Über Audrey Hepburn (1929-1993) gibt es Hunderte Bücher, darunter auch jenes, das ihr Sohn Sean Hepburn Ferrer 2004 aus dreißig Seiten voll mit Erinnerungen an seine Mutter nach ihrem Tod geschrieben hat (Audrey Hepburn. Melancholie und Grazie). Eine autorisierte Biografie gab es bislang noch nicht. Diese Lücke füllt nun das Autoren-Duo Sean Hepburn Ferrer und Wendy Holden. Wer könnte berufener sein als der ältere Sohn der Schauspielerin, der gemeinsam mit Journalistin und Biografin Wendy Holden, diese Liebeserklärung an seine Mutter verfasst hat?
Wir erfahren einige Details aus ihrer Kindheit und Jugend während des Zweiten Weltkrieges, die so noch nicht allen Fans bekannt gewesen sind, obwohl ihr Bild an (fast) jeder Ecke der Welt zu sehen ist. Schmunzeln musste ich, als Sean Hepburn Ferrer über das Lieblingsspiel seiner Kinder berichtet „Drei Minuten, um Granny zu finden“. Es dauert, wie er launig beschreibt, selten die vollen drei Minuten, bis ein Bild von Audrey Hepburn gefunden wird.
Die Biografie wird von ihrem Sohn so eindrucksvoll und empathisch erzählt. Zahlreiche Auszüge aus Interviews und Briefen der Schauspielerin sowie teils private Fotos lassen uns an Audrey Hepburns Leben teilhaben. So kommen Weggefährten wie Colette und Hubert Givenchy oder SchauspielerkollegInnen zu Wort, die schildern, wie sie Audrey Hepburn erlebt haben.
Wir Leser erfahren, dass sie das Leben auch Höhen und Tiefen für sie bereit gehalten hat. Ihre Kindheitserfahrungen mit Hunger, Not und Tod hat sie sehr sensibel werden lassen, was sich in ihrem jahrelangen Engagement für UNICEF manifestiert hat.
Gerne gebe ich dieser Liebeserklärung an eine Mutter, Schauspielerin, Modeikone und tatkräftige Frau 5 Sterne sowie eine unbedingte Leseempfehlung.


















