missgunst und in diesem Fall für Antisemitismus. Wohin dieser führt, wenn er dann auch noch von einigen Wahnsinnigen missbraucht und gepusht wird, hat man ja 20 Jahre später gesehen. Ich finde das unsagbar traurig. Das Menschen in Krisenzeiten nicht enger zusammenstehen sondern sich so leicht instrumentalisieren lassen. Aber jeder ist sich wohl selbst der nächste.

Manuel2704

vor 11 Monaten

Rezensionen

Hier kommt nun etwas verspätet auch meine Rezension

https://www.lovelybooks.de/autor/Walter-Rauscher/Die-verzweifelte-Republik-1453970209-w/rezension/1516051501/

Manuel2704

vor 11 Monaten

Vorstellungsrunde

Auch ich durfte in den Genuss dieses Buches kommen - es kam sehr spät an - aber lieber spät als nie - ich hätte sonst wirklich etwas verpasst

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