Werner Sonne

 4,1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Wer den Sturm sät, Jerusalem, Jerusalem und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Werner Sonne

Werner Sonne war 44 Jahre für die ARD als Radio- und Fernsehkorrespondent auf zahlreichen Schauplätzen rund um den Globus unterwegs. Zu seinen Stationen gehörten u.a. Bonn, Washington und Warschau. Er bereiste immer wieder die großen Krisenherde des Nahen und Mittleren Ostens. Zuletzt leitete er das Hauptstadtstudio des ARD-Morgenmagazins in Berlin. Seither schreibt er über Außen- und Sicherheitspolitik in Zeitungen und verfasst Sachbücher zu diesen Themen. Er ist langjähriger Buchautor von Polit-Thrillern und Geschichtsromanen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schuld und Leid (ISBN: 9783813211177)

Schuld und Leid

Neu erschienen am 01.08.2022 als Gebundenes Buch bei Mittler in Maximilian Verlag GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Werner Sonne

Cover des Buches Wer den Sturm sät (ISBN: 9781542045957)

Wer den Sturm sät

 (6)
Erschienen am 30.05.2017
Cover des Buches Jerusalem, Jerusalem (ISBN: 9782919800889)

Jerusalem, Jerusalem

 (4)
Erschienen am 27.03.2018
Cover des Buches Die Rache des Falken (ISBN: 9782919800117)

Die Rache des Falken

 (1)
Erschienen am 27.03.2018
Cover des Buches Und der Zukunft zugewandt (ISBN: 9783827072399)

Und der Zukunft zugewandt

 (1)
Erschienen am 08.10.2012
Cover des Buches Wenn ich dich vergesse, Jerusalem (ISBN: 9783833306112)

Wenn ich dich vergesse, Jerusalem

 (1)
Erschienen am 29.08.2009
Cover des Buches Leben mit der Bombe (ISBN: 9783658283742)

Leben mit der Bombe

 (0)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Schuld und Leid (ISBN: 9783813211177)

Schuld und Leid

 (0)
Erschienen am 01.08.2022

Neue Rezensionen zu Werner Sonne

Cover des Buches Jerusalem, Jerusalem (ISBN: 9782919800889)J

Rezension zu "Jerusalem, Jerusalem" von Werner Sonne

Einfühlsames, erschütterndes und informatives historisches Drama
Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr

Wem gehört Jerusalem? Was ist eine gerechte Lösung im Nahost-Konflikt? Eine Frage, die seit mehr als 70 Jahren die Gemüter erhitzt, den Alltag von Millionen Menschen prägt. Dem Autor Werner Sonne gelingt es mit seinem historischen Drama „Jerusalem, Jerusalem“ meisterhaft, das menschliche Antlitz des Konfliktes zu zeigen. Beleuchtet wird der Zeitraum Februar 1947 bis Juni 1948.
Werner Sonne macht glaubhaft, sich mit Land und Leuten auszukennen und intensiv recherchiert zu haben.
Es gibt nicht die ultimative jüdische, arabische und britische Seite, sondern Grauschattierungen, personenbezogene und politische Interessen inklusive wandelnder Ansichten. Die realistischen Darstellungen von Gewalt und Ungerechtigkeit machen traurig und fassungslos. Momente der religionsübergreifenden Freundschaft, Hilfe und Solidarität sowie Oasen der Freude wirken wohltuend. Düstere, bedrohliche Stimmung überwiegt. In die packenden inneren Konflikte konnte ich mich gut hineinversetzen. Beispielsweise wird die Frage aufgeworfen, ob man die Heimat verlässt, um seine Familie zu schützen, zulasten des jüdischen Ziels vom eigenen Staat oder zulasten der Patienten, die in einer umkämpften Gegend umso mehr eine medizinische Versorgung benötigen. Das hat mich nachdenken lassen, was Heimat und Zusammenhalt ausmacht …
Als besonders bereichernde (fiktive) Figuren habe ich wahrgenommen: Ex-SS-Soldat Fritz, jüdischer Arzt David, arabische Lernschwester Hana, britischer Oberleutnant Josef. Letztendlich möchte ich keine Figur missen, weil das Zusammenspiel das Buch bunt und abwechslungsreich macht.
Es ist Konzentration gefragt, um alle familiären und freundschaftlichen Bande, Verstrickungen und
Verschwörungen zu verfolgen und sich die Fakten zu merken. Vom Umfeld erhielt ich lebhafte Eindrücke.
Ich habe mir mehrere Wochen Zeit genommen, um den eher kurzen Roman zu lesen. Es ist psychologisch hart und belastend, sodass ich zum Ausgleich parallel andere Bücher las. Oft hielt ich nach wenigen Seiten bewusst inne, um zu sinnieren oder sacken zu lassen. Herzlichen Dank für die kurz gehaltenen und leicht verständlichen Sinnabschnitte, die das ermöglicht haben.
Eine Dokumentation oder Politsendung hätte es nicht schaffen können, mich vergleichbar aufzurütteln und anzurühren und diesen erweiterten Horizont und satten Kenntniszuwachs zu bescheren. Mein erster Roman vom Autor wird nicht der letzte gewesen sein. (Kennengelernt über Prime Reading.)

