Werner Schimke

 3.7 Sterne bei 7 Bewertungen

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Werner SchimkeFreund unter Feinden
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Freund unter Feinden
Freund unter Feinden
 (7)
Erschienen am 15.03.2018
Werner SchimkeOrientreise, Abenteuer inbegriffen
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Orientreise, Abenteuer inbegriffen

Neue Rezensionen zu Werner Schimke

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tinstamps avatar

Rezension zu "Freund unter Feinden" von Werner Schimke

Hatte mir mehr erwartet
tinstampvor einem Jahr

Dieser Roman basiert auf die Tagebucheinträge und Feldpostbriefe von Max Schimke, dessen Sohn Werner seine Gedanken und Informationen zusammengesammelt und in Buchform veröffentlicht hat.
Nach dem Tod meiner Mutter im Sommer haben meine Geschwiester und ich Briefe meines im Krieg verschollenen Onkels gefunden, die uns unsere Mutter nie gezeigt hat. Deshalb war ich besonders an diesem Büchlein interessiert.
Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich hatte das Gefühl hier reine Aufzählungen zu lesen, denen es noch dazu an Emotionen fehlte. Sicherlich ist es sehr schwer über die Ereignisse im Krieg zu sprechen und alle, die noch Eltern oder Großeltern haben, die im Zweiten Weltrkieg waren wissen, dass viele einfach gar nicht davon erzählen wollen. Trotzdem enthielten die wenigen Feldpostbriefe und Karten meines Onkel in den wenigen Zeilen mehr Emotionen, als dieses Buch.

Der Berliner Max Schimke wird als 20-jähriger zur Wehrmacht eingezogen. Zuvor erlebt er noch die Reichskristallnacht hautnah mit, als er auf dem Weg zu seinem jüdischen Schneider ist, den er bezahlen möchte. Dieser wird von den SA-Männer auf die Straße gezerrt, brutal zusammengeschlagen und sein Geschäft zerstört. Hilflos sieht Schimke zu und schämt sich lange Zeit, dass er nicht eingegriffen hat. Diese Erzählung und jene, als er den besagten Schneider am Bahnhof wiedertrifft, wo die jüdischen Gefangen in Viehwaggons abtransportiert werden, sind die einzigen Stellen, die mich etwas berühren konnten.
Der Schreibstil ist sehr sachlich und einfach. Oft hatte ich das Gefühl gar keinen Kriegsbericht zu lesen, denn die Schrecken des Krieges sind einfach ausgeklammert. Es sind viel mehr Aufzählungen wohin die Kompanie als nächstes unterwegs ist und welche Aufgaben ihnen zuteil wird. Ebenfalls wurde das Thema Judenverfolgung und Konzentrationslager, bis auf das kurze Zusammentreffen mit dem ehemaligen Schneider, überhaupt nie erwähnt. Etwas befremdlich fand ich die immer wiederkehrenden Hinweise, wie freundlich die Menschen die deutschen Soldaten begrüßen.
Viele Fotos sind auf diesen knappen 122 Seiten zu finden, die die Erzählung etwas persönlicher machen.
Eines kann man auf jeden Fall sagen: Max Schimke hatte unheimliches Glück! Auf den Weg nach Russsland, wo so viele Soldaten starben, wurde er abgezogen und in das ehemalige Jugoslawien versetzt. Die Kämpfe gegen die Partisanen waren sicher auch alles andere als einfach, aber der Kältetod wartete dort sicher nicht.
Mir steht es eigentlich nicht zu hier zu kritisieren, denn es ist eine wahre Geschichte und normaler Weise verteile ich bei Biografien und Erfahrungsberichte keine Sternchen, aber die sehr einfache und emotionslose Schreibweise konnte mich nicht wirklich berühren und überzeugen. Ich hatte mir von diesem Buch einfach mehr erwartet....

Fazit:
Obwohl wir hier einen Erfahrungsbericht aus dem Zweiten Weltkrieg haben, fehlten mir gänzlich die Emotionen. Die Schrecken des Krieges werden ausgeklammert, die Judenverfolgung kaum erwähnt und obwohl Max Schimke wirklich sehr viel Glück bei seinen Einsätzen hatte, hätte ich mir doch etwas mehr "Gefühle" erhofft. Ich würde diesen Erfahrungsbericht eher Einsteiger empfehlen, die noch keine Lektüre zum Zweiten Weltkrieg gelesen haben...

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W

Rezension zu "Freund unter Feinden" von Werner Schimke

Den Krieg überlebt
Waschbaerinvor einem Jahr

Das Cover dieses Romans "Freund unter Feinden" von Werner Schimke wirkt auf den Betrachter etwas altmodisch, aus der Zeit gefallen. Jedoch bekommt man als Leser auch dadurch eine schnelle Vorstellung dessen, was einen erwartet.

Werner Schimke schrieb diesen Roman nach Aufzeichnungen seines Vaters, der 1939 zur Wehrmacht eingezogen und in den WWII  geschickt wurde. Wie dieser schreckliche Krieg endete, wissen wir ja alle. Viele Soldaten wurden an Leib und Seele verwundet oder verloren gar ihr Leben.

