Waltraut Kupf

 4,9 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Waltraut Kupf

Lebenslauf


Waltraut Kupf, geboren am 14. April 1933 in Wien, Volksschule in Wien, Berlin und Leitmeritz a.d. Elbe, dort zwei Jahre Oberschule, als ehemalige österreichische Staatsbürgerin erst 1946 repatriiert, humanistisches Gymnasium und Matura in Wien, Studium an der Hochschule für Welthandel und Abschluß als Diplomkaufmann 1956, Arbeit am Institut für Gewerbeforschung und in einer Holzhandelsfirma, 1963  Eheschließung  mit dem akad. Restaurator (später Prof.)  Martin Kupf 1958 – 1969 Angestellte der IAEO, danach Familienarbeit,  , drei Kinder (davon eine Tochter nach Unfall verstorben),  vier Enkel. Gelegentliche publizistische Tätigkeit, vorwiegend zu kulturpolitischen Themen.

Botschaft an meine Leser


Über mich

Liebe Community, ich bin bald 87 und war in der Kriegszeit zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Wenn mir nicht das ganze Leben hindurch gewisse Episoden durch den Kopf gegangen wären, wüßte ich das alles wahrscheinlich heute nicht mehr, so sind diese aber quasi kontinuierlich konserviert worden. Ich glaube erst jetzt, daß die Triebfeder zu meinem Buch ein Trauma ist, das teilweise verdrängt war. Abgesehen davon, daß ich vielleicht nur einiges loswerden wollte, ist es mir auch ein Anliegen, den später Geborenen eine konkretere Vorstellung von der damaligen Zeit zu geben.

Alle Bücher von Waltraut Kupf

Cover des Buches Die Welt ist voller Morden (ISBN: 9783962291334)

Die Welt ist voller Morden

 (9)
Erschienen am 09.12.2019

Neue Rezensionen zu Waltraut Kupf

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Cover des Buches Die Welt ist voller Morden (ISBN: 9783962291334)siebenundsiebzigs avatar

Rezension zu "Die Welt ist voller Morden" von Waltraut Kupf

Die Welt ist voller Morden
siebenundsiebzigvor einem Jahr

Damit es nicht verloren geht.


In diesen zeitgeschichtlichen Erinnerungen auf 415 Seiten, verfasst von einer im Jahre 1933 geborenen Autorin, spiegeln sich ihre Erlebnisse in den Jahren von 1933 bis 1955. Der Leser begleitet sie dabei von ihrer Geburtsstadt Wien, wo sie ihre Kindheit verlebte, in die damalige Reichshaupstadt Berlin. In weiterer Folge, bedingt durch die Versetzung ihres Vaters, nach Leitmeritz und Märisch-Ostrau im Sudetengau. Diese turbolente Zeitreise, mit ihren oft unvorherbaren Erlebnissen, endet da  wo sie begonnen hat, nämlich in der jetzigen Bundeshauptstadt Wien.                 Das Buch ist in vier Hauptkapitel gegliedert. Diese sind in viele Episoden, "Zeitgeschichtliche Splitter", mit kurzen, aber sehr prägnanten, Untertiteln aufgegliedert.


Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Besonders die vielen Untertitel bei den Erlebnissen ermöglichen einen guten Überblick in diesen Geschehnissen und lassen beim Lesen absolut keine Langeweile aufkommen. Der Schreibstil der Autorin ist auf alle Fälle überzeugend und ausdrucksvoll. Dazu noch die sehr gut gelungenen, wie auch treffenden Personen- und Ortsbeschreibungen. Auch die Schilderungen von Wohn- und Schulverhältnissen an den verschiedenen Orten fand ich hochinteressant. Ich konnte dabei einiges in meinem Kopfkino direkt miterleben und noch bis jetzt mir unbekannte historische Ereignisse erfahren.                                                                                                                       Ich kann dieses gelungene Werk, bei dem ich am Leben und dem Schicksal der Autorin teihaben durfte, nur weiterempfehlen und gebe gerne dafür fünf volle Sterne.                                                                                                                  "Denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft verantwortungsvoll gestalten!"




     

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Cover des Buches Die Welt ist voller Morden (ISBN: 9783962291334)Chuckipops avatar

Rezension zu "Die Welt ist voller Morden" von Waltraut Kupf

Bewegende autobiographische Erinnerungen einer Zeitzeugin - unbedingt lesen!
Chuckipopvor einem Jahr

"Die Welt ist voller Morden - Zeitgeschichtliche Splitter" von Waltraut  Kupf ist als Taschenbuch mit 415 Seiten im Dezember 2019 beim Romeon-Verlag erschienen.

Die Autorin nimmt den Leser hier mit in ihre eigenen Erinnerungen der Kinder- und Jugendzeit. Waltraut Kupf wurde 1933 geboren, wuchs zuerst in Wien auf, dann ging die Familie nach Berlin. Die Zeitspanne der Erinnerungen reicht hier von der Dreissiger- bis in die Fünfziger-Jahre. Frau Kupf hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, und ich danke ihr sehr dafür! 

Wie der Titel schon sagt, sind es zumeist "Splitter", also kurze Kapitel, die z.B. jeweils Charaktere vorstellen oder ein besonderes Erlebnis beinhalten. Diese Episoden sind teils bewegend, teils erheiternd, immer aus der Sichtweise des Kindes. Besonders Spaß gemacht haben mir auch die österreichischen und tschechischen Ausdrücke.

