Walter Trier

 4,3 Sterne bei 790 Bewertungen

Lebenslauf

Walter Trier (1890–1951), geboren in Prag, studierte zunächst an der dortigen Kunstgewerbeschule und Kunstakademie, anschließend in München bei Franz von Stuck. Unmittelbar nach dem Examen wurde er nach Berlin abgeworben, wo er bis zu seiner Flucht vor den National¬sozialisten 1936 glücklich lebte und arbeite¬te. Die Stationen seines Exils waren London, Toronto und schließlich Collingwood, On¬tario, wo er 1951 in seinem Atelier verstarb.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Walter Trier

Cover des Buches Das fliegende Klassenzimmer (ISBN: 9783038820376)

Das fliegende Klassenzimmer

(480)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Till Eulenspiegel (ISBN: 9783855356140)

Till Eulenspiegel

(45)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Kästner für Kinder (ISBN: 9783855354061)

Kästner für Kinder

(26)
Erschienen am 19.09.2014
Cover des Buches Münchhausen (ISBN: 9783855356171)

Münchhausen

(16)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Erich Kästner erzählt (ISBN: 9783791530499)

Erich Kästner erzählt

(13)
Erschienen am 01.02.2010
Cover des Buches Das verhexte Telefon (ISBN: 9783855356195)

Das verhexte Telefon

(9)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Der gestiefelte Kater (ISBN: 9783855356157)

Der gestiefelte Kater

(9)
Erschienen am 01.10.2018

Neue Rezensionen zu Walter Trier

Cover des Buches Emil und die drei Zwillinge (ISBN: 9783855356041)
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Rezension zu "Emil und die drei Zwillinge" von Erich Kästner

Featherstone
Ja, es gibt tatsächlich eine Fortsetzung von „Emil und die Detektive“!

Inhalt:

Emil trifft endlich seine Freunde aus Berlin wieder! Sie verbringen ihre Sommerferien gemeinsam an der Ostsee und auch Emils Großmutter und seine Cousine Pony Hütchen sind mit von der Partie. Dort machen sie die Bekanntschaft des Artistentrios „The Three Byrons“…

Ferien! Das klingt wie zwei Portionen gemischtes Eis mit Schlagsahne. Noch dazu Große Ferien! (S. 50)

Meine Meinung:

Ich war ziemlich überrascht zu erfahren, dass es eine Fortsetzung von Emil und die Detektive gibt und es hat mich ziemlich gewundert, dass mir dieses Buch nicht schon vorher mal untergekommen ist. Da ich Emil und die Detektive mochte war ich neugierig und es stand fest, dass ich auch dieser Fortsetzung eine Chance geben wollte.

Das Buch fängt vielversprechend an, denn es ist schön Emil und die übrigen liebgewonnenen Charaktere „wiederzutreffen“. Es freut einem, dass Emil und die Jungen, die er damals in Berlin kennengelernt hat, in Kontakt geblieben sind und dass sie beschließen die Sommerferien gemeinsam an der Ostsee zu verbringen, die einen atmosphärischer Handlungsschauplatz abgibt.

Es hat mir auch gefallen wie es an einigen Stellen Anspielungen auf Emil und die Detektive gibt. So erfährt man beispielsweise, dass die damaligen Geschehnisse inzwischen verfilmt worden sind und Emil und die anderen besuchen auch gemeinsam eine Kinovorstellung. Zudem ist es lustig, dass Emil erfährt, dass der Polizist Jeschke die ganze Zeit über gewusst hat, dass Emil einst hinter der „Verzierung“ der Statue gesteckt hat und er ihm das gar nicht übelnimmt.

