Wenedikt Jerofejew

 4.1 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Die Reise nach Petuschki, Die Reise nach Petuschki und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wenedikt Jerofejew

Wenedikt Jerofejew wurde 1938 in Kirowsk geboren. Wegen seiner antisowjetischen Haltung von der Universität relegiert, schlug er sich mit verschiedenartigsten Gelegenheitsarbeiten durch. Sein Meisterwerk »Die Reise nach Petuschki« entstand 1969, es wurde 1973 erstmals auf russisch in Israel publiziert, in der Sowjetunion erschien es erst 1988. Am 11. Mai 1990 ist Wenedikt Jerofejew in Moskau gestorben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wenedikt Jerofejew

Cover des Buches Die Reise nach Petuschki9783492206716

Die Reise nach Petuschki

 (39)
Erschienen am 01.03.1987
Cover des Buches Aufzeichnungen eines Psychopathen9783608500639

Aufzeichnungen eines Psychopathen

 (1)
Erschienen am 01.04.2004
Cover des Buches Die Reise nach Petuschki9783866045828

Die Reise nach Petuschki

 (2)
Erschienen am 18.06.2007

Neue Rezensionen zu Wenedikt Jerofejew

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Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew
Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren

Heissa und juhu, was für ein Schelmenstück.
Kinder und Narren sagen ja bekanntlich die Wahrheit da jedoch Jerofejew weder das eine noch das andere ist erhebt er einfach die Narretei zur Wissenschaft und doziert ohne unterlass.
Sein Alkoholspiegel wird von Kilometer zu Kilometer von gar wahnwitzigen Mischungen alkoholischer und alkoholhaltiger Substanzen und Wässerchen noch mehr angefacht bis er gegen Ende hin ins Delirium fällt und in eine surreale Gedankenwelt sich treiben lässt in der er auch, einer Einbahn gleich, gefangen bleibt.
Bis zu jenem absoluten Limit jedoch ist es eine fröhlich, tragischkomische aber auch erschreckend intelligente Sauftour die einen nicht nur einmal hellauf lachen lässt. Spätestens wenn man zur Schaffung einer neuen Ordnung dem Niederländischen König (Olaf) eine Kriegserklärung per Post zustellen lässt und von nun an auf die Bomber wartet…die jedoch nie kommen.
Mit wortwitziger Gewalt nimmt er sich und sein damaliges Umfeld (Ende der 60er) ins Gebet und liest in der russischen Seele wie in einem offenen Buch.
Natürlich sollte man sich eine gewisse Vorliebe fürs Russische bewahren um auch wirklich alles zu verstehen aber auch wenn man nur einen gelegentlichen Ausflug in die Zeitgenössische Literatur des wilden Ostens machen will bietet sich dieses Büchlein sehr gut an.

Ein Klassiker zum immer wieder lesen.

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Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew
Oedipa Maasvor 11 Jahren

Einen Tag begleitet man die mit dem Autor namensgleiche Hauptperson Wenja Jerofejew zum und in den Zug von Moskau nach Petuschki, dem idealisierten Ziel,wo er seine Geliebte treffen will. Je näher er seinem Ziel zu kommen scheint, desto mehr scheint es zu verschwinden/sich aufzulösen und umso betrunkener wird der "Held" in einen Abgrund aus Hoffnungslosigkeit gezogen.

Die Kapiteleinteilung die den Zugstationen folgt, die Mono- und Dialoge, bereichert durch (satirisch) verwendete Parteiparolen, Zitaten aus der Weltliteratur und abenteuerlichen Rezepten für selbsterfundene Cocktails (von einem Selbstversuch ist abzuraten!) machen dieses Buch stilistisch einzigartig.

Das zugleich lustigste und traurigste Buch, das ich je gelesen habe !

Ich rate zur älteren Übersetzung von Natascha Spitz. Auch wenn ich Peter Urban (der die neue Übersetzung vornahm) sonst sehr schätze, geht hier meiner meinung nach im Vergleich - zum Preis von Genauigkeit ? - viel verloren ...

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Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew
belletristavor 13 Jahren

Eines meiner Lieblingsbücher, das ich stets missionarisch unter die Leute zu bringen versuche. Auch hier:

Die zunehmend irrwitziger werdende Geschichte eines Säufers, der mit dem Vorortzug von Moskau nach Petuschki fährt, um seinen Sohn zu besuchen. Bis jetzt hat er es noch nie geschafft, dort anzukommen, weil er zuvor immer betrunken im Zug eingeschlafen ist (den Kreml hat er allerdings auch noch nie gesehen...). Und auch auf dieser Fahrt wird erstmal der Wodka ausgepackt. - Eine irrwitzige Satire des homo sovieticus, surreal-überdreht wie so viele russische Schriftsteller der Moderne (die ich dafür allesamt sehr schätze).

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