Wesley Chu

 3.7 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor von Zeitkurier, Die Leben des Tao und weiteren Büchern.
Wesley Chu

Lebenslauf von Wesley Chu

Wesley Chu wurde 1976 in Taipeh geboren und wuchs dort zunächst bei seinen Großeltern auf. Ab den frühen Achtzigern lebte er dann bei seinen Eltern in den Lincoln, Nebraska und ab 1990 in Chicago. Er studierte Informatik und arbeitete danach u.a. im Bankwesen. Außerdem trat er im Fernsehen auf, arbeitete als Stuntman, und spielte gemeinsam mit Michael Jordan in einem Werbespot mit, was die beiden beinahe schon zu besten Freunden macht. 2013 wird sein Debütroman „The Life of Tao“ veröffentlicht, der den Auftakt einer Trilogie darstellt. Seit 2014 ist Chu hauptberuflicher Autor und blendet sein Publikum mit dem Stift (in Wahrheit mit dem Computer, aber die Metapher ist nicht so schön.) Chus Werke sind mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise gewann er 2015 den „John W. Campbell Award for the Best Writer“. Für eine Verfilmung seines Romans „Zeitkurier“ (2017) konnte sich Paramount die Rechte sichern.

Alle Bücher von Wesley Chu

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Zeitkurier

Zeitkurier

 (30)
Erschienen am 14.08.2017
Die Leben des Tao

Die Leben des Tao

 (13)
Erschienen am 13.10.2016
Die Tode des Tao

Die Tode des Tao

 (8)
Erschienen am 24.11.2016
Die Wiedergeburten des Tao

Die Wiedergeburten des Tao

 (6)
Erschienen am 23.02.2017
Zeitkurier

Zeitkurier

 (0)
Erschienen am 13.10.2017
Time Salvager

Time Salvager

 (1)
Erschienen am 07.07.2015
The Rebirths of Tao

The Rebirths of Tao

 (0)
Erschienen am 07.04.2015

Neue Rezensionen zu Wesley Chu

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Gute Ansätze, einige Schwächen
Fuchsiahvor 2 Tagen

Ich war nach dem Klappentext wahnsinnig gespannt auf den Inhalt des Buches. Klar, ist die Grundidee, dass wir Menschen unsere Erde so weit zerstört haben, dass wir andere Technologie benötigen jetzt nicht die neuste Erfindung und dennoch fand ich gerade die Verknüpfung mit der Zeitreise wahnsinnig spannend. Immerhin kann diese dazu genutzt werden, um wichtige Mittel und Rohstoffe zu beschaffen oder kann ganze Katastrophen verhindern.
Auf der anderen Seite haben diese Zeitreisen natürlich auch Nebenwirkungen. Je mehr das Buch voranschreitet, desto mehr merken wir als Leser eigentlich wie die Halluzinationen einer unserer Protagonisten James immer mehr mit der Realität verschwimmen.
Eine absolut skurrile und auch interessante Vorstellung wie ich finde. Neben James, der mir durch seinen Zynismus und seine Sichtweisen und Einblicke wirklich gut gefallen hat, lernen wir auch weitere Figuren kennen, die in diesem Buch einen eigenen Erzählstrang bekommen. So gewinnt man als Leser wirklich einen guten Einblick in die Geschichte und ich muss allerdings sagen, dass mich die Figurenausarbeitung nicht wirklich packen konnte. So gut mir James gefallen hat, so wenig greifbar erschienen mir manch andere Figuren in diesem Buch. Für mich fehlte da die Empathie, das Gefühl zu verstehen, denn auch die Liebesgeschichte ist für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin geschrieben und hätte man gut und gerne auch weglassen können. Das ist das erste Mal, das ich sagen würde: Die Geschichte hätte wirklich darauf verzichten können. Ich habe in lebensgefährlichen Situationen mit mehr Emotionen gerechnet und gefühlt nur einen kurzen Händedruck und ein Welcome back bekommen… was für mich jetzt nicht DIE Liebe zwischen zwei Figuren ausdrücken würde, aber naja. Vielleicht habe ich auch nur eine romantisierte Vorstellung davon oder bin durch meine vorherigen Bücher einfach zu verwöhnt gewesen.

