Werner Rösener Bauern im Mittelalter

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Inhaltsangabe zu „Bauern im Mittelalter“ von Werner Rösener

Die Bauern haben zwar den größten Teil der mittelalterlichen Gesellschaft in Europa gebildet - ihre Lebensverhältnisse jedoch standen lange im Schatten der Geschichtsschreibung.§Der Historiker Werner Rösener legt hier eine umfassende Geschichte der mittelalterlichen Bauernwelt vor. Der bäuerliche Alltag in Haus und Hof, Familie, Dorf und Nachbarschaft, in Wirtschaft und Gesellschaft des Mittelalters wird hier eindrucksvoll und anschaulich dargestellt.

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  • Rezension zu "Bauern im Mittelalter" von Werner Rösener

    Bauern im Mittelalter
    Sokrates

    Sokrates

    18. November 2011 um 09:56

    Werner Rösener's Buch über den Bauern im Mittelalter ist eine gelungene und faktenreiche Überblicksdarstellung über eine Epoche und eine bestimmte, aber überaus wichtige Bevölkerungsgruppe zu jener Zeit. . Um den "Bauern" des Mittelalters in seiner Umwelt zu beschreiben, bedarf es einer sehr umfassenden Darstellung der mittelalterlichen Verhältnisse. War er noch im frühen Mittelalter als eigener gesellschaftlicher Stand nicht greifbar und oftmals noch mit den seit antiker Zeit existierenden Unfreien oder Sklaven vermischt, differenziert sich spätestens im 10./11. Jahrhundert eine eigene Berufs- und Standesbezeichnung heraus. Der milites, cives oder rustici wird erst in dieser Zeit greifbar; parallel hierzu haben sich Lehnswesen und Hufenwirtschaft etabliert und sind die vorherrschenden Ordnungsprinzipien geworden. Und: als sich der untere und mittlere Adel vornehmlich auf den Kriegsdienst spezialisierte und darüberhinaus immer weniger mit Landwirtschaft zu tun haben wollte, fiel den zum Bauernstand gehörenden Personen immer mehr die fundamentale Aufgabe der Ernährungsherstellung zu - unverzichtbar in Zeiten uneffektiver Landwirtschaft, noch technisch schlecht entwickelter Hilfsmittel und fortwährender kriegerischer Zustände im Reich. Rösener geht klassisch vor, nämlich chronologisch. Er beginnt mit den frühmittelalterlichen Zuständen, beschreibt die Herausbildung einer charakteristischen und statischen Siedlungsstruktur und widmet sich dem spätenstens am Ende dieser Phase vorherrschenden System der Grundherrschaft. Danach folgen ausführliche Erörterungen zum Hochmittelalter und dem Spätmittelalter. Das Buch ist thematisch sehr umfangreich, bespricht u.a. auch die Probleme der Forschung (mangelhafte Rekonstruierbarkeit, fehlende Quellen...), widmet sich auch der technischen Entwicklung, den soziokulturellen und anthropologischen Aspekten (Familie, Wohn- und Hofgemeinschaft, Sippe, soziale Schichtung, bäuerliche Bevölkerung). Ein eigenes Kapitel ist schließlich auch den am Ende des Mittelalters einsetzenden Bauernaufständen gewidmet. . Insgesamt sehr gut geschrieben, insbesondere auch für den interessierten Laien erschließbar. Darüberhinaus sehr gut geeignet zur näheren wissenschaftlichen Einarbeitung in die Sozialstruktur des Mittelalters. Mit einigen s/w-Abb. und einem ausführlichen Fußnoten- sowie Literaturapparat versehen.

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