Die Alpen

von Werner Bätzing 
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Die Alpen
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Eindringliches und informatives Portrait, sehr lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Die Alpen"

»Was Sie hier sehen ist keine Idylle, sondern Zeichen einer tiefen Krise!«

Der Geograph und ausgewiesene Alpenfachmann Werner Bätzing kämpft seit Jahrzehnten als Forscher und Aktivist für den Erhalt des Natur- und Kulturraumes Alpen. Massentourismus, Autobahnen, Stauseen und neue Gewerbegebiete verändern den Alpenraum derzeit stark und die Natur- und Kulturlandschaft droht zu verschwinden.
Anhand von aussagekräftigen und eindrücklichen Bildern und ihrer Abfolge im Band erlebt der Betrachter den Wandel der Alpen sehr direkt. Die kurzen Erläuterungen vertiefen die Bildaussagen und lassen die Ursachen dieses fundamentalen Wandels verstehbar werden.
Werner Bätzing bezieht Stellung und kritisiert die aktuellen Entwicklungen der Alpen scharf. Damit greift dieser Bildband – wie auch der Autor – in die aktuelle gesellschaftliche Diskussion um die Zukunft der Alpen ein. Ein absolutes Muss für Alpnebesucher, Einheimische, Verantwortungsträger, Forscher und Didaktiker.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783806237795
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:216 Seiten
Verlag:wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Erscheinungsdatum:01.09.2018

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    WinfriedStanzickvor 9 Tagen
    Der Erhalt des Kulturraums Alpen steht in Frage


     

     

    Schon in den achtziger Jahren habe ich als Leser der damaligen Frankfurter Zeitschrift "Kommune" mit großem Interesse die Aufsätze des damals noch jungen Werner Bätzing verfolgt. Er verstand es, jenseits von Naturromantik und dem fundamentalistischen Teil der Ökologiebewegung dem Leser sowohl die Schönheit insbesondere der Alpenregion nahe zu bringen, als auch mit scharfer Feder ihre Bedrohung und Gefährdung zu beschreiben.

    Ein Teil dieser Arbeiten für die "Kommune" zusammen mit vielen anderen, zum Teil an entlegenen Orten erschienenen Aufsätzen von Werner Bätzing erschien 2009 in einem sehr lesenswerten und informativen Sammelband unter dem Titel: "Orte guten Lebens. Die Alpen jenseits von Übernutzung und Idyll".

    Die Texte aus mehr als zwei Jahrzehnten des mittlerweile als Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg arbeitenden Werner Bätzing drehen sich allesamt um die wichtige Frage, wie unter den heutigen Rahmenbedingungen ein lebenswertes Leben in den Alpen möglich ist, ein Leben, das sich dessen bewusst ist, seine eigenen Lebensgrundlagen nicht zerstören zu wollen.

    Der berühmte Reinhold Messner schreibt in seinem Geleitwort zu diesem kulturgeschichtlichen Buch:
    "Es war Werner Bätzing, der mein Interesse, das lange Zeit auf den Gipfel fokussiert war, auf die Menschen in den Alpen gelenkt hat. Seine Forschungsergebnisse, seine Bücher und vor allem sein Einsatz vor Ort haben ihn zum bedeutendsten Sprecher jener Bergkultur gemacht, von der die Zukunft der Alpen abhängt."

     

    Auch in seinem neuen Buch mit vielen eindrucksvollen Fotografien für den wbgTheiss Verlag führt Bätzing seine fundamentale Kritik fort. Der Erhalt des Kulturraums Alpen steht in Frage durch Massentourismus, Autobahnen, Stauseen und jede Menge neuer Gewerbegebiete. All das verändert den Alpenraum in den letzten Jahren immer mehr und so droht die Natur- und Kulturlandschaft dort gänzlich zu verschwinden.

     

    Nach wie vor gilt: "Weil die Alpen in der europäischen Kulturgeschichte das zentrale Symbol für fremde, bedrohliche Natur darstellen, können sie besser als andere europäische Regionen erklären, wie heute eine nachhaltige Entwicklung in Europa aussehen kann, die gerade in einer extrem schwierigen Umwelt ökologische Stabilität mit kultureller Lebendigkeit verbinden kann."



    Der vorliegende Band verbindet eine Zusammenfassung von Sachwissen über die bedrohte Alpenlandschaft und deren Ursachen und  mögliche Auswege mit wunderbaren Bildern, die anschaulich belegen, was da auf dem Spiel steht.

