Werner Paulsen Westreisen

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Inhaltsangabe zu „Westreisen“ von Werner Paulsen

Die Staatsrechtsdoktrin der BRD (»Deutschland in den Grenzen von 1937«) und Aktivitäten westlicher Geheimdienste beschränkten die Handlungsmöglichkeiten der DDR in Bezug auf Westreisen. Was dies im Einzelnen bedeutete lässt sich in diesem Buch erfahren - wann wie wer reisen durfte war nicht zuletzt eine Frage der Sicherheit. Werner Paulsen, Professor für Kriminologie, liefert eine sachliche Darstellung der Problematik. Er betrachtet politische, staatsrechtliche und sicherheitsrelevante Zusammenhänge, die andernorts unterschlagen werden.

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  • Rezension zu "Westreisen" von Werner Paulsen

    Westreisen
    Heike110566

    Heike110566

    Immer wieder wird behauptet, dass der Herbst 1989 den Menschen in der DDR erst die langersehnte Reisefreiheit brachte. Und es wird immer wieder auch behauptet, dass die DDR ihre Bürger kollektiv im Land eingesperrt habe, durch "Mauer" und Stacheldraht, um zu verhindern, dass die Bürger der DDR sehen, wie man anderswo besser leben kann. >>> Das dies schlicht und ergreifend Unwahrheiten sind, macht dieses Büchlein aus dem Verlag Wiljo Heinen eindrucksvoll deutlich. Professor Werner Paulsen zeigt eindrucksvoll, dass die oben genannten Behauptungen einfach nicht stimmen. Richtig ist, dass es Beschränkungen im Reiseverkehr von Bürgern der DDR in die BRD und die NATO-Staaten gab, aber die Ursachen dafür lagen nicht unbedingt nur in der DDR. Die BRD und die NATO-Staaten erkannten die DDR und die Staatsbürgerschaft der DDR nicht an und damit auch nicht deren Reise- und Personaldokumente. Um in die BRD einzureisen, benötigte man Reisedokumente der BRD und wurde im Grunde BRD-Bürger auf Zeit. Die BRD pochte auf ihren Alleinvertretungsanspruch, selbst noch, wenn dann auch auf Umwegen, nach 1973/74, den Verträgen zwischen der DDR und der BRD und der Aufnahme beider Staaten in die UNO. Außerdem wurden nicht genehme Bürger der DDR immer wieder durch die politischen Institutionen der BRD belästigt und auch erpresst, wenn sie nicht willig waren, wie zB zur Spionage in der DDR für die westlichen Geheimdienste. > Diese und andere Tatsachen im Verhalten der BRD waren eine entscheidende Ursache dafür, dass die DDR Maßnahmen ergriff, um ihre Bürger zu schützen, was leider auch bestimmte Beschränkungen im Reiseverkehr zur Folge hatte. Dass die DDR ihre Bürger einsperrte, war dennoch nicht der Fall. 1987 gab es insgesamt 5 Millionen Privatreisen in die BRD, wovon 3,8 Millionen Rentnerreisen waren und 1,2 Millionen Reisen in dringenden Familienangelegenheiten. 1988 waren es dann sogar 7,8 Millionen Privatreisen in die BRD. Und dies bei knapp 14 Millionen Bürgern der DDR. Das bedeutet eine Privatreisenquote in die BRD von über 50 %, also mehr als die Hälfte der DDR-Bürger. Dazu kamen noch Reisen von sogenannten Reisekadern, wie Fernfahrer der Deutfracht (die überwiegende Anzahl der Exporte in die BRD wurden über diesen volkseigenen Transportbetrieb der DDR abgewickelt), hochqualifizierte Facharbeiter aus den DDR-Betrieben, wenn sie die Beziehungen zu BRD-Unternehmen pflegten, Konferenzen besuchten usw, Delegationen aus Betrieben und Städten der DDR, Kulturschaffende aller Art, Sportler und selbst Pfarrer Gauck, genau wie seine Kollegen und und und. Eine weitere Mär, mit der dieses Buch aufräumt, ist die Tatsache, dass es einfach nicht notwendig war, mit einem illegalen Grenzübertritt (manche machten daraus spektakuläre Fluchtabenteuer) die DDR zu verlassen und dabei sein Leben zu riskieren. Der Autor zeigt auf, wie es möglich war, gesetztlich durch die DDR geregelt, die Ausreise in die BRD vorzunehmen. Und er zeigt auch auf, dass dieser Weg gut funktionierte. Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die an Tatsachen über das Leben in der DDR interessiert sind. Paulsen belgt seine Darstellungen mit faktenreichen und auch nachprüfbaren Informationen.

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