Jerusalem, Jerusalem

von Werner Sonne 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Jerusalem, Jerusalem
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Inhaltsangabe zu "Jerusalem, Jerusalem"

Glänzend recherchierter und emotional bewegender Roman über die Schicksale zweier Frauen und ihrer Weggefährten zu Zeiten der Staatsgründung Israels.

Jerusalem, 1947: Judith, die das KZ Dachau überlebt hat, kommt nach Palästina, um Zuflucht bei ihrem einzigen verbliebenen Verwandten zu finden. Als die Jüdin nach der gefährlichen Reise vom Tod ihres Onkels erfährt, versucht sie voller Verzweiflung, sich das Leben zu nehmen.
Im Hadassah-Krankenhaus rettet ihr die arabische Lernschwester Hana das Leben, indem sie ihr eigenes Blut spendet. Zwischen beiden Frauen entsteht ein zartes Band der Freundschaft, das jedoch im weiteren Verlauf auf eine harte Probe gestellt wird.
Hanas Verlobter Jousseff erfährt, dass die Tochter einer prominenten palästinensischen Familie in einen jüdischen Arzt verliebt ist, und radikalisiert sich zusehends. Er schließt sich den Anhängern des Muftis an, deren Ziel es ist, die Juden ins Meer zu treiben. Judith hingegen folgt dem Palmach-Offizier Uri in den Kampf um Jerusalem.
Die politische Lage spitzt sich zu: Als am 29. November 1947 die UNO den Teilungsplan annimmt, explodiert die Gewalt.

Der Autor Werner Sonne war mehr als 40 Jahre als Fernsehkorrespondent für die ARD im In- und Ausland tätig. Er ist ein gefragter Experte auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik. Ihm gelingt, das menschliche Antlitz des Jerusalem-Konflikts zu zeigen, ohne für eine Seite Stellung zu beziehen.

Neue Ausgabe: Die lieferbare Ausgabe von »Jerusalem, Jerusalem« wurde neu lektoriert und gestaltet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9782919800889
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:27.03.2018

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten
    Passende Lektüre zum 70. Jubiläum der Staatsgründung Israels

    Zugegebenermaßen wusste ich nicht, dass Werner Sonne auch Bücher schreibt - ich kannte ihn bislang nur als ehemaligen ARD-Korrespondenten. Allerdings habe ich ihn in dieser Rolle stets sympathisch gefunden, daher hat mich der hier vorliegende Roman und seine darin vermutete Meinung zum Nahostkonflikt neugierig gemacht.

    Jerusalem ist 1947 Teil des britischen Mandatsgebiets. Nachdem einerseits die 1917 beschlossene Balfour-Deklaration keine weitere Umsetzung erfährt, andererseits aber immer mehr Überlebende der Shoa in die Region kommen, wird der UN-Teilungsplan beschlossen und die Gewalt eskaliert zunehmend. Während die meisten jüdischen Einwohner die Idee, einen arabischen neben einem israelischen Staat zu schaffen, befürworten, lehnt die große Mehrheit der Araber diese ab.

    In einer Zeit, in der sich die Fronten weiter verhärten, kommt es auch zu ungewöhnlichen Entwicklungen: Judith hat das Konzentrationslager Dachau überlebt und muss doch weitere schwere Schicksalsschläge verkraften. Als sie nach einem Suizidversuch im Hadassah-Krankenhaus liegt, entwickelt sich eine zarte Freundschaft zu Hana, einer arabischen Schwester. Doch diese wird nicht nur einmal auf eine harte Probe gestellt - was angesichts der Zeichen der Zeit nicht sonderlich verwunderlich sein dürfte. Vor allem Dingen die Männer im Leben der beiden Frauen radikalisieren sich zunehmend und es zeigt sich wieder einmal, dass es nicht nur um Politik, Religion oder Macht geht, sondern um jahrhundertealte Ansprüche und menschliche Schicksale.

    Werner Sonne hat sich immer wieder in der Region aufgehalten und lässt sein Wissen und einiges an Recherche einfließen. Allerdings lässt er seine LeserInnen mit den Fakten der damaligen Positionen und Organisationen relativ alleine - zum Glück interessiere ich mich aber schon seit vielen Jahren für Israel, seine Staatsgründung und deren Vorgeschichte. Dadurch waren mir gewisse Positionen wie beispielsweise die in der jüdischen Untergrundorganisation Palamach vertretenen, schon geläufig - aufgrund der teilweise ziemlich zersplitterten 'Fronten' wäre mir der Einstieg ansonsten vermutlich deutlich schwerer gefallen.
    Im Grunde ist "Jerusalem, Jerusalem" eine perfekte Lektüre zum aktuell 70jährigen Jubiläum der Staatsgründung, denn der Roman befasst sich mit dem schwierigen Weg bis zum 14. Mai 1948.

    Werner Sonne ist in meinen Augen ein guter, keinesfalls tendenziöser Roman gelungen, bei dem stellenweise Vorkenntnisse nützlich sein können und in dem historische Fakten im Vordergrund stehen. Dabei sind die fiktiven Charaktere eher die Aufhänger, anhand derer die Geschichte erzählt und verknüpft wurde - nicht mehr und nicht weniger.

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