Walter Satterthwait

 4.2 Sterne bei 215 Bewertungen
Autor von Scherenschnitte, Miss Lizzie und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Walter Satterthwait

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Walter SatterthwaitScherenschnitte
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Scherenschnitte
Scherenschnitte
 (59)
Erschienen am 27.02.2007
Walter SatterthwaitMiss Lizzie
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Miss Lizzie
Miss Lizzie
 (48)
Erschienen am 01.03.2006
Walter SatterthwaitEskapaden
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Eskapaden
Eskapaden
 (19)
Walter SatterthwaitMiss Lizzie kehrt zurück
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Miss Lizzie kehrt zurück
Miss Lizzie kehrt zurück
 (17)
Erschienen am 01.04.2006
Walter SatterthwaitScharaden
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Scharaden
Scharaden
 (14)
Walter SatterthwaitMaskeraden
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Maskeraden
Walter SatterthwaitDer Gehängte
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Der Gehängte
Walter SatterthwaitWand aus Glas
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Wand aus Glas

Neue Rezensionen zu Walter Satterthwait

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TheSaints avatar

Rezension zu "Miss Lizzie und Miss Lizzie kehrt zurück" von Walter Satterthwait

Chop, chop... Lizzie Borden nicht als Mörderin, sondern als Ermittlerin!
TheSaintvor einem Jahr

Lizzie Borden ist Teil der amerikanischen Folklore. Sie wurde im August 1892 des Mordes an ihrer Stiefmutter sowie ihres Vaters angeklagt. Beide wurden bestialisch mit einer Axt ermordet. Dank eines hervorragenden Anwalts wurde Lizzie Borden von diesen brutalen Morden freigesprochen und führte dank des beträchtlichen Vermögens ihres Vaters bis zu ihrem Tode 1927 im selben Ort, in welchem die Morde geschahen, ein feudales (zwar geächtetes) Leben.

In diesem rezensierten Buch finden sich die Romane "Miss Lizzie" (1989) und "New York Nocturne/Miss Lizzie kehrt zurück" (2006) des US-Schriftstellers Walter Satterthwait.

"Miss Lizzie":
Die Hauptfigur des Romans ist nicht die als "Axtmörderin" bekannt gewordene Lizzie Borden, sondern die 13jährige Amanda Burton, die mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter den Sommer an der See verbringt. Die Familie hat sich ein Sommerhäuschen gemietet, welches an das Sommerhäuschen von Lizzie Borden, die dort zurückgezogen jeden Sommer verbringt, angrenzt.
Das Mädchen beginnt sich heimlich mit der verrufenen älteren Frau anzufreunden. Gemeinsam genießen sie Tee auf der Veranda und Lizzie Borden beginnt, Amanda Kartenspielertricks beizubringen.
Doch die sommerliche Idylle währt nicht lange... es gibt Spannungen im Haushalt der Burton's und eines Tages findet Amanda ihre Stiefmutter, mit welcher sie kein inniges Verhältnis hatte, brutal von einem Beil erschlagen im Gästezimmer des Sommerhauses auf.
Schon bald beginnen die Mühlen der Justiz und die Gerüchteküche zu arbeiten an... denn vor Jahren wurde auch die Stiefmutter von Miss Borden brutalst von einer Axt zugerichtet im Gästezimmer ihres Hauses aufgefunden.
Die Suche nach dem Mörder beginnt...
Sehr atmosphärisch und vom Autor intelligent verfasst entspinnt sich ein sehr spannender und kurzweiliger "Whodunnit"-Roman in bester Krimitradition. Satterthwait punktet mit dem cleveren Schachzug, eine der bekanntesten Personen der amerikanischen Kriminalgeschichte nicht als Hauptakteurin auftreten zu lassen, sondern als Mordermittlerin an der Seite der jungen Heldin. Das mit ihr verknüpfte Mysterium der Morde wird auf die junge Amanda Burton übertragen.
Toll gezeichnete Charaktere, eine sehr intensive und nachvollziehbare Beschreibung der Umgebung und Situationen, smarte Dialoge und eine glaubwürdige Verquickung tatsächlicher mit fiktiver Fakten machen diesen Roman bis zu einem perfekt überraschenden Finale zu einem Lesegenuss!

