Werner Stiller Der Agent

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Inhaltsangabe zu „Der Agent“ von Werner Stiller

Es war die größte Niederlage des Ministeriums für Staatssicherheit: Im Januar 1979 wechselte Oberleutnant Werner Stiller die Seiten. Der Agentenführer von Markus Wolfs Auslandsspionage floh mit einem Koffer brisanter Unterlagen in den Westen und enttarnte Dutzende DDR-Spione. Erich Mielke tobte und wollte Stiller um jeden Preis finden. Er sollte möglichst zurückgeholt und vor ein Militärgericht gestellt werden, wo die Todesstrafe auf ihn wartete. Der Bundesnachrichtendienst schützte seine Quelle rund um die Uhr und übergab Stiller schließlich an die CIA, da er in Europa nicht mehr sicher war. In den USA erhielt er eine neue Identität, studierte und arbeitete als Peter Fischer bei Banken in New York, London, Frankfurt am Main und Budapest. Er verdiente Millionen – und verlor sie wieder. Werner Stiller berichtet erstmals freimütig über sein abenteuerliches Leben in der Welt der Geheimdienste. Es ist zugleich das Psychogramm eines Mannes, der sich seinen Weg bahnte durch konträre Gesellschaftssysteme und für den Spannung ein Lebenselixier ist.

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  • Rezension zu "Der Agent" von Werner Stiller

    Der Agent

    bogi

    19. April 2011 um 23:32

    Ein echtes Kunststück ist Werner Stiller mit "Der Agent" gelungen. Das Buch ist für eine sehr breit angelegte Leserschaft empfehlenswert. Der allgemein Geschichtsinteressierte über Politik in der bipolaren Welt. Alle diejenigen, die das Geheimdienstgenre ein gewisses Faszinosum abringt. Jeder der ein reales, berührendes menschliches Leben kennenlernen will. Zudem ein in jedem Teil sehr gut und spannend zu lesendes Werk. Stiller erzählt, als vielleicht namhaftester Ost-/Westagent, seine besondere Geschichte. Wie er (hier bleibt er etwas im ungefähren) mit der DDR im allgemeinen nichts mehr anfangen konnte und sich entschied zu versuchen, und es auch schaffte zum gegnerischen Geheimdienst in der BRD zu wechseln. Wobei er wohl kein besonders lange aktiver Agent in der BRD war, vielmehr vor allem eine sehr ergiebige Informationsquelle der hiesigen Dienste. Wie er dann, aufgrund des langen Arms der Stasi gezwungen war in die USA zu wechseln. Und letztlich nach einiger Zeit der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst komplett die Agententätigkeit eingestellt hat und "bürgerlichen" Tätigkeiten nachging. Ich habe das Buch mit grosser Neugierde gelesen. Meine Erwartungen haben sich voll erfüllt. Stellenweise hätte ich mir vielleicht eine etwas tiefergehende Ausführlichkeit gewünscht. Allerdings wäre damit vermutlich die erzielte Breitenwirkung dahin gewesen. Daher hat Werner Stiller aus meiner Sicht mit diesem Buch alles richtig gemacht. Bei der Gelegenheit auch besten Dank an ein nettes Forumsmitglied für die quasi Empfehlung

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  • Rezension zu "Der Agent" von Werner Stiller

    Der Agent

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2011 um 21:03

    Das Buch hat mich sehr neugierig gemacht (wofür ich ein anderes Buch mal wieder angelesen liegen gelassen habe) und auch keineswegs enttäuscht. Ich finde Spionage immer spannend, umso mehr als es sich hier um eine reale Geschichte handelt. Die Flucht eines Mitarbeiters der Staatssicherheit im Jahr 1979 muss einen Riesenwirbel zur Folge gehabt haben, denn nicht weniger als 70 Spione im Westen wurden enttarnt. Werner Stiller, der hier seinen Werdegang beschreibt, vom Stasi-Mitarbeiter, als Flüchtender mit Kurz-Aufenthalt (zur Zusammenarbeit mit dem BND) im damaligen West-Deutschland, die Weiterreise in die USA (für Studium und Arbeit) und schließlich die Rückkehr nach Europa. West-Deutschland konnte zu dieser Zeit nicht seine vollständige Sicherheit garantieren, weil die Krakenarme der Stasi über die DDR-Grenzen hinweg reichten und auch ein Mord in diesem Teil Deutschlands nicht ausgeschlossen war. Daher "übergab" man ihn der CIA. Mit neuer Identität war es dann möglich, dort ein neues Leben zu beginnen. Erst nach der Öffnung der Mauer traute er sich, seine wahre Identität zu offenbaren. Es ist unglaublich, wie viel Geld die DDR in diesen Spitzelapparat gesteckt hat. Das ist nicht nachzuvollziehen. Auch die Beharrlichkeit und die Grausamkeit, mit der ins Visier geratene Bürger verfolgt und schließlich bestraft wurden, ist erschütternd. Jeder, der heute noch diese Diktatur bagatellisiert oder ihr nachtrauert, sollte sich mit diesem Buch ins Gedächtnis rufen, wie gnadenlos das System war und sich dabei klar werden, wie wertvoll unsere Freiheit ist. Ein fesselnder Bericht und ein Stück deutscher Geschichte in diesem Buch, das lohnenswert ist.

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