Wesley King Daniel is different

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Inhaltsangabe zu „Daniel is different“ von Wesley King

Bloß nicht auffallen! Nach dieser Devise lebt Daniel, der einfach nur ein ganz normaler Dreizehnjähriger sein will. Deswegen hofft er die meiste Zeit, dass niemand seine komischen Angewohnheiten bemerkt – weder seine Familie noch sein bester Freund Max und schon gar nicht seine Traumfrau Raya. Als er plötzlich eine mysteriöse Nachricht erhält, ist es allerdings gar nicht mehr so leicht, sich zu verstecken. Denn das unbekannte andere Sternenkind braucht seine Hilfe. Auf einmal wird aus Daniels Leben ein richtiger Krimi.

Eine einfühlsam erzählte Gesichte die sich mit der Thematik einer Zwangsstörung befasst. Man kann sich gut hineinversetzten.

— Jo_Anderson
Jo_Anderson

Cooles Buch, mal was anderes...

— lesekat75
lesekat75

Absolutes Lieblings Buch! Einmal angefangen ist es schwer das Buch wieder beiseite zu legen..

— Wattpad
Wattpad

Eine wunderschöne und faszinierende Geschichte!

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

[4/5] Anfangs witzig, später berührend. Authentisch und wissenschaftlich korrekt. Eindrücklich beschrieben. Spannend und interessant. Toll!

— JenniferKrieger
JenniferKrieger

Tolles Jugendbuch mit Tiefgang und Humor!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

ein (außer)gewöhnlichen Jungen, der sich anders fühlt, es manchmal auch ist, aber im Grunde normal wie andere Kinder ist

— Kumosbuchwolke
Kumosbuchwolke

Aufwühlend und anrührend. "Daniel is different" ist eine wichtige Geschichte über eine missverstandene Krankheit.

— Nightingale78
Nightingale78

Leichte Kost über Zwangsstörungen und Freundschaft, aber Lesenswert

— FraeuleinGutberlet
FraeuleinGutberlet

Sehr gutes Buch über Zwangsstörungen, mit ein paar Schwächen.

— LillySj
LillySj

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  • Daniel das Sternenkind

    Daniel is different
    Jo_Anderson

    Jo_Anderson

    01. July 2017 um 18:34

    Das Einzige, was im Leben eines Dreizehnjährigen wichtig ist, ist normal zu sein. Doch Daniel ist nicht normal, auch wenn er mit allen Mitteln versucht nicht aufzufallen. Tagsüber schafft er es meinst seine Ticks unauffällig auszuführen, doch Abends schlagen sie mit geballter Kraft zu. Eigentlich weiß er, dass nichts schlimmes passiert, wenn er das Licht aus gemacht hat. Doch was, wenn es sich plötzlich falsch anfühlt? Und dann kommt die Angst. Wenn er das nicht wieder gut machen, wird er am nächsten Morgen überhaupt noch aufmachen? Also macht er das Licht wieder an und dann wieder aus, aber es fühlt sich wieder falsch an. Das Kribbeln im Körper, so wie der Herzschlag nimmt zu und die Panik macht sich breit. Also auf ein Neues, aber die Drei ist von Haus aus eine schlechte Zahl... und so geht das noch eine Weile weiter. Aber das ist nur eins seiner Rituale um der Panik zu entgehen. Er fühlt sich allein. Flüchtet sich in Bücher und das Schreiben bis er auf Sara trifft. Psycho Sara, eine hochbegabte Schülerin die kein Wort spricht, mit niemanden. Die ihn aber ansieht. ""Ihn" wirklich sieht... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Dieses hier beschäftigt sich sehr gut mit der Angst, mit den Anfällen und dem Gefühl, das einen dabei überkommt. So können auch Menschen ohne Störung sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.

