Warren Ellis

 4.1 Sterne bei 127 Bewertungen
Autor von Gott schütze Amerika, Gun Machine und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Warren Ellis

Warren Ellis ist einer der produktivsten, meist gelesenen und innigst geliebten Comicautoren weltweit, sowie Urheber beliebter Serien wie Transmetropolitan und The Authority. Er gewann zahlreiche Preise und wurde für viele weitere nominiert. Ellis hat über 50 Graphic novels, Fernsehdrehbücher und Videospiele geschrieben, außerdem die Romane Gott schütze Amerika und Gun Machine. Mit seiner Frau Niki und der gemeinsamen Tochter Lilith lebt er in Südengland. Er schläft nie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Warren Ellis

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Cover des Buches Gott schütze Amerika9783453406551

Gott schütze Amerika

 (44)
Erschienen am 06.07.2009
Cover des Buches Gun Machine9783641104054

Gun Machine

 (5)
Erschienen am 13.05.2013
Cover des Buches Iron Man: Extremis9783862015993

Iron Man: Extremis

 (3)
Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches James Bond 007. Band 19783962199586

James Bond 007. Band 1

 (2)
Erschienen am 01.11.2018
Cover des Buches Supergod9783862012985

Supergod

 (2)
Erschienen am 14.05.2012
Cover des Buches Ein Haufen toter Schweine (Kindle Single)9783641137922

Ein Haufen toter Schweine (Kindle Single)

 (2)
Erschienen am 24.03.2014
Cover des Buches James Bond 007. Band 29783962199593

James Bond 007. Band 2

 (2)
Erschienen am 01.11.2018
Cover des Buches Moon Knight9783957984234

Moon Knight

 (1)
Erschienen am 17.08.2015

Neue Rezensionen zu Warren Ellis

Neu

Rezension zu "Gravel 1 - Strange Kiss - Stranger Kisses - Strange Killings" von Warren Ellis

Strange Kiss - Stranger Kisses - Strange Killings
Elmar Hubervor 4 Monaten

Strange Kiss
Ein alter Armee-Kumpel William Gravels bittet den Kampfmagier an sein Krankenbett. Ein schöner Jüngling hat ihm etwas mehr als Unappetitliches angehängt. Gravel kann gerade noch das fehlende Glied und den aufgeblähten Bauch seines Kumpels bewundern, bevor dieser aufplatzt und einen Schwall von Eidechsen „gebiert“. Gleichzeitig hat Gerichtsmedizinerin Hunt eine Selbstmörderin im Betty Page-Look auf dem Tisch, in deren Innerem sich eine übergroße Echse befindet. Gravel verfolgt die Spur, die ihn zu einer bizarren Kunstausstellung führt.

Stranger Kisses
William Gravel wird von dem Schauspieler und aufstrebenden Politiker John Weston als Personenschützer engagiert. Um bei der Bevölkerung Punkte zu sammeln, will Weston in einer Dirty Harry-Aktion einen Snuff-Ring enttarnen. Er gibt sich als Liebhaber ungewöhnlicher Filme und als potentieller Käufer aus, doch was Weston und Gravel zu sehen bekommen sind Body-Modifications, die alles in dieser Art in den Schatten stellen. Weston verliert die Nerven, die Situation eskaliert und Gravel findet sich plötzlich alleine auf der Flucht vor den Snuff-Produzenten.

Strange Killings
Um einen Gefangenenaufstand im Wessex Prison niederzuschlagen wird der SAS (Special Air Service, eine Spezialeinheit der britischen Armee) angefordert. Nach anfänglichem Erfolg trifft die Einheit auf einen Gefangenen, der wie der wahnsinnige Colonel Walter Kurtz („Apokalypse Now“) über das Gefängnis herrscht und dem sie mit ihren Waffen nicht beikommen. Von Schwarzer Magie ist draußen die Rede, von gehäuteten Menschen und von Zombies. Mit seinen besonderen Fähigkeiten soll William Gravel als Ein-Mann-Armee in dem Knast aufräumen.

MEINUNG
Einer Meinungsverschiedenheit zwischen Warren Ellis („Planetary“, „Transmetropolitan“) und DC-Comics haben wir die Figur William Gravel zu verdanken. Der englische Autor hat kurzerhand seinen eigenen Magier mit Armeehintergrund erfunden, nachdem sein John Constantine-Run (vorzeitig?) beendet war, er aber noch Ideen „übrig“ hatte.

Trotz einiger deutlichen Ähnlichkeiten zwischen den beiden Figuren – vor allem gefallen sich beide in der Rolle des zynischen Misanthropen – darf allerdings bezweifelt werden, dass diese jemals in der vorliegenden Form von DC veröffentlicht worden wären. Der Independent Verlag Avatar Press („Stitched“, „Crossed“) muss sich da weit weniger Gedanken um die politische Korrektheit und den Blutgehalt seines Verlagsprogramms machen.

