Werner Siegert , Peter Guckes Markus, der Blumendoktor

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Inhaltsangabe zu „Markus, der Blumendoktor“ von Werner Siegert

Markus mag alle Pflanzen und Tiere – nicht nur die großen und prächtigen. Auch den Löwenzahn am Straßenrand und die Spinne in der Ecke. Als der Gärtner ein mickriges Pflänzchen ausreißt und zur Seite wirft, nimmt Markus es mit nach Hause. Er will dafür sorgen, dass es groß und stark wird, auch wenn andere Abfall dazu sagen. Und er lernt dabei eine ganze Menge.

Eine Geschichte die zu Herzen geht und Herzen öffnet. der kleine Markus interessiert sich für alles in der Natur und kümmert sich um Schwach

— Kinderbuchkiste
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  • Eine Geschichte, die zu Herzen geht und Herzen öffnet

    Markus, der Blumendoktor
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    17. May 2017 um 11:59

    Ein sehr beeindruckendes wundervolles Buch, dass bestimmt schnell zum Lieblingsbuch wird.Unsere Herzen hat es schon erobert!                                                    *Eine Geschichte über die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft und dem Stellenwert, das Ansehen, Schwächerer.                                                    *Schon die Coverillustration vermittelt etwas von dem warmherzigen, kümmernden Wesen des Protagonisten Markus. Der Illustrator spielt einfühlsam und geschickt mit den Proportionen, die meist nicht den tatsächlichen Größenverhältnissen entsprechen. Er setzt den visuellen Fokus  in dem er  zum Beispiel  den Blumentopf übergroß zeichnet  oder auch Markus bildfüllend darstellt wohingegen die anderen Kinder wesentlich kleiner erscheinen. Dabei steht die Illustration immer im direktem Zusammenhang zur Erzählsequenz.Die Illustrationen sind keine null acht fünfzehn Bilder. Peter Guckes zeichnet wie das Leben ist, unperfekt, auch mit Ecken und Kanten. Keine Schönheiten sondern mit Mut zur Hässlichkeit, wobei Hässlichkeit überhaupt nicht stimmt, denn jeder und jedes ist schön. Genau dies ist  auch die Botschaft der Geschichte, aufzuzeigen, dass alles Schön ist, auch wenn es für manche vielleicht ekelig oder unansehnlich ist.Beim Blick auf das Cover kamen von unseren Lesekindern im alter von 3 bis 8 Jahren faszinierende Äußerungen."Der sieht aber lieb aus""Oh, der kümmert sich um eine kleine Blume, der ist aber lieb,""Mit dem Hörding kann man bestimmt hören wie die Blume redet. Vielleicht sagt sie ihm ja was ihr weh tut.""Der ist ganz vorsichtig zur Blume, ganz zart. Der will ihr nicht weh tun."* Markus, der BlumendoktorMarkus ist ein kleiner Junge, der ganz anders ist wie andere Kinder seines Alters.Er ist sensibel und feinfühlig. Er liebt die Natur. Pflanzen und Tiere jeder Art. Er ist sehr empathisch, er mag Spinnen und kleine Käfer und wenn er irgendwo eine abgebrochene Pflanze sieht, egal ob Blume oder Unkraut, dann hebt er sie auf und nimmt sie mit nach hause. Er stellt sie dann in die Vase, kümmert sich und ist sehr traurig wenn sie dann doch welken.Bei seinen Eltern und Freunden stößt er nicht immer auf Verständnis.Eines Tages darf er mit seiner Freundin Anna und ihren Eltern in einen großen Pflanzenmarkt fahren.Anna wohnt mit ihren Eltern in einem Haus mit Garten und Balkon, da braucht man viele Pflanzen.Markus Familie hat keinen Garten oder Balkon. Seine Mutter besitzt ein paar Blumen auf der Fensterbank doch Markus Liebe und Wunsch zur Natur wird damit natürlich nicht befriedigt.Der Gartenmarkt hingegen ist für ihn ein Paradies. Überall blüht und grünt es.Doch was Markus dann erlebt schockiert ihn sehr. Er bekommt mit wie einer der Gärtner eine nicht mehr so schöne Pflanze wegwirft.Markus hebt sie auf und fragt ob er sie haben kann. Der Gärtner wundert sich, bietet ihm eine schöne Pflanze an, doch Markus möchte nur die kleine, mickrige denn sie braucht seine Hilfe. Zuerst taucht er sie in eine Pfütze um ihr etwas zu trinken zu geben. Dabei werden seine Hände dreckig.Annas Mutter ist entsetzt, schimpft mit Markus über seine dreckigen Hände und die schäbige Pflanze, die er nicht mit ins Auto nehmen darf doch Markus schmuggelt sie heimlich in der Hosentasche mit holt sich Zuhause einen Blumentopf mit Erde und