Wesley Chu

 3.7 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Zeitkurier, Die Leben des Tao und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wesley Chu (©Michael Chu)

Lebenslauf von Wesley Chu

Wesley Chu wurde 1976 in Taipeh geboren und wuchs dort zunächst bei seinen Großeltern auf. Ab den frühen Achtzigern lebte er dann bei seinen Eltern in den Lincoln, Nebraska und ab 1990 in Chicago. Er studierte Informatik und arbeitete danach u.a. im Bankwesen. Außerdem trat er im Fernsehen auf, arbeitete als Stuntman, und spielte gemeinsam mit Michael Jordan in einem Werbespot mit, was die beiden beinahe schon zu besten Freunden macht. 2013 wird sein Debütroman „The Life of Tao“ veröffentlicht, der den Auftakt einer Trilogie darstellt. Seit 2014 ist Chu hauptberuflicher Autor und blendet sein Publikum mit dem Stift (in Wahrheit mit dem Computer, aber die Metapher ist nicht so schön.) Chus Werke sind mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise gewann er 2015 den „John W. Campbell Award for the Best Writer“. Für eine Verfilmung seines Romans „Zeitkurier“ (2017) konnte sich Paramount die Rechte sichern.

Alle Bücher von Wesley Chu

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Buchformat:
Cover des Buches Zeitkurier (ISBN: 9783453317338)

Zeitkurier

 (30)
Erschienen am 14.08.2017
Cover des Buches Die Leben des Tao (ISBN: 9783596034871)

Die Leben des Tao

 (13)
Erschienen am 13.10.2016
Cover des Buches Die Tode des Tao (ISBN: 9783596034888)

Die Tode des Tao

 (8)
Erschienen am 24.11.2016
Cover des Buches Die Wiedergeburten des Tao (ISBN: 9783596034895)

Die Wiedergeburten des Tao

 (6)
Erschienen am 23.02.2017
Cover des Buches The Walking Dead: Taifun (ISBN: 9783966580441)

The Walking Dead: Taifun

 (0)
Erscheint am 02.11.2020
Cover des Buches Tao. Die komplette Trilogie (ISBN: 9783104907048)

Tao. Die komplette Trilogie

 (0)
Erschienen am 25.01.2018
Cover des Buches Zeitkurier (ISBN: 9783945986578)

Zeitkurier

 (0)
Erschienen am 13.10.2017
Cover des Buches Time Salvager (ISBN: 9780765377180)

Time Salvager

 (1)
Erschienen am 07.07.2015

Neue Rezensionen zu Wesley Chu

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Gute Ansätze, einige Schwächen
Fuchsiahvor einem Jahr

Ich war nach dem Klappentext wahnsinnig gespannt auf den Inhalt des Buches. Klar, ist die Grundidee, dass wir Menschen unsere Erde so weit zerstört haben, dass wir andere Technologie benötigen jetzt nicht die neuste Erfindung und dennoch fand ich gerade die Verknüpfung mit der Zeitreise wahnsinnig spannend. Immerhin kann diese dazu genutzt werden, um wichtige Mittel und Rohstoffe zu beschaffen oder kann ganze Katastrophen verhindern.
Auf der anderen Seite haben diese Zeitreisen natürlich auch Nebenwirkungen. Je mehr das Buch voranschreitet, desto mehr merken wir als Leser eigentlich wie die Halluzinationen einer unserer Protagonisten James immer mehr mit der Realität verschwimmen.
Eine absolut skurrile und auch interessante Vorstellung wie ich finde. Neben James, der mir durch seinen Zynismus und seine Sichtweisen und Einblicke wirklich gut gefallen hat, lernen wir auch weitere Figuren kennen, die in diesem Buch einen eigenen Erzählstrang bekommen. So gewinnt man als Leser wirklich einen guten Einblick in die Geschichte und ich muss allerdings sagen, dass mich die Figurenausarbeitung nicht wirklich packen konnte. So gut mir James gefallen hat, so wenig greifbar erschienen mir manch andere Figuren in diesem Buch. Für mich fehlte da die Empathie, das Gefühl zu verstehen, denn auch die Liebesgeschichte ist für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin geschrieben und hätte man gut und gerne auch weglassen können. Das ist das erste Mal, das ich sagen würde: Die Geschichte hätte wirklich darauf verzichten können. Ich habe in lebensgefährlichen Situationen mit mehr Emotionen gerechnet und gefühlt nur einen kurzen Händedruck und ein Welcome back bekommen… was für mich jetzt nicht DIE Liebe zwischen zwei Figuren ausdrücken würde, aber naja. Vielleicht habe ich auch nur eine romantisierte Vorstellung davon oder bin durch meine vorherigen Bücher einfach zu verwöhnt gewesen.

Was mir dann wiederum wirklich gut gefallen hat, war der gesellschaftliche Aufbau und vor allem das World Building. Die Art von Zeitreisen sind neu, innovativ und keineswegs ungefährlich. Die Macht liegt in der Hand einiger weniger und wem kannst du wirklich noch in einer solchen Zeit vertrauen? Fragen über Fragen, die mich wirklich haben weiter lesen lassen, denn die Idee und die Welt haben mir wahnsinnig gut gefallen. Jedes positive Detail kann auch sofort in etwas negatives gewandelt werden. Nichts ist nur schwarz oder weiß, sondern es gibt noch so viele unentdeckte Bereiche dazwischen.
Vor allem hier empfand ich die düstere und bedrohliche Atmosphäre als wirklich gelungen. In solchen Momenten kam wirklich Spannung auf und ich hatte das Gefühl, selber ein Zeitreisender zu sein.

Leider gab es neben der Figurenkonstellation auch noch das Problem mit den Längen im Buch. Ich habe bereits in anderen Rezensionen gelesen, dass es nicht nur mir so ging, was mich schon mal beruhigt, denn gerade der Anfang gestaltete sich für mich ein wenig wie Schwimmen in einem Wirlpool. Ich wollte vorankommen und kam irgendwie doch nicht von der Stelle. Manche Spannungsbögen waren so klasse aufgebaut und wurden dann aber mit einem einzigen Cut komplett zur Nichte gemacht, was mich irgendwie teilweise auch wirklich frustrierte, denn dadurch blieben trotz den mega genialen World Buildings und James (:D) das Kopfkino teilweise ganz aus. Es war mehr ein Stummfilm in zu langsam abgespielt und das fand ich sehr schade. Auch durch die vielen Beschreibungen und Details ging manchmal leider nicht nur die Spannung, sondern auch der Erzählstrang etwas unter, wobei ich an diesen Stellen dann wiederum Kopfkino hatte.
Man konnte in diesem Buch also so gesehen nicht alles haben.

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Zeitkurier
LeesBuechervor 2 Jahren

Obwohl man es fast nicht glauben mag, so lange wie ich gebraucht habe um das Buch tatsächlich zu beginnen, habe ich mich sehr auf Zeitkurier gefreut. Seit einiger Zeit bin ich ja sehr im Science-Fiction-Genre zu Hause, weshalb mich der Titel auf dem Bloggerportal einfach angelacht hat. Ich muss also Vorweg erst einmal zugeben, dass ich irgendwie schon gewisse Erwartungen an das Buch hatte, was es ihm im Endeffekt wahrscheinlich schwerer gemacht hat. Denn leider konnte es mich trotz des rasanten Einstiegs nicht wirklich überzeugen.