Ich fand es ein bisschen traurig, dass sich Emils Cousine Pony Hütchen inzwischen die meiste Zeit über zu fein ist um sich mit Emil und den anderen Jungen abzugeben. Das abenteuerlustige und bodenständige Mädchen von einst ist stellenweise kaum wiederzuerkennen und wirkt in diesem Buch leider insgesamt recht oberflächlich und sogar etwas eingebildet. Klar, sie ist älter geworden und man verändert sich nun einmal, aber ich habe die Pony von einst vermisst. 

Die eigentliche Handlung ist aus meiner Sicht längst nicht so überzeugt wie es die Geschichte rund um den Diebstahl des Geldes in Emil und die Detektive war und ich fand manches daran auch ein wenig merkwürdig und weithergeholt. Emil und die anderen Jungen versuchen zu verhindern, dass der Chef des Artistentrios einen der anderen beiden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zurücklässt. Den Grund dafür, dass der Chef diesen Artisten loswerden wollte fand ich sehr skurril: Der besagte minderjährige Artist ist gewachsen und dadurch schwerer geworden, weshalb mache der Akrobatiknummer nun nicht mehr ganz so einfach sind wie früher. Daher soll ein leichterer Ersatzmann her. Wie dieses Problem letztlich von Emil und seinen Freunden gelöst wird war mir dann auch zu einfach: Geld und die Drohung mit einer Anzeige bei der Polizei sind die Lösung.

Ein weiteres Problem hatte ich mit der Beziehung zwischen Emils Mutter und dem Polizisten Herrn Jeschke. Da gab es vieles, was mir echt kein gutes Gefühl gegeben hat: Jeschke glaubt, dass ihn Emils Mutter aufrichtig liebt und ist überglücklich als diese seinen Heiratsantrag annimmt. Er ahnt nicht, dass Emils Mutter ihn zwar nett findet, aber zu gefühlt 90% nur deshalb heiraten will, weil sie und Emil dadurch finanziell abgesichert sind. Zudem denkt Jeschke, dass Emil die Ehe zu 100% befürwortet und ihn richtig gern mag. In Wirklichkeit widerstrebt Emil diese Ehe aber ziemlich und er hätte seine Mutter lieber weiterhin für sich allein. Emil tut nur so, als sei es für ihn in Ordnung um seine Mutter nicht traurig zu machen. Das alles hat mich etwas traurig gemacht und ich hatte Mitleid mit dem ahnungslosen Herrn Jeschke, denn dieser war mir sympathisch und er hat sich wirklich bemüht Emils Freundschaft zu gewinnen. Natürlich kommen solche Zweckehen vor, aber in einem Kinderbuch hätte ich nicht damit gerechnet eine Beziehung präsentiert zu bekommen in der so wenig Liebe und dafür umso mehr praktische Gründe und Berechnung im Spiel sind. Das war für mich ein weiterer Wehmutstropfen an dem Buch. 

Fazit:

Das Buch lässt sich gut lesen und ist kurzweilig, aber ich war nicht so mit dem Herzen dabei. Ich fand, dass es sich zu sehr auf dem Vorgängerband Emil und die Detektive „ausruht“ und zu sehr davon lebt, dass man sich freut liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen. Die Handlung konnte mich nicht zu 100% überzeugen und mich haben ein paar Dinge gestört.

Trotzdem habe ich es nicht bereut das Buch gelesen zu haben, aber ich würde es auch kein zweites Mal lesen. Da würde ich viel eher nochmal Emil und die Detektive, Das doppelte Lottchen, Das fliegende Klassenzimmer, Konferenz der Tiere oder Pünktchen und Anton lesen.

Zum Schluss noch eine Lebensweisheit aus dem Buch, die leider nur zu wahr ist:

Die schlimmen Tage und Stunden, auf die man warten muss, kommen mit Windeseile. Sie nahen wie schwarze regenschwere Wolken, die der Sturm am Himmel vor sich hertreibt. Die heiteren Tage jedoch, die lassen sich Zeit. Es ist, als sei das Jahr ein Labyrinth, und sie fänden den Weg nicht heraus und erst recht nicht zu uns. (S. 50)

Cover des Buches Emil und die Detektive (ISBN: 9783855356034)
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Rezension zu "Emil und die Detektive" von Erich Kästner

Featherstone
Parole Emil!