pflanzt sie ein. Als er sie auf die Fensterbank stellt ist seine Mutter zunächst auch nicht gerade begeistert weiß aber wie wichtig es ihrem Sohn ist.Markus kümmert sich rührend um seine kleine Blume, die gut anwächst. Er nimmt sie sogar mit zum Spielen nach draußen damit sie Sonne und frische Luft aber auch Regen bekommt. Das ist nicht immer ungefährlich denn keiner nimmt Rücksicht auf eine Pflanze. Als er sie grade noch vor einem anfliegendem Fußball retten kann wird er auch noch von den anderen Jungen für sein Verhalten und die mickrige Pflanze, die sie als Unkraut beschimpfen, verspottet.Doch Markus bleibt sich treu. Bald schon kommen die ersten Knospen und einer wunderschöne Blüte. Selbst die Eltern freuen sich sehr über diese Blütenpracht.Von einer Blüte nimmt er sich Samen ab um im nächsten Jahr viele Blumen daraus zu ziehen, von denen er dann auch Anna  welche schenken kann.Markus besucht die Gärtnerei noch einmal. Dort erzählt er dem Gärtner von seiner Pflanze und den Samen. Der ist sehr beeindruckt von Markus, gibt ihm ein paar kleine kümmerliche, schwache Pflanzen und sagt:" .... wenn du Lust hast, kannst du dir immer solche Pflänzchen holen. Nur du kannst sie so gut pflegen, dass sie wachsen und blühen!"Wer weiß vielleicht wird aus Markus später ein richtiger Gärtner?Wir dürfen ein paar Jahre weiter sehen.Aus Markus ist kein Gärtner geworden aber etwas ähnliches.Er ist ein liebevoller, hingebungsvoller Arzt geworden, der Kindern, weit weg von uns in fremden Ländern, wo Hunger und Armut herrscht, hilft groß zu werden so wie er früher den kleinen Pflanzen geholfen hat.In einer Welt, in der viele Leute nur noch an sich denken, in einer Welt in der Oberflächlichkeit herrscht, Stärke, Erfolg und Schönheit das Maß aller Dinge sind, da ist es besonders wichtig unseren Kindern zu zeigen, dass dies völlig dumme Ansichten sind.Leider erleben wir in unserer schnelllebigen, digitalen Welt immer häufiger rücksichtsloses Verhalten. Ein streben nach Macht, Erfolg immer der Beste sein.Dabei erleben wir das Eltern dies Verhalten nicht nur leben sondern auch von ihren Kindern viel zu viel abverlangen, erwarten, dass sie es ihnen gleich tun.Damit überfordern sie, sie  nicht selten  sondern fördern auch Egoismus und Empathielosigkeit.Kinder sind soziale, sehr empathische kleine Wesen wenn man sie sich frei und offen entwickeln lässt, ihnen die Vielseitigkeit und Schönheiten der Welt zeigt und ihnen Mitmenschlichkeit und Gemeinschaft vorlebt.Eine Welt in der man so sein darf wie man ist, in der sich Menschen offen begegnen, in der einem die Mitmenschen, Tiere und Pflanzen nicht gleichgültig sind , nur eine solche Welt ist eine bunte Welt, die glücklich machen kann.Und genau deshalb ist dieses Buch so besonders wichtig.*Unsere Lesekinder lieben die Geschichte von Markus und seiner kleinen Aster, die zu einer großen prächtigen Blume wird. Besonders beeindruckt hat sie wie sehr sich Markus um die kleine Pflanze kümmert. Da sehen wir ihn mit einem kleinen Rollbrett auf dem er seine Blume hinter sich her zieht und wie er den Blumentopf vor dem heranfliegendem Fußball rettet. Situationen in denen die Kinder förmlich mit in der Geschichte waren. O-Ton: "Wie toll, er nimmt die Blume überall mit hin, wie ein Freund oder ein Hund""Dem ist ganz egal was andere denken. Das finde ich gut, ist aber auch mutig, denn er weiß doch wie dumm die anderen das finden. Hat er wirklich keine Angst ausgelacht zu werden?""Oh, der Ball Markus guck mal der Ball fliegt direkt auf deine Pflanze, schnell!""Hm, das ist ja gerade noch mal gutgegangen. Markus muss besser aufpassen. Da wo man Fußball spiel darf man keine Blume hinstellen, das ist dumm. Hat er da gar nicht nachgedacht?"Die Kinder kamen in Gespräche, der eine machte Markus Vorwürfe, ein anderer nahm Markus darauf hin in Schutz. Als wären sie mit in der Geschichte und Markus stünde vor ihnen.Wenn Kinder so in einer Geschichte mit gehen ist das doch der beste Beweis dafür, wie sehr sie, sie berührt.Wir wünschen uns noch mehr solcher wunderbaren Bücher, die in unsere hektische Welt ein wenig Ruhe und Nachdenklichkeit bringen und an dessen Ende die Kinder sagen:"Das war aber schöööön!"

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