Was mir dann wiederum wirklich gut gefallen hat, war der gesellschaftliche Aufbau und vor allem das World Building. Die Art von Zeitreisen sind neu, innovativ und keineswegs ungefährlich. Die Macht liegt in der Hand einiger weniger und wem kannst du wirklich noch in einer solchen Zeit vertrauen? Fragen über Fragen, die mich wirklich haben weiter lesen lassen, denn die Idee und die Welt haben mir wahnsinnig gut gefallen. Jedes positive Detail kann auch sofort in etwas negatives gewandelt werden. Nichts ist nur schwarz oder weiß, sondern es gibt noch so viele unentdeckte Bereiche dazwischen.
Vor allem hier empfand ich die düstere und bedrohliche Atmosphäre als wirklich gelungen. In solchen Momenten kam wirklich Spannung auf und ich hatte das Gefühl, selber ein Zeitreisender zu sein.

Leider gab es neben der Figurenkonstellation auch noch das Problem mit den Längen im Buch. Ich habe bereits in anderen Rezensionen gelesen, dass es nicht nur mir so ging, was mich schon mal beruhigt, denn gerade der Anfang gestaltete sich für mich ein wenig wie Schwimmen in einem Wirlpool. Ich wollte vorankommen und kam irgendwie doch nicht von der Stelle. Manche Spannungsbögen waren so klasse aufgebaut und wurden dann aber mit einem einzigen Cut komplett zur Nichte gemacht, was mich irgendwie teilweise auch wirklich frustrierte, denn dadurch blieben trotz den mega genialen World Buildings und James (:D) das Kopfkino teilweise ganz aus. Es war mehr ein Stummfilm in zu langsam abgespielt und das fand ich sehr schade. Auch durch die vielen Beschreibungen und Details ging manchmal leider nicht nur die Spannung, sondern auch der Erzählstrang etwas unter, wobei ich an diesen Stellen dann wiederum Kopfkino hatte.
Man konnte in diesem Buch also so gesehen nicht alles haben.

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Zeitkurier
LeesBuechervor 9 Monaten

Obwohl man es fast nicht glauben mag, so lange wie ich gebraucht habe um das Buch tatsächlich zu beginnen, habe ich mich sehr auf Zeitkurier gefreut. Seit einiger Zeit bin ich ja sehr im Science-Fiction-Genre zu Hause, weshalb mich der Titel auf dem Bloggerportal einfach angelacht hat. Ich muss also Vorweg erst einmal zugeben, dass ich irgendwie schon gewisse Erwartungen an das Buch hatte, was es ihm im Endeffekt wahrscheinlich schwerer gemacht hat. Denn leider konnte es mich trotz des rasanten Einstiegs nicht wirklich überzeugen.

