Walter Veltroni Die Entdeckung des Sonnenaufgangs

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Inhaltsangabe zu „Die Entdeckung des Sonnenaufgangs“ von Walter Veltroni

Giovanni Astegno fristet ein beschauliches Dasein als Archivar und Familienvater. Die Geburt seiner Tochter Stella, die am Down-Syndrom leidet, stellt seine Ehe mit der erfolgreichen Geschäftsfrau Giulia und den Zusammenhalt der Familie, zu der auch der 20-jährige Sohn Lorenzo zählt, auf die Probe.Als Giulia, Stella und Lorenzo nach Amerika fahren, beginnt Giovanni sich als Vater und Ehemann zu hinterfragen. Er nutzt die Tage, um die Orte seiner Jugend zu besuchen. In dem alten Ferienhaus der Familie hat er die fixe Idee, bei der Telefonnummer seiner Kindheit anzurufen. Ab hier inszeniert Walter Veltroni furios die fantastische Begegnung mit der eigenen Kindheit und dem rätselhaften Verschwinden seines Vaters. Es beginnt eine spannende Entdeckungsreise mit verblüffendem Ausgang.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung des Sonnenaufgangs" von Walter Veltroni

    Die Entdeckung des Sonnenaufgangs

    Leserrezension2010

    22. August 2010 um 14:13

    A80 Die Entdeckung des Sonnenaufgangs von Walter Veltroni Kategorie: Allgemein Walter Veltroni: Die Entdeckung des Sonnenaufgangs ISBN-10: 3608937048 Originaltitel: La scoperta dell'alba Klappentext: Der Archivar Giovanni Astegno führt ein beschauliches Leben. Die Geburt seiner Tochter Stella, die an Downsyndrom leidet, stellt seine Ehe mit der erfolgreichen Geschäftsfrau Giulia und den Zusammenhalt der Familie, zu der auch der zwanzigjährige Sohn Lorenzo gehört, auf die Probe. Als Giulia, Stella und Lorenzo nach Amerika reisen, beginnt Giovanni sich als Vater und Ehemann zu hinterfragen. Er nutzt die Tage, um die Orte seiner Jugend zu besuchen. In dem alten Ferienhaus der Familie hat er spontan die Idee, die Telefonnummer seiner Kindheit anzurufen… Meine Meinung: Giovanni Astegno ist 43 Jahre alt und von Beruf Archivar. Er führt ein zurückgezogenes, beschauliches Leben. Nach der Geburt seiner Tochter Stella ist seine Ehe sprachlos geworden. Ehefrau Giulia widmet sich ganz ihrer Karriere, und der Ich-Erzähler zieht sich in eine Art Traumwelt zurück. In der Abgeschiedenheit seiner Dachkammer beobachtet er die täglichen Sonnenaufgänge in ihrer Vielfalt und Verschiedenheit und führt feinsinnige Gespräche über Literatur und das Leben mit seinem 20-jährigen Sohn Lorenzo. Sowohl beruflich als auch privat hat er ein starkes Interesse an privaten Tagebüchern und Memoiren und befasst sich ausgiebig damit. Als Frau und Kinder verreist sind, besucht der Ich-Erzähler das alte Ferienhaus am Meer, in dem er in früheren Jahren viel Zeit mit seinen Eltern und Freunden verbracht hat. Als er dort ein altes Bakelit-Telefon findet und, aus einer inneren Eingebung heraus, die Rufnummer seiner Kindheit wählt, geschieht etwas Magisches. Die Situation wirkt phantastisch und zugleich real, und er begibt sich auf eine faszinierende Zeitreise zum eigenen Ich. Im Dialog mit sich selbst, über dreißig Jahre hinweg, beginnt Giovanni, den Verlust des Vaters aufzuarbeiten, der damals einfach verschwunden ist. Die Spur führt zu einer Gruppe linksextremer Terroristen, die damals den besten Freund seines Vaters ermordeten. Fiktion und Realität vermischen sich in geradezu genialer Weise. Der Erzähler lebt im Kontrast zwischen Alltagsgeschehen und seinen Erinnerungen. Er stellt sich den Problemen und Zweifeln seiner Kindheit, die ihn all die Jahre belasteten. Der Ausgang ist überraschend…. Ich denke, der Autor ist ganz bewusst sehr sparsam mit Dialogen umgegangen und hat den Erzähler isoliert in den Mittelpunkt gestellt; die anderen Charaktere bleiben auf Distanz. Dieser ruhige, nachdenkliche Roman entwickelt im Verlauf eine starke Faszination und Spannung. Er enthält eine Vielfalt an tiefsinnigen Zitaten und wunderschönen, ausdrucksstarken Passagen, die das Lesen zu einem wahren Genuss machen.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung des Sonnenaufgangs" von Walter Veltroni