Soll heißen, Gravel strotzt nur so vor Blut, Gedärmen und abgetrennten Körperteilen, perversen Sexpraktiken und zynischen Kommentaren. Harter Stoff also, der mitnichten für den zartbesaiteten Leser geeignet ist. Bei aller Brutalität, die hier gezeigt wird muss man Ellis jedoch auch attestieren, dass er ein äußert guter Erzähler ist, dessen überschäumende Fantasie sich auch in seinen gemäßigteren Arbeiten findet (z.B. in „Karnak – Der Makel in allen Dingen“, „Moon Knight“). Zumindest die bizarren Ideen für „Strange Kiss“ und „Stranger Kisses“ lassen einen ungläubig staunen. „Strange Killings“ fällt dagegen in Sachen Originalität deutlich ab.

Die schnörkellosen, feinlinigen Zeichnungen von Mike Wolfer („Stitched“, „Skin Trade“) sind sehr gelungen, irgendwie Avatar-typisch, und halten durchgehend ihr hohes Niveau.

Im Jahr 2001 lagen die ersten beiden Storylines schon bei Speed vor, wurden jedoch nicht weitergeführt. Also Dank an den kleinen Dantes Verlag aus Mannheim, der die Serie nun vollständig in sieben Bänden veröffentlich hat.

FAZIT
Brutal, zynisch, toll geschrieben und voller bizarrer Ideen. William Gravel könnte der weniger nette Bruder von John Constantine sein.

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Rezension zu "Narben" von Warren Ellis

Narben
Elmar Hubervor 6 Monaten

STORY
Detective John Caine von der Mordkommission San Fransicsco bekommt einen brutalen Fall auf den Schreibtisch, der ihn an den Rand des Erträglichen führen wird. Die zerstückelte Leiche der neunjährigen Tiffany Payne wird, in drei Kartons verpackt, vor einem Geschäft des Kinderschutzbundes abgestellt. Drei Monate zuvor ist das Mädchen auf dem Nachhauseweg von einer Freundin spurlos verschwunden. Die Leichenteile weisen Spuren übelster Misshandlungen auf.

Der Tod seiner Frau und seiner kleinen Tochter holen Caine wieder ein und er verliert auf der Jagd nach dem Mörder zunehmend die Bodenhaftung.

MEINUNG
In wie weit muss man bei der Jagd nach einem Monster selbst zum Monster werden? John Caine ist nach außen hin ein harter Brocken, der sein Leben, nach dem Tod seiner Familie, voll und ganz der Jagd nach Verbrechern gewidmet hat. Doch wenn er alleine ist, hört er die Stimme seiner toten Tochter, die ihn zum Spielen auffordert.

Der Fall der zerstückelten Tiffany Payne, und vor allem die Tatsache, dass das Mädchen zuvor über Monate gequält wurde, wirft den Cop endgültig aus der Spur. Gegen jedes Berufsethos gibt er Tiffanys Eltern das Versprechen, den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Wie ein Besessener nimmt er die Ermittlungen auf, geht den Schulweg des Mädchens ab, findet einen möglichen Entführungsort und einen Verdächtigen, der nach Außen hin ein ganz normales Leben führt. Überzeugt, den Schuldigen gefunden zu haben, bewegt sich Caine nicht nur am Rande der Legalität, er überschreitet diese unsichtbare Grenze.

Was Warren Ellis hier erzählt ist weder ganz neu noch besonders raffiniert erzählt. Doch überzeugt „Narben“ eben durch diese schnörkellose Geradlinigkeit und das Tempo, mit dem der Cop auf den Abgrund zurast. Immer weiter erhöht sich der Druck und es gibt eigentlich nur ein mögliches Ende für diese, John Caines Höllenfahrt. Dass sich der Autor nicht scheut, unappetitlich zu werden, ist hinreichend bekannt.

Mit Jacen Burrows (Alan Moores „Providence“) hat Warren Ellis einen stilsicheren Künstler an Bord, dessen nüchterne Zeichnungen die Wirkung der Story perfekt unterstützen.

Angesichts solcher Veröffentlichungen kann niemand etwas dagegen haben, wenn sich der Dantes Verlag weiter als deutscher Spezialist für Avatar Press etabliert.

FAZIT
Kraftvoller, schnörkelloser und blutiger Hardboiled-Thriller mit dem Tempo eines D-Zuges.

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Rezension zu "Apparat - Vier Singles" von Warren Ellis

Apparat - Vier Singles
Elmar Hubervor 6 Monaten

„Was wäre, wenn es niemals Superheldencomics gegeben und die klassischen Pulp-Figuren und -Szenarios damit Gelegenheit gehabt hätten, sich ohne diese übermächtige Konkurrenz frei im Comic auszubreiten?“ Eine Frage, die sich Autoren-Superstar Warren Ellis („Transmetropolitan“, „Planetary“, „Gravel“) gestellt hat und seine Antwort nun mit „Apparat – Vier Singles“ präsentiert. 

