Werner Bergengruen

 3,4 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Die Feuerprobe, Der Großtyrann und das Gericht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Werner Bergengruen

Werner Max Oskar Paul Bergengruen: † 4. September 1964 in Baden-Baden Vater von Nino Luise Hackelsberger (* 1924 -)

Alle Bücher von Werner Bergengruen

Cover des Buches Gedichte. Ahnung und Gegenwart (ISBN: 9783717511106)

Gedichte. Ahnung und Gegenwart

 (4)
Erschienen am 01.08.1955
Cover des Buches Der Großtyrann und das Gericht (ISBN: 9783423129404)

Der Großtyrann und das Gericht

 (5)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Die Feuerprobe (ISBN: 9783150072141)

Die Feuerprobe

 (6)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Der spanische Rosenstock (ISBN: 9783716022924)

Der spanische Rosenstock

 (3)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Die drei Falken (ISBN: 9783716022788)

Die drei Falken

 (3)
Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Das Buch Rodenstein (ISBN: 9783458334934)

Das Buch Rodenstein

 (2)
Erschienen am 25.01.2005
Cover des Buches Baltische Geschichten (ISBN: 9783485012027)

Baltische Geschichten

 (2)
Erschienen am 01.05.2000
Cover des Buches Der Tod von Reval (ISBN: 9783423134460)

Der Tod von Reval

 (1)
Erschienen am 01.04.2006

Neue Rezensionen zu Werner Bergengruen

Cover des Buches Hadschi Murat (ISBN: 9783908778219)D

Rezension zu "Hadschi Murat" von Leo N. Tolstoi

Auf die Übersetzung achten!
Der_Buchklubvor einem Jahr

In der aktuellen Folge unseres Podcasts besprechen wir "Hadschi Murat". Hört doch mal rein!


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Achtung, Spoiler!

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Cover des Buches Der spanische Rosenstock (ISBN: 9783716022924)D

Rezension zu "Der spanische Rosenstock" von Werner Bergengruen

Sensibel und schön
Duffyvor 2 Jahren

Der Dichter Fabeck muss sich von seiner Freundin Christine wegen einer Reise verabschieden und die beiden gehen am letzten Abend zu „ihrem“ Hügel, wo Fabeck seiner Freundin die Geschichte vom spanischen Rosenstock erzählt. Es ist die Geschichte von Octavia und Lysander, von ihrer Liebe, die standesgemäß nicht publik werden darf, vom Abschied zur Bewährung und von der Kraft der Symbolik dieses spanischen Rosenstocks.

Werner Bergengruen hat in dieser 50seitigen Novelle alles über diese Liebe erzählt, die den Menschen mit Gewissheit überzieht und für die er bereit ist, selbst schwere Bewährungsproben auf sich zu nehmen. Fast erwartet man den Verlauf, er scheint keine Überraschung zu bergen, doch dem Autor gelingt ist, die feinsten Nuancen zu betonen und dem eigentlich Erwarteten eine Spannung zu verleihen, die darin gründet, ob die Geschichte wirklich so verläuft, wie sie offensichtlich zu verlaufen hat. Er schreibt in angemessenem Tempo, betont die wichtigen Passagen mit treffenden Dialogen und hat, trotz des kleinen Umfangs, noch genug Raum, um seine verbalen Bilder zu malen.

Eine kleine, meisterhaft verfasste Novelle, die den Leser so zurücklässt, wie sich der Autor das vorgenommen hat: Zufrieden, dass der Weg von Octavia und Lysander so verlaufen ist, dass auch für die Liebenden Fabeck und Lysander ähnliches zu erwarten ist und mit ein paar Momenten des inneren Rückzugs, in dem er/sie sich mit der eigenen Gefühlswelt beschäftigen kann. Ein kleines Buch voller Sensibilität.  

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Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: B0000BHIQJ)P

Rezension zu "Schuld und Sühne" von Sven Michaelsen

Schuld und Sühne bzw. Verbrechen und Strafe
Penelope1vor 8 Jahren

Der Titel dieses Klassikers wurde inzwischen auch in „Verbrechen und Strafe“ übersetzt , wobei mir persönlich „Schuld und Sühne“ weitaus besser gefällt, drückt es doch m.E. die innere Zerrissenheit des Mörders treffender aus.

 „Schuld und Sühne“ mutet  auf den ersten Blick wie ein Krimi an, in dem ein ehemaliger Student, der sich als „Außerdordentlicher Mensch“ ansieht, das Recht herausnimmt,  eine Pfandleiherin umzubringen, die ihre Kunden mit Wucherzinsen nur noch weiter ins überall gegenwärtige Elend zieht. Dieser Mord erweist sich als perfekt, niemand verdächtigt ihn ernsthaft und der Einzige, der dies tut, hat keinerlei Beweise… Doch damit ist der Mörder nicht glücklicher, denn er leidet unter der Tat, nicht unbedingt an Reue, dennoch scheint er fast an dieser Tat zu zerbrechen- aus den unterschiedlichsten Gründen, die Dostojewski hier überaus intensiv und eindringlich schildert. Da ist zunächst seine eigene Überheblichkeit, mit der er sich über die „normalen“ Menschen stellt, andererseits sein Unvermögen, Liebe anzunehmen oder gar zu geben, und dass er letztendlich die „Grenze“ nicht überschreiten konnte, die ihm in seinen Ansichten bestätigt hätte, sieht er als persönliches Scheitern an.

 

Dostojewski beschreibt den russischen Alltag, die Menschen und die Petersburger Gesellschaft sehr lebendig und authentisch. Aber auch an den persönlichen Zweifel und Gedankengängen des Protagonisten, sprich des Mörders, lässt er den Leser z.B. mittels ausführlicher  Monologe teilhaben.

Und so kann man miterleben, wie er einerseits scheinbar immer mehr dem Wahnsinn verfällt, andererseits jedoch klar seine Ansichten vertritt und immer wieder an sich selbst zweifelt. Kein Wunder, dass seine Handlungen und sein Auftreten seinen Mitmenschen gegenüber immer rätselhafter und oft nicht nachvollziehbar erscheinen, aber dennoch wird auch dem Leser nach und nach klar, worum es wirklich geht: um Schuld bzw. Verbrechen, und um Sühne/Strafe und nicht zuletzt auch um Glaube und Liebe, denn auch diese beiden Themen sind fast untrennbar mit dem Titel und Inhalt des Romanes verbunden.

Doch nicht genug damit, denn der Mord an der Pfandleiherin ist wohl eher der Vorwand bzw. die Bühne für Dostojewski, sich ausführlich mit damals aktuellen  gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, mit denen Russland sich damals befasste, z.B. der moderne Kapitalismus, die „Frauenfrage“. Hierüber  wird  untereinander diskutiert, von allen Seiten beleuchtet , und ich fand die verschiedenen Ansichten und Argumente sehr aufschlussreich und hinweisend auf das Verhalten der verschiedenen Figuren.

 

Fazit:

Ich empfand diesen Klassiker zwar als nahezu erschreckend düster, dennoch hat Dostojewski hier einen Roman geschaffen, der zu den unvergesslichen Klassikern gehört.  Kein Roman für zwischendurch – man benötigt einiges an Konzentration, um bei den vielen unterschiedlichen und für uns Europäer ungewohnte Namen nicht durcheinander zu geraten, aber es lohnt sich! Mich hat „Schuld und Sühne“ von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, und ich war von der Tiefe, der Vielschichtigkeit und dem gut lesbaren Schreibstil sehr positiv überrascht.  

 

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Werner Bergengruen wurde am 16. September 1892 in Riga (Livland) (Lettland) geboren.

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