Werner Grabher Nebenschauplätze

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Inhaltsangabe zu „Nebenschauplätze“ von Werner Grabher

Die Hummel, die Möwe, der Seeigel, die Ameise, der Fisch und noch einige andere kleinere oder größere Tiere treten in Werner Grabhers Miniaturen in schicksalhafte Verbindung mit den Menschen. Zwischen extremer Naheinstellung und Totale wechselnd nähert sich der Autor Nebenschauplätzen, zeichnet vieldimensionale Bilder des Geschehens und entschleunigt mit Zeitlupeneffekten die Dramaturgie des Alltäglichen. So verwandelt sich in einer der Geschichten die Warteschlange vor dem Museum unversehens in ein Jackson-Pollock-Bild, während sich in einer anderen das dramatische Geschehen bei einem Fußballspiel vom Feld ins Abseits verlagert. Auf charmant nüchterne Weise macht Grabher den Leser mit der Anatomie verhängnisvoller Ereignisse vertraut. In seinen sprachlich inszenierten Kurzfilmen ereignen sich lauter Katastrophen. Aber von einer Geschichte zur andern hinterlässt Grabhers wertfreier Blick auf die Unausweichlichkeiten des Daseins eine ansteckend wirkende Gelassenheit. Kongenial begleitet und interpretiert von Illustrationen des Künstlers Tone Fink.

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  • Rezension zu "Nebenschauplätze" von Werner Grabher

    Nebenschauplätze

    Sternenstaubfee

    19. May 2010 um 18:26

    Ein kleines Büchlein mit Geschichten, in denen verschiedene Tiere eine Rolle spielen. Oft haben die Erzählungen ein schlechtes Ende, wie z.B. die Geschichte von der Hummelkönigin, die sich als einzige aus dem überschwemmten Nest retten konnte, nur um dann von einem Mann zertreten zu werden… Mir persönlich hat das Buch nicht wirklich gut gefallen. Die Geschichten wirken irgendwie lieblos, und die Zeichnungen können mich auch nicht überzeugen. Wahrscheinlich ist das Kunst, aber für mich wirken die Zeichnungen zum Teil, als hätte ein Kleinkind sie ins Buch gekritzelt.

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  • Rezension zu "Nebenschauplätze" von Werner Grabher

    Nebenschauplätze

    Revontulet

    08. March 2010 um 10:34

    Werner Grabher beschreibt in seinen Nebenschauplätzen das Geschehen aus ungewohnten Perspektiven. Diverse Klein- und Großtiere werden Zeugen der teilweise schauderhaften Ereignisse. Jede Geschichte endet in einer Katastrophe, das kann der Leser sehr schnell feststellen. Der Autor schafft es irgendwie trotz der ganzen Dramatik, dass der Leser eine gewisse Distanz wahrt, obwohl er in einigen Szene sehr nahe an das Geschehen herangelockt wird. Sprachlich sehr schön konstruirt, liest sich das Büchlein schnell und unkompliziert. Ganz nett sind auch die Zeichnungen, mit denen der Vorarlberger Künstler Tone Fink die Geschichten abrundet.

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