Werner Bergengruen

 3.3 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Die Feuerprobe, Der Großtyrann und das Gericht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Werner Bergengruen

Werner Max Oskar Paul Bergengruen: † 4. September 1964 in Baden-Baden Vater von Nino Luise Hackelsberger (* 1924 -)

Alle Bücher von Werner Bergengruen

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Der Großtyrann und das Gericht

Der Großtyrann und das Gericht

 (5)
Erschienen am 01.01.2002
Die Feuerprobe

Die Feuerprobe

 (6)
Erschienen am 01.01.1986
Die drei Falken

Die drei Falken

 (3)
Erschienen am 01.08.2000
Das Buch Rodenstein

Das Buch Rodenstein

 (2)
Erschienen am 25.01.2005
Der spanische Rosenstock

Der spanische Rosenstock

 (2)
Erschienen am 01.01.2001
Baltische Geschichten

Baltische Geschichten

 (2)
Erschienen am 01.05.2000
Die Sterntaler

Die Sterntaler

 (1)
Erschienen am 01.01.1953
Das Hornunger Heimweh

Das Hornunger Heimweh

 (1)
Erschienen am 01.01.1960

Neue Rezensionen zu Werner Bergengruen

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LtdKoerschgens avatar

Rezension zu "Die Feuerprobe" von Werner Bergengruen

Rezension zu "Die Feuerprobe" von Werner Bergengruen
LtdKoerschgenvor 7 Jahren

Riga: Dem Ratsherren Tidemann Gripen kommen Gerüchte zu Ohren, seine Frau Barbara habe ihn in seiner Abwesenheit mit dem Kollegen Schwenkhusen betrogen. Barbara verneint, Schwenkhusen zieht darauf in die Schlacht, das Ärgernis beginnt sich zu legen, jedoch erreicht wenig später seine Todesnachricht die Stadt. Barbara soll sich nun nachträglich der Feuerprobe, einem archaischen Gerichtsritual unterziehen. Spricht sie die Wahrheit, so wird die göttliche Gnade sie vor der Brandwunde durch ein aufgelegtes heißes Eisen bewahren. Sie bleibt unversehrt, das Volk bejubelt sie, die Ehre ist wiederhergestellt und die Familie ist angesehen wie nie zuvor. Doch in Barbara beginnt der Übermut zu keimen; und dann taucht plötzlich Schwenkhusen wieder auf...

Bergengruens Novelle aus dem Jahr 1933 liest sich so spannend wie flüssig und wird vor allem sprachbegeisterten Lesern gefallen. Bemerkenswert ist außerdem das autobiographische Nachwort des Autors, dem der folgende Gedanke entnommen ist:

“Manche Menschen haben die Sitte, jeden Gesprächspartner ausschließlich von ihren eigenen Angelegenheiten zu unterhalten. Dies gilt nicht als ein Merkmal vorbildlicher Erziehung, ist aber ungemein verbreitet. Leute solcher Art muß man getrost reden lassen; tut man es ohne Unterbrechungsversuch, so erklären sie hernach von ihrem Zuhörer: “Mit dem Menschen kann man sich ausgezeichnet unterhalten.” So wohlfeil also gelangt man in den Ruf eines geistvollen Gesellschafters.”

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Thailas avatar

Rezension zu "Am Himmel wie auf Erden" von Werner Bergengruen

Rezension zu "Am Himmel wie auf Erden" von Werner Bergengruen
Thailavor 8 Jahren

Werner Bergengruens historischer Roman Am Himmel wie auf Erden erzählt die Geschichte der Berliner Sintflutpanik von 1424. In den Städten Kölln und Berlin breitet sich ein Gerücht aus, dass am Sankt-Heinrichstag eine lebensbedrohliche Überschwemmung zu erwarten ist. Um eine Panik zu verhindert, erlässt Kurfürst Joachim Gesetze, wie ein Verbot Boote und Schiffe zu bauen, die Städte zu verlassen oder über das nahende Unheil nur zu sprechen. Eine Zuwiderhandlung wird dragonisch bestraft und so breitet sich bald eine Stimmung von Angst und Terror aus. Gewisse Anspielungen auf den Nationalsozialismus sind im Roman von Werner Bergengruen, ein Autor, der zur Inneren Imigration gezählt wird, sicherlich nicht unbeabsichtigt.
Auch so lässt sich die Panik vor der Sinnflut jedoch nicht kontrollieren. Diese Panik sorgt für eine eigentümliche Umkehrung der sozialen Verhältnisse, plötzlich sind die sogenannten "Guten Leute", die Leprakranken Herrscher in der Stadt, während die bürgerliche Bevölkerung um Leben und Besitz fürchten muss.
Mir ist dieser Roman als eine außergewöhnlicher historischer Roman empfohlen worden und das war in der Tat nicht zu viel versprochen. Ein Autor mit so einem detailierten Wissen, mit so viel Feingespür für das Historische ist mir selten begegnet. Aus der Sicht von sehr verschiedenen Protagonisten aus allen sozialen Schichten beschreibt Bergengruen die Ereignisse von wenigen Wochen und schafft so eine umfassende Sozialstudie der brandenburgischen Gesellschaft im 16. Jahrhundert. Dabei fand ich die Beschreibungen der wendischen Kultur besonders spannend.
Ganz wunderbar gelingt es dem Autor auf eine gemächliche Weise die langsam überkochende Stimmung in der Bevölkerung wiederzugeben. Gepaart ist der Inhalt mit einer wunderbar geschliffenen Sprache. Wirklich ein besonderes Buch!

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ZwergPinguins avatar

Rezension zu "Der spanische Rosenstock" von Werner Bergengruen

Rezension zu "Der spanische Rosenstock" von Werner Bergengruen
ZwergPinguinvor 9 Jahren

Diese Novelle, die bereits in den vierziger Jahren erschien, ist ein sprachliches Kleinod. Sie handelt von der Liebe in Zeiten der Trennung, denn (so die Rahmenhandlung) der Dichter Fabeck muss sich von seiner Geliebten Christine trennen und erzählt ihr vor seiner Abreise eine Geschichte von Liebenden, denen es ebenso erging. Nun folgt die eigentliche Geschichte von Oktavia und Lysander. Er schenkt ihr einen spanischen Rosenstock, an dessen Zustand sie immer seine Gesunheit ablesen kann. Durch Intrigen, Eifersucht und Hinterhalt wird nun versucht, einem anderen den Weg zum Herzen der Dame zu ebenen, allerdings schlägt dies trotz allem fehl und natürlich werden die Liebenden am Ende vereint.

So einfach und beinah vorhersehbar die Geschichte letztlich ist, so ist sie doch wunderschön erzählt. Allerdings finde ich es schade, dass, kaum hat man sich so richtig eingelesen und der Erzählteppich ist vor einem ausgebreitet, es plötzlich in einem vielfachen Tempo weitergeht. Das Ende ist blitzschnell erzählt, als wäre dem Autor die Lust vergangen ebenso detailreich und gemächlich fortzufahren.
Ich habe mir zwar sagen lassen, dass es durchaus üblich war, den Anfang einer Novelle viel gemächlicher zu erzählen als das Ende, trotzdem missfällt mir dieser abrupte Wechsel, weshalb ich dann doch einen Punkt abziehen muss.

Für Liebhaber der Novelle ein wirkliches Schmuckstück – für alle anderen immerhin eine klassische, romantische Liebesgeschichte.

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Werner Bergengruen wurde am 16. September 1892 in Riga (Livland) (Lettland) geboren.

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