Werner Milstein

 4,5 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Werner Milstein

Werner Milstein, geb. 1955, Studium der Theologie und Philosophie in Münster und Göttingen, er war Gemeindepfarrer in Ostwestfalen, danach im Verlagswesen in Hamburg tätig. Zurzeit ist er Religionslehrer am Berufskolleg in Olsberg/Sauerland.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Einer muss doch anfangen! (ISBN: 9783579071558)

Einer muss doch anfangen!

 (9)
Neu erschienen am 22.03.2021 als Taschenbuch bei Gütersloher Verlagshaus.

Alle Bücher von Werner Milstein

Cover des Buches Einer muss doch anfangen! (ISBN: 9783579071558)

Einer muss doch anfangen!

 (9)
Erschienen am 22.03.2021
Cover des Buches Einen Platz in der Welt haben (ISBN: 9783579066103)

Einen Platz in der Welt haben

 (1)
Erschienen am 23.03.2020
Cover des Buches Trausprüche ausgewählt und erklärt (ISBN: 9783760026312)

Trausprüche ausgewählt und erklärt

 (1)
Erschienen am 01.05.2005
Cover des Buches Gewaltfrei widerstehen (ISBN: 9783797501783)

Gewaltfrei widerstehen

 (1)
Erschienen am 15.06.2010
Cover des Buches Auf der Suche nach dem Paradies (ISBN: 9783760015279)

Auf der Suche nach dem Paradies

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Erschienen am 01.07.2005

Neue Rezensionen zu Werner Milstein

Cover des Buches Einer muss doch anfangen! (ISBN: 9783579071558)danielamariaursulas avatar

Rezension zu "Einer muss doch anfangen!" von Werner Milstein

Unvergessen!
danielamariaursulavor 5 Tagen

Heute wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Ob sie solange gelebt hätte weiß man natürlich nicht, da sie am 22. Februar 1943 gemeinsam mit ihrem Bruder Hans von den Nationalsozialisten als Widerstandskämpferin verurteilt und hingerichtet wurde, mit nur 21 Jahren. Möge ihre studentische Widerstandsbewegung „Die weiße Rose“ nie vergessen werden und möge sie uns daran erinnern für Freiheit, Gleichheit und Demokratie einzustehen. Demokratie bedeutet Rechte und Pflichten des Einzelnen und dies haben die jungen, kritischen Studenten vorbildlich gelebt. Doch wer war sie wirklich? Was trieb sie an? Wovon träumte sie? Was hat „Die weiße Rose“ unternommen? Diesen Fragen nähert sich Werner Milstein in „Einer muss doch anfangen! - Das Leben der Sophie Scholl“ an. Im Mittelpunkt dieses dokumentarischen Buches für Jugendliche und junge Erwachsene steht der Mensch Sophie Scholl. Es ist gut verständlich geschrieben, sachlich und gut recherchiert. Ich hätte mir aber gewünscht, dass der Autor, der immerhin an einem Berufskolleg unterrichtet, sprachlich mehr auf Jugendliche einginge. Ein lebendigerer Stil wäre wünschenswert. Zahlreiche Fotos und Querverweise, sowie Quellennachweise lassen das Leben plastischer erscheinen und laden zu weitergehender Beschäftigung mit der Biografie dieser jungen Kämpferin für Freiheit, Gerechtigkeit und Leben ein. Ich nahm immer an, dass mit Sophie und Hans die Familie Scholl alle Kinder auf einen Schlag verlor, mir war gar nicht bekannt, dass sie noch einen weiteren Bruder Werner hatten. Auch die „Frontfamulatur“ war mir unbekannt! Ich habe also noch eine Menge Interessantes gelernt. Es lässt sich mit seinen gut strukturierten kurzen Kapiteln leicht lesen, ohne oberflächlich zu sein und würde sich auch sehr gut für den Einsatz im Schulunterricht eignen. Für eine Biografie finde ich es sehr jugendfreundlich gemacht, wobei diese Altersgruppe nicht unbedingt schnell mal eben zu Biografien greift, wenn ein Roman nebenan sie anlacht. Daher fände ich den Einsatz im Unterricht unglaublich empfehlenswert. Möge ihre Bedeutung und ihr Engagement nie vergessen werden, damit diese jungen Menschen nicht umsonst gestorben sind! Ich bin ihnen für ihren Widerstand unglaublich dankbar, auch heute noch! R.I.P. Sophie Scholl! Bewegend und nachhaltig beeindruckend! 