    Die Entdeckung des Sonnenaufgangs

    Clari

    03. July 2010 um 23:33

    Schicksale im Schatten. In leisen Tönen beschreibt der Autor Walter Veltroni das Leben einer Familie, die durch die Geburt einer behinderten Tochter in ihren Grundüberzeugungen erschüttert wurde. Stella leidet am Down - Syndrom. Dieser Makel wird sie für immer zur Außenseiterin machen. Ihr älterer Bruder Lorenzo ist zärtlich um sie besorgt und beschützt sie, so weit er das vermag. Vater Giovanni und sein Sohn Lorenzo fühlen sich innerlich eng verbunden. Das tröstet Giovanni Astegno, der nie über den Verlust seines eigenen Vaters hinweggekommen ist. Dieser verschwand eines Tages einfach aus dem Leben der Familie. Die schönsten Erinnerungen betreffen ein Haus auf dem Lande, in dem Giovanni sehr glückliche Zeiten seiner Kindheit im Kreise der Seinen verbracht hat. Lorenzo ist fast erwachsen und nimmt seine Schwester Stella auf eine lang ersehnte Reise in die USA mit sich. Als er mir ihr nicht mehr fertig wird, folgt die Mutter den beiden nach. Jetzt empfindet Giovanni die Leere und Einsamkeit doppelt, die ihn im Laufe der Jahre von seiner Frau trennten. Er sucht das alte Haus auf dem Land auf, um zu sehen, was ihn noch mit diesem Ort verbindet und auch, um den Spuren seines Vaters nachzugehen. Er ist Archivar, und so liegt es nahe, dass er in alten Schriften und Tagebüchern stöbert. Auf der Suche nach dem Verbleib des Vaters stößt er auf merkwürdige Zusammenhänge. Eine etwas surreale Begegnung mit der eigenen Kindheit bringt nach und nach Licht in das Dunkel seiner Erinnerungen. So ganz eindeutig kann man nicht ergründen, warum hier zwei total unterschiedliche Lebensabschnitte angerissen werden. In einem Fall spielt das Down-Syndrom eine gewichtige Rolle, weil es das Gefüge einer Familie aufbricht. Im zweiten Fall geht es um eine Kriminalgeschichte. Dem unerklärlichen Verschwinden des Vaters dient der zweite Teil des Romans. Linksextreme Terroristen mischen bei dem Spiel ebenso mit wie Eifersucht, Konkurrenz und Neid unter Freunden. Eine brisante Mischung von menschlichen Sonderlichkeiten ist auf diese Weise entstanden. Väter und Söhne in guten wie in schlechten Tagen sind die Hauptakteure der Geschichte. Der Sonnenaufgang bietet den gefühlvollen Rahmen, in dem der Protagonist sich melancholischer Rückblenden und den Erinnerungen seiner Zeit als 13 jähriger Junge stellt. Der erste Roman des ehemaligen Bürgermeisters von Rom Walter Veltroni ist von außergewöhnlicher poetischer Schönheit und Sensibilität. Die Sätze zeugen von nachdenklichem und ausdrucksstarkem Feingefühl. Trauer und Melancholie sind gekoppelt an die Schönheiten der Natur und hier besonders des Sonnenaufgangs. Das lässt den Mangel an Geschlossenheit übersehen. Der Autor ist Vorsitzender der Mitte-Links-Partei Italiens.

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