Walter Satterthwait

 4.2 Sterne bei 223 Bewertungen
Autor von Scherenschnitte, Miss Lizzie und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Walter Satterthwait

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Cover des Buches Scherenschnitte9783442464739

Scherenschnitte

 (59)
Erschienen am 27.02.2007
Cover des Buches Miss Lizzie9783423208727

Miss Lizzie

 (53)
Erschienen am 01.03.2006
Cover des Buches Eskapaden9783423202848

Eskapaden

 (20)
Cover des Buches Miss Lizzie kehrt zurück9783423245142

Miss Lizzie kehrt zurück

 (17)
Erschienen am 01.04.2006
Cover des Buches Scharaden9783442450268

Scharaden

 (14)

Neue Rezensionen zu Walter Satterthwait

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Rezension zu "Miss Lizzie" von Walter Satterthwait

Absolut lesenswert! Auch als Hörspiel zu empfehlen . . .
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten

Eine amüsante, spannende Story über einen Mord und dessen Aufklärung. Witzig, charmant und vielschichtig geschrieben. 

Zugegeben - ich habe zunächst das Hörspiel gehört und war sofort begeistert, da es anders als viele andere Geschichten mit Leben gefüllt ist und unwahrscheinlich gut erzählt wird. 

Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert, gut geschrieben und spannend bis zur letzten Minute. Die Protagonisten sind mir gleich ans Herz gewachsen und so gut ausgearbeitet, dass kaum Fragen offen bleiben. 

Ich kann es jedem Leser empfehlen, der spannende Krimi Geschichten liebt und sich mal etwas trauen möchte. 

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Rezension zu "Eskapaden" von Walter Satterthwait

Klassischer englischer Kriminalroman mit Houdini und Conan Doyle
tob82vor 10 Monaten

Die Handlung von Walter Satterthwaits skurrilem Kriminalroman "Eskapaden" spielt im Jahre 1921. Schauplatz ist das riesige Schloss eines englischen Lords in Devon im Südwesten Großbritanniens. Für ein entspanntes Wochenende und zur Durchführung einer Séance findet sich eine illustre Gesellschaft ein: neben den Gastgebern und einigen Verwandten und Freunden nehmen auch der berühmte amerikanische Illusionist Harry Houdini und der Schöpfer von Sherlock Holmes, Sir Arthur Conan Doyle, an der Veranstaltung teil. Da ein Rivale Houdini nach dem Leben trachtet, wird dieser zu seinem Schutz von einem Detektiv der New Yorker Pinkerton-Agentur begleitet. Bereits in der ersten Nacht lässt sich erahnen, dass das Wochenende unter keinem guten Stern stehen wird als eine junge Gesellschafterin Besuch vom einem aufdringlichen Schlossgespenst erhält. Dies erweist sich dann auch als Auftakt zu einer ganzen Reihen von mysteriösen Vorfällen, denen schließlich Houdinis Leibwächter und später auch er selbst auf den Grund zu gehen versuchen.

