Wendi Stewart

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Wendi StewartEin unbesiegbarer Sommer
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Ein unbesiegbarer Sommer
Ein unbesiegbarer Sommer
 (35)
Erschienen am 25.07.2016

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CallieWonderwoods avatar

Rezension zu "Ein unbesiegbarer Sommer" von Wendi Stewart

Ein unbesiegbarer Sommer - Wendi Stewart
CallieWonderwoodvor 2 Jahren

Als das Auto der Familie Archer in Kanada durchs Eis eines gefrorenen Sees bricht, kann Robert einzig seine Tochter retten. Während sie heranwächst, kümmert sich Rebecca allein um den Haushalt und die Farm, der Vater kapselt sich ab. Doch so überwältigend wie die Trauer ist auch ihre Wut auf den Vater, dem nicht zu helfen ist und der nach und nach alle Erinnerungsstücke an die Mutter verschwinden lässt. Trost findet Rebecca in der Freundschaft mit Chuck, einem empfindsamen, von seinem Vater tyrannisierten Jungen, und mit Lissie, die von einer perfektionistischen Adoptivmutter gegängelt wird. – Ein eindringliches Debüt, das Trauer und Komik, Melancholie und unbändigen Lebenswillen perfekt verbindet.
(Klappentext)


Gleich zu Beginn fand ich toll, wie gut und authentisch die Autorin aus der Sicht von Kindern geschrieben hat und man nachvollziehen konnte, wie Rebecca, Chuck und Lissie verschiedene Situationen und Geschehnisse wahrnehmen und erleben.
Die ersten paar Kapitel erzählen von Rebeccas Leben und dem schrecklichen Unfall der Familie, der ihr komplettes Leben verändert. Später wird auch aus der Sicht der anderen beiden Hauptcharaktere erzählt.
Zitat : "Manchmal schwingt sie sich mitten auf der Koppel auf ihr Pony, liegt auf Daisys Rücken und schaut in die Wolken. Dann sieht sie Hunde und Drachen und Burgen in den sich auftürmenden und dahintreibenden Wolken und vergisst für kurze Zeit, wo sie ist und wer sie ist. Sie denkt nicht mehr an Verlust und Einsamkeit und daran, wie sich das Leben urplötzlich verändern kann."
Oft gibt es in dem Buch mehrere Zeitsprünge und Rebecca beim Schulanfang Chuck kennen, der auch kein einfaches Leben hat. Obwohl, und wahrscheinlich gerade deswegen, weil die beiden so verschieden ist, freunden sie sich an. Rebecca ist charakterlich sehr selbstbewusst, und für ihr Alter ungewöhnlich realistisch und muss durch ihre aktuelle Situation schnell lernen, eigenständig zu sein und viele Aufgaben im Haushalt übernehmen. Chuck dagegen ist träumerisch, kindlicher und hilfloser als Rebecca und leidet viel unter seinem Vater. Er ist ängstlich und wirkt schwächlich und man merkt schnell, wie sie sehr er Rebecca braucht.
Diese ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden, die zusammen Dinge unternehmen um ihrem harten und tristen Alltag zu entfliehen, ist einfach nur schön. Rebecca nimmt zwar mehr die Unterstützende Rolle ein, aber durch Chuck ist sie auch weniger einsam.
Erst deutlich später taucht Lissie auf, die durch ihre Adoption auf einer Identitätssuche ist, den von ihrer Adoptivmutter streng kontrollierten Tagesablauf befolgen muss und keine Freunde hat und nicht irgendwo richtig dazugehört. Gut gefallen hat mir auch wieder, dass Rebecca, mit ihrer starken nach außen Persönlichkeit und ihrer für die anderen unsichtbaren inneren Verletztheit, Lissie eine total große Hilfe ist und die drei Freunde insgesamt durch ihre Freundschaft stärker sind, weil Liebe von ihren Familien nicht existiert.
Von großer Bedeutung ist für das Buch die Fantasie und Vorstellungskraft in der Welt von Rebecca, Chuck und Lisssie, wo es eigentlich keine Hoffnung auf ein besseres Leben gibt. Ihre Träume sind trotz ihrer verlorenen Kindheiten nicht vergessen und sie wünschen sich ein anderes Leben, indem sie glücklich sind.
Zitat : "Sie hatte noch nie eine Freundin, ist noch nie in ein Baumhaus gestiegen, um leise von Träumen und Alpträumen zu erzählen, hat noch nie jemanden aus ihrer Klasse zum Übernachten eingeladen, noch nie im Wohnzimmer ein Zelt aus Decken und Sofakissen gebaut.[...] Vielleicht ist es zu spät für Elisabeth, sich ihnen anzuschließen, aber es könnte ihre letzte Chance sein, Freundschaft zu erfahren, zu erleben, neben jemanden zu stehen, der dort nicht stehen muss, es aber trotzdem tut."
Interessant ist war auch, dass die Geschichte ungefähr ab den 60er Jahren in einer trostlosen, leicht abgeschiedenen Kleinstadt in Kanada spielt.
Was mich leider nicht komplett überzeugen konnte, war der Schreibstil der Autorin. Zwar mochte ich total, wie sie aus der Sicht der Hauptpersonen geschrieben hat, aber oft war die Geschichte doch langatmig, es gab manchmal abrupte Zeitsprünge und das Buch konnte mich nicht richtig packen. Ich habe leider (auch bei so einem Genre) das Gefühl vermisst, unbedingt weiter lesen zu wollen.

