Waris Dirie Schwarze Frau, weißes Land

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 29 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 6 Rezensionen
(9)
(7)
(2)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Schwarze Frau, weißes Land“ von Waris Dirie

Waris Dirie wurde in der afrikanischen Wüste geboren – und ist ihr Leben lang eine Nomadin geblieben. Das »weiße Land« ist zu kalt und abweisend, um hier Wurzeln schlagen zu können. Trotz ihres internationalen Erfolges als Model und ihres Engagements für Frauenrechte bleibt Waris Dirie eine »schwarze Frau«, verdächtig für Polizei und Sexobjekt für Männer. Doch ebenso fremd für sie ist ihr Herkunftsland. Waris Dirie erzählt in ihrem Buch auch von ihrer Wut auf Afrika, das von Korruption und alltäglicher Gewalt beherrscht wird. Als ihr Sohn Leon auf die Welt kommt, beschließt sie, ihrem Kind das zu geben, was sie selbst schon lange nicht mehr kennt: eine wirkliche Heimat.

Gut - besser - WARIS DIRIE

— MissReading
MissReading

Schade, ich bin enttäuscht über dieses Buch und Waris Dirie.

— ErleseneBuecher
ErleseneBuecher

Beeindruckend!

— tiggger
tiggger

Tolle und starke Frau!

— Mayro86
Mayro86

Stöbern in Biografie

Max

Ein wirklich intensiver Roman, aus dessen Sätzen einem die Leidenschaft für Kunst, Liebe und Sein förmlich entgegenspringt... LESENSWERT!

SomeBody

Slawa und seine Frauen

Autobiographisches Debüt. Nett zu lesen, aber wenige Highlights einer deutsch-ukrainischen Familienzusammenführung.

AnTheia

Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

Buchmagie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Mama Africa, Filmset & Passivität

    Schwarze Frau, weißes Land
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    31. December 2014 um 00:03

    Es ist das fünfte Buch, welches ich von Frau Dirie lese, und ich muss sagen, es reicht mir langsam. Ich habe nichts Neues erfahren und muss lieber aufpassen, dass mir dieses wirklich wichtige Thema der weiblichen Genitalverstümmelung, für welches Sie ohne Zweifel zu Recht und großartig kämpft, nicht langsam auf den Zeiger geht. Man merkt diesem Buch nur allzu sehr an, dass es nur geschrieben wurde, um Geld einzubringen und natürlich –  wie sie auf fast jeder Seite betont – auf das Thema aufmerksam zu machen. Klar ist die Frage, die mir auch bewusst ist, was soll sie denn machen. Sie merkt die Bücher bringen Geld und Publicity, also warum damit aufhören. Dafür gibt es ja keinen Grund. Aber ich muss damit aufhören, ihre Bücher zu lesen. Ich fand das erste Buch “Wüstenblume” noch wirklich faszinierend, aufrüttelnd und erschreckend. Und auch die drei weiteren Bücher fand ich gut und jedes Mal dachte ich, welch starke Frau. Allerdings war es in diesem Buch eher so, und das von Anfang an, dass sie mir unsympathisch und fast ein wenig fanatisch rüberkam. Ihr ist ja auch schon alles passiert und jeder will ihr was Böses. Natürlich ist das schlimm, wenn man andauernd bedroht, entführt oder gestalkt wird, nur sie erwähnt es jedes Mal so nebenbei, dass es eher merkwürdig und nicht nachvollziehbar rüberkommt. Aber am Schlimmsten an diesem Buch fand ich ihre ewige Rummeckerei. Es wurde ohne Ende über Europa geschimpft, was die Europäer Afrika in der Kolonialzeit angetan haben und dass sie dem Land jetzt falsch helfen usw. Auch an der Umweltkatastrophe in Afrika ist Europa Schuld und und und. Na klar, versteht mich nicht falsch, sie hat mit vielen wirklich Recht, aber ich habe das Gefühl, dass das Buch eine einzige Anklage ist. Dabei lebt sie in Europa und sie versucht auch immer wieder zu erwähnen, was sie toll findet, aber nichts geht über Afrika. Vor allem trifft sie etliche Pauschalurteile. Z.B. in Europa zählt die Familie nichts und alles ist so einsam und kalt. Na klar, so ist es in Europa. Ich fand es fast eine Frechheit das zu lesen. Ein paar Kapitel weiter, sagt sie, sie bekommt ein Kind, aber dem Vater des Kindes sagt sie es nicht, da sie nicht mit ihm zusammenleben möchte. Ja, aber wo ist denn der so hochgelobte Familiensinn? Der Vater hat doch auch ein Recht auf sein Kind und das Kind auf seinen Vater! Klar treffe ich da jetzt ein Urteil über sie, was ich mir gar nicht anmaßen darf und kann. Das ist richtig. Aber sie macht das über die Europäer auf fast jeder Seite! Immerhin ganz unterhaltsam waren die Szenen über den Dreh des Filmes “Wüstenblume”, wobei es natürlich auch da nur um Werbung für den Film ging. Schade, ich bin enttäuscht über dieses Buch und Waris Dirie. Aber nichtsdestotrotz bleibt ihr Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung bewunderns- und unterstützenswert, weshalb ich das Buch auch nicht abbrechen wollte. Bewertung: 1 von 5 Punkten