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  • THIS BOOK IS DIFFERENT

    Daniel is different
    lesekat75

    lesekat75

    25. June 2017 um 20:48

    INHALTDANIEL LEIGH ist kein gewöhnlicher 13-Jähriger Junge. Er erlebt „Zaps“, die er selbst so nennt. „Zaps“ laufen eigentlich immer so ab: 1. Schlechter Gedanke2. Schreckliches Gefühl/Empfindung3. Man denkt, dass man sterben muss oder verrückt wird oder nie wieder glücklich sein kann, wenn man nicht sofort etwas unternimmt. DANIEL lebt mit seinen Eltern, seiner 9-Jährigen Schwester Emma und seinem 17-Jährigen Bruder Steve zusammen. Sein bester Freund heißt Max, mit ihm spielt er auch in einem Footballteam. DANIELS Platz ist aber eher auf der Ersatzbank als auf dem Feld.Zurzeit schreibt er ein Buch; es heißt „Der letzte Junge“. Über die selbstgeschriebene Geschichte erfährt man etwas in dem Roman. Sie ist in einer anderen Schriftart abgedruckt. DANIEL beschäftigt sich gern mit Büchern und liest bereitwillig seiner kleinen Schwester Geschichten vor.DANIEL ist in Raya Senya Singh verliebt, die in seine 8. Klasse geht.In dem Buch DANIEL IS DIFFERENT lernt er das Mädchen Sara, das Psycho-Sara genannt wird, besser kennen und freundet sich mit ihr an.MEINUNGDANIEL IS DIFFERENT heißt ins Deutsche übersetzt DANIEL IST ANDERS, dieser Titel passt gut zu der Geschichte.Als ich das Buch DANIEL IS DIFFERENT von Wesley King das erste Mal gesehen hatte, wusste ich nicht ob mir es gefallen würde, da der Klappentext nur wenig verriet. Doch es ist ein sehr gutes Buch.Das Cover gefällt mir hingegen nicht besonders. Auf ihm sieht man ganz viele schwarz-weiße Zahlen mit unterschiedlichen Mustern und auch noch Gedankenstriche. Das passt zwar zu dem Buch DANIEL IS DIFFERENT, aber ich hätte ein anderes Cover gewählt, da es nur kurz um die Zahlen geht. In der Mitte steht DANIEL IS DIFFERENT darüber sieht man Wesley King in blauer Schrift. Wenn man das Buch aufschlägt sieht man viele kleine und große Zahlen und auch Gedankenstriche.Den Schreibstil finde ich sehr gut, er ist sehr spannend und flüssig. Das Buch DANIEL IS DIFFERENT hat 299 Seiten.

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  • Eine wunderschöne und faszinierende Geschichte!

    Daniel is different
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    21. May 2017 um 21:42

    Meine Meinung   Als ich das Buch begonnen habe, war ich sofort vom knackigen und äußerst humorvollen Schreibstil des Autors Wesley King begeistert! Der Autor hat eine jugendliche und ausführliche Art zu schreiben; einfache Sätze, mit viel Witz, aber auch mit einer wichtigen Message! Gewiefte Dialoge und bizarre Monologe, Gedankengänge und Eindrücke von den Charakteren – eine tolle Komposition eines tollen Schreibstils! Der Hauptcharakter im Buch »Daniel is different« ist – Überraschung! – Daniel Leigh, ein junger Bursche, der unter heftigen Zwangsstörungen leidet. Jeden Tag muss er dieselben Prozeduren ausführen, ansonsten kann er, z. B., nicht einschlafen, oder er ist der Meinung, er würde sterben. Besonders schlimm ist sein Ritual bevor er zu Bett geht: Stundenlanges Zähneputzen, umhermarschieren und Licht ein- und ausschalten. Der Charakter Daniel ist unglaublich sympathisch und liebenswürdig dargestellt. Er ist gegenüber anderen verschlossen, fühlt sich einsam und versucht krampfhaft, seine Neurosen zu verstecken (sogar vor seiner Familie!)! Nur sein Freund Max bringt ihn unter Leuten, außerdem ist Daniel in Raya verknallt, eine hübsche Inderin aus seiner Klasse. Er ist ein miserabler Football-Spieler, ist sehr gut in der Schule (außer in Mathe!) und gerät in Panik, wenn die »Zaps« kommen (sein Ausdruck für die Zwangsstörungen). Der Autor hat Daniel Leigh als äußerst liebevoll und sympathisch dargestellt – es dauert bei mir keine zwei Seiten, da war er mein kleiner Held, nicht weniger, weil mich meine Mutter auch mit diesem schönen Namen gesegnet hat! Daniel Leigh ist ein kleiner Held. Denn zu was sich das Buch entwickelt, hätte ich nicht erwartet!   Ich würde es so beschreiben: Das Buch lässt sich in drei Handlungsstränge, beziehungsweise drei Konflikte gliedern: Zum einem Daniels Umgang mit seinen Störungen, wie er mit ihnen klarkommt, was er empfindet, welche Gefühle ihn hierbei überkommen; dann Daniels ironische Liebe zum Football, er muss im Team spielen, und das nicht nur einmal, und das, obwohl er nicht will; und zum anderem der Krimi-ähnliche Konflikt mit Sara und ihrem verschwundenen Vater. Sara glaubt, John, der neue Freund ihrer Mutter, habe ihn umgebracht, und Daniel hilft ihr, dieses Mysterium aufzudecken. Sara ist wie er ein »Sternenkind«, aus diesem Grund kann sich Daniel mit ihr so gut identifizieren, und eine enge Freundschaft entsteht. Außerdem schreibt Daniel nebenbei noch an einem Buch. Diese Geschichte ist im Übrigen auch äußerst spannend!   So liebevoll die Charaktere sind, so aufregend ist der Plot. Die Story mit Sara’s Vater ist sehr spannend, gut konstruiert und auch am Schluss authentisch und nachvollziehbar. Daniel’s Footballspiele sind zum Mitfiebern, und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn er ein Spiel gewonnen hat. Auch die Änderung seiner Neurosen sind sehr interessant nachzuverfolgen, und auch der Schluss zu seinen Störungen war sehr schön! Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mich mitgefreut. Tolle Charaktere, ein super Schreibstil, drei Konflikte, die eine perfekte Balance im Buch beibehalten, und eine grandiose Atmosphäre noch dazu! ​ Fazit   Ein facettenreicher, spannender und lustiger Roman über einen faszinierenden Jungen, der trotz seiner Zwangsstörungen Footballspiele gewinnt, einen Mordfall auflöst und Freundschaften schließt. Die Charaktere überzeugen mit großem Potential für einen Nachfolgeband. Der Roman war grandios und eine herrliche Lektüre! Gerne mehr davon! Bravo!

