Wenedikt Jerofejew Die Reise nach Petuschki

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Inhaltsangabe zu „Die Reise nach Petuschki“ von Wenedikt Jerofejew

Dieser Roman ist ein singuläres Meisterwerk - und es ist zweifellos ein hochprozentiger Text der Weltliteratur. Seit 1978 hat sich die absurde Schilderung einer Sauftour, die innerhalb der russischen Literatur ihresgleichen sucht, vom Geheimtip zum Dauerseller gewandelt.

Zweifelsfrei Weltliteratur, aber erfordert Geduld und Ausdauer. Trotz der wenigen Seiten!

— diemeeresindblau
diemeeresindblau

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  • Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

    Die Reise nach Petuschki
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2009 um 13:45

    Heissa und juhu, was für ein Schelmenstück. Kinder und Narren sagen ja bekanntlich die Wahrheit da jedoch Jerofejew weder das eine noch das andere ist erhebt er einfach die Narretei zur Wissenschaft und doziert ohne unterlass. Sein Alkoholspiegel wird von Kilometer zu Kilometer von gar wahnwitzigen Mischungen alkoholischer und alkoholhaltiger Substanzen und Wässerchen noch mehr angefacht bis er gegen Ende hin ins Delirium fällt und in eine surreale Gedankenwelt sich treiben lässt in der er auch, einer Einbahn gleich, gefangen bleibt. Bis zu jenem absoluten Limit jedoch ist es eine fröhlich, tragischkomische aber auch erschreckend intelligente Sauftour die einen nicht nur einmal hellauf lachen lässt. Spätestens wenn man zur Schaffung einer neuen Ordnung dem Niederländischen König (Olaf) eine Kriegserklärung per Post zustellen lässt und von nun an auf die Bomber wartet…die jedoch nie kommen. Mit wortwitziger Gewalt nimmt er sich und sein damaliges Umfeld (Ende der 60er) ins Gebet und liest in der russischen Seele wie in einem offenen Buch. Natürlich sollte man sich eine gewisse Vorliebe fürs Russische bewahren um auch wirklich alles zu verstehen aber auch wenn man nur einen gelegentlichen Ausflug in die Zeitgenössische Literatur des wilden Ostens machen will bietet sich dieses Büchlein sehr gut an. Ein Klassiker zum immer wieder lesen.

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  • Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

    Die Reise nach Petuschki
    Odonata

    Odonata

    30. October 2009 um 01:19

    Ich hab`s wirklich versucht. Wirklich! Weil mir die Rezension von damentennis derart gut gefiel, musste ich mir dieses Buch zulegen. Und schaut man auf die Liste der Buchbesitzer, dann finden drei Menschen dieses Buch wirklich gut, denen ich blind erstmal vertrauen würde, weil entweder sie oder ihr Bücherregal oder beides dafür sprechen. Allein: Ich komme da nicht weiter, nicht weiter, nicht weiter. Ich hab`s wirklich versucht. Wirklich! Da es sich um einen Reiseroman handelt, nahm ich das Buch zum ersten Mal im Sommer mit auf Reisen. Ich kam bis Seite 30 und dann kreuzten andere Bücher meinen Weg, sodass ich das Buch zur Seite legte. Im Herbst fuhr ich mit der Bahn an die Küste, da dachte ich mir, das bietet sich doch gut an, es ist nämlich, um das mal genauer zu kategorisieren, ein Reiseroman, in dem der Protagonist mit der Bahn unterwegs ist und sich dabei so seine Gedanken macht. Gut, gedacht getan. Auf meiner Reise wurde das Buch sogar explizit nochmal von jemandem gelobt, sodass die Motivation entsprechend hoch war, nun endlich dieses Buch zu Ende zu lesen. Aber weiß der Teufel warum, ich hab`s einfach nicht geschafft. Auf Seite 68 habe ich das Buch zugeschlagen und so liegt es jetzt noch da. Fast habe ich den Eindruck, das Buch will nicht von mir gelesen werden, anders ist das gar nicht erklärbar. Da ich es nicht fertig gelesen habe, kann ich auch keine Bewertung abgeben, aber objektiv ist es sicherlich ein vorzügliches Buch, das ich dann auch neutral empfehlen kann, nur halt nicht mir. Einen letzten Versuch werde ich vielleicht noch starten, ich gehe es dann allerdings anders an. Das Buch ist ja, um noch konkreter zu werden, ein Reiseroman, in dem der Protagonist mit der Bahn unterwegs ist, sich dabei so seine Gedanken macht und dabei viel, viel trinkt. Das erscheint mir nun, da die Sache mit dem Reisen nicht geklappt hat, die letzte Möglichkeit zu sein, mich diesem Buch zu nähern.