Ich habe den Roman zum ersten Mal im Dezember 2006 gelesen. Damals war ich geradezu euphorisch und habe das Buch als "uneingeschränkte Lese-Empfehlung" mit 5 Sternen weiterempfohlen. Dem kann ich mich heute so nicht mehr anschließen. Obwohl ich keine Erinnerung mehr an den eigentlichen Kriminalfall hatte, wurde mir die 475 Seiten starke Geschichte doch zunehmend etwas langatmig.
Satterthwait schafft es hervorragend, durch seine detaillierten Beschreibungen den Schauplatz und die Zeit lebendig werden zu lassen. Dies gilt auch für seine Charaktere mit ihren Eigenheiten. Doch der Grat ist schmal. Das wiederholt auf mich umständlich und gekünstelt wirkende Gebahren einiger Figuren empfand ich auf Dauer eher anstrengend als unterhaltsam.
Erzählt wird die Geschichte zum großen Teil aus der Sicht des Pinkerton-Detektivs an Houdinis Seite. Ein kleinerer Teil besteht aus langen Briefen der bereits erwähnten Gesellschafterin an eine Freundin, die sie mehrfach an diesem Wochenende verfasst. Diese Abschnitte, die möglicherweise an englische Romane aus dem 19. Jahrhundert erinnern sollen ("Jane Austen" etc.) erschienen mir oft langatmig und "girlyhaft". Die Ereignisse aus einer zweiten Sicht geschildert zu bekommen war teils interessant und teils redundant.
Der Kriminalfall, der u.a. auch ein "Locked Room Mystery" enthält, ist komplex konstruiert und enthält viele Facetten. Die Auflösung erscheint mir plausibel, wobei einiges am Ende auch deutlich übertrieben wirkt. Dies mag allerdings auch so gewollt sein, da die ganze Geschichte auch Ironie und Selbstwitz enthält (der Lord ist z.B. überzeugter Kommunist und will das Anwesen in einen Golfclub für das Proletariat verwandeln). Auch hier ist der Grat wieder schmal.

3,5 Sterne (im Jahr 2006: 5 Sterne)

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Rezension zu "Miss Lizzie und Miss Lizzie kehrt zurück" von Walter Satterthwait

Chop, chop... Lizzie Borden nicht als Mörderin, sondern als Ermittlerin!
TheSaintvor 3 Jahren

Lizzie Borden ist Teil der amerikanischen Folklore. Sie wurde im August 1892 des Mordes an ihrer Stiefmutter sowie ihres Vaters angeklagt. Beide wurden bestialisch mit einer Axt ermordet. Dank eines hervorragenden Anwalts wurde Lizzie Borden von diesen brutalen Morden freigesprochen und führte dank des beträchtlichen Vermögens ihres Vaters bis zu ihrem Tode 1927 im selben Ort, in welchem die Morde geschahen, ein feudales (zwar geächtetes) Leben.

In diesem rezensierten Buch finden sich die Romane "Miss Lizzie" (1989) und "New York Nocturne/Miss Lizzie kehrt zurück" (2006) des US-Schriftstellers Walter Satterthwait.

"Miss Lizzie":
Die Hauptfigur des Romans ist nicht die als "Axtmörderin" bekannt gewordene Lizzie Borden, sondern die 13jährige Amanda Burton, die mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter den Sommer an der See verbringt. Die Familie hat sich ein Sommerhäuschen gemietet, welches an das Sommerhäuschen von Lizzie Borden, die dort zurückgezogen jeden Sommer verbringt, angrenzt.
Das Mädchen beginnt sich heimlich mit der verrufenen älteren Frau anzufreunden. Gemeinsam genießen sie Tee auf der Veranda und Lizzie Borden beginnt, Amanda Kartenspielertricks beizubringen.
Doch die sommerliche Idylle währt nicht lange... es gibt Spannungen im Haushalt der Burton's und eines Tages findet Amanda ihre Stiefmutter, mit welcher sie kein inniges Verhältnis hatte, brutal von einem Beil erschlagen im Gästezimmer des Sommerhauses auf.
Schon bald beginnen die Mühlen der Justiz und die Gerüchteküche zu arbeiten an... denn vor Jahren wurde auch die Stiefmutter von Miss Borden brutalst von einer Axt zugerichtet im Gästezimmer ihres Hauses aufgefunden.
Die Suche nach dem Mörder beginnt...
Sehr atmosphärisch und vom Autor intelligent verfasst entspinnt sich ein sehr spannender und kurzweiliger "Whodunnit"-Roman in bester Krimitradition. Satterthwait punktet mit dem cleveren Schachzug, eine der bekanntesten Personen der amerikanischen Kriminalgeschichte nicht als Hauptakteurin auftreten zu lassen, sondern als Mordermittlerin an der Seite der jungen Heldin. Das mit ihr verknüpfte Mysterium der Morde wird auf die junge Amanda Burton übertragen.
Toll gezeichnete Charaktere, eine sehr intensive und nachvollziehbare Beschreibung der Umgebung und Situationen, smarte Dialoge und eine glaubwürdige Verquickung tatsächlicher mit fiktiver Fakten machen diesen Roman bis zu einem perfekt überraschenden Finale zu einem Lesegenuss!