Die Idee an sich ist aber erst einmal unglaublich interessant und man kann definitiv viel daraus machen. Dem Autor ist es auch durchaus gelungen einiges herauszuholen, aber leider hat sich das eher auf den Beginn des Buches konzentriert. Während die Story um James den Zeitreisenden rasant und spannend losgeht, verliert sich das gegen Ende des Buches weitestgehend. Zwar bin ich ein wenig neugierig wie denn nun die Auflösung am Ende sein wird, aber ob mich das tatsächlich zum Weiterlesen animieren wird, weiß ich noch nicht.
Das Konzept der Story ist nicht unbedingt neu, aber ich finde, dass ist kein Grund um ein Buch von vorneherein abzulehen. Wesley Chu beweist, vor allem zu Beginn, warum das eine gute Einstellung ist, um das ein oder andere unterhaltsame Buch zu finden. Zeitreisen mögen dem einen oder anderen inzwischen schon viel zu „Mainstream“ sein, aber ich muss sagen, die Idee reizt mich einfach unglaublich. In Zeitkurier wurde diese Idee mit einer dystopischen Zukunft verbunden, in der die Menschheit langsam aber sicher ausstirbt, da ihr die Ressourcen ausgehen. Grund dafür ist die Seuche, die sich auf der Erde breit gemacht und fast die komplette Vegetation dahingerafft hat. Überraschendeweise konzentriert man sich in der Zukunft nicht darauf den Schaden irgendwie zu heilen, sondern einfach nur so lange mit dem auszhalten, was sich irgendwie auftreiben lässt. Schuld daran sind die Konzerne, die über die Vormachtstellung kämpfen und versuchen die Oberhand zu behalten. Ob es einen tieferen Sinn dahinter gibt, dass keine Versuche unternommen werden um die Erde zu retten, habe ich allerdings nicht herausfinden können.
Es kümmert sich also niemand um die arme, vor sich hin siechende, Erde, bis James auf einer seiner Zeitreisen ausversehen, so mehr oder weniger, einen Menschen aus der Vergangenheit mit in die Zukunft nimmt. Elise ist Wissenschaftlerin und hat auf einer Forschungsplattform gearbeitet, als man die Seuche damals entdeckt hatte. Ihrer Meinung nach waren sie kurz vor dem Durchbruch die Erde wieder zu heilen. Plötzlich in der Zukunft abgesetzt, in der die Regel so ganz anders sind, als in ihrer friedlichen Zeit, ruht die Hoffnung auf Elises Schultern die Erde wieder hin zu bekommen. Zur Verfügung steht ihr allerdings so gut wie gar nichts.
Und genau ab diesem Punkt verliert die Handlung leider an Spannung. Gerade dann, wenn ich erwartet hätte, dass noch einmal richtig Spannung hereinkommt, drückt der Autor auf die Bremse.

Die Charaktere, die zu Beginn der Story wirklich interessant vorgestellt und vielseitig gestaltet worden sind, retten das ganze noch einmal ein bisschen. Traurigerweise mit der Ausnahme von Elise: Meiner Meinung nach wird sie zunehmend nervig, besonders da sie sich so überhaupt um gar nichts Gedanken macht, außer um die Sachen die sie braucht um Helding zu spielen. Nicht nur macht sie sich überhaupt keine Gedanken darüber wie Zeitreisen funktioniert und wieso James nicht sonderlich oft springen möchte, oder sollte, sie bekommt auch überhaupt nicht mit wie schlecht es ihm geht. Dabei wird immer wieder angedeutet, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Wie kann einem da entgehen, wenn der Kerl aussieht wie aufgewärmte Leiche?
James an sich ist dafür ein interessanter, und Gott sei Dank auch erträglicher, Charakter. Er gibt sich wirklich Mühe Elise die Schwierigkeiten und Gefahren der Zukunft zu erklären, schade nur dass sie ihm so gar keine Beachtung schenkt was das angeht.
Besonders ansprechend macht ihn aber die Thematisierung von PTSD, die James durch seine Sprünge entwickelt. Immer wieder muss er Menschen sterben lassen, auch wenn er theoretisch weiß, dass sie schon lange Tod sind, und das zerrt immens an den Nerven. So ist es nicht verwunderlich, dass er mit einigem Ballast zu kämpfen hat, der glaubwürdig dargestellt und beschrieben wird.

Zuletzt möchte ich noch ein zwei Worte zum Schreibstil loswerden. An sich schreibt der Autor flüssig und zusammenhängend, aber leider doch sehr umgangsprachlich. Immer wieder wird es ein wenig vulgärer, was ja doch nicht sein muss, dystopische Zukunft hin oder her. Ich persönlich finde es einfach nicht so ansprechend zu lesen.

Auf jeden Fall ist die Message, die hinter dem Roman steht wichtig und auf jeden Fall aktuell: Wir leben auf dieser Erde, als hätten wir noch eine zweite im Keller. Wenn sich nichts ändernt, dann ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass wir bald in einer Welt leben, die Wesley Chus Roman entsprungen sein könnte.
Aus diesem Grund auch passend zum Umweltschutz mein Zitat aus diesem Buch:

Wir versuchen die Blutung zu stillen, indem wir Löcher stopfen und Pflaster darauf kleben. Ganz egal, was wir tun, es wird immer schlimmer. Jede Generation sieht nur das, was sie direkt vor der Nase hat, und denkt nicht an das Gesamtbild.