Hier sind vier Stories mit gänzlich neuen Charakteren in gänzlich neuen Welten vereint, die ihre Vorbilder in altbewährten Pulp-Themen haben. Ähnlich wie es Alan Moore mit seinen „Americas Best Comics“ vorgemacht hat. Nur dass es unter dem Apparat-Label bei jeweils einer Story bleibt. Schade, von allen Figuren hätte man gerne mehr gelesen.

„Angel trampelt Zukunft“ schleudert den Leser ohne Vorwarnung in eine dystopische, versiffte Welt, in der man nicht sicher sein, kann wer noch ein Mensch ist und wer sich schon wie weit hat umbauen lassen. Als Führer durch diesen Dschungel dient die äußerst attraktive und kaltschnäuzige Dr. Angel Antimony.

Man muss man schon auf seine Synapsen aufpassen, wenn man versucht, den maschinengewehrartig vorgetragenen Ausführungen von Frau Doktor zu folgen. Damit ist „Angel trampelt Zukunft“ wohl die Apparat-Single, die Ellis‘ „Transmetropolitan“ am Nächsten kommt.

Kongenial gezeichnet, mit unzähligen Feinheiten versehen von Juan Jose Ryp.

„Frank Ironwine“ ist ein Cop der alten Schule, den seine neue Assistentin nach einem abgeschlossenen Fall erst mal aus einem Müllcontainer klauben muss, wo sich der harte Brocken entspannt hat. Gesegnet mit extremen Stimmungsschwankungen und einer Deduktionsgabe, die an Sherlock Holmes erinnert, zieht er alleine durch seine Beobachtungen die richtigen Schlüsse und kann einen Mordfall in Rekordzeit lösen.

Ein etwas schräger Krimi in Reinkultur, angereichert mit typischen Ellis-Themen, wie der Stadt als Organismus und dem Glauben an sich zwangsläufig wiederholende Muster ausgestattet. Grafisch umgesetzt im nüchternen Stil von Carla Speed McNeil.

Die Pilotin Emma Pierson steigt bei der Kunst- und Kampffliegerstaffel Aeropiratika aus, und kehrt in ihrem Heimatort zurück. Für ihre Freunde und Bekannten dort ist sie eine Heldin. Doch bevor sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann, muss sie noch eine persönliche Sache erledigen. 

Für Ellis gehören auch die Piloten zur Besetzung eines ordentlichen Pulps, auch wenn diese die Zeit weit weniger dankbar überdauert haben, als andere Figurentypen. In „Stadt der Aussteiger“ geht es auch weniger um die Abenteuer in der Luft, denn um die Erfahrungen und Entscheidungen, die Emma Pierson zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Eine untypische Ellis-Geschichte, die den Leser im emotional aufreibenden Finale umso mehr packt. 

In dem sehr eigenen Stil von Laurenn McCubbin in Bilder umgesetzt, der nur auf den ersten Blick simpel wirkt.

Um ihren entführten Ehemann zurück zu bekommen, soll Frau Maloney „Simon Spector“ zu Rate ziehen. Spector ist nahezu übermenschlich stark, Meister diverser Kampfkünste und kann mit Hilfe selbst entwickelter Tabletten sein Denkvermögen beschleunigen. Innerhalb weniger Minuten findet er so den Aufenthaltsort der Kidnapper heraus, deren Anführer ein alter Bekannter von Spector ist.

Mit Simon Spector hat Warren Ellis seinen eigenen Pulp-Superman geschaffen, der in der Tradition von „Doc Savage“, „The Shadow“ und einigen anderen steht. Helden, die über keine ausgewiesenen Superkräfte verfügen und sich dank (mentalem) Training und geheimnisvoller Substanzen als den Bösewichten überlegen erweisen.

Spector geht dabei wenig zimperlich zur Sache; seine Leibwächterin ist eher dazu da, Spectors Gegner vor ihm zu schützen. Einige Elemente legen nahe, dass Warren Ellis‘ „Moon Knight“-Geschichten hier ihre Wurzeln haben. Auch haben sich die „Sherlock“-Macher möglicherweise von den Szenen inspirieren lassen, in denen Simon Spector seinen Gedanken-Turbo zündet.

Großartig und punktgenau gezeichnet von Jacen Burrows („Providence“, „Narben“).

Als Zusatzmaterial sind noch Warren Ellis‘ sehr lesenswerte Kommentare über die Einflüsse zu jeder Story enthalten, sowie, als Abschluss, eine Erläuterung der ganzen „Apparat – Singles“-Idee.

FAZIT
Großartiger Band mit One-Shots, die leider nie in Serie gegangen sind und der Beweis, dass Warren Ellis nicht nur mit der groben Kelle gut umgehen kann.

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Zusätzliche Informationen

Warren Ellis wurde am 16. Februar 1962 geboren.

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