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Cover des Buches Jerusalem, Jerusalem (ISBN: 9782919800889)

Rezension zu "Jerusalem, Jerusalem" von Werner Sonne

Passende Lektüre zum 70. Jubiläum der Staatsgründung Israels
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Zugegebenermaßen wusste ich nicht, dass Werner Sonne auch Bücher schreibt - ich kannte ihn bislang nur als ehemaligen ARD-Korrespondenten. Allerdings habe ich ihn in dieser Rolle stets sympathisch gefunden, daher hat mich der hier vorliegende Roman und seine darin vermutete Meinung zum Nahostkonflikt neugierig gemacht.

Jerusalem ist 1947 Teil des britischen Mandatsgebiets. Nachdem einerseits die 1917 beschlossene Balfour-Deklaration keine weitere Umsetzung erfährt, andererseits aber immer mehr Überlebende der Shoa in die Region kommen, wird der UN-Teilungsplan beschlossen und die Gewalt eskaliert zunehmend. Während die meisten jüdischen Einwohner die Idee, einen arabischen neben einem israelischen Staat zu schaffen, befürworten, lehnt die große Mehrheit der Araber diese ab.

In einer Zeit, in der sich die Fronten weiter verhärten, kommt es auch zu ungewöhnlichen Entwicklungen: Judith hat das Konzentrationslager Dachau überlebt und muss doch weitere schwere Schicksalsschläge verkraften. Als sie nach einem Suizidversuch im Hadassah-Krankenhaus liegt, entwickelt sich eine zarte Freundschaft zu Hana, einer arabischen Schwester. Doch diese wird nicht nur einmal auf eine harte Probe gestellt - was angesichts der Zeichen der Zeit nicht sonderlich verwunderlich sein dürfte. Vor allem Dingen die Männer im Leben der beiden Frauen radikalisieren sich zunehmend und es zeigt sich wieder einmal, dass es nicht nur um Politik, Religion oder Macht geht, sondern um jahrhundertealte Ansprüche und menschliche Schicksale.

Werner Sonne hat sich immer wieder in der Region aufgehalten und lässt sein Wissen und einiges an Recherche einfließen. Allerdings lässt er seine LeserInnen mit den Fakten der damaligen Positionen und Organisationen relativ alleine - zum Glück interessiere ich mich aber schon seit vielen Jahren für Israel, seine Staatsgründung und deren Vorgeschichte. Dadurch waren mir gewisse Positionen wie beispielsweise die in der jüdischen Untergrundorganisation Palamach vertretenen, schon geläufig - aufgrund der teilweise ziemlich zersplitterten 'Fronten' wäre mir der Einstieg ansonsten vermutlich deutlich schwerer gefallen.
Im Grunde ist "Jerusalem, Jerusalem" eine perfekte Lektüre zum aktuell 70jährigen Jubiläum der Staatsgründung, denn der Roman befasst sich mit dem schwierigen Weg bis zum 14. Mai 1948.

Werner Sonne ist in meinen Augen ein guter, keinesfalls tendenziöser Roman gelungen, bei dem stellenweise Vorkenntnisse nützlich sein können und in dem historische Fakten im Vordergrund stehen. Dabei sind die fiktiven Charaktere eher die Aufhänger, anhand derer die Geschichte erzählt und verknüpft wurde - nicht mehr und nicht weniger.

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Cover des Buches Die Rache des Falken (ISBN: 9782919800124)

Rezension zu "Die Rache des Falken" von Werner Sonne

Spannung, Nervenkitzel, Emotionen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

"Die Rache des Falken" ist ein fiktiver Roman zum Nahostkonflikt, der den Leser aber viele Male kräftig schlucken lässt.  Zwar ist die Geschichte wie gesagt fiktiv - ein palästinensischer Terrorist droht, einen nuklearen Sprengkopf „irgendwo in der Stadt“, in Washington D.C. - zu platzieren. Doch mit Blick auf die politischen Kriege, Konfliktsituationen, Krisen und Eskalationen, welche die unbeteiligten Bürger der betroffenen Länder wieder und wieder um ihr Leben zittern lassen, habe ich das Buch mit einer gewissen Bitternis gelesen. Das ist ein Buch; ein Thema, auf das man sich einlassen muss. Und zwar in aller Ruhe. Sich mal schnell zwischendurch in einer kurzen Pause ein paar Seiten vornehmen ist nicht. Zumal vor allem der Pool an Figuren ebenso groß ist, wie deren politischen Ansichten und der Szenenwechsel rasch aufeinander folgend. Vor allem zu Anfang, wenn man als Leser noch nicht richtig drin ist in der Storyline, kann der Überblick verloren gehen. Von daher ist das „sich Zeit nehmen“, hier unbedingt ratsam. Es lohnt sich! Und am Ende? Am Ende habe ich Muhameds Worte im Stillen mitgeflüstert.

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