    Mehr
  • Rezension zu "Schwarze Frau, weißes Land" von Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    16. January 2011 um 22:57

    Als sie mit einem weit älteren Mann verheiratet werden sollte, floh die dreizehn Jahre alte Waris Dirie aus ihrer Heimat Somalia .. Sie schlug sich in London mit Gelegenheitsjobs durch, bis sie von einem renommierten Fotografen entdeckt wurde - der Beginn einer großen Karriere als Topmodel .. Doch in der oberflächlichen Glitzerwelt wird Waris Dirie nie ganz heimisch .. 1997 beschließt sie, die als kleines Mädchen selber ein Opfer der weiblichen Genitalverstümmelung wurde, ihr Leben dem Kampf gegen dieses grausame Ritual zu widmen .. Sie gründet eine Stiftung, hält Vorträge, wird Sonderbotschafterin der UNO.. In ihrer neuen weißen Heimat wird Waris Dirie als Menschenrechtskämpferin gefeiert - und bleibt im Alltag doch eine Fremde, die von Taxifahrern abgewiesen und von den Männern als Freiwild betrachtet wird .. Die Geburt ihres zweiten Sohnes Leon macht Waris Dirie ihre Zerissenheit zwischen den Welten umso schmerzlicher bewusst .. Als sie 2008 nach Afrika reist, wird sie als Heldin bejubelt - doch zugleich muss sie erkennen, dass die Frauen dort noch immer Opfer archaischer Traditionen sind.. Und langsam wächst ihr Entschluss: Sie wird mit Leon zurückkehren nach Afrika, um den dortigen Frauen zu helfen, finanziell unabhängig und selbstständig zu werden.. Denn Waris Dirie ist überzeugt: Erst wenn die Frauen in der afrikanischen Gesellschaft Wertschätzung und Respekt erfahren, kann sich Afrika wandeln.. Und dann kann auch der Kampf gegen die grausamen Stammesrituale gewonnen werden.. Mein 5. Buch von Waris Dirie, und ich will noch eindeutig mehr von ihr lesen =D .. Ich liiiebe ihre Bücher.. Sie fesseln mich einfach von der ersten Seite an.. Alles was mit Afrika zu tun hat, interessiert mich sowieso wahnsinnig, wie alle wissen die mich kennen ;) Ich bewundere diese Frau extrem.. Lest alle ihre Bücher, ihr werdet es nicht bereuen!!