Fazit :
Ein gutes und berührendes Buch über verlorene Kindheiten und die ganz besondere Freundschaft von Rebecca, Chuck und Lissie in einer trostlosen Welt.

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Speckelfes avatar

Rezension zu "Ein unbesiegbarer Sommer" von Wendi Stewart

Ein tolles Buch über Freundschaft und das Erwachsenwerden
Speckelfevor 2 Jahren

In "Ein unbesiegbarer Sommer" von Wendi Stewart geht es Rebecca, Chuck und Lissie und ihre eher tragischen Geschichten. Jeder der 3 hat es nicht leicht gehabt im Leben und gegenseitig geben sie sich Kraft und Halt. Sind die Freunde ganz unterschiedlich, so passen sie doch zusammen und harmonieren gut mit ihren unterschiedlichen Charakteren.

Man begleitet sie in Laufe des Buches durch ihre Kindheit und Jugend und erlebt, wie sie reifer, stärker und selbstbewusster werden ... und dieser Wandel ist gut nachvollziehbar in der Geschichte.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, war flüssig zu lesen und die Charaktere wurden gut, wenn auch teilweise eher "distanziert", beschrieben. Lediglich das eher offene Ende hat mir nicht so ganz gefallen. Es hätte mich sehr interessiert, wie es den 3 Freunden in ein paar Jahren geht und wie sich ihre Leben weiter entwickelt haben. Aber alles in allem

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Ceciliasophies avatar

Rezension zu "Ein unbesiegbarer Sommer" von Wendi Stewart

Sehr berührend und klar geschrieben
Ceciliasophievor 2 Jahren

Um ehrlich zu sein, ich ging mit keiner Erwartungshaltung an dieses Buch heran. Ich fand das Cover ganz nett und die Inhaltsbeschreibung etwas lala.
Doch kaum hatte ich die ersten paar Seiten gelesen, war ich hin und weg. Das hatte ich dieses Jahr leider erst bei so wenig Büchern. Doch die Autorin fesselte mich, ich war mitten in der Geschichte.
Mitten in der Geschichte heißt, an Rebeccas Seite. Rebecca, die ihre Mutter abgöttisch liebte, ihren kleinen Bruder noch nicht ganz einschätzen wollte, jedoch etwas negativ gegenüberstand und deren Vater glücklich war. Ich fühlte Rebeccas Glückseligkeit, musste ich doch beim Lesen immer wieder an meine Mama denken.
Und dann das große Unglück. Denn Rebeccas Mutter und Bruder ertrinken in einem eiskalten See, da das Eis unter dem Auto der Familie zusammenbricht. Einzig Rebecca kann von ihrem Vater gerettet werden, der zu dem Zeitpunkt sich außerhalb des Autos befand. 
Was folgt sind Tage, Monate, Jahre aus Rebeccas Leben. Ohne ihre Mutter, Vertraute, Glücksquelle. Mit einem gleichgültigen, nahezu apathischen Vater. Und als Leser ist man immer dabei. Man steht neben Rebecca am Sessel des Vaters, draußen auf dem stück Land um das Grundstück und die Tiere zu erhalten. Um in einer gewissen Form zu leben. 
Und dann stolpert Chuck in Rebeccas Leben. Chuck, der zwar eine komplette Familie besitzt, die aber weit davon entfernt ist, intakt zu sein. Mit einem gewalttätigen Vater, einer nie für ihn da seienden Mutter und einer liebevollen Großmutter.
Und zwischen diesen beiden Kindern entsteht das neben der Familie schönste Geschenk des Lebens. Freundschaft.
Ehrliche, aufrichtige Freundschaft. Als dann auch noch Liste, besser bekannt als Elisabeth, in das Leben der beiden tritt, scheint es, als wäre das dreier Gespann vorbestimmt gewesen.
Auch Lissie hat mit Dingen zu kämpfen. Anderen Dingen als Rebecca und Chuck, doch auch ihr Leben ist nicht perfekt.