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  • Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

    Die Reise nach Petuschki
    Oedipa Maas

    Oedipa Maas

    20. July 2009 um 14:08

    Einen Tag begleitet man die mit dem Autor namensgleiche Hauptperson Wenja Jerofejew zum und in den Zug von Moskau nach Petuschki, dem idealisierten Ziel,wo er seine Geliebte treffen will. Je näher er seinem Ziel zu kommen scheint, desto mehr scheint es zu verschwinden/sich aufzulösen und umso betrunkener wird der "Held" in einen Abgrund aus Hoffnungslosigkeit gezogen. Die Kapiteleinteilung die den Zugstationen folgt, die Mono- und Dialoge, bereichert durch (satirisch) verwendete Parteiparolen, Zitaten aus der Weltliteratur und abenteuerlichen Rezepten für selbsterfundene Cocktails (von einem Selbstversuch ist abzuraten!) machen dieses Buch stilistisch einzigartig. Das zugleich lustigste und traurigste Buch, das ich je gelesen habe ! Ich rate zur älteren Übersetzung von Natascha Spitz. Auch wenn ich Peter Urban (der die neue Übersetzung vornahm) sonst sehr schätze, geht hier meiner meinung nach im Vergleich - zum Preis von Genauigkeit ? - viel verloren ...

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  • Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

    Die Reise nach Petuschki
    damentennis

    damentennis

    01. February 2009 um 21:46

    Ein Russe fährt zu seiner Geliebten, mit der Bahn. Soweit kein Thema, wäre der Russe nicht Alkoholiker und auch sonst etwas daneben. So reist er trinkend nach Petuschki zur Geliebten und je voller der Russe wird, desto mehr Fahrt nimmt das Buch auch auf. Das ist dann lustig, na klar. Den betrunkenen Russen mag der Leser sofort, denn man selber ist auch hin und wieder betrunken, wenn auch kein Russe. So sind die Monologe des Trinkenden nachvollziehbar und sympathisch dumm, wie man eben selber auch ist, wenn man so viel und schnell trinkt. Ganz bestimmt verharmlost dieses Buch das Problem des Alkoholismus - das ist nämlich, um mal Realist zu sein, gar nicht so lustig, sondern ganz fies und schlimm, das zerstört Familien, Leben, Welten, mindestens! Wer also dem Realismuns zugeneigt ist, der lese lieber anderes oder schreibe Leserbriefe. Proust! Ähhhh, Prost!

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  • Rezension zu "Die Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew

    Die Reise nach Petuschki
    belletrista

    belletrista

    15. February 2007 um 12:49

    Eines meiner Lieblingsbücher, das ich stets missionarisch unter die Leute zu bringen versuche. Auch hier: Die zunehmend irrwitziger werdende Geschichte eines Säufers, der mit dem Vorortzug von Moskau nach Petuschki fährt, um seinen Sohn zu besuchen. Bis jetzt hat er es noch nie geschafft, dort anzukommen, weil er zuvor immer betrunken im Zug eingeschlafen ist (den Kreml hat er allerdings auch noch nie gesehen...). Und auch auf dieser Fahrt wird erstmal der Wodka ausgepackt. - Eine irrwitzige Satire des homo sovieticus, surreal-überdreht wie so viele russische Schriftsteller der Moderne (die ich dafür allesamt sehr schätze).

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