    Mehr
  • Rezension zu "Schwarze Frau, weißes Land" von Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land
    Kajaaa

    Kajaaa

    2006 zog Waris Dirie nach Südafrika, in der Hoffnung auf ihrem Heimatkontinent endlich wieder sesshaft zu werden. Doch schon bei der Einreise treten Probleme auf, die als Waris endlich in ihrer Wohnung ankommt nicht abbrechen. Schmerzhaft muss sie am eigenen Leibe erfahren, dass die hohe Kriminalitätsrate nicht umsonst so hoch ist. Grund genug für sie das Land wieder zu verlassen und sich erneut auf die Suche nach einem zu Hause zu machen. Zwischenzeitlich arbeitet sie weiter für ihre Foundation, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) engagiert, hält Vorträge und reist viel in Europa herum. Zurück in Wien, wo der Sitz ihrer Stiftung ist und sie wohnt, versucht Dirie so viele Mädchen wie möglich auch hier in Europa vor FGM zu schützen. Sie redet mit den Familien und schaltet notfalls, falls diese nicht einlenken, die Behörden ein. Widerstand, der größtenteils aus den afrikanischen Gemeinschaften kommt, bestärkt sie erst recht weiterzukämpfen. Doch nicht nur diesen Kampf hat sie zu führen. Seit Jahren versucht Waris Dirie ihr erstes Werk „Wüstenblume“ über ihre Flucht aus Somalia und den Weg in die Modelwelt verfilmen zu lassen. Nach einigen Rückschlägen schafft sie dies schließlich. Schauspieler und Drehplätze werden gesucht und Dirie kann endlich wieder in ihr geliebtes Ostafrika fliegen. Ausführlich berichtet sie von den Dreharbeiten und Land und Leuten. Und ihr Wunsch, endlich wieder dort zu leben, wächst. Bisher hatte ich von Waris Dirie nur „Wüstenblume“ gelesen, ein Buch, dass mich sehr fasziniert, aber natürlich auch aufgewühlt hat. Ihre Lebensgeschichte auf knapp 360 Seiten und ihre ersten 30 Lebensjahre umspannend war rundum gelungen geschrieben. Da ist es dann schon etwas verwunderlich, wenn 3 Jahre ihres Lebens auf ungefähr genauso viele Seiten geschildert werden, in ihrem Leben aber bei weitem nicht so viel passiert ist. Bei dem Titel „Schwarze Frau, weißes Land“ habe ich erwartet, dass sie viel über ihre Probleme und positiven Erlebnisse in ihrer neuen Heimat berichtet. Weit gefehlt. Vielleicht ein Fünftel, maximal, handelt vom Leben in der „weißen“ Welt, von tragischen Geschehnissen und schönen Monaten. Der Rest beschreibt die Dreharbeiten in Dschibuti, Ostafrika. Die Einstellungen der Menschen, die Unterdrückung der Frauen, die Genitalverstümmelung und ihre Machtlosigkeit zu helfen, etwas zu verändern, werden wiederholt geschildert. Ich habe es beim ersten Mal verstanden. So viel Intelligenz, wenn diese dafür überhaupt notwendig ist, nennen wir es lieber Auffassungsvermögen, traut sie ihren Leserinnen aber nicht zu. Brachten andere Leute ihre Meinungen zu Problemen der afrikanischen Gesellschaft in Gesprächen mit ihr ein, so brabbelt sie diese wenig später munter nach und verkauft sie als ihre eigene. Immer alles so darstellend, als ob allein sie eine Ahnung hat, wie man Afrika helfen kann. Ganz zu schweigen von ihrem Waris Dirie Manifest, übrigens auf ihrer Seite einzusehen (http://www.waris-dirie-foundation.com/de/waris-dirie/manifest/), hätte man das und den Klappentext gelesen, bräuchte man das Buch nicht mehr aufschlagen. Zu den inhaltlichen Wiederholungen kamen ärgerlicherweise auch noch welche in den Formulierungen hinzu. Ich weiß nicht, ob das am Übersetzer lag oder an Frau Dirie selbst. Etwas merkwürdig ist, dass kein Übersetzer angeben ist, sie aber auch schreibt, dass sie obwohl sie seit Jahren in Österreich wohnt und die Staatsbürgerschaft hat, kein Wort Deutsch kann. Who knows? Was mir sehr gut gefallen hat, sind die afrikanischen Zitate am Anfang eines jeden Kapitels, sowie die Fotos in der Buchmitte. Das war es aber auch schon, dementsprechend ist mein Fazit auch nicht sehr positiv. Meiner Meinung nach kann man sich dieses Buch getrost schenken. „Wüstenblume“ kann ich aber jedem, der sich auch nur halbwegs für ihre Lebensgeschichte interessiert ans Herz legen. Eine Frechheit ist in meinen Augen noch der Spendenaufruf am Ende des Buches und sei der Zweck noch so ehrenwert. Wer spenden will, wird wohl auch so in der Lage sein die Daten dafür zu finden, für mich ist das ein Ärgernis.