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  • [Rezension] Daniel is different – Wesley King

    Daniel is different
    JenniferKrieger

    JenniferKrieger

    15. May 2017 um 16:32

    Klappentext:Warum ist die Zahl vier schlecht und weshalb muss er den Lichtschalter dauernd an- und wieder ausknipsen? Daniel hat absolut keine Ahnung, aber eins ist sicher: Das kann doch nicht normal sein! Genau deswegen darf auch niemand von seinen komischen Angewohnheiten erfahren – vor allem nicht sein bester Freund Max und erst recht nicht seine Traumfrau Raya! Aber dann hält das Leben eine Begegnung für ihn bereit, die seine Welt auf den Kopf stellt.Einordnung:Das Buch ist kein Teil einer Reihe.Rezension:Der Protagonist der Geschichte heißt Daniel, ist 13 Jahre alt und ich finde ihn total niedlich. Er ist ein unglaublich liebenswerter Charakter, aber nicht etwa wegen seiner Höflichkeit, sondern wegen seiner unbescholtenen, kindlichen Naivität. Und obwohl ich nicht immer mit ihm gefühlt habe, haben seine Erzählungen sehr viele verschiedene Emotionen bei mir ausgelöst. Insbesondere am Anfang habe ich sehr viel gelacht, obwohl ich das erste Kapitel eigentlich schon aus der Leseprobe kannte. Die Ernsthaftigkeit, mit der Daniel seine Gedanken beschreibt, liest sich wie knochentrockener Humor und ist wirklich witzig. Beispielsweise erklärt er, dass er im Internet gelesen hat, dass Männer Hosen mit Bügelfalten tragen sollen, wenn sie Frauen gefallen wollen, und dass er das nun tatsächlich in Erwägung zieht. Zum Glück bringt sein Bruder ihn davon ab, denn als er einen schrecklichen Lehrer in solch einer Hose sieht, analysiert er vollkommen ernsthaft, dass er sich damit wohl lächerlich gemacht hätte. Über solche Kleinigkeiten denkt Daniel viel und intensiv nach, aber auf einem liebenswerten, kindlichen Niveau.Es gibt jedoch auch Szenen, in denen ich ihn nicht einfach nur niedlich fand, sondern in denen ich wirklich mit ihm gefühlt und gelitten habe. Denn obwohl sonst niemand von seinen komischen Angewohnheiten wissen darf, erzählt Daniel den Lesern von den Zaps, wie er sie nennt. Wann immer ihn ein solcher Zap überkommt, hat der Autor sehr eindrücklich geschildert, welche Gedanken Daniel durch den Kopf gehen und welche Konsequenzen daraus folgen. Das fand ich von Anfang an bedrückend, auch wenn Daniel manchmal einfach nur eine aufgeschriebene Zahl durchstreicht und dann alles vorbei ist. Je mehr er in Stress gerät und je mehr Sorgen er sich macht, desto schlimmer werden die Zaps aber. Beispielsweise schaltet er normalerweise abends fünfmal das Licht ein und aus, bevor er ins Bett geht. Damit fühlt er sich besser. Als er jedoch eines abends mit einer Gehirnerschütterung ins Bett gehen will, ist er so ängstlich, dass er es dreihundertundfünf Mal ein- und wieder ausschalten muss, bevor es sich richtig anfühlt. Manchmal muss er Bewegungen mehrere dutzend Male wiederholen, bevor er glaubt, es richtig gemacht zu haben. Einmal tritt er ganze siebzehn Minuten immer wieder auf eine Fuge und wieder herunter, bevor er es schafft, weiter zu gehen. In diesen Szenen habe ich genauso gelitten wie Daniel. Seine Qualen haben mir Tränen in die Augen getrieben. Der Autor hat seine Probleme so eindrücklich geschildert, dass mich das wirklich fertig gemacht hat. Als Psychologiestudentin kann ich sagen, dass diese Beschreibungen absolut authentisch sind und dass dieses Buch sehr viele korrekte Informationen enthält – das hat es für mