Werner Holzwarth

 4,6 Sterne bei 281 Bewertungen
Autorenbild von Werner Holzwarth (©privat)

Lebenslauf von Werner Holzwarth

Werner Holzwarth wurde 1947 geboren und war lange Zeit als Texter tätig. Außerdem arbeitete er als freier Journalist für diverse Zeitschriften wie Spiegel oder Die Zeit. 1989 erschien sein Kinderbuch "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat", das mittlerweile in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Später war er Professor für Visuelle Kommunikation an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2012 ist er hauptberuflich jedoch als Kinderbuchautor tätig.

Alle Bücher von Werner Holzwarth

Cover des Buches Herr Untermbett (ISBN: 9783836953849)

Herr Untermbett

 (10)
Erschienen am 27.06.2011
Cover des Buches Guck mal, wie die gucken! (ISBN: 9783522458351)

Guck mal, wie die gucken!

 (9)
Erschienen am 17.01.2017
Cover des Buches Ich wär so gern...dachte das Erdmännchen (ISBN: 9783836959483)

Ich wär so gern...dachte das Erdmännchen

 (7)
Erschienen am 30.01.2017
Cover des Buches Mag ich! Gar nicht! (ISBN: 9783954701162)

Mag ich! Gar nicht!

 (4)
Erschienen am 16.02.2021
Cover des Buches Angst vor gar nix? (ISBN: 9783954702039)

Angst vor gar nix?

 (3)
Erschienen am 31.01.2019
Cover des Buches Magnus Mümmelgrün und der Löwenzahnalarm (ISBN: 9783836953023)

Magnus Mümmelgrün und der Löwenzahnalarm

 (3)
Erschienen am 25.01.2010
Cover des Buches Der kleine Käfer Skarabäus (ISBN: 9783522458900)

Der kleine Käfer Skarabäus

 (2)
Erschienen am 17.07.2018

Neue Rezensionen zu Werner Holzwarth

Cover des Buches Der Winter des Eichhörnchens (ISBN: 9783836961691)lese_sessels avatar

Rezension zu "Der Winter des Eichhörnchens" von Werner Holzwarth

Der Winter des Eichhörnchens
lese_sesselvor einem Monat

Mögt ihr Eichhörnchen? Ich sehr 🐿 In letzter Zeit sieht man sie wieder öfter durch die Gegend hüpfen - das Hörnchen hüpft, der Schwanz bleibt immer gleich 🥰 Putzig sieht das aus, niedlich sind sie. Doch sind sie die ersten Vorboten des nahenden Herbstes - schließlich müssen ihre Vorratskammern gefüllt werden. Doch was ist, wenn es vergisst wo sie waren? 🐿

📚🅕🅐🅚🅣🅔🅝:
Verlag: Gerstenberg Verlag
Text: Werner Holzwarth Autor
Illustrator: Mehrdad Zaeri
Seitenanzahl & Preis: 36 Seiten, 19€

📚🄳🄰🅁🅄🄼 🄶🄴🄷🅃'🅂:
Alle jungen Eichhörnchen wissen ganz genau, dass sie für den Winter ihr Futter sammeln und vergraben müssen. Auch dieses kleine Eichhörnchen weiß das ganz genau und so macht es sich voller Tatendrang daran, für den nahenden Winter so viel wie möglich zu horten. Doch auch so ein Eichhörnchen wird älter und mit den Jahren immer vergesslicher und so wird es Jahr für Jahr schwieriger, seine so gut versteckten Nüsse aufzuspüren, bis es irgendwann kaum mehr eine Nuss fand. Doch hat nicht auch dieser Kreislauf einen Sinn?

📚🄳🄸🄴 🄼🄴🄸🄽🅄🄽🄶 🄳🄴🅁 🄺🄸🄽🄳🄴🅁:
Die Kinder waren ruhig und nachdenklich. Ich hatte das Gefühl, das die Botschaft des Buches angekommen ist und sie eine gewisse Sympathie zum Eichhörnchen und zu den Illustrationen des Buches aufgebaut haben. Ich habe die Geschichte mit ihnen in einem Gespräch Revue passieren lassen und die Kinder konnten mir die Botschaft des Buches gut benennen.

📚🄼🄴🄸🄽🄴 🄼🄴🄸🄽🅄🄽🄶:
Ich mag es sehr, wenn Bücher Kinder, aber auch Erwachsene zum Nachdenken bringen. Dieses Buch hat es auf schlichte Art und Weise geschafft, den Kindern den Kreislauf des Lebens zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie wichtig manche Dinge sein können. Denn ohne die vergessenen Nüsse des Hörnchens gäbe es auch keine neuen Bäume mehr. Die Illustrationen stechen mit ihrer Einfachheit und Schlichtheit dabei besonders heraus, manche Bilder kommen sogar mit sehr wenig oder ganz ohne einen Text aus. So einfach und klar gezeichnet öffnen sie einem die Augen und zeigen einem Dinge, über die man sich oftmals gar keine Gedanken macht.
Klare Leseempfehlung von mir 🐿

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Cover des Buches Der Winter des Eichhörnchens (ISBN: 9783836961691)Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Der Winter des Eichhörnchens" von Werner Holzwarth

Eine warmherzige, etwas melancholische aber auch hoffnungsvolle Geschichte über den Lauf und Sinn des Lebens, das Altwerden und auch die Vergesslichkeit (Demenz)
Kinderbuchkistevor 2 Monaten

Werner Holzwarths Geschichten sind zeitlos und haben immer eine Botschaft, das Leben von Kindern in irgendeiner Form bereichert.

Kaum einer, der seine bereits 1987 erschienene Geschichte "vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hat", nicht kennt. Ihn aber auf dieses eine Buch zu reduzieren, weil es einer der Bilderbuchklassiker schlecht hin ist, wäre zu einfach.

Er hat einige wunderbare Bücher veröffentlich, die nicht so viel Anerkennung bekommen haben und einige, die gerade in Pädagogik- Kreisen sehr beliebt sind.

Hier nun erzählt er mit wenigen, sehr klaren Worten die Geschichte eines Eichhörnchens, das schon als Baby gelernt hat, dass es viele, viele Nüsse für den Winter sammeln und Vorräte anlegen muss.

Das macht es auch. Jahr um Jahr. Zunächst findet es fast alle Nüsse im Laufe des Winters wieder, doch mit den Jahren werden es immer weniger.  Und so wird das Eichhörnchen von Jahr zu Jahr trauriger und unzufriedener, weil es die Nüsse nicht mehr alle findet und dann beginnen die Jahre, in denen es sich im Winter kaum bzw. gar nicht mehr daran erinnern kann, wo es die Nüsse versteckt hat, was in Folge dazu führt, dass es hungern muss.Richtig schlapp, ausgebrannt, hungrig und sehr verzweifelt aber zugleich auch wütend fragt sich das Eichhörnchen, was das noch für ein Leben sein soll. Aufmerksame Kinder, sagen in dieser Phase der Geschichte oft, das Eichhörnchen muss sterben. Aber dem ist nicht so. Es sieht nur keinen Sinn mehr im Leben. Doch dann lacht ihr ein Haselnussbusch aus, weil es noch nicht mal mehr die Nüsse am Busch sieht. Andere Büsche jedoch schimpfen mit dem gemeinen Busch und erklären ihm, dass es keine neuen Büsche und Bäume ohne die versteckten Nüsse geben würde. Würde das Eichhörnchen alle finden und auffressen, würde keine Nuss mehr keinem, aus der eine neue Pflanze erwachsen würde. Dieses Gespräch bekommt das Eichhörnchen mit und plötzlich macht alles wieder einen Sinn. Wenn es die Nüsse vergisst, sorgt es dafür, das neue Wachsen können und genau diese Tatsache macht das Eichhörnchen glücklich. Sein Vergessen macht Sinn, seine Leben macht Sinn und ist nicht sinnlos. 

Eine traurige Geschichte sagt ihr. 

So eine Geschichte muss ich keinem Kind vorlesen meint ihr. 

Doch wieso?

Sie ist gar nicht so traurig. Das Eichhörnchen selbst sieht die Hoffnung, ist glücklich mit dem Wissen, das sein Vergessen einen Sinn macht.


Es ist eine Geschichte, die viel beinhaltet, denn zum einen begleiten wird das Eichhörnchen vom Baby bis zum Greis, zum anderen begleiten wir es durch die kalten Jahreszeiten.

In den reduzierten, fokussierenden Illustrationen von Mehrdad Zaeri erleben wird den Wald in vielen Facetten, zugegeben meist im Winter, doch auch der Winter hat viele Farben und die fängt er fantastisch ein. Impressionen vom herbstlichen Wald mit braunem Laub und Nüssen wechseln auf eine verschneite und dann wieder kahle winterliche Welt, die mal in der Nacht Mal am Tag und dann wieder in der Nacht mit anderen Lichteinflüssen, stets ein neues Bild und eine neue Stimmung vermitteln. Und dann ist da das Eichhörnchen, ganz allein, mal suchend, mal erschöpft und resigniert und dann wieder weiter springend.

Die Reduziertheit der Bilder transportieren die Stimmung und lassen den Betrachter ein Gefühl dafür bekommen, wie das Eichhörnchen sich fühlt.

Das Buch endet mit zwei sehr ausdrucksstarken Doppelseiten. Zuerst sehen wir das Eichhörnchen in einem warmen nächtlichen blau des Weges springen und dann folgt die Abschlussseite, in der die Sonne langsam aufgeht und den kahlen Wald in ein warmes Orange hüllt.

Hoffnungs- und stimmungsvoller kann die Geschichte doch nicht enden. Gerade die Farben der letzten Doppelseite sind es, die uns warm ums Herz werden lassen und uns innerlich versöhnt. Dieses Bild in Kombination mit dem Wissen, das das Eichhörnchen glücklich ist, dass sein Vergessen einen Sinn macht, lässt uns Leser ruhig, wenn auch bestimmt etwas nachdenklich aus der Geschichte herausgehen.


Ja, von den Kindern kommen Fragen, und das ist vom Autor auch beabsichtigt, denn nur wenn wir über die Dinge des Lebens sprechen, bekommen wir ein Verständnis dafür.

Die häufigste Frage der Kinder ist in der Tat, ob das Eichhörnchen gestorben ist. Wir sehen es wegspringen, wieso sollte es dann tot sein? Die Antwort der Kinder ist klar, weil wir es auf der letzten Seite nicht mehr sehen. Es ist nicht mehr da. Kinder sind schlauer und analytischer als viele Erwachsene denken. Sie sehen vieles aber auch rationaler und dass trotz der emotionalen Ebene, die sie innerlich mit dem Eichhörnchen verbunden hat, die sie im Laufe der Handlung aufgebaut haben. 

Vielleicht ist es so, dass sie genau wie das Eichhörnchen durch die Tatsache, dass das Leben und das Vergessen einen Sinn macht auch loslassen und das Eichhörnchen gehen lassen können.


Nicht alle Kinder mögen die Geschichte. Es gibt durchaus Kinder, die die Geschichte einfach nur traurig finden und nicht nur die Geschichte, sondern auch die Illustrationen als traurig und trostlos empfinden. Daher sollte man sehr genau überlegen, wem man das Buch vorlesen kann und wem nicht. 

Die Erfahrungen in den Vorlesestunden mit 4-8 Jährigen hat gezeigt, das je älter die Kinder waren, je reflektierter konnten sie später darüber sprechen und das Buch auch "richtig gut" finden.

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Cover des Buches Mein Freund Fred (ISBN: 9783522458757)Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Mein Freund Fred" von Werner Holzwarth

Eine humorvolle Geschichte voller Fantasie über eine besondere Freundschaft, eine unsichtbaren Freund, den viele Kinder irgendwann einmal haben
Kinderbuchkistevor einem Jahr

Viele Eltern kennen es, plötzlich hat das Kind einen unsichtbaren Freund. Was einigen Erwachsenen Sorgen macht ist in den meisten Fällen kein Grund  sich zu sorgen, sondern Teil der kindlichen Entwicklung. Sicherlich sollte man diese Phase im Auge behalten aber meist verabschiedet sich der unsichtbare  Freund genauso plötzlich wie er einst gekommen ist. In dieser sehr humorvollen Geschichte erleben Klein und Groß wie das Leben mit einem unsichtbarem Freund aussehen kann. Für den Betrachter sind es viele lustige Momente für die Eltern in der Geschichte leider nicht immer.

Werner Holzwarts erzählt mit wenigen, fast banal klingenden Worten eine sehr tiefsinnige Geschichte. Es ist immer wieder faszinierend wie er mit seiner besonderen Erzählweise so viel Botschaft erlebbar macht. 

Tims unsichtbarer Freund Fred ist mächtig groß und fast immer da wo Tim auch ist. Tim baut mit ihm hohe Lego Türme oder liest ihm vor. Fred begleitet Tim bei Ausflügen aber manchmal reist Fred auch ohne Tim um neue Abenteuer zu erleben, kommt dann aber immer wieder zu Tim zurück weil es dort am schönsten ist. Fred und Tim ergänzen sich prima. Wenn Tim Angst hat oder traurig, dann ist Fred für ihn da so wie Tim für Fred da ist wenn er Angst hat oder traurig ist. Und wenn Tim einmal etwas angestellt hat dann darf er es auf Fred schieben. Einmal da waren die Eltern so böse auf Fred, das sie ihn rausgeschickt haben. Natürlich ist Fred gegangen und Tim hat so getan als seiner traurig, doch Tim wusste genau er braucht nicht traurig sein, denn die Eltern konnten Fred ja nicht sehen und wussten nicht das er immer noch da ist. So ein unsichtbarer Freund ist etwas tolles. Er ist nicht nur immer für einen da sondern hilft auch die eigenen Stärken zu erkennen. Mit einem unsichtbaren Freund an seiner Seite kann einem eigentlich nichts passieren.

Diese lustige Geschichte macht Gute Laune und hat absolut keinerlei pädagogischen Zeigefinger.

Für die ein oder anderen "betroffenen" Eltern ist es vielleicht ein Spiegel ihres Familienlebens, zeigt ihnen aber auch, das es auch amüsante Situationen gibt.

Catharina Westphal ist es fantastisch gelungen, die Geschichte von Werner Holzwarth, mit ihren Illustrationen zum Leben zu erwecken. Nicht nur die Darstellung von Fred , der die Kinder vom ersten Moment begeistert, ist sehr eindrucksvoll. Ihr gelingt es fantastisch die Emotionen in den Szenen einzufangen und mit erlebbar zu machen. Es ist ein herrliches Spiel aus Mimik und Gestik verbunden mit einer Dynamik, die jedes Bild so erscheinen lässt als würde es vor unserem Auge lebendig. Dabei fokussiert sie nicht nur auf die Hauptfiguren Tim und Fred sondern bezieht jede Figur mit ein. So macht es große Freude die entsetzten, verknitterten, mal fast schon schmollenden, mal lächelnden Gesichert der Eltern zu erleben genauso wie einen weiteren heimlich Protagonisten, der nie in der erzählenden Geschichte erwähnt wird aber in der illustrierten Version als eine Art Zuschauer  auf seine ganz eigene Weise das Geschehen begleitet.

Wer das ist? Schaut selbst!

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