Die Autorin schreibt in einem extrem berührenden Schreibstil, der mich als Leser komplett in seinen Bann ziehen konnte. 
Das Buch ist unterteilt in drei große Abschnitte (Rebecca, Chuck und Lissie) und besitzt irgendwie für jeden Abschnitt feine Eigenheiten. So gibt es immer wieder Perspektiven- und Erzählweisenwechsel, die jedoch in keiner Weise den Lesefluss stören. 

Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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abas avatar

"Morgenfenster, so nennt sie es, und dort sitzt sie, um zu vergessen, dass sie in einer Gegend lebt, wo der Winter kommt und viel zu lange dauert"

Eine eindringliche und berührende Handlung, Romancharaktere, die man nicht vergisst: Wendi Stewarts bemerkenswerter Debütroman, "Ein unbesiegbarer Sommer", ist die Geschichte eines Mädchen, das, trotz eines tragischen Ereignisses, nicht aufgibt, nach dem Glück zu suchen und lernt, die Chancen, die ihr das Leben bietet, nicht zu verpassen. Die Kanadierin Wendi Stewart überzeugt mit einem einprägsamen Erzählstil, mit Figuren, die zu Herzen gehen und mit bildhaften Beschreibungen der rauen Schönheit der kanadischen Natur.
Glaubt ihr, dieses Buch ist genau das richtige für euch? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!


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Als das Auto der Familie Archer in Kanada durchs Eis eines gefrorenen Sees bricht, kann Robert einzig seine Tochter retten. Während sie heranwächst, kümmert sich Rebecca allein um den Haushalt und die Farm, der Vater kapselt sich ab. Doch so überwältigend wie die Trauer ist auch ihre Wut auf den Vater, dem nicht zu helfen ist und der nach und nach alle Erinnerungsstücke an die Mutter verschwinden lässt. Trost findet Rebecca in der Freundschaft mit Chuck, einem empfindsamen, von seinem Vater tyrannisierten Jungen, und mit Lissie, die von einer perfektionistischen Adoptivmutter gegängelt wird. – Ein eindringliches Debüt, das Trauer und Komik, Melancholie und unbändigen Lebenswillen perfekt verbindet.

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Zur Autorin
Wendi Stewart ist auf einer Farm im nördlichen Ontario, Kanada, aufgewachsen, lebt heute in Wolfville, Nova Scotia, und ist Mutter von vier Töchtern. Sie arbeitete bereits als Kolumnistin und selbständige Journalistin, ihre Arbeiten wurden in einer Reihe von Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht. "Ein unbesiegbarer Sommer" ist ihr erster Roman.

Zusammen mit Nagel & Kimche verlosen wir 25 Exemplare von "Ein unbesiegbarer Sommer" unter allen, die sich über diese herzbewegende Geschichte im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig geworden? Wenn ihr mehr über Rebecca wissen möchtet, bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 31.07. und antwortet auf folgende Frage:

Die Kinder Rebecca, Chuck und Lissie können nicht unterschiedlicher sein, aber eins haben sie gemeinsam: Sie erleben eine harte Kindheit. Zwischen ihnen entwickelt sich eine besondere Freundschaft.
Denkt ihr, Freundschaften, die in der Kindheit entstehen, bis ins Erwachsenenalter halten können? Habt ihr selber Freunde, die seit der Kindheit mit euch durch dick und dünn gegangen sind? Erzählt uns darüber!


Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Leserunden und Buchverlosungen.
Speckelfes avatar
Letzter Beitrag von  Speckelfevor 2 Jahren
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