Liebe Grüße

Lee.

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Rezension zu "Zeitkurier" von Wesley Chu

Wenn ein Schritt alles verändern könnte ...
Solara300vor 2 Jahren

Kurzbeschreibung

Der Chronist James hat das Reisen und seinen Job allmählich satt.
Sei es die Aufträge die ihn an seine Grenzen bringen, oder die Frage für was es sich lohnt weiter die Ressourcen in die Gegenwart zu bringen, wenn sich nichts ändert an der Lage im Moment.

Bei seinem letzten Auftrag allerdings begeht James denn wohl größten Fehler eines Chronisten, den er kennt die Zeit gesetze und weiß das er niemanden retten darf auch wenn es schwer fällt, und genau gegen dieses Gesetz verstößt er als er jemanden rettet.

Eine Zeit auf er Flucht scheint unausweichlich ...


Cover

Das Cover passt zum Inhalt und man sieht einen Mann der rennend unterwegs ist wie es aussieht.
Für mich mit dem Dunklen Raum außen interessant gestaltet, da es sich hier um mehr als nur das ersichtliche handeln könnte.



Schreibstil

Der Autor  Wesley Chu hat hier eine interessante und stimmige Zeitreise Geschichte verfasst, die mit interessanten Protagonisten Lust macht mehr zu erfahren, was als nächstes passiert.
Leider war ich aber nicht so drin wie ich es mir gewünscht habe beim Lesen, da die Spannung nicht so bildhaft war wie gewünscht.
Das allerdings hat nur etwas mit meinem Empfinden beim Lesen zu tun und nicht mit der Geschichte selbst.
Deshalb hier nur drei Sterne.


Meinung

Wenn ein Schritt alles verändern könnte ...

Dann sind wir bei dem Chronisten James- Griffin- Mars,  der wie alle anderen Chronisten Aufträge erhält in der Zeit zu reisen und sich Ressourcen zu beschaffen.

Bei seinem gerade erst vollendeten Auftrag traf James zum Beispiel auf die Oberin Grace Priestly, die die Zeitfirma mitbegründet hat und im Jahr 2212 sterben wird.
Den auf dem Raumschiff, wo sie sich gerade befindet, steht eine Druckwelle bevor, die nichts und niemanden übrig lassen wird.
James weiß das und doch ist er traurig einen Verstand wie von Grace verloren in der Vergangenheit zu lassen.

Wegen dieser Einsätze, in der er über manches Leben entscheiden muss, trinkt er und lässt sich manches Mal von Schuldgefühlen überrennen.
Allerdings hat er eigentlich Gefühle, oder wie hätte er sonst die Ausbildung die Fünf Jahre dauert zum Chronisten überleben sollen.
Chronisten sind im Jahre 2511 gefürchtet und gehasst und ein notwendiges Übel und keine Erretter, wie manche vielleicht denken.
James weiß das und nimmt weiterhin Aufträge an, auch wenn die Zahl aus seinem Lehrgang schwindet, da es einen sehr hohe Sterberatte gibt.

Bei einem seiner Aufträge oder sagen wir mal so, bei seinem letzten, trifft James eine Entscheidung die alles verändert und eingreift in das Zeit Gefüge, den er nimmt jemanden mit.


Und genau hier wird es etwas spannender, denn vorher lernt man erst einmal James kennen und seine Neigung sich seinem selbstzerstörerischen Sein nach abgeschlossenen Aufträgen zu widmen. Denn die Aufträge setzen ihm immer mehr zu und Alpträume plagen ihn.
Man lernt nicht nur James Gefühlswelt kennen, sondern auch wie es so aussieht in der Gegenwart im Jahr 2511 und was die Verbliebenen  Bewohner auf den restlichen Planeten so machen.
Dabei lernt man auch Smitt kennen, der der Lotse von James ist und die Aufträge an Land zieht.

Sehr Interessant gestaltet.


Fazit

Ein Zeitreise Roman mit Empfehlung!
Ein Chronist, die Zeitreiseregeln und ein Verstoß der alles ändern könnte.

3 von 5 Sternen

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Zusätzliche Informationen

Wesley Chu wurde am 23. September 1976 in Taipeh (Taiwan) geboren.

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