Werner Bergengruen

 3.4 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Die Feuerprobe, Der Großtyrann und das Gericht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Werner Bergengruen

Werner Max Oskar Paul Bergengruen: † 4. September 1964 in Baden-Baden Vater von Nino Luise Hackelsberger (* 1924 -)

Alle Bücher von Werner Bergengruen

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Cover des Buches Die Feuerprobe9783150072141

Die Feuerprobe

 (6)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Der Großtyrann und das Gericht9783423129404

Der Großtyrann und das Gericht

 (5)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Der spanische Rosenstock9783716022924

Der spanische Rosenstock

 (3)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Die drei Falken9783716022788

Die drei Falken

 (3)
Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Das Buch Rodenstein9783458334934

Das Buch Rodenstein

 (2)
Erschienen am 25.01.2005
Cover des Buches Baltische Geschichten9783485012027

Baltische Geschichten

 (2)
Erschienen am 01.05.2000
Cover des Buches Der Tod von Reval9783423134460

Der Tod von Reval

 (1)
Erschienen am 01.04.2006
Cover des Buches Die SterntalerB0000BGDM3

Die Sterntaler

 (1)
Erschienen am 01.01.1953

Neue Rezensionen zu Werner Bergengruen

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Rezension zu "Der spanische Rosenstock" von Werner Bergengruen

Sensibel und schön
Duffyvor 7 Monaten

Der Dichter Fabeck muss sich von seiner Freundin Christine wegen einer Reise verabschieden und die beiden gehen am letzten Abend zu „ihrem“ Hügel, wo Fabeck seiner Freundin die Geschichte vom spanischen Rosenstock erzählt. Es ist die Geschichte von Octavia und Lysander, von ihrer Liebe, die standesgemäß nicht publik werden darf, vom Abschied zur Bewährung und von der Kraft der Symbolik dieses spanischen Rosenstocks.

Werner Bergengruen hat in dieser 50seitigen Novelle alles über diese Liebe erzählt, die den Menschen mit Gewissheit überzieht und für die er bereit ist, selbst schwere Bewährungsproben auf sich zu nehmen. Fast erwartet man den Verlauf, er scheint keine Überraschung zu bergen, doch dem Autor gelingt ist, die feinsten Nuancen zu betonen und dem eigentlich Erwarteten eine Spannung zu verleihen, die darin gründet, ob die Geschichte wirklich so verläuft, wie sie offensichtlich zu verlaufen hat. Er schreibt in angemessenem Tempo, betont die wichtigen Passagen mit treffenden Dialogen und hat, trotz des kleinen Umfangs, noch genug Raum, um seine verbalen Bilder zu malen.

Eine kleine, meisterhaft verfasste Novelle, die den Leser so zurücklässt, wie sich der Autor das vorgenommen hat: Zufrieden, dass der Weg von Octavia und Lysander so verlaufen ist, dass auch für die Liebenden Fabeck und Lysander ähnliches zu erwarten ist und mit ein paar Momenten des inneren Rückzugs, in dem er/sie sich mit der eigenen Gefühlswelt beschäftigen kann. Ein kleines Buch voller Sensibilität.  

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Rezension zu "Die Feuerprobe" von Werner Bergengruen

Rezension zu "Die Feuerprobe" von Werner Bergengruen
LtdKoerschgenvor 9 Jahren

Riga: Dem Ratsherren Tidemann Gripen kommen Gerüchte zu Ohren, seine Frau Barbara habe ihn in seiner Abwesenheit mit dem Kollegen Schwenkhusen betrogen. Barbara verneint, Schwenkhusen zieht darauf in die Schlacht, das Ärgernis beginnt sich zu legen, jedoch erreicht wenig später seine Todesnachricht die Stadt. Barbara soll sich nun nachträglich der Feuerprobe, einem archaischen Gerichtsritual unterziehen. Spricht sie die Wahrheit, so wird die göttliche Gnade sie vor der Brandwunde durch ein aufgelegtes heißes Eisen bewahren. Sie bleibt unversehrt, das Volk bejubelt sie, die Ehre ist wiederhergestellt und die Familie ist angesehen wie nie zuvor. Doch in Barbara beginnt der Übermut zu keimen; und dann taucht plötzlich Schwenkhusen wieder auf...

Bergengruens Novelle aus dem Jahr 1933 liest sich so spannend wie flüssig und wird vor allem sprachbegeisterten Lesern gefallen. Bemerkenswert ist außerdem das autobiographische Nachwort des Autors, dem der folgende Gedanke entnommen ist:

“Manche Menschen haben die Sitte, jeden Gesprächspartner ausschließlich von ihren eigenen Angelegenheiten zu unterhalten. Dies gilt nicht als ein Merkmal vorbildlicher Erziehung, ist aber ungemein verbreitet. Leute solcher Art muß man getrost reden lassen; tut man es ohne Unterbrechungsversuch, so erklären sie hernach von ihrem Zuhörer: “Mit dem Menschen kann man sich ausgezeichnet unterhalten.” So wohlfeil also gelangt man in den Ruf eines geistvollen Gesellschafters.”

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Rezension zu "Am Himmel wie auf Erden" von Werner Bergengruen

Rezension zu "Am Himmel wie auf Erden" von Werner Bergengruen
Thailavor 10 Jahren

Werner Bergengruens historischer Roman Am Himmel wie auf Erden erzählt die Geschichte der Berliner Sintflutpanik von 1424. In den Städten Kölln und Berlin breitet sich ein Gerücht aus, dass am Sankt-Heinrichstag eine lebensbedrohliche Überschwemmung zu erwarten ist. Um eine Panik zu verhindert, erlässt Kurfürst Joachim Gesetze, wie ein Verbot Boote und Schiffe zu bauen, die Städte zu verlassen oder über das nahende Unheil nur zu sprechen. Eine Zuwiderhandlung wird dragonisch bestraft und so breitet sich bald eine Stimmung von Angst und Terror aus. Gewisse Anspielungen auf den Nationalsozialismus sind im Roman von Werner Bergengruen, ein Autor, der zur Inneren Imigration gezählt wird, sicherlich nicht unbeabsichtigt.
Auch so lässt sich die Panik vor der Sinnflut jedoch nicht kontrollieren. Diese Panik sorgt für eine eigentümliche Umkehrung der sozialen Verhältnisse, plötzlich sind die sogenannten "Guten Leute", die Leprakranken Herrscher in der Stadt, während die bürgerliche Bevölkerung um Leben und Besitz fürchten muss.
Mir ist dieser Roman als eine außergewöhnlicher historischer Roman empfohlen worden und das war in der Tat nicht zu viel versprochen. Ein Autor mit so einem detailierten Wissen, mit so viel Feingespür für das Historische ist mir selten begegnet. Aus der Sicht von sehr verschiedenen Protagonisten aus allen sozialen Schichten beschreibt Bergengruen die Ereignisse von wenigen Wochen und schafft so eine umfassende Sozialstudie der brandenburgischen Gesellschaft im 16. Jahrhundert. Dabei fand ich die Beschreibungen der wendischen Kultur besonders spannend.
Ganz wunderbar gelingt es dem Autor auf eine gemächliche Weise die langsam überkochende Stimmung in der Bevölkerung wiederzugeben. Gepaart ist der Inhalt mit einer wunderbar geschliffenen Sprache. Wirklich ein besonderes Buch!

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Werner Bergengruen wurde am 16. September 1892 in Riga (Livland) (Lettland) geboren.

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