"Miss Lizzie kehrt zurück":
Obwohl im ersten Roman von Satterthwait (der als Amanda Burton damals wie auch in diesem Roman wieder von den Geschehnissen berichtet) mitgeteilt wird, dass Amanda Miss Borden nach den grauenhaften Vorfällen in dem Sommerort niemals wiedersah, taucht diese in beiden Romanen als überaus resolute, widerstandsfähige und auch als alte Frau mit dem Herzen am rechten Fleck Beschriebene drei Jahre später wieder an ihrer Seite auf - diesmal in New York.
Der Grund dafür ist, dass Amanda's Onkel - John Burton -, bei dem sie eine Zeit leben sollte, da sich ihr Vater mit seiner neuen Frau auf Weltreise befindet, mit einem Beil grausam zu Tode gebracht in seiner Wohnung aufgefunden wird... Von Amanda.
Der Albtraum scheint sich zu wiederholen... Amanda wird verhaftet und kontaktiert ihren Bruder... der widerum den Anwalt aus dem ersten Roman zur Hilfe senden soll. Doch dieser kann nicht und so sind Miss Borden's Kontakte in New York der roaring twenties vonnöten.
Miss Borden's gute Freundin Dorothy Parker (ja, genau: DIE Dorothy Parker!) lässt ihre gesellschaftlichen Kontakte spielen und es beginnt abermals ein Wettlauf gegen die Zeit: Die New Yorker Polizei jener Tage ist zutiefst korrupt und in viele illegale Alkohol- und Drogenschmuggeleien verwickelt... wohin auch manche Spuren von Amanda's Onkel deuten... und will so schnell wie möglich den Mörder des in der Stadt sehr bekannten und beliebten John Burton präsentieren... ohne allzuviel Staub aufzuwirbeln.
Amanda Burton scheint nach den Vorfällen vor einigen Jahren die ideale Täterin zu sein.
Die Figur der Dorothy Parker stiehlt der mittlerweile 16 Jahre alt gewordenen Amanda wie auch der abermals soliden, trickreichen und stilsicheren Lizzie Borden in allen Szenen die Show: Die Figur dieser berühmten Schriftstellerin (1893-1967) ist so lustvoll, so pointiert und alkoholresistent beschrieben - man muss bei jedem Auftritt von ihr schmunzeln.
Aber Satterthwait schafft es auch mit sicherer Gabe, neue faszinierende und lebhaft beschriebene Charaktere einfließen zu lassen und erzeugt mit toll recherchierten Fakten jene feuchtfröhlichen, kriminellen und unbekümmerten Tage der Reichen und Schönen der New Yorker 20er Jahre wiederauferstehen zu lassen. Amanda & Co treffen auf Mae West, besuchen den legendären "Cotton Club", lauschen einem jungen Fats Domino und kreuzen die Klingen mit einem ganz großen Gauner jener Zeit: Arnold Rothstein!

Zwei herrliche Kriminalromane, die sich als Aufhänger eine real existierende Person der Verbrechensgeschichte erkoren haben aber diese weder zum Zentralpunkt machen oder sie spekulativ ihrer (vermeintlichen) Taten nach dämonisieren. Der Autor schreibt straff, lebensnah, wohl überlegt und liebevoll recherchiert. Sein Stil ist amüsant und doch stringent. Die beiden Kriminalgeschichten haben einen tollen Plot, den der Autor auch ungezwungen aufzulösen weiß.

Eine klare Empfehlung für Krimiliebhaber, die ihre Morde gern noch ohne Computer, mobile Telefone und Satelliten gelöst haben wollen!

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