Walther Lücker

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Walther LückerDer höchste Berg
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Der höchste Berg
Der höchste Berg
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Erschienen am 16.04.2013

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Rezension zu "Der höchste Berg" von Walther Lücker

Der Berg wird zur Müllhalde
WinfriedStanzickvor 5 Jahren

In diesem Jahr 2013 jährt sich zum 60. Mal die Erstbesteigung des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest 1953 durch Sir Edmund Hillary und  seinem Sherpa Tenzing Norgay. Aus diesem Anlass sind  zahlreiche Bücher über das Phänomen Everest erschienen. Sie nehmen zum großen Teil nicht nur die Sicht begeisterter Bergsteiger ein, sondern thematisieren auch zunehmend kritisch die Tatsache, dass es mittlerweile regelrechte Schlangen von Bergsteigern aus aller Welt gibt, die darauf warten, zum Gipfel aufbrechen zu können, und dass eine 50-jährige Geschichte eines zunehmenden Bergtourismus die Wege bis zum Gipfel in eine Müllhalde verwandelt haben, besonders an den Stellen wo traditionell die Nachtlager aufgeschlagen werden.

 

Das vorliegende Buch des Journalisten und passionierten Bergsteigers Walther Lücker hebt sich von den anderen Büchern ab durch seinen besonderen Ansatz. In einem ersten Teil versammelt er „Geschichte und Geschichten“ und erzählt von der besondern Faszination dieses Berges, aber auch von der Dramen und Tragödien, die sich auf dem Weg zum Gipfel abgespielt haben.

 

Ein zweiter, nicht weniger interessanter und spannender Teil versammelt Reportagen und Interviews von ihm mit unterschiedlichen Frauen und Männern, die zu unterschiedlichen Zeiten und auf verschiedenen Routen den höchsten Berg bestiegen haben und welche intensiven Erfahrungen damit verbunden waren.

 

Beeindruckt haben mich besonders die Worte des Sherpa Pemba  Nurbu, der schon 1992 forderte:

„Die Regierung muss die Expeditionsrouten auf der Südroute unbedingt limitieren. Es gibt keine andere Möglichkeit, der Staus und dieser schrecklichen Szenen Herr zu werden. Die Permitkosten für die Normalroute sollte  erhöht werden und die für die anderen, technisch schwierigeren Routen drastisch gesenkt werden.“ Auch wenn es dann Wartelisten von 25 Jahren gebe.

 

Doch bis heute ist in dieser Richtung wenig geschehen. Mit dem Everest ist in rasend schneller Zeit das passiert, was auch mit anderen früher weißen Regionen auf der Erde geschehen ist. Zuerst kamen die ersten Entdecker, dann folgten weitere, und zum Schluss hat der Massentourismus das ökologische Gleichgewicht zerstört. Zu viele Menschen wollen das erleben, was erfahrene Bergsteiger in ihren Interviews in diesem Buch beschreiben, welche Glücksmomente sie hatten, als sie das Dach der Welt erreicht hatten. Wer wollte ihnen das Recht dazu bestreiten? Eine sehr schwierige Frage.

 

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