Inhalt:

Emil ist entsetzt: Auf der Zugfahrt nach Berlin wurden ihm 140 Mark gestohlen, die für seine Großmutter gedacht waren. Zwar gelingt es ihm den Aufenthalt des Diebes ausfindig zu machen, aber was kann er schon ausrichten? Er ist allein in einer Stadt in der er sich nicht auskennt. Zu Emils Glück macht er die Bekanntschaft einer Bande gleichaltriger Jungen, die bereit sind ihm zu helfen und die überaus einfallsreich, mutig und tatkräftig sind…

Die Stadt war so groß. Und Emil war so klein. Und kein Mensch wollte wissen, warum er kein Geld hatte und warum er nicht wusste, wo er aussteigen sollte. Vier Millionen Menschen lebten in Berlin, und keiner interessierte sich für Emil Tischbein. Niemand will von den Sorgen des andern wissen. Jeder hat mit seinen eignen Sorgen und Freuden genug zu tun. (S. 69)

Meine Meinung:

Emil ist ein richtig netter und lieber Junge, der einem schnell sympathisch ist. Er ist jemand „wie du und ich“ und das macht es einem leicht sich in ihn hineinzuversetzen. Auf ihn kann man sich auch in schwierigen Situationen verlassen und er gibt nicht direkt auf, wenn es Probleme gibt. Er ist reif für sein Alter und hat auch schon ein Stück weit den Ernst des Lebens kennengelernt, denn er weiß beispielsweise was es bedeutet Geldsorgen zu haben. Seiner alleinerziehenden Mutter ist Emil eine wichtige Stütze und es ist schön zu sehen wie innig die Verbindung zwischen den beiden ist. Auch die anderen Jungen und vor allem natürlich Emils Cousine Pony Hütchen schließt man schnell ins Herz.

Ganz besonders gefallen hat mir die Tatsache, dass es Emil und den anderen Kindern gelingt dem Dieb das Handwerk zu leben, obwohl sie eigentlich ganz normale Kinder sind und nicht über außergewöhnliche Fähigkeiten oder besondere Hilfsmittel verfügen. Mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit, Kreativität und Mut machen sie das Beste aus dem was sie haben und haben damit letztlich Erfolg. 

Die Geschichte hat eine tolle Botschaft: Zusammen kann man schaffen, was man alleine nie geschafft hätte. Außerdem kann man Freunde manchmal zu einer Zeit und an einem Ort finden an dem man es zuvor nicht erwartet hätte. 

Eine große Stärke dieses Buches ist für mich die Lebensfreude und der Abenteuergeist, die von der Geschichte ausgehen. Man spürt wie für Emil und die anderen Kinder die Welt ein Ort voller Möglichkeiten ist und wie überzeugt sie sind alles schaffen zu können, wenn sie es nur wirklich versuchen. 

Außerdem lässt das Buch vergangene Zeiten lebendig werden. Man taucht in das Berlin der Vorkriegszeit ein. Mancherorts gibt es noch keine elektrischen Straßenbahnen, sondern Pferdebahnen. Man bezahlt in Mark. Außerdem gibt es keine Mobiltelefone und auch Festnetztelefone hat längst nicht jeder. Kinder haben damals viel mehr Zeit draußen verbracht und Emils Mutter lässt ihren Sohn alleine mit dem Zug nach Berlin reisen ohne unterwegs eine Möglichkeit zu haben ihn zu kontaktieren.

Fazit:

Erich Kästner hat wirklich tolle Kinderbücher geschrieben und es ist für mich absolut verständlich, dass diese auch heutzutage noch so bekannt und beliebt sind. Ich habe dieses Buch genauso gerne gemocht wie z. B. Das doppelte Lottchen, Das fliegende Klassenzimmer oder Pünktchen und Anton.