Danke, für dieses Rezensionsexemplar an das Gütersloherverlagshaus und die Agentur Literaturtest.

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Cover des Buches Einer muss doch anfangen! (ISBN: 9783579071558)Pharo72s avatar

Rezension zu "Einer muss doch anfangen!" von Werner Milstein

Beeindruckendes junges Leben – viel zu früh verloschen
Pharo72vor einem Monat

Anlässlich des im Mai 2021 anstehenden 100. Geburtstages der Widerstandskämpferin Sophie Scholl nimmt sich der Theologe Werner Milstein des leider viel zu kurzen Lebens dieser beeindruckenden jungen Frau an, deren Mut und Standhaftigkeit gerade in der heutigen Zeit noch immer beispielhaft sind. Zahlreiche Fotos, private Texte und Querverweise veranschaulichen ihren Werdegang und zeigen dabei auch die eher unbekannten Seiten der Sophie Scholl.

Meine Meinung:

Kaum einem wird der Name Sophie Scholl unbekannt sein, gehörte sie, gemeinsam mit ihrem Bruder Hans, doch fest zum Unterrichtsstoff an deutschen Schulen, und ich vermute mal in Ost wie West. Ihr tragisches Ende aufgrund ihres Einsatzes bei der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, wo sie sich mit großem Engagement gegen den Nationalsozialismus wendete – ebenfalls bekannte Tatsache. Aber da dürfte bei den meisten der Wissensstand auch enden.

Ich wollte mehr über Sophie erfahren und Werner Milsteins biografisches Sachbuch kam mir da gerade recht. So war ich sowohl überrascht von ihrer großen Religiosität als auch ihrer anfänglichen Begeisterung für das Regime, welches sie später so sehr verachtete, dass sie nicht zögerte, ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen. Die Nationalsozialisten waren geschickt darin, den Freiheitswillen der jungen Menschen in der Pubertät auszunutzen, um sie fest in ihren Reihen zu integrieren und quasi einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Wer nicht mitzog, war ein Außenseiter (siehe auch „Die Welle“).

Aber Sophie hat die Taktik schnell durchschaut und war entsetzt über die Verbrechen dieser Diktatur, erst recht als der Weltkrieg losbrach. Sie selbst schien lange auf der Suche, zwiegespalten, aber immer unangepasst. Mit der Entscheidung, endlich aktiv etwas zu tun, fand sie ihren Sinn im Leben, betrachtete sich als kleines Rädchen, aber doch wichtigen Anstoß auf dem Weg in eine Welt der Freiheit auf allen Ebenen.

Durch die vielen Fotos und Textdokumente (manche leider etwas schwer zu lesen) lernt der Leser Sophie Scholl, aber auch ihre Familie, Freunde und Weggefährten aufs Intensivste kennen. Ihre vielseitigen Talente und Interessen, vor allem im kulturellen Bereich, sowie ihr unerschütterlicher Glaube haben mich stark beeindruckt.
Ein etwas sorgfältigeres Lektorat/Korrektorat hätte dem Buch gutgetan. Einerseits sind einige Jahreszahlen und Namen falsch angegeben, andererseits weist es überdurchschnittlich viele orthografische Patzer auf. Das sollte bei Preis und Umfang des Buches nicht passieren (biete gern meine Unterstützung an).

