Werner Waldhoff

 3,8 Sterne bei 112 Bewertungen

Lebenslauf

Werner Waldhoff war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Er schrieb Kriminalromane, Erzählungen, Jugendbücher, Gedichte und Drehbücher und übertrug u.a. Margaret Atwood und Jack Kerouac ins Deutsche.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Dem Dschungel entkommen (ISBN: 9783492407199)

Dem Dschungel entkommen

(14)
Neu erschienen am 28.11.2025 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Werner Waldhoff

Cover des Buches Ende der Autobahn (ISBN: 9783499427374)

Ende der Autobahn

(2)
Erschienen am 01.11.1990

Neue Rezensionen zu Werner Waldhoff

Cover des Buches Lady Orakel (ISBN: 9783492311182)
Fries avatar

Rezension zu "Lady Orakel" von Margaret Atwood

Frie
Ich wurde sehr gut unterhalten

Es ist mein erstes Buch von Margaret Atwood und sicher nicht mein letztes.
Auf einer Hotel-Sonnenterrasse im Urlaub liegend, musste ich andauernd kichern oder lachen. Mit Lady Orakel hat Atwood eine skurrile Antiheldin geschaffen.

Meiner Erfahrung nach sind die Menschen schwer übergewichtig, die in ihrer Jugend und Kindheit Misshandlungen körperlicher und/oder seelischer Natur ausgesetzt waren. Joan wird von einer Mutter großgezogen, der sie gar nichts Recht machen kann und die für ihr Kind ununterbrochen falsche Entscheidungen fällt, die Joan dann ausbaden muss. Diese flieht in eine Welt der kurzfristigen Belohnung durch vieles Essen und plagt sich in der Folge mit den Nachteilen ihres Übergewichts herum.
Es widerfahren ihr wirklich gemeine Sachen und trotzdem schafft sie es, nicht zu verzweifeln, sondern einen Weg für sich zu finden. Ihre Tante Lou, selbst übergewichtig und etwas exzentrisch, zeigt ihr schöne und abgefahrene Dinge und gibt ihr das Gefühl, ok zu sein.
Nach deren Tod verwandelt sich Joan.
Sie legt sich zB eine weitere Persönlichkeit zu.
Sie, die keine Liebe kennengelernt hat, kann selbst nicht lieben. So geht sie irrwitzige Beziehungen ein, die aus den komischten Begegnungen resultieren: wird 'ungewollt' entjungfert, zur Geliebten, heiratet nach dem unromantischten aller möglichen Anträge, geht Verhältnisse ein und lebt ihr unbekannte Emotionen als Autorin von Groschenromanen aus. Versehentlich schreibt sie auch ein Buch, welches sich zum Kassenschlager entwickelt.
Ihre Männer können ihr nicht das Wasser reichen, wissen aber alles besser und sind so wunderbar beschrieben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte.
Trocken lässt uns Joan/Louisa an ihrem Leben teilhaben und ständig möchte ich sie in den Arm nehmen dafür, dass sie das alles aushält und ich dabei lachen darf.
Das Buch endet mit offenen Handlungssträngen: wieder ist alles möglich.
Mich beschleicht die Lust, mich auch in ein anderes Leben zu schreiben und dort andere Dinge zu erleben.
Vielleicht eine Joan, die mit roten Haaren und trockenem Humor die wöchentlichen Treffen einer revolutionären Zelle ausrichtet oder auf verwegene Adlige in einem jahrhunderte alten Labyrinth eines Landsitzes trifft. Alles ist möglich:)


Cover des Buches Lady Orakel (ISBN: 9783492311182)
leas_bookdiarys avatar

Rezension zu "Lady Orakel" von Margaret Atwood

leas_bookdiary
Ein verspielter Einblick in die Vielschichtigkeit des Selbst


"Lady Orakel" war unser April-Read im Juniverse Bookclub und mein erstes Buch von Margaret Atwood – sicherlich nicht das letzte. Atwood beeindruckt mich mit diesem skurrilen Roman aus dem Jahr 1976, der überraschend verspielt und humorvoll ist, ohne dabei an ihrer charakteristischen, intelligenten Auseinandersetzung mit Weiblichkeit, Selbst, Körper und Liebe zu verlieren.

Joan ist unsere Protagonistin, unsere rothaarige Botticelli-Heldin, die das Buch mit der fesselnden Zeile beginnt:
Ich plante meinen Tod mit Bedacht - anders als Leben, das, trotz meiner lahmen Versuche, es unter Kontrolle zu halten, dauernd auf Abwege geriet.
Joan, eine Meisterin der Flucht, hat ihren Tod vorgetäuscht und taucht in einem kleinen italienischen Dorf wieder auf. Sie schreibt Gothic-Romane, lebt unter zwei Identitäten, und das Bild, das sie nach außen hin zeigt, ist nur ein Spiegelbild des Ganzen. Ihre innere Welt ist geheimnisvoll, verborgen, beklemmend. Bald beginnen sich ihre Geheimnisse in einer höchst unpraktischen Weise zu überschneiden.

Atwood beschreibt die Grausamkeiten der Kindheit und die gegensätzlichen Natur von Freiheit und Liebe so überzeugend, dass ich in der Geschichte mitgerissen wurde. Manche Momente waren nachvollziehbar, wie die Komplexität der Mutter-Tochter-Beziehung, herzerwärmend, wie die Figur von Tante Lou, absurd, wie das Königliche Stachelschwein, und beängstigend, wie ein ehemaliger Liebhaber, der zu einem beunruhigenden Stalker wird.

Sie spielt auch mit der literarischen Welt und ihren Konventionen. Als Joan unerwartet als literarische Dichterin veröffentlicht wird, wird sie von einem männlichen Interviewer angegriffen, der versucht, sie in die "Frauenbefreiung" zu drängen – etwas, dem sie entkommt, so wie Atwood es auch tut.

Die Frage, die sich daraus ergibt: Was ist die Wahrheit, wenn so viele Wahrheiten in einer Person existieren? Viele Charaktere in diesem Roman sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist unmöglich, genau so zu sein, wie man sich präsentiert, oder sich genau so zu präsentieren, wie man ist. Ich habe diese Reise von Anfang bis Ende genossen. Ich schätze Joans chaotisches Leben, weil alle Leben chaotisch sind.

Fazit: Alles in allem ist "Lady Orakel" ein interessantes und unterhaltsames Buch. Es hat zwar nicht so einen starken Tiefgang, aber es bietet dennoch genügend Stoff zum Nachdenken und Unterhalten. Ein bisschen straffer im letzten Drittel und es hätte mir noch besser gefallen. 3,5/5 ⭐️

Cover des Buches Die Teufelin (ISBN: 9783866159259)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Die Teufelin" von Fay Weldon

Tilman_Schneider
herrlich

Ruth ist eine typische Vorstadt Hausfrau und Mutter und erträgt mit Demut die Eskapaden ihres Mannes. Der Finanzbuchhalter tobt durch viele Betten, aber eines Tages ist es Ruth zu viel. Sie will Rache und sie will ihren untreuen Gatten vernichten und fängt erstmal mit dem nieder brennen des Hauses an. Bitterböse, schwarz, erschütternd.

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