Werner Baumüller

 4.5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Veltliner-Leich, Veltliner-Rausch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Werner Baumüller

Werner Baumüller wurde 1956 in Kollerschlag, Oberösterreich, geboren. Als Werbetexter arbeitete er in Wien und Düsseldorf, bevor er 1985 mit seinen Brüdern die 'Werkstatt Kollerschlag' gründete. Seitdem beschäftigt er sich mit der Entwicklung und Realisation von Kunstprojekten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Veltliner Schädel. Kriminalroman: Hemma Thoms dritter Fall

Neu erschienen am 28.02.2020 als E-Book bei Federfrei Verlag.

Veltliner Schädel

Neu erschienen am 21.02.2020 als Taschenbuch bei Verlag Federfrei.

Alle Bücher von Werner Baumüller

Cover des Buches Veltliner-Leich (ISBN:9783740801632)

Veltliner-Leich

 (4)
Erschienen am 27.07.2017
Cover des Buches Veltliner-Rausch (ISBN:9783740804039)

Veltliner-Rausch

 (3)
Erschienen am 28.06.2018
Cover des Buches Veltliner Schädel (ISBN:9783990740880)

Veltliner Schädel

 (0)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Die Essigmutter (ISBN:9783854502111)

Die Essigmutter

 (1)
Erschienen am 28.03.2006

Neue Rezensionen zu Werner Baumüller

Neu

Rezension zu "Veltliner-Rausch" von Werner Baumüller

Hemma ermittelt wieder
Bellis-Perennisvor einem Jahr

In diesem zweiten Weinviertler Krimi bekommen es der Dorfpolizist Hubert und seine Co-Ermittlerin Hemma Gruber, oft als Hemma Thom (nach einer blöden Episode im Fall 1) bezeichnet, mit einer Serie von Brandstiftungen zu tun. Zum Glück sind ja alle gut versichert. Obwohl die Polizei den Besitzer eines abgebrannten Wirtschaftsgebäudes als mutmaßlichen Brandstifter verhaftet, geht ein weiterer Viech-Bauernhof in Flammen auf. Für Hemma stellt sich die Frage, warum sind nur Tier haltende Bauernhöfe betroffen? Weil bei den Weinbauern nichts brennt, oder steckt hier etwas ganz anderes dahinter? 

Doch damit nicht genug, sterben auffällig oft ältere Frauen an einem rätselhaften Fieber, das sie unflätige und anzügliche Sprüche klopfen lässt. Der herbeigerufene Dorfarzt schreibt regelmäßig „Herzversagen“ auf den Totenschein. Ob es ein Zufall ist, dass die Frauen eher auf das Kräuterwissen einer selbst ernannten Heilerin glauben, die dann auch da ist, wenn es mit den Frauen zu Ende geht?  

Da Hemma so überhaupt nicht an Zufälle glaubt, schnüffelt sie in ihrer bewährten (Un)Art herum. Sie entdeckt bei den toten Frauen noch andere Gemeinsamkeiten: alle haben eine Lebensversicherung abgeschlossen. Außerdem haben alle testamentarische eine großzügige Spende für ein Hilfsprojekt verfügt. 

Gleichzeitig wird Hemma vom Gespenst der Eifersucht auf Gerlinde geplagt. Jeder Mann mit dem sie spricht, schwärmt von den „genialen Schmuserin Gerlinde“. Selbst Hubert und auch ihr Bruder, der Pfarrer, haben in ihrer Jugend diese Erfahrung gemacht. Was steckt hier dahinter? Was ist Gerlindes Geheimnis? Das zu ergründen, verleitet Hemma zu einem Ausflug zu einer Kräuterfrau ins Waldviertel, die Hemmas kriminalistischen Spürsinn ein Puzzleteilchen dazu fügt.  

Meine Meinung: 

Werner Baumüller ist wieder ein witziger Krimi gelungen, der auch den einen oder anderen Hintergedanken mitschwingen lässt. So dürfen Hausärzte Totenscheine ausstellen, obwohl sie dafür mitunter nicht gut ausgebildet sind. Da kann schon der eine oder andere Erbschleicher auf eine glorreiche Idee kommen. Obduktionen werden aus Ressourcenmangel ziemlich zurückgeschraubt. Man geht davon aus, dass einige Dutzend Todesfälle pro Jahr, versteckte Morde sind.  

