Werner Völker "Wohin es geht"

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Inhaltsangabe zu „"Wohin es geht"“ von Werner Völker

War Goethe schon als Kind ein Genie?Der kleine Goethe war ein eigenwilliges, sensibles und fantasievolles Kind, in dem schon früh das spätere Genie zu erkennen war. So stellt es zumindest der erwachsene Goethe in seiner Autobiografie dar. Ob das alles so stimmt?Werner Völker hat geforscht und nach objektiveren Quellen gegraben. Herausgekommen ist eine höchst amüsante und gescheite Biografie über Goethes Kindheit und Jugend.

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  • Rezension zu ""Wohin es geht"" von Werner Völker

    "Wohin es geht"
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    29. November 2010 um 14:51

    Andere Wahrheiten Johann Wolfgang von Goethe hat ein monumentales Werk hinterlassen, dass nicht zuletzt beredet Kunde von seinen vielseitigen Interessen, aber auch vielseitigen Talenten hinterlassen hat. Unter anderem hat Goethe auch Kunde über sein Leben aus eigener Feder hinterlassen. In „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit“ findet sich eine Autobiographie des Meisters der Dichter. Was aber passiert, wenn man sich in der Gegenwart aufmacht und die Eigenaussage Goethes einer Überprüfung unterzieht? Und dies nicht verbissen auf der Suche nach der Dichtung in der Wahrheit, wohl aber mit kundigem Blick und gründlicher Recherche? Nun, dann taucht ein anderes Bild auf als das, was Goethe selbst doch deutlich geschönt der Welt von seinen Kinder- und jungen Jahren hinterlassen hat. Nicht aber minder interessant und, in Teilen, durchaus faszinierend, ist es, was Werner Völkel auf seiner biographischen Spurensuche ausgräbt und nun, gesammelt, vorlegt. So finden wir in Goethe als Studenten immer noch einen jungen Mann vor, der kaum etwas mehr sucht und genießt als die Geborgenheit einer Familie. Verliebt in die Pfarrerstochter Friederike sucht Goethe umgehend ebenfalls Anschluss an deren Elternhaus und ist in kürzester Zeit fast mit aufgenommen in den Familienverbund. Erstaunlich zur damaligen Zeit, die eng und strikt auf Etikette achtete und im Blick auf einen Goethe, der noch lange nicht jene Strahlkraft erlangt hatte, die ihm späterhin alle Türen öffnete. Ebenso klug beobachtet von Völker und bereits aus wenigen, unscheinbaren Zeilen mancher Lieddichtungen Goethes der damaligen Zeit zu entnehmen, deutet sich das Ende der Verliebtheit an. Ein exemplarischer Vorgang im Buch, denn gerade dies ist eine der wirklichen Stärken des Buches, dass Werner Völker die Texte Goethes, auch eher unbekanntes Material, genau kennt und in den Feinheiten in Verbindung mit der je aktuellen Lebenslage des heranwachsenden Dichters zu bringen vermag. Mehr als die autobiographischen Aussagen Goethes legen bei einem solchen Menschen, der alles, was er erlebt in der ein oder andern Form reflektiert in seine Kunst mit einließen ließ, die Dichtungen und Texte Zeugnis über die wahren Ereignisse und den tatsächlichen Gemütszustand ab. Ausführlich und im Detail legt Werner Völker hierbei seine Spurensuche vor und wertet hierbei eine ganze Reihe von zeitgenössischen Quellen aus. Von der Geburt über die Kindheit im Hirschgraben in Frankfurt, das Heranwachsen in der Jugend bis hin zu den Studentenjahren in Straßburg und der Zeit der ersten Berufstätigkeit als Jurist, die er mit 22 Jahren in Frankfurt begann, reicht der äußere Bogen der Lebensbeschreibung. Die „Sturm und Drangjahre“ des Dichters, die Schaffung weltberühmter Werke wie Egmont oder Götz von Berlichingen, das Ertasten der eigenen Begabung, all dies fließt mit ein in dieses umfassende Lebensbild, das äußere Stationen und Ereignisse, Beziehungen und Freundschaften, Familienbindung ebenso aufzeigt wie die Entstehung der Dichtkunst und der schriftstellerischen Kraft in Goethe. Ganz zu recht verweist Völker darauf (und weist dies auch nach), dass Goethe kein Wunderkind im Sinne eines Mozart war, sondern sich sein Talent langsam entfaltete. Hierzu passt auch die Zeit des Studiums, dass Goethe trotz durchaus erster Erfolge als Schriftsteller mit klarer Priorität betrieb. Die Geschichten um die Dissertation Goethes herum zeugen zumindest davon, dass Goethe ein äußerst kundiger Student der Rechte war, der es verstand, durchaus kreativ den damals aktuellen Stand der Rechtskultur zu erfassen, darzustellen und zu bearbeiten. Im Gesamten entsteht so ein sehr persönliches, menschliches Bild des späteren Genius. Mit Hilfe vieler Quellen und Aussagen von Zeitzeugen zeichnet Völker ein überzeugendes und menschliches Bild Goethes. Ein Bild, in dem auch der eigene Umgang Goethes mit seiner Geschichte und die manches Mal geschönte Erinnerung Goethes selbst sich einfügen in das Gesamtbild der Person Goethes. Amüsant und flüssig zu lesen tauchen keine weltbewegenden, neuen Details aus dem Leben Goethes auf, wohl aber zurecht Rückungen und die ein oder andere vertiefende Erläuterung des Hintergrundes, die so manches an der Entwicklung des jungen Dichters schärfer erläutern und ins Licht rücken. Bedauerlich ist das Fehlen einer übersichtlich gestalteten Zeittafel, die doch das ein oder andere Mal eine Orientierung im Buch erleichtert hätte, dem Lesevergnügen selbst tut dies allerdings keinen Abbruch.

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