Waris Dirie

 4.2 Sterne bei 2.186 Bewertungen
Autorin von Wüstenblume, Nomadentochter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Waris Dirie

Waris Dirie wurde 1965 in Somalia geboren und arbeitet heute als erfolgreiches Model und Autorin. Außerdem ist sie eine engagierte Menschenrechtsaktivistin und kämpft mit ihrer eigenen Organisation Desert Flower Foundation gegen die Beschneidung junger Mädchen, zu deren Opfer auch sie im Alter von fünf Jahren wurde. Um einer Zwangsheirat zu entkommen, flüchtet sie mit 13 Jahren nach London, wie sie zunächst als Hausmädchen arbeitet. Fünf Jahre später ändert sich ihr Leben grundlegend, als sie von einem Starfotografen entdeckt und international bekannt wird. Nachdem sie einer Journalistin von ihrem Schicksal erzählt hat, ernennt der UN-Generalsekretär Kofi Annan sie zur UN-Sonderbotschafterin. All diese Ereignisse bewegen Waris Dirie schließlich dazu, 1997 ihre Biographie unter dem Titel "Wüstenblume" zu veröffentlichen. Das Buch wurde ein Besteller, verkaufte sich weltweit über 11 Millionen mal und wurd 2008 verfilmt. Auf diesem Erfolg aufbauend hat sie noch die Bücher "Nomadentochter", "Schmerzenkind" und "Briefe an meine Mutter" geschrieben. Für ihre Bücher und ihre internationale Arbeit hat Waris Dirie zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, wie den 'World Women's Award", den "Afrika Preis" oder den "Corinne Award" für das beste Sachbuch.

Alle Bücher von Waris Dirie

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Buchformat:
Cover des Buches Wüstenblume (ISBN:9783426789858)

Wüstenblume

 (1.476)
Erschienen am 03.09.2018
Cover des Buches Nomadentochter (ISBN:9783426785935)

Nomadentochter

 (273)
Erschienen am 02.09.2013
Cover des Buches Schmerzenskinder (ISBN:9783426787717)

Schmerzenskinder

 (112)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Brief an meine Mutter (ISBN:9783426788684)

Brief an meine Mutter

 (48)
Erschienen am 01.06.2017
Cover des Buches Schwarze Frau, weißes Land (ISBN:9783426783641)

Schwarze Frau, weißes Land

 (22)
Erschienen am 04.01.2012
Cover des Buches Safa (ISBN:9783426786130)

Safa

 (12)
Erschienen am 04.05.2015

Neue Rezensionen zu Waris Dirie

Neu
B

Rezension zu "Schmerzenskinder" von Waris Dirie

Schmerzenskinder
BeiterSonjavor 7 Tagen

Klappentext 

Genitalverstümmelung wird nicht nur in Afrika praktiziert, sondern auch hier vor unserer Haustür. Mindestens 500.000 Mädchen und Frauen in Europa sind davon betroffen, täglich kommen neue Opfer hinzu. 
Die Bestsellerautorin Waris Dirie, die im Alter von fünf Jahren die Qualen der Beschneidung erlebte, war die erste Frau, die öffentlich über diese schlimme Folter sprach. In diesem Buch deckt sie auf, wo und wie auch bei uns dieses grausame Ritual vollzogen wird. Sie erzählt von Begegnungen mit Opfern und Tätern mitten in Europa und von Rückschlägen und Erfolgen ihres Kampfes gegen die Genitalverstümmelung. "Schmerzenskinder" ist in vieler Hinsicht ein erschütterndes Buch, doch es ist auch ein Buch voller Kraft und Hoffnung für Millionen Frauen in aller Welt.

Meine Meinung 
Ich hatte ein paar Mal Gänsehaut beim lesen. Waris Dirie bringt es auf den Punkt. Sie schreibt ehrlich und direkt, ist aber gegenüber Opfern (zu denen sie sich ja leider auch selbst zählen muss) einfühlsam.
Es ist ein tolles Buch das gute Aufklärungsarbeit leistet.