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    Igelmanu66vor einem Monat
    Kurzmeinung: Eindringliches und informatives Portrait, sehr lesenswert!
    Eindringliches und informatives Portrait

    »Hier zeigt sich … das Mensch-Umwelt-Verhältnis in seiner gesamten Bandbreite von Nicht-Eingriffen und Veränderungen über Aufwertungen bis hin zu Zerstörungen so anschaulich wie nirgendwo sonst in Europa. Und hier kann man ganz konkret und sehr eindrücklich erleben, wie Menschen früher und heute mit Natur umgehen, welche Konsequenzen bestimmte Naturveränderungen durch den Menschen haben oder wie sich das Erleben von Natur ändert.«

     

    Die Alpen – beim Gedanken an sie hat man gewöhnlich sofort ein Bild vor Augen. Aber während der eine geradezu malerische Schönheit vor sich sieht, denkt ein anderer an Lawinenabgänge und Bergunfälle und wieder ein anderer an Skifahren und Hüttengaudi. Auch viele Bücher, die ich bisher über die Alpen in den Händen hatte, befassten sich schwerpunktmäßig mit einem dieser Punkte. Dieses Buch ist anders.

     

    Der Autor beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit dem Thema Alpen, ist wissenschaftlicher Berater nationaler und internationaler Alpen-Organisationen und lehrte als Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Man spürt als Leser deutlich, dass er all seine Kenntnisse und Erfahrungen in dieses Buch eingebracht hat, aus dem Wunsch heraus, die aktuelle Situation der Alpen verständlich zu machen.

     

    Das Buch ist in fünf große Kapitel unterteilt. Es beginnt damit, die populären Alpenbilder darzustellen, befasst sich als nächstes mit den Alpen als Naturraum, den Alpen als Kulturlandschaft und den Veränderungen der Alpen durch moderne Entwicklung. Den Abschluss bildet ein Blick in die Zukunft.

     

    Jedes einzelne Kapitel ist gut und übersichtlich strukturiert, die vielen Informationen werden leicht verständlich vermittelt und bauen logisch aufeinander auf. Es macht daher Sinn, sich nicht ein einzelnes Kapitel herauszupicken, sondern das Buch von vorne zu lesen. Dies gelingt aber – wie gesagt – leicht, zudem finden sich auf jeder Seite passende und ausführlich beschriebene Fotos, die das Gelesene weiter veranschaulichen und mich in ihrer Pracht und Ausdrucksstärke regelmäßig zum Staunen brachten. Die meisten der Fotos hat der Autor übrigens selbst gemacht und sie zeigen – ein weiterer interessanter Aspekt – Bilder aus sehr unterschiedlichen, teils nur wenig bekannten bis unbekannten Alpenregionen.

     

    In jedem Kapitel finden sich hochinteressante Themen, ich konnte Bekanntes vertiefen und einiges Neue erfahren. Wie sahen z.B. die Alpen im Naturzustand aus? Oder was versteht man unter sprunghafter Naturdynamik und wie lebt man damit? Die Bedeutung der Alpen als Wasserspeicher für das europäische Umland ist ebenso Thema wie die ökologische Stabilität der Kulturlandschaft, beispielsweise durch korrekte Almnutzung.

    Sehr wichtig ist natürlich auch alles, was zum Bereich Modernisierung gehört, die gesamte Naturschutz-Thematik, die Entwicklung des Tourismus und die Veränderungen durch den Massentourismus. Auch am Thema Klimawandel samt den daraus resultierenden Gefahren führt bei einer solch umfassenden Betrachtung kein Weg vorbei.

     

    Das Buch endet mit Überlegungen, wie die Zukunft der Alpen aussehen wird, einschließlich Vorschlägen für eine mögliche Verbesserung. Dass es diese Möglichkeiten überhaupt gibt, stimmt vorsichtig optimistisch. Hoffentlich lesen das noch viele Menschen, vor allem auch solche mit Einfluss.

     

    Dieses Buch erschien erstmalig im Jahr 2005. Die vorliegende Ausgabe ist eine erweiterte Neuausgabe mit komplett überarbeitetem Text, diversen Aktualisierungen und ausgetauschten Bildern.

     

    Fazit: Eindringliches und informatives Portrait, sehr lesenswert! Der hochwertige Bildband eignet sich auch gut als Geschenk für Naturfreunde und -interessierte.

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