Die Idee an sich ist aber erst einmal unglaublich interessant und man kann definitiv viel daraus machen. Dem Autor ist es auch durchaus gelungen einiges herauszuholen, aber leider hat sich das eher auf den Beginn des Buches konzentriert. Während die Story um James den Zeitreisenden rasant und spannend losgeht, verliert sich das gegen Ende des Buches weitestgehend. Zwar bin ich ein wenig neugierig wie denn nun die Auflösung am Ende sein wird, aber ob mich das tatsächlich zum Weiterlesen animieren wird, weiß ich noch nicht.
Das Konzept der Story ist nicht unbedingt neu, aber ich finde, dass ist kein Grund um ein Buch von vorneherein abzulehen. Wesley Chu beweist, vor allem zu Beginn, warum das eine gute Einstellung ist, um das ein oder andere unterhaltsame Buch zu finden. Zeitreisen mögen dem einen oder anderen inzwischen schon viel zu „Mainstream“ sein, aber ich muss sagen, die Idee reizt mich einfach unglaublich. In Zeitkurier wurde diese Idee mit einer dystopischen Zukunft verbunden, in der die Menschheit langsam aber sicher ausstirbt, da ihr die Ressourcen ausgehen. Grund dafür ist die Seuche, die sich auf der Erde breit gemacht und fast die komplette Vegetation dahingerafft hat. Überraschendeweise konzentriert man sich in der Zukunft nicht darauf den Schaden irgendwie zu heilen, sondern einfach nur so lange mit dem auszhalten, was sich irgendwie auftreiben lässt. Schuld daran sind die Konzerne, die über die Vormachtstellung kämpfen und versuchen die Oberhand zu behalten. Ob es einen tieferen Sinn dahinter gibt, dass keine Versuche unternommen werden um die Erde zu retten, habe ich allerdings nicht herausfinden können.
Es kümmert sich also niemand um die arme, vor sich hin siechende, Erde, bis James auf einer seiner Zeitreisen ausversehen, so mehr oder weniger, einen Menschen aus der Vergangenheit mit in die Zukunft nimmt. Elise ist Wissenschaftlerin und hat auf einer Forschungsplattform gearbeitet, als man die Seuche damals entdeckt hatte. Ihrer Meinung nach waren sie kurz vor dem Durchbruch die Erde wieder zu heilen. Plötzlich in der Zukunft abgesetzt, in der die Regel so ganz anders sind, als in ihrer friedlichen Zeit, ruht die Hoffnung auf Elises Schultern die Erde wieder hin zu bekommen. Zur Verfügung steht ihr allerdings so gut wie gar nichts.
Und genau ab diesem Punkt verliert die Handlung leider an Spannung. Gerade dann, wenn ich erwartet hätte, dass noch einmal richtig Spannung hereinkommt, drückt der Autor auf die Bremse.

Die Charaktere, die zu Beginn der Story wirklich interessant vorgestellt und vielseitig gestaltet worden sind, retten das ganze noch einmal ein bisschen. Traurigerweise mit der Ausnahme von Elise: Meiner Meinung nach wird sie zunehmend nervig, besonders da sie sich so überhaupt um gar nichts Gedanken macht, außer um die Sachen die sie braucht um Helding zu spielen. Nicht nur macht sie sich überhaupt keine Gedanken darüber wie Zeitreisen funktioniert und wieso James nicht sonderlich oft springen möchte, oder sollte, sie bekommt auch überhaupt nicht mit wie schlecht es ihm geht. Dabei wird immer wieder angedeutet, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Wie kann einem da entgehen, wenn der Kerl aussieht wie aufgewärmte Leiche?
James an sich ist dafür ein interessanter, und Gott sei Dank auch erträglicher, Charakter. Er gibt sich wirklich Mühe Elise die Schwierigkeiten und Gefahren der Zukunft zu erklären, schade nur dass sie ihm so gar keine Beachtung schenkt was das angeht.
Besonders ansprechend macht ihn aber die Thematisierung von PTSD, die James durch seine Sprünge entwickelt. Immer wieder muss er Menschen sterben lassen, auch wenn er theoretisch weiß, dass sie schon lange Tod sind, und das zerrt immens an den Nerven. So ist es nicht verwunderlich, dass er mit einigem Ballast zu kämpfen hat, der glaubwürdig dargestellt und beschrieben wird.

Zuletzt möchte ich noch ein zwei Worte zum Schreibstil loswerden. An sich schreibt der Autor flüssig und zusammenhängend, aber leider doch sehr umgangsprachlich. Immer wieder wird es ein wenig vulgärer, was ja doch nicht sein muss, dystopische Zukunft hin oder her. Ich persönlich finde es einfach nicht so ansprechend zu lesen.

Auf jeden Fall ist die Message, die hinter dem Roman steht wichtig und auf jeden Fall aktuell: Wir leben auf dieser Erde, als hätten wir noch eine zweite im Keller. Wenn sich nichts ändernt, dann ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass wir bald in einer Welt leben, die Wesley Chus Roman entsprungen sein könnte.
Aus diesem Grund auch passend zum Umweltschutz mein Zitat aus diesem Buch:

Wir versuchen die Blutung zu stillen, indem wir Löcher stopfen und Pflaster darauf kleben. Ganz egal, was wir tun, es wird immer schlimmer. Jede Generation sieht nur das, was sie direkt vor der Nase hat, und denkt nicht an das Gesamtbild.