Es beginnt mit der Reichskristallnacht, als Max seinem jüdischen Schneider die letzte Rate zahlen will. Er muss mit ansehen, wie man diesen alten Mann demütigt, ihn die Treppe hinunter treibt. Dabei steht Max wie verteinert da und muss alles geschehen lassen, kann dem bittenden Blick des alten Mannes um Hilfe nicht entsprechen, wenn er nicht auch das gleiche Schicksal erleiden will. Dies ist eine der wenigen Szenen dieses Buches, die mit viel Emotion beschrieben wurde. Ansonsten sind die Beschreibungen eher nüchtern. Fast liest sich das Buch wie eine Reise quer durch Europa. Beschreibungen von Kampfhandlungen werden ausgespart. Vielleicht war das Erlebte auch einfach zu furchtbar, als dass es niedergeschrieben werden konnte. Zwar klingt immer mal wieder an, wer den dtsch. Soldaten wohlwollend begegnete und wer feindselig, doch dies bleibt mehr im Hinergrund. Die Schrecken dieses Krieges werden nur gestreift. Immer wieder kommt durch, jeder hangelte sich von einem Tag zum nächsten und wollte nur noch diesen Krieg überleben. Da hätte ich mir etwas mehr erwartet. Dafür ist aber viel von Läusen die Rede.

Doch Max hatte in dieser schrecklichen Zeit immer wieder Glück. Er wurde zwar verletzt, bekam schwere, lebensbedrohliche Krankheiten, aber er überlebte. Nicht nur das, er lernte auch seine spätere Frau kennen und es wird ihnen zusammen ein langes Leben beschieden. Grund genug, sehr dankbar zu sein. In jungen Jahren war er nicht sehr gläubig, erst später engagierte er sich zusammen mit seiner Frau in verschiedenen christlichen Kremien und findete seinen ganz persönlichen Weg zu Gott.

Ich würde dieses Buch in der Kategorie "sehr abgemilderter Zeitzeugenbericht" einordnen.  Drei Sternchen sind mir zu wenig, aber vier wiederum zu viel.

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waldfee1959s avatar

Rezension zu "Freund unter Feinden" von Werner Schimke

Ein wichtiger Beitrag zum Schicksal der deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg
waldfee1959vor einem Jahr

Der Inhalt dieses Buches könnte der Bericht vieler unserer Großväter, Urgroßväter oder Väter sein. Sie hatten damals keine Wahl und mussten in den Krieg ziehen, ob sie nun hinter Hitler standen oder nicht. Viel zu viele haben diesen Krieg leider nicht überlebt.

Sehr sachlich beschreibt Max Schimke seine Zeit als Soldat im 2. Weltkrieg. Der Bericht beginnt am 8. November 1938, als er die Reichskristallnacht in Berlin, seiner Heimatstadt miterlebt. Zwei Tage danach kommt er zum Arbeitsdienst, nach dessen Ende er im August 1939 zur deutschen Wehrmacht einberufen wird und nur Monate danach als 20jähriger beim Frankreichfeldzug dabei ist. Später kommt er an die Ostfront. Auf dem Weg Richtung Stalingrad hat er Glück, nicht in russische Kriegsgefangenschaft zu geraten. Auch als er auf dem Balkan eingesetzt ist erlebt er viel Bewahrung. Dankbar erinnert er sich im Rückblick auf seine Soldatenzeit an viele solcher Situationen, wo er nur knapp mit dem Leben davongekommen ist.

Max Schimke schreibt ohne starke Emotionen von seinen Kriegserlebnissen. Er erzählt auch, dass die sogenannten Feinde Menschen sind, die man nicht hassen muss, die ihm Gutes taten und mit denen er sogar gemeinsam feiern konnte. Schön berichtet er, wie er seine Frau kennen lernt und mit ihr mitten in dieser Kriegszeit Hochzeit feiert.

Das Buch ist durch seinen einfachen Schreibstil leicht zu lesen und viele Bilder machen es sehr anschaulich. Gut, dass Max Schimke aufgeschrieben hat, was er erlebt hat. Denn ich finde es wichtig, das nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, was eine ganze Männergeneration erlebt und geprägt hat. Viele haben wohl nie darüber gesprochen. Es ist gut, durch solche Bücher an die deutschen Soldaten zu erinnern, an diese Männer, die Jahre ihres Lebens opfern mussten, die teilweise krank an Leib und Seele aus diesem Krieg zurückkehrten und auch die, die ihr Leben lassen mussten.

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Ein Lebensbericht aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ich danke dem Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde.

Max Schimke/Werner Schimke Freund unter Feinden





Zum Inhalt:


Menschsein in unmenschlicher Zeit Max Schimke (1918 – 2001) erlebt in Berlin die Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938. Mit 20 Jahren wird er zur Wehrmacht eingezogen. Zunächst an der Westfront eingesetzt, wird er in Frankreich bei einer Familie in der Nähe von Paris einquartiert. Er unterstützt die Familie, will nicht ihr Feind sein. Gefährlich wird es für ihn nach der Verlegung an die Ostfront: Russland, die Ukraine und der Balkan werden seine Einsatzorte. Im Nachhinein sieht Max, dass die Bewahrung in brandgefährlichen Situationen Gottes Eingreifen für ihn war. Bei seinem Tod hinterlässt Max viele handgeschriebene Seiten mit seinen Erfahrungen. In eindrücklichen Szenen schildert er darin, was Krieg und Verfolgung für Menschen bedeuten. Sein Sohn Werner Schimke hat aus diesen Aufzeichnungen ein kostbares, spannendes Buch zusammengestellt. Ein Lebensbericht für alle, die sich für Schicksale von Menschen in bedrohlich-dunklen Zeiten und lebendig erzählte Zeitgeschichte interessieren.




Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 29. Oktober 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen  ?





Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.


Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!


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