"Miss Lizzie kehrt zurück":
Obwohl im ersten Roman von Satterthwait (der als Amanda Burton damals wie auch in diesem Roman wieder von den Geschehnissen berichtet) mitgeteilt wird, dass Amanda Miss Borden nach den grauenhaften Vorfällen in dem Sommerort niemals wiedersah, taucht diese in beiden Romanen als überaus resolute, widerstandsfähige und auch als alte Frau mit dem Herzen am rechten Fleck Beschriebene drei Jahre später wieder an ihrer Seite auf - diesmal in New York.
Der Grund dafür ist, dass Amanda's Onkel - John Burton -, bei dem sie eine Zeit leben sollte, da sich ihr Vater mit seiner neuen Frau auf Weltreise befindet, mit einem Beil grausam zu Tode gebracht in seiner Wohnung aufgefunden wird... Von Amanda.
Der Albtraum scheint sich zu wiederholen... Amanda wird verhaftet und kontaktiert ihren Bruder... der widerum den Anwalt aus dem ersten Roman zur Hilfe senden soll. Doch dieser kann nicht und so sind Miss Borden's Kontakte in New York der roaring twenties vonnöten.
Miss Borden's gute Freundin Dorothy Parker (ja, genau: DIE Dorothy Parker!) lässt ihre gesellschaftlichen Kontakte spielen und es beginnt abermals ein Wettlauf gegen die Zeit: Die New Yorker Polizei jener Tage ist zutiefst korrupt und in viele illegale Alkohol- und Drogenschmuggeleien verwickelt... wohin auch manche Spuren von Amanda's Onkel deuten... und will so schnell wie möglich den Mörder des in der Stadt sehr bekannten und beliebten John Burton präsentieren... ohne allzuviel Staub aufzuwirbeln.
Amanda Burton scheint nach den Vorfällen vor einigen Jahren die ideale Täterin zu sein.
Die Figur der Dorothy Parker stiehlt der mittlerweile 16 Jahre alt gewordenen Amanda wie auch der abermals soliden, trickreichen und stilsicheren Lizzie Borden in allen Szenen die Show: Die Figur dieser berühmten Schriftstellerin (1893-1967) ist so lustvoll, so pointiert und alkoholresistent beschrieben - man muss bei jedem Auftritt von ihr schmunzeln.
Aber Satterthwait schafft es auch mit sicherer Gabe, neue faszinierende und lebhaft beschriebene Charaktere einfließen zu lassen und erzeugt mit toll recherchierten Fakten jene feuchtfröhlichen, kriminellen und unbekümmerten Tage der Reichen und Schönen der New Yorker 20er Jahre wiederauferstehen zu lassen. Amanda & Co treffen auf Mae West, besuchen den legendären "Cotton Club", lauschen einem jungen Fats Domino und kreuzen die Klingen mit einem ganz großen Gauner jener Zeit: Arnold Rothstein!

Zwei herrliche Kriminalromane, die sich als Aufhänger eine real existierende Person der Verbrechensgeschichte erkoren haben aber diese weder zum Zentralpunkt machen oder sie spekulativ ihrer (vermeintlichen) Taten nach dämonisieren. Der Autor schreibt straff, lebensnah, wohl überlegt und liebevoll recherchiert. Sein Stil ist amüsant und doch stringent. Die beiden Kriminalgeschichten haben einen tollen Plot, den der Autor auch ungezwungen aufzulösen weiß.

Eine klare Empfehlung für Krimiliebhaber, die ihre Morde gern noch ohne Computer, mobile Telefone und Satelliten gelöst haben wollen!

Kommentare: 6
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Zsadistas avatar

Rezension zu "Der Gehängte" von Walter Satterthwait

Rezension zu "Der Gehängte"
Zsadistavor 2 Jahren

Joshua Croft ist Privatdetektiv und wird von Sally Durrell für einen Auftrag engagiert. Sally vertritt gerade einen etwas seltsamen Fall. Auf einer illustren Party von Wahrsagern, Sternendeutern und anderen mystisch angehauchten Freunden wird ein Mitglied er mordet aufgefunden. Quentin Bouvier, der Gastgeber, wird erhängt aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass es Giacomo Bernardi war. Vor allem, weil er die Tarot Karte „Der Tod“ unbedingt haben wollte, die Bouvier ihm vor der Nase weg geschnappt hat. Der Karte werden magische Kräfte nachgesagt. Es ist eine uralte Karte, die vor vielen Jahren schon als verschwunden galt. Croft nimmt sich die komplette Gesellschaft vor. Allerdings wird es immer komplizierter, anstatt klarer. Und langsam werden einige der Gesellschaft ungemütlich gegenüber Croft. Wer hat Bouvier ermordet und wo ist die Tarot Karte jetzt wieder hin verschwunden?

„Der Gehängte“ ist ein Krimi aus der Feder von Walter Satterthwait.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Croft ist locker und humorvoll. Vor allem über seine Gedanken musste ich oft schmunzeln. Auch die anderen Personen waren sehr gut heraus gearbeitet.

Die einzelnen Häuser waren mir etwas zu ausführlich beschrieben, das hätte nach meinem Geschmack etwas gekürzt sein können.

Der Krimi selbst hat einen guten Spannungsbogen. Es wird verzwickt und ich hatte mehrere Personen als Täter im Auge. An sich hätte ich nichts zu meckern an dem Roman. Was mir aber das Ganze total madig machte, war das Ende. Ich mag es nicht, wenn ich wirklich gar nicht auf den Täter kommen kann. Die Lösung war so gestaltet, dass man beim besten Willen nicht auf den Täter hätte kommen können. Zumindest nicht in dieser Dimension. Das ist leider ein Punkt, der mir dann immer schwer im Magen liegt. 

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Eine Blume in der Wüste" von Walter Satterthwait

Gesucht - gefunden!
kassandra1010vor 2 Jahren

Joshua Croft ist sich in diesem Teil nicht sicher, ob wirklich immer jede Lösung der gewünschten Wahrheit entspricht. Auf der Suche nach einer verschwundenen Ex-Frau inklusive Kind macht sich Croft auf, ausgerechnet in L.A. High-Society nach den beiden Vermissten zu suchen.
Faszinierend!

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