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "Schwarze Frau, weißes Land" von Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land
    Elisabeth87

    Elisabeth87

    20. August 2010 um 13:35

    Waris Dirie erzählt in ihrem aktuellen Buch „Schwarze Frau, weißes Land“ von Europa, ihrer neuen Heimat, aber auch von ihrer Sehnsucht nach ihrem Heimatland Afrika und ihren Plänen das Leben für die Menschen dort zu verbessern. Ein großes Thema dieses Buches ist wieder ihre Aufklärungsarbeit über weibliche Genitalverstümmelung und wie wichtig der Kampf für die Natur und die Frauenrechte in Afrika. Was ich als sehr anregend empfunden habe, ist das jedes neue Kapitel mit einer afrikanischen Lebensweisheit begonnen wird, von denen mir einige schon bekannt waren, aber eben nicht alle. Als sehr bewegend empfand ich auch ihre Beschreibungen ihrer Gefühle während der Dreharbeiten zum Film ihres ersten Buches „Wüstenblume“, wo sie auch wieder neue Pläne entwickelt hat, um ihrem Land Afrika zu helfen. Waris schreibt von ihrer Liebe zu Ostafrika, sie lässt aber auch die Probleme nicht aus, schreibt über die Entwicklungshilfe, die nichts bewirken kann, da das Geld auf den Privatkonten der korrupten Regierung landet, von Piraten und Politikern, die mehr Interesse daran haben, sich das neueste Auto leisten zu können, anstatt langfristig ihrem Land und der Bevölkerung zu helfen. Das Buch vermittelt viele Informationen, diese sind aber sehr gut verpackt, sodass man sich nicht davon erschlagen fühlt, es ist unterhaltsam geschrieben und verliert nicht den Kampf für die Frauenrechte in Afrika aus den Augen. Besonders lobenswert finde ich Waris Einstellung zur Natur und Umwelt, die sie auch ihrem Sohn sehr früh vermittelt. Hier ein Zitat als Beispiel: "Die Europäer und Amerikaner leben noch in dem Glauben, die Probleme, die es überall auf der Welt gibt, ebenso wie die Armut und die Zerstörung der Umwelt aussperren zu können. Aber das geht nicht. In der heutigen Welt gibt es keine Balance mehr. Aller Reichtum konzentriert sich auf einen Bruchteil der Weltbevölkerung, während der Rest im Elend lebt. Überfluss und Hunger existieren gleichzeitig auf unserem Planeten, wo Profit fast immer wichtiger sind als Mutter Natur. Aber dieses System wird nicht mehr lange funktionieren, und schon jetzt treten überall Risse auf. Jeder Mensch, der seine Augen nicht davor verschließt, wird das deutlich wahrnehmen. Es ist erkennbar an den unzähligen Flüchtlingen vor den Grenzen Europas, die mit jedem Tag mehr werden. Es ist erkennbar an den vielen Naturkatastrophen, den Überflutungen, Dürren und Wirbelstürmen. Es ist erkennbar an zusammenbrechenden Wirtschaftssystemen. Mutter Erde strebt nach Balance. Unsere Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses System kollabiert und in einer globalen Katastrophe endet." Wer sich für Afrika und die Probleme interessiert oder wer einfach daran interessiert ist, wie es Waris geht und welche Projekte sie in Zukunft anpacken will, der wird dieses Buch sicher interessiert lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Schwarze Frau, weißes Land" von Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land
    Joseline2605