Cover des Buches Das fliegende Klassenzimmer (ISBN: 9783038820376)
helenpreidt_s avatar

Rezension zu "Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner

helenpreidt_
Gemeinsam auf der Bühne stark – Zusammenhalt, der Flügel bekommt

Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" ist ein zeitloser Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, der weit über eine einfache Schulgeschichte hinausgeht. Im Mittelpunkt des Romans steht die persönliche Reifung der Charaktere, die Kästner mit großer Wärme, Humor und psychologischer Feinfühligkeit darstellt.

Die Schüler des Internats erleben Konflikte, Freundschaft, Loyalität und Mut – Situationen, die sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die Jungen im Laufe der Handlung von impulsiven Kindern zu nachdenklicheren, empathischen Persönlichkeiten entwickeln. Fehler werden nicht verurteilt, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gezeigt.

Auch die erwachsenen Figuren tragen zur Reifung der Kinder bei, indem sie Verständnis, Menschlichkeit und Vorbildfunktion verkörpern. Kästner vermittelt damit die wichtige Botschaft, dass Erwachsenwerden nicht durch Strenge, sondern durch Vertrauen, Mitgefühl und Selbstreflexion entsteht.

"Das fliegende Klassenzimmer" überzeugt durch seine Sprache, seine tiefgründigen Figuren und seine klare moralische Haltung. Ein berührendes Buch, das junge wie erwachsene Leserinnen und Leser gleichermaßen anspricht und verdientermaßen fünf Sterne erhält. 

Gespräche aus der Community

Entdeckt jetzt das Buch zum Film!

Jetzt nach 20 Jahren erscheint die tolle Neuverfilmung "Das fliegende Klassenzimmer" von Carolina Hellsgård. Lest nun das Buch zum Film in einer gemeinsamen Leserunde.

Wir vergeben hierfür 15 Rezensionsexemplare in Print und freuen uns auf Eure Bewerbungen!

143 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  lisolino

Leider ist das Buch im Kinderzimmer verschollen und erst vor kurzem wieder aufgetaucht. Aber wir haben es umso lieber gelesen. Hier auch unsere Rezension.

https://www.lovelybooks.de/autor/Erich-K%C3%A4stner/Das-fliegende-Klassenzimmer-Die-Buchvorlage-zum-Film-48698886-w/rezension/13303266724/

Rezensionen auf anderen Plattformen wie amazon und Lesejury folgen zeitnah. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften.

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 18.09.22

Jeder ist herzlich willkommen 

208 Beiträge
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Letzter Beitrag von  Favole
Das Gespräch zwischen Emil und der Großmutter hat mir sehr gefallen. Ich hab es als sehr lebensnah empfunden. Emil hat eine gute Entscheidung getroffen.

Ja, es war definitiv lebensnah, auch wenn ich es aus heutiger Sicht seltsam fand. Ich weiß nicht, ob ich die Entscheidung aus heutiger Sicht gut heißen würde.

Und Jackie zieht beim Kapitän ein, vermutlich ist das eine bessere Lösung als alleine im Haus des Professors zu wohnen. Schade nur, dass es nicht mehr Infos zu Jackies Vergangenheit gibt

Ja, so ein paar Sätze dazu hätte ich auch gut gefunden. Ich hatte ja irgendwie damit gerechnet, dass er und der Kapitän zusammen kommen. Der war ja traurig, weil der Pikkolo nicht bei ihm bleiben konnte, sondern in die Welt hinaus muss. Wobei ich diese Dringlichkeit auch nicht ganz verstanden habe. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass Jackie sich aber schon so selbstständig um sich kümmert. Er hätte es vermutlich sogar ohne Hilfe geschafft. Aber so ist es natürlich viel toller gelaufen. Auch mit der Spende der ganzen Kinder.

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