Insgesamt kann ich Sophies Lebensgeschichte aber besonders dem biografieinteressierten jungen Leser ans Herz legen. Sie zeigt auf bewundernswerte Weise, dass Menschen selbst unter den schlimmsten Umständen für ihre Überzeugungen einstehen können und es sich immer lohnt, für Gerechtigkeit und Freiheit zu kämpfen.

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Cover des Buches Einer muss doch anfangen! (ISBN: 9783579071558)MelEs avatar

Rezension zu "Einer muss doch anfangen!" von Werner Milstein

Mutiges Engagement und leider doch gescheitert
MelEvor einem Monat

"Einer muss doch anfangen" ist ein ganz wunderbar gewählter Titel dieses Sachbuchs anlässlich des 100. Geburtstages am 9.5. von Sophie Scholl. Eine junge Frau, die aus der breiten Masse derer tritt, die sich nicht trauten sich gegen das damalige Regime zu stellen. So zeigt sich wieder einmal ganz intensiv die Oberflächlichkeit des Menschen, wobei ich da nicht wertend auftreten möchte, da ich nicht weiß, wie mein eigenes Verhalten gewesen wäre in einer Zeit des Angst und Schreckens und einer Zeit, in der ich niemanden hätte vertrauen können. Manche Menschen müssen aufgrund ihres Engagements gehört werden und daher war ich sehr interessiert daran, Sophie Scholl noch intensiver kennenzulernen. Die Widerstandsgruppe "Die weiße Rose" sollte jedem bekannt sein, da sie zu unserer deutschen Geschichte gehört und aufzeigt, das eben nicht alle Mitläufer waren. 

Viele Hintergründe werden aufgedeckt und durch Tagebücher und andere Dokumente als Zeuge des damaligen Geschehens genutzt. Es ist authentisch dargestellt und geht mitten ins Herz, wobei gesagt sein muss, das nicht alles im Leben der Sophie Scholl als Vorbild dient. Positiv anzumerken ist, das die Eltern von Hans und Sophie komplett hinter ihren Kindern stehen, dies aber eher aus dem Hintergrund heraus tun. 

Mir hat sehr gefallen, das der Glaube immer wieder Bestand hat und sich positiv auswirken kann in Denken und Handeln. Was mir missfiel sind die vielen Rechtschreibfehler innerhalb des Buches, die zwar den Lesefluss nicht stören, aber hin und wieder irritieren, zumal man ein Lektorat voraussetzt bevor ein Buch auf den Markt kommt. 

Viele Fotos beleben das Sachbuch und geben Einblick in das Leben der Sophie Scholl und lässt sie um einiges lebendiger wirken. Hin und wieder sieht man, das Sophie eher unangepasst ist durch Äußerlichkeiten, die da wäre kurzes Haar und anderer Kleidungsstil. Dieses fällt ins Auge wenn eine Gruppe von Mädchen abgelichtet worden ist. Auch auffällig ist, das der Blick der jungen Frau immer abweisend erscheint. Ein Lächeln sucht man vergeblich. Vielleicht ist es auch einfach ein Blick in das Leben einer sehr nachdenklichen jungen Frau?

Insgesamt empfand ich "Einer muss doch anfangen" als sehr interessant dargestellt und definitiv lehrreich, sodass ich mir sicher bin, das dieses Buch auch im Schulunterricht gelesen werden kann ohne die Zielgruppe junger Menschen zu überfordern oder zu langweilen. Ein Sachbuch über die Geschichte empfinde ich als wichtig, damit Kriege und Menschenhass keine Macht mehr über uns haben können. 

Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich bis auf Kleinigkeiten "Einer muss doch anfangen" als recht gelungen erachtet habe. Eine junge Frau, die tapfer bis zum Ende ihr Ziel verfolgt, eben nicht alles hinzunehmen, was um sie herum geschieht und auf Missstände aufmerksam zu machen.


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