Die Autorin wuchs in recht gutem Hause auf, die Familie ging regelmäßig in die Sommerfrische, man besaß ein Badezimmer usw.  Mutter Anny beispielsweise war eine sehr spezielle Person, liebenswert, unbeschwert, teils sicherlich recht schwierig, aber ein echtes Original.

Bemerkenswert fand ich beispielsweise, dass Frau Kupf bereits mit 4 Jahren Lesen lernte und dies damit beschreibt, dass es die Tage "weniger öde" machte.

Der Schreibstil ist recht pragmatisch, was in meinen Augen die Ereignisse gerade in den Kriegsjahren besonders prägnant macht. Mich hat das Lesen sehr bewegt, ich fühlte mich teilweise wieder in meine eigene Jugend zurückversetzt, wenn ich bei meinen Großeltern saß und diese mir Episoden von damals schilderten, wenn auch bestimmt in sehr abgemilderter Form.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, daß Geschichte nicht vergessen wird (nicht nur die des 2. Weltkriegs) , und gerade solche Zeitzeugenberichte sind wertvoll, da sie das Ganze nicht trocken und wie einem Geschichtsbuch vermitteln, sondern ein Schicksal sind, bei dem der Leser mitfiebert und die Protagonisten ihm ans Herz wachsen! 

Ein wichtiges Buch, absolut lesenswert!




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Cover des Buches Die Welt ist voller Morden (ISBN: 9783962291334)Tulpe29s avatar

Rezension zu "Die Welt ist voller Morden" von Waltraut Kupf

Nie wieder Krieg
Tulpe29vor einem Jahr

In sehr anschaulicher Weise und mit bildhafter Sprache erzählt die Autorin über ihre meist traurige Kindheit in Deutschland und Österreich während des Zweiten Weltkrieges. 

Oft fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt, als auch meine Verwandten viel Schreckliches über diese grauenhafte Zeit zu berichten hatten. So viele bedauernswerte, unschuldige  Menschen Verloren ihr Zuhause, ihre Angehörigen und Freunde oder sogar ihr Leben. Auch die Autorin wurde leider nicht verschont, wie fast alle ihrer Generation. 

So etwas darf sich nie mehr wiederholen. Dieses Buch berichtet und rüttelt auf, regt zum Nachdenken an und hat eine wichtige Botschaft: Nie wieder Krieg!

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Gespräche aus der Community

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Da mein Ablaufdatum im Alter von 87 Jahren näher rückt, wollte ich noch rasch ein paar authentische Lebenserinnerungen aus der Zeit der späten Dreißigerjahre bis zur Mitte der Fünfzigerjahre weitergeben. Der etwas grimmige Titel verweist auf die tragische Seite jener Zeit, banale Alltagsepisoden haben aber teilweise einen durchaus komischen Charakter.

Liebe Leute,  ich habe noch, bevor es zu spät ist,  meine Erinnerungen in eine gewisse Form, gebracht, mit der Transkription von noch vorhandenen Originalbriefen angereichert und einem Verlag übergeben. Die Zielgruppe besteht zwar vermutlich aus meinen AltersgenossInnen (ich mag das Gendern eigentlich nicht), nämlich  aus greisen Rauschebärten und abgeklärten Urgroßmüttern, die mir wahrscheinlich  bestätigen werden, daß alles wirklich so war. Wichtiger wäre es allerdings, die mittlere und jüngere Generation für das Thema zu interessieren, was ich kaum zu hoffen wage. Die Vorstellungen von der Kriegs- und Nachkriegszeit sind teilweise abenteuerlich oder schlicht und einfach kaum vorhanden.  Ich lade alle herzlich ein, sich auf das Thema einzulassen. Mein Erinnerungsvermögen ist zwar gut, ich konnte aber wohl nur jene Episoden  konservieren, die mir immer wieder in den Sinn gekommen sind. 

Das Buch ist nach Schauplätzen gegliedert, Beginn und Ende spielen sich im Haus meiner frühen Kindheit in Wien ab, dazwischen liegt eine Zeit in Berlin, in Leitmeritz a.d. Elbe und in Mährisch Ostrau.

Ein anderes Einteilungsprinzip wäre

1.) die Vorgeschichte (die mir nur aus Erzähllungen bekannt wurde) samt sozialem Umfeld und Nährboden für die spätere politische Einstellung meiner Eltern, eine quasi-psychologische Einstimmung, verschränkt mit ersten eigenen Eindrücken

2.) Eigene Erlebnisse kurz vor dem Krieg und im Krieg

3.).Nachkriegszeit bis 1955 als historische und persönliche Zäsur.

Das alles ist versetzt mit Mädchenkram, Skurrilitäten aller Art und einer letztendlichen Depression, die erst viel später bewältigt wurde. Die Überschriften der kurzen Unterkapitel können auch zum Querlesen veranlassen. 

Noch eine Anmerkung: Der Buchtitel wird speziell von jüngeren Leuten für grammatikalisch falsch gehalten, es müsse „voller Morde“ heißen. Es handelt sich aber um eine Zeile aus einem Liedtext aus dem 1. Weltkrieg. Auf S. 231 – 232 wird erläutert, wie ich darauf gekommen bin. Es geht also (sprachlich)  um das Morden, nicht um die Morde. In meinem Buch ist das auch metaphorisch zu verstehen. Ich bin gespannt, wie die Rezeption meiner Schilderungen ausfällt und würde mich über ein paar Rückmeldungen oder Rezensionen freuen. Falls es Interessenten gibt: ich verlose 10 Bücher, die Frist endet am 15. März 2020.

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