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Rezension zu "Wüstenblume" von Waris Dirie

Im ewigen Kampf gegen die Genitalverstümmelung
Tintenklecks98vor einem Monat

Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In "Wüstenblume" hat sie nun ihre Geschichte niedergeschrieben und als UNO-Sonderbotschafterin den Kampf gegen die Folter der rituellen Beschneidung aufgenommen. 


"Die Beschneidung wird normalerweise unter primitiven Bedingungen [...] durchgeführt; es wird kein Betäubungsmittel verabreicht. Die Frauen benutzen zum Schneiden alle möglichen Geräte, von Rasierklingen, Messern, Scheren, Glasscherben bis zu scharfen Steinen - in manchen Regionen sogar die Zähne."

Wieder so ein schweres aber extrem wichtiges Buch und Thema... Waris schreibt im Wesentlichen ihre Lebensgeschichte auf und die lohnt sich wirklich, um in ein Buch gepackt zu werden. Als Nomadin aus Somalia hin zum beliebten Model auf den Laufstegen der Welt. Alles gut könnte man meinen. Doch nichts ist gut. Die grausame Beschneidung im jüngsten Kindesalter hat und wird sie auf ewig prägen.

"In Wahrheit habe ich großes Glück. Denn was ist mit den Mädchen draußen im Busch, die kilometerweit laufen müssen, während sie sich vor Menstruationsschmerzen kaum aufrecht halten können? Wie steht es mit den Ehefrauen, die nach der Geburt wieder mit Nadel und Faden zugenäht werden, damit nur eine enge Öffnung für den Ehemann bleibt?"

Ich dachte erst, dieses ganze Thema würde das komplette Buch dominieren. Tat es aber gar nicht. Es gab schließlich noch mehr zu berichten. Waris ist eine unglaublich starke Frau und sie versinkt nicht in ihrem Schicksal und ihrer Vergangenheit, sondern strotzt nur so vor Energie und dem Willen, es besser zu machen und etwas für die folgenden Generationen zu verändern. Große Leseempfehlung.

"Vielmehr wird diese Praktik schlicht von Männern unterstützt und gefordert, von unwissenden, egoistischen Männern, die sich damit ihr alleiniges Anrecht auf die sexuellen Dienste ihrer Frauen sichern wollen."


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Rezension zu "Wüstenblume" von Waris Dirie

Überraschend (und) ehrlich
Leonisvor 3 Monaten

In diesem Buch schildert die Autorin/Protagonistin ihre Lebensgeschichte, die in der Wüste Somalias begann und sie in die größten Modezentren der Welt führte.
Allein durch ihre Heimat unterscheidet Waris Dirie sich von vielen Frauen bzw. Mädchen dieser Welt.
Im Kleinkindalter wurde das Mädchen Opfer einer alten afrikanischen Tradition, der Beschneidung.
Als sie dann im Alter von dreizehn Jahren auch noch einen viel älteren Mann heiraten soll, verlässt sie ihre Familie und flüchtet.
Zuerst bleibt sie in Afrika, als sich aber die Chance bietet, reist sie nach London und fasst dort Fuß.
Nach weiteren Höhe- und Tiefpunkten schafft sie es als Model entdeckt zu werden und reist von nun an von London nach New York, Paris, Mailand und wieder zurück.

Meine Meinung: Das Buch ist extrem ergreifend und offen. Ohne irgendetwas zu beschönigen erzählt die Autorin ihre Erlebnisse. Dem Leser bleibt gar nichts anderes übrig als mit Waris mit zu fiebern und sich zu freuen oder mit ihr zu leiden.
Allerding ist der Aufbau des Buches etwas fragwürdig und verwirrend. Dadurch dass es viele Flashbacks gibt ist es schwer die Ereignisse in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Des weiteren ist der Schreibstil nicht ganz meins.

Fazit: Wüstenblume lässt einen eindeutig über das Leben nachdenken und welche Schrecken es auf der Welt gibt. Jedoch ist das Buch gewöhnungsbedürftig.

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