Der Autor liefert eine schöne Komposition des Dorflebens in dem fiktiven Weinviertler Ort. Allerdings sind nicht alle Harmonien auch wirklich solche. Neid und Missgunst sind, wie zwischen Wein- und Viehbauern, deutlich erkennbar. Es geht, wie häufig ums Geld - hier um Fördergeld für die Landwirtschaft. 

Der Schreibstil ist locker und flüssig. 

Fazit: 

Wieder ein amüsanter Krimi mit zwei liebenswürdigen Ermittlern. Gerne gebe ich 5 Sterne.

 


Kommentieren0
7
Teilen

Rezension zu "Veltliner-Leich" von Werner Baumüller

Was hat die "Leichen-Loisi" wirklich gesehen?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Der Ausgangspunkt der Ermittlungen durch Hemma ist diesmal die Beobachtung der „Leichen-Loisi“, die mitten in der Nacht einen Mann eine vermutlich weibliche Leiche vergraben hat sehen. Ist das ernst zu nehmen? Die betagte Leichen-Loisi verbringt ihre Zeit fast ausschließlich auf dem Friedhof und ist auch sonst ein wenig wunderlich.

 

Hemma, deren Spitzname wegen eines Hämatoms im ersten Fall („Veltliner-Rausch“) „Hemma Thom“ ist, den manche für ihren nachnamen halten, beginnt in ihrer unnachahmlichen Art sofort Recherchen anzustellen. Dabei sind ihr weder Beicht- oder Dienstgeheimnisse noch ärztliche Schweigepflicht heilig.

 

So stiftet sie den örtlichen Postenkommandanten, den Hubert, zu mehrmaligen eigenmächtigen Handlungen an, die im Normalfall als Dienstvergehen zu werten wären und ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen würden. Doch was tut der gute Hubert nicht alles aus Liebe zu Hemma? Und außerdem, der Krimi soll ja unterhalten …

 

Meine Meinung:

 

Auch der zweite Krimi rund um die leicht schrullige Hemma Gruber, selbsternannte Ermittlerin, Schwester des Pfarrers und dessen Köchin liest sich leicht und flüssig.

 

Manchmal habe ich schmunzeln müssen. Hemmas Lieblingsgetränk ist der Grüne Veltliner, jener spritzige Weißwein, der in Niederösterreich gerne getrunken und landesweit „GV“ genannt wird. Dass es nach einem Übermaß an „GV“ zu mit denselben Buchstaben abgekürzten sexuellen Handlungen kommen kann, haben Hemma und Hubert bewiesen. Es scheint, als wüsste jeder im Dorf über die Gefühle des Postenkommandanten Hemma gegenüber Bescheid, nur die Angebetete sieht die Zeichen nicht. Ob sie sich in einem dritten Fall weiter annähern?

 

Fazit:

 

Ein humorvoller Krimi für ein paar Mußestunden. Gerne gebe ich hier 4 Stern.

 

Kommentare: 2
10
Teilen

Rezension zu "Veltliner-Rausch" von Werner Baumüller

Veltliner-Rausch
twentytwovor 2 Jahren

Zum Glück ist die Taufe schon vorbei, als die Sirenen Feueralarm melden. Und da das anschließende Taufessen, im Gegensatz zu einem Branderlebnis leicht nachzuholen ist, schließt die Taufgesellschaft sich umgehend dem Strom der Schaulustigen an und eilt zum Tatort. Selbstverständlich ist auch Hemma mit von der Partie – und das nicht nur weil die Frau es betroffenen Bauern ihre beste Freundin ist. Nachdem es im Vorfeld bereits mehrfach gebrannt hat, ist ihr Argwohn geweckt und sie vermutet, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Doch bevor sie sich ernsthaft damit befassen kann, bereiten ihr diverse ungewöhnliche Todesfälle, die ihr naturgemäß viel mehr am Herzen liegen, wesentlich mehr Kopfzerbrechen. Die Obrigkeit sieht dies natürlich vollkommen anders und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihrer Intuition freien Lauf zu lassen …

Fazit
Ein süffig und flüssiger zu lesender Krimi, der sich wie junger Wein, erst nach seiner Reife und Lagerung richtig entfaltet.

Kommentieren0
23
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 6 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks