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SmilingKatinka

vor 2 Jahren

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Da lag er also vor mir, der dritte Teil um die Spiegelkrieger und so grausam es für uns Leser ist, dass diese wunderbare Trilogie nun ihren Abschluss gefunden hat, so grausam lässt Werner Karl den Dämon durch das Buch wüten.

Man muss die vorherigen Bände kennen, um dieses Buch genießen zu können. Daher wäre eine kurze Inhaltsangabe hier mehr als unangebracht, da ich die vorherigen Teile spoilern würde. Nur soviel sei gesagt: es wird blutiger, brutaler und ekelhafter als zuvor. Schon das erste Kapitel lässt den Leser nicht kalt und Wogen des Entsetzens bahnen sich an. Doch es wird immer schlimmer: Kannibalismus, Vergewaltigungen und Grausamkeiten jedweder Couleur begleiten den Leser durch das Buch, nur unterbrochen von den Szenen um die Königin der Cruithin und ihren Anhängern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Ursache des Bösen zu vernichten. Doch das grauenhafte Böse wäre nicht grauenhaft und furchterregend, wenn man es so einfach vernichten könnte. Eine Allianz ist vonnöten. Können die „stolzen Römer“ und die „barbarischen Germanen“ über ihren Schatten springen und an der Seite der Cruithin in den Kampf ziehen? Seite an Seite mit einem Volk, das eigentlich ihr Feind ist, frei nach dem Motto „der Feind meines Feindes ist mein Freund“?

Werner Karl schafft es wieder, den Leser von der ersten Seite an zu packen. Von Beginn des Buches herrscht eine unglaublich düstere Atmosphäre und man möchte das Werk kaum aus der Hand legen. Auch in diesem Band faszinieren mich wieder die sehr detailgetreuen Schlachtenszenen, die den Schwertkämpfer in mir natürlich faszinieren, die aber auch nichts beschönigen. Denn Schwerter sind grausame, tödliche Waffen. Ein Fakt, der in vielen Büchern oft vergessen wird.

Eigentlich braucht dieses Buch keine Rezension, denn wer die vorherigen Bände gelesen hat, der wird dieses Buch haben müssen. Es bleibt nur zu sagen, Chapeau, Werner Karl, Ihnen ist ein kleines Meisterwerk gelungen.

Autor: Werner Karl
Buch: Dämon der Spiegelkrieger
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