    Joseline2605

    17. August 2010 um 17:01

    In ihrem aktuellen Buch erzählt Waris von ihren Leben in Europa, von Afrika, von ihrem Kampf gegen die Genitalverstümmelung und von der Verfilmung ihres Buches Wüstenblume. Aber sie schreibt auch, was sie tun möchte, um Afrika zu helfen, um den Frauen von Afrika zu helfen.
    Es ist mit eines der schönsten Bücher von Waris Dirie.

  • Rezension zu "Schwarze Frau, weißes Land" von Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land
    Birkhenne

    Birkhenne

    22. May 2010 um 14:31

    In ihrem aktuellen Buch erzählt Waris Dirie von ihrer neuen Heimat Europa und von ihrer Sehnsucht nach Afrika und ihrem Wunsch, ihrem Heimatkontinent zu helfen. Sie erzählt über ihre wichtige Aufklärungsarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung und über ihren Kampf für die Frauenrechte in Afrika. Jedes Kapitel wird mit einer afrikanischen Lebensweisheit eingeleitet. Sehr intereesant sind auch ihre Erlebnisse während der Dreharbeiten zu ihrem Kinofilm "Wüstenblume" in Dschibuti, ihre Emotionen beim Dreh. Ihre Liebe zu Ostafrika schildert sie sehr bewegend aber sie erzählt auch über Entwicklungshilfen, die nichts bewirken, über Piraten und Politiker. "Schwarze Frau, weißes Land" vermittelt sehr viele Informationen über die aktuelle Situation in Afrika ist aber trotzdem sehr unterhaltsam geschrieben, ohne ihr Hauptanliegen, den Kampf für die Frauenrechte in Afrika, aus den Augen zu verlieren. Besonders eindrucksvoll ist auch ihre Einstellung zur Natur und Umwelt: "Die Europäer und Amerikaner leben noch in dem Glauben, die Probleme, die es überall auf der Welt gibt, ebenso wie die Armut und die Zerstörung der Umwelt aussperren zu können. Aber das geht nicht. In der heutigen Welt gibt es keine Balance mehr. Aller Reichtum konzentriert sich auf einen Bruchteil der Weltbevölkerung, während der Rest im Elend lebt. Überfluss und Hunger existieren gleichzeitig auf unserem Planeten, wo Profit fast immer wichtiger sind als Mutter Natur. Aber dieses System wird nicht mehr lange funktionieren, und schon jetzt treten überall Risse auf. Jeder Mensch, der seine Augen nicht davor verschließt, wird das deutlich wahrnehmen. Es ist erkennbar an den unzähligen Flüchtlingen vor den Grenzen Europas, die mit jedem Tag mehr werden. Es ist erkennbar an den vielen Naturkatastrophen, den Überflutungen, Dürren und Wirbelstürmen. Es ist erkennbar an zusammenbrechenden Wirtschaftssystemen. Mutter Erde strebt nach Balance. Unsere Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses System kollabiert und in einer globalen Katastrophe endet." Wem Afrika am Herzen liegt oder wer sich für den Lebensweg der "Wüstenblume" in den letzen 10 Jahren interessiert, dem wird das aktuelle Buch von Waris Dirie sehr gut gefallen.

    Mehr