Liebe Grüße

Lee.

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Spannend- actionreich- der Einstieg fiel mir etwas schwer
Buchraettinvor einem Jahr

Romane über Zeitreisen lese ich zu gern. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wie werden wir leben, aber auch, einmal die Vergangenheit hautnah zu erleben, dabei zu sein, wenn Entdeckungen gemacht werden- das hat doch etwas.
Die Zukunft der Menschheit in dieser Geschichte ist nicht sehr verlockend. Auch der Weg dahin, steinig, voller Kriege und die aktuelle Zukunft ist düster und nicht wirklich erstrebenswert wie es scheint. Das Sonnensystem wurde besiedelt. Die Menschheit kämpft allerdings ums Überleben. Mittels Zeitreisen holen spezielle Chrononauten aus der Vergangenheit Gegenstände, oft auch Energiequellen, die hier bei Katastrophen vernichten werden würden und somit verloren gehen.
Es gibt hier eine Organisation, die diese Zeitreisen organisiert und überwacht. Eingriffe in die Vergangenheit, die Risse erzeugen im Zeitfluss, das muss unbedingt vermieden werden- mit allen Mitteln. Niemals darf ein Zeitreisender einen Menschen der Vergangenheit mit in die Zukunft nehmen oder in das Geschehen dort eingreifen. Doch was wäre wenn?
Im Mittelpunkt steht hier James, ein Zeitreisender. Er übernimmt einen höchst gefährlichen Auftrag. Doch werden ihm bald Unstimmigkeiten deutlich, zu den Informationen, die ihm mitgegeben wurden. Bei seinen Aufträgen in der Vergangenheit sterben Menschen. Er reist zu Katastrophen, die Menschen stammen aus der Vergangenheit, dennoch meldet sich sein Gewissen, die Toten begegnen ihm in seinen Träumen. Und dann trifft er eine Entscheidung, die alles verändert.
Der Stil des Buches ist anschaulich beschrieben, als Leser bin ich dabei, mitten drin und ich fand es auch fesselnd zu lesen. Ich muss sagen, zu Beginn brauchte ich einige Zeit um in der Geschichte anzukommen, aber spätestens als Elise auftaucht, hatte mich das Buch gefesselt.
Die Zukunft, die der Autor hier entwirft ist duster. Die Linien des Zeitflusses zeigen einen Weg, eine Art Spirale, die in dieser Zukunft endet, die die Menschheit an den Rand ihrer Existenz bringt und auch die Erde fast vernichtet darstellt.
Das ist schon ein sehr düsteres Bild. Die Organisation der Zeitreisen, die fand ich wurde schon sehr geheimnisvoll vorgestellt. Es gibt immer wieder Andeutungen, Details, die mich als Leser neugierig machen auf den Rest der Geschichte. Das liest sich manchmal wie eine Art Krimi.
In den Kapiteln des Buches steht eine Figur im Mittelpunkt, wie auch der Vorsitzende von James, das fand ich auch gelungen, da es ein wenig dem Leser auch eine Art Rund um Blick auf das Geschehen gibt.
Was mich ein wenig störte, war der Stil ist manchmal ich nenne es mal ein wenig schwerfällig zu lesen, aber dann kamen wieder Szenen, die fand ich sehr fesselnd. Das war ein wenig ein Auf und Ab beim Lesen, aber insgesamt hat es mir dennoch gut gefallen.
Spannend zu lesen, fesselnd, anschaulich- manchmal ein wenig krimiartig, actionreich, Zeitreisen in einer dusteren Zukunft der Menschheit. Fesselnde spannende SF Zeitreise Unterhaltung, aber manchmal ein wenig schwerfälliger Stil. Es war ein wenig Auf und Ab beim Lesen.
3,5 Sterne

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Wesley Chu wurde am 23. September 1976 in Taipeh (Taiwan) geboren.

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