Werner Gruber

 4.3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Das Universum ist eine Scheißgegend, Die Genussformel und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Flirten mit den Sternen

 (3)
Neu erschienen am 18.04.2019 als Hardcover bei Ecowin.

Alle Bücher von Werner Gruber

Sortieren:
Buchformat:
Das Universum ist eine Scheißgegend

Das Universum ist eine Scheißgegend

 (12)
Erschienen am 28.09.2015
Wer nichts weiß, muss alles glauben

Wer nichts weiß, muss alles glauben

 (11)
Erschienen am 01.09.2010
Die Genussformel

Die Genussformel

 (11)
Erschienen am 24.08.2017
Unglaublich einfach. Einfach unglaublich.

Unglaublich einfach. Einfach unglaublich.

 (5)
Erschienen am 06.03.2008
Flirten mit den Sternen

Flirten mit den Sternen

 (3)
Erschienen am 18.04.2019
Hollywood und die Physik

Hollywood und die Physik

 (1)
Erschienen am 01.11.2006

Neue Rezensionen zu Werner Gruber

Neu

Rezension zu "Flirten mit den Sternen" von Werner Gruber

Gute Idee, Schwächen in der Ausführung
R_Mantheyvor 10 Tagen

Zu den Publikationen von Werner Gruber zählen auch Videos, beispielsweise eines mit dem eingängigen Titel "Die Physik des Kochens - Das Spiegelei schlägt zurück", oder ein Vortrag auf dem Weltkongress Psychotherapie "Mythos – Traum –Wirklichkeit" zum Thema "Verhaltensweisen von Schamanen und psychosozialer Streß". Mich hat sein Buch, um das es hier geht, an einigen Stellen etwas verwirrt, sodass ich mir Grubers selbstverfassten Lebenslauf angesehen habe. Man kann ihn von der Internetseite des Wiener Instituts für Experimentalphysik herunterladen. Fachartikel in angesehenen physikalischen Zeitschriften findet man unter den Publikationen von Werner Gruber kaum. Stattdessen scheint er sich eher mit der Physik des Kochens, dem Leiten von zahlreichen Institutionen und dem Verfassen von populärwissenschaftlichen Artikeln und Büchern zu beschäftigen.

Für sein Buch hat er ein interessantes Thema und als Zielgruppe Laien gewählt. Nun gehöre ich keineswegs zu den Laien, jedenfalls nicht was die Physik anbelangt. Ein Physikbuch für Laien zu verfassen, ist keine einfache Aufgabe. Dazu muss man die Physik tief verstanden haben. Und hier beginnt meine Verwirrung, denn ich hatte beim Lesen zunehmend das Gefühl, dass "Flirten mit den Sternen" von einem Autor verfasst wurde, der eher wie ein laienhafter Autodidakt wirkt. Von einem Physiker sollte man doch eine ausgeprägte Logik bei der Darstellung seiner Gedanken erwarten können. Um mein Problem zu erklären, reicht vielleicht ein Beispiel aus diesem Buch: Als sich Gruber mit den äußeren Planeten unseres Sonnensystems befasst, erwähnt er den zum Zwergplaneten umdefinierten Pluto. Dieser hat seine Zurückstufung einer neuen Definition von Planeten durch die Astronomische Union zu verdanken. Gruber führt diese Definition zwar an, erklärt dann aber nicht, warum Pluto nicht groß genug ist, "um auf seinem Weg um die Sonne von Dreck selbst freiräumen zu können". Da fehlt (warum auch immer) einfach die Pointe. Und weil das so ist, hätte er sich den ganzen Anlauf sparen und stattdessen einfach schreiben können, dass Pluto zu klein für einen Planeten ist.

Weil viele Menschen von Sternen oder dem Universum fasziniert sind, mögen sie mit Sicherheit auch Bücher darüber. Wir wissen nicht wirklich viel über die Welt außerhalb unseres Sonnensystems. Da Werner Gruber durch seine Tätigkeit im Wiener Planetarium und der Urania-Sternwarte über ausreichend Kontakt zum Publikum verfügt, kennt er mit Sicherheit auch die üblichen Fragen und Interessen der Besucher dieser Einrichtungen. Sein Buch soll genau auf solche Fragen und Interessen Antworten geben. Und das tut es auch.

Zunächst geht Gruber auf das ein, was man am unbewölkten Nachthimmel mit oder ohne technische Hilfsmittel sehen kann. Später wird er genau erklären, welche Hilfsmittel Laien oder Hobby-Astronomen benutzen und was sie damit tatsächlich sehen können. Im zweiten Kapitel befasst er sich dann mit dem Licht als Freund und Feind der Astronomie, um danach die Frage zu beantworten, warum es die Astronomie überhaupt gibt. Dabei geht es insbesondere um Zeit und Zeitpunkte, für deren Bestimmung früher astronomische Phänomene benutzt wurden.

Natürlich muss Gruber auch die nicht geklärte Frage nach außerirdischem Leben diskutieren. Vieles ist dabei Spekulation, wobei manche Astronomen (und auch Gruber) merkwürdigerweise immer davon ausgehen, dass ein eventueller Kontakt mit Außerirdischen für uns etwas Gutes zur Folge haben würde. Um wenigstens Zweifel daran zu bekommen, sollte man sich einfach einmal in die Lage der amerikanischen Ureinwohner versetzen und rekapitulieren, was aus ihnen geworden ist, nachdem technisch überlegene Europäer ihre Heimat entdeckten.

Im Buch findet man übrigens eine Sternenkarte und Anleitungen, wie man sie benutzen kann. Darauf geht Gruber ausführlich ein. Aber auch an dieser Stelle habe ich meine Zweifel, ob jeder Laie, an den sich dieses Buch richtet, das auch wirklich versteht. Das betrifft auch andere Erklärungen. Man muss in einem Buch für Laien nicht die allgemeine Relativitätstheorie anführen und sie dann auch noch schlecht erklären. Was passiert, wenn die Erde plötzlich stehen bleibt? Oder was passiert, wenn unsere Sonne plötzlich ein schwarzes Loch wird? Solche Fragen muss man nicht unbedingt so wie Werner Gruber diskutieren, denn die entsprechenden Ereignisse werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erst gar nicht eintreten. Und schon gar nicht in naher Zukunft.

Neben vielen Rätseln über das Universum, die Gruber für Laien löst, schafft er auch neue. Kommentarlos findet man in seinem Buch zum Beispiel folgende Aussagen: "Die Augen wurden über 20-mal von der Evolution erfunden, während das Fliegen nur gerade dreimal erfunden wurde." Oder: "Nehmen wir zehn Äpfel und wiegen diese einzeln ab. Dann können wir das Gesamtgewicht aus den Einzelmessungen zusammenrechnen. Legen wir nun alle Äpfel gleichzeitig auf eine Waage, erhalten wir ein geringeres Gewicht." Wirklich? Oder: "Einerseits zerstört der vom Menschen gemachte Klimawandel die Erde, andererseits gibt es auch Prozesse außerhalb der Erde, die für uns gefährlich sind." Die Erdgeschichte, lieber Herr Gruber, hat schon viele Klimawandel hinter sich. Und komischerweise gibt es den Planeten noch immer. Naja, menschlicher Größenwahn äußert sich eben vielfältig: "Diese Neutronensterne können wir weiter zur Goldproduktion verwenden." Ach tatsächlich?

Die Idee zu diesem Buch ist großartig, ihre Ausführung ist nicht schlecht, aber an manchen Stellen eben auch fragwürdig. Gelegentlich erzeugen Grubers Erklärungen mehr Rätsel als sie lösen. Vielleicht gefällt manchem Leser seine scheinbar lässige Herangehensweise. Mir kam sie eher vor wie das Überspielen von didaktischen Mangelerscheinungen. In der Danksagung am Ende des Buches findet man den Hinweis auf einen Testleser, der "allzu oft meinte: Das müsse man genauer erläutern, da ist doch noch so viel zu erklären." Hätte Herr Gruber mal auf diesen Mann gehört, denn er hatte recht. Es muss dabei kein mehrbändiges Werk herauskommen (wie Gruber diesen Hinweis auskonterte). Nicht länger, sondern besser hätte man es machen können.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Flirten mit den Sternen" von Werner Gruber

Der Blick in den Himmel und das Universum
annluvor 2 Monaten

*Astronomie ist nichts für eine Nacht, es kann etwas für das gesamte Leben sein. Nehmen Sie sich eine Decke, suchen Sie sich ein dunkles Plätzchen auf einer Wiese, lehnen Sie sich zurück, blicken nach oben und flirten mit den Sternen.*


Der Sternenhimmel hat seit jeher für Faszination gesorgt. Die Astronomie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Universum und den Sternen befasst. In diesem Buch gibt es eine Einführung in die Astronomie. Es lädt dazu ein, erste Informationen zum Thema zu sammeln, genauer hinzusehen und einen Flirt mit den Sternen zu wagen.



Werner Gruber ist Physiker, Astronom und Direktor des Planetarium Wiens. So ist er hier in seinem Element, lässt gerne auch Anekdoten aus seiner Arbeit mit einfließen und widmet sich mit Hingabe dem Erklären des Sternenhimmels (und so vieles mehr).


Ausgehend von einem imaginären (oder echten) Blick in den nächtlichen Himmel erklärt der Autor erst einmal was man an diesem überhaupt erkennen kann und was es mit den Sternen, den Planeten, Kometen, Sternschnuppen, dem Mond und den Galaxien auf sich hat. Als Grundlage allen Sehens dient das Licht, sodass diesem ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Danach geht er darauf ein, warum es Astronomie eigentlich gibt und zeigt dabei auch die Geschichte der Astronomie auf. Der zweite Teil des Buches widmet sich der Frage nach außerirdischem Leben, erklärt dann die Sternenkarte und klärt damit die Frage „Wo finde ich meinen Stern?“ um im letzten Teil auf bisher ungelöste Fragen der Wissenschaft und auf Antworten auf ganz spezielle Fragen einzugehen.


Schon der erste Blick ins Buch zeigt auf den beiden Klappen Sternkarten, sodass ich eigentlich schon viel früher mit dem passenden Thema gerechnet habe. Bevor der Autor aber auf diese eingeht gibt es eine Erklärung zum Universum. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis (das ich oben zusammengefasst habe) deutet auf eine strukturierte Einführung ins Thema Himmelskörper hin. Leider empfand ich den Text nicht als so gegliedert und habe mich im Wust der Informationen nicht immer zurechtgefunden.


Auch kommt im Vorwort deutlich zum Ausdruck, dass sich das Buch an Laien richtet, da es sich auf das Einfachste konzentriert. Ich kann mich durchaus als Laie bezeichnen, habe aber schon das ein oder andere zum Thema Universum gelesen – hier empfand ich vieles als schwer verständlich. So kam ich mit dem ersten Teil des Buches nicht immer zurecht, wenn ich auch ein paar Informationen erhalten habe, die mir nicht nur neu waren, sondern die mein bisheriges Wissen in ein ganz neues Licht gestellt haben.


Interessant waren für mich die Ausführungen zum Mond und das Kapitel „Warum gibt es eigentlich Astronomie?“. Die geschichtliche Einführung, die hier gemacht wird, das Vorstellen besonderer Physiker aber auch das Erklären des Kalenders fand ich gut gemacht. Auch das Kapitel „Wie finde ich meinen Stern“ war genau das, was ich mir vom Buch erwartet habe – auch wenn ich die Ausführungen nicht so einfach empfunden habe, wie sie angekündigt waren.


Fazit: Die Einführung in das Universum, die Himmelskörper und damit auch die Sterne wird hier als einfache Grundlagenkenntnisse angekündigt. Ich empfand die Erklärungen aber öfters als nicht strukturiert und etwas verwirrend – wobei einige Kapitel meinen Geschmack doch getroffen haben.

Kommentare: 1
38
Teilen

Rezension zu "Flirten mit den Sternen" von Werner Gruber

Interessant und unterhaltsam, aber…
Igelmanu66vor 2 Monaten

»Dieses Buch richtet sich nicht an die Profis und Hobbyastronomen mit Teleskop – ihr wisst mehr, als hier drinnen steht. Es richtet sich an all jene, die über unser Universum wenig wissen, vielleicht schon von diesem oder jenem gehört haben und auf alle Fälle mehr wissen wollen.«

 

Dieses Buch hat den Anspruch, interessierten Anfängern die Grundzüge der Astronomie zu vermitteln. Mit ein paar Einschränkungen gelingt das auch.

Der Inhalt wird übersichtlich und gut strukturiert dargestellt. Einem informativen Inhaltsverzeichnis und den einleitenden Worten folgt die Vermittlung einiger Grundinformationen. Was kann man alles am Himmel sehen? Sterne, Planeten, Kometen, Sternschnuppen und vieles mehr zur Orientierung am Nachthimmel werden beschrieben. Die Frage nach dem Sinn der Astronomie schließt sich an sowie ein sehr unterhaltsamer Teil zur Frage nach außerirdischem Leben.

Der Stil ist leicht verständlich, auf Formeln wird weitestgehend verzichtet und tatsächlich sollte man den Erklärungen ohne große Vorkenntnisse folgen können. Ein weiteres Plus ist der Unterhaltungswert der Beschreibungen, an einigen Stellen wird der Autor richtig witzig und die Schilderung einiger von ihm geführter Telefonate erschien mir wie pure Comedy. Ich habe jetzt auch zumindest eine grobe Ahnung, was ich tun kann, wenn Außerirdische mal in meinem Garten landen sollten ;-)

 

Leider fanden sich auch einige Punkte, die nicht so schön waren. Da finden sich inhaltliche Fehler, die möglicherweise durch Schreibfehler zustande gekommen sind, auch gleich ins Auge springen, einen interessierten Neuling im Thema aber verwirren können. Beispiel: »Sterne bestehen größtenteils aus Wasserstoff. Als das Universum geschaffen wurde, gab es sehr viel Wasserstoff (75 Prozent Helium, etwas Lithium und ganz wenig Beryllium).« Größtenteils und sehr viel Wasserstoff und dann 75 Prozent Helium? So etwas sollte im Lektorat auffallen. Genau so wie ein falsch eingefügter Absatz an anderer Stelle (S. 152)

Zudem hätten ein paar Bilder/Abbildungen mehr an einigen Stellen die Verständlichkeit noch mehr unterstützen können.

 

Fazit: Interessantes Thema, informativ und unterhaltsam dargebracht. Leider mit ein paar Schwächen im Lektorat.

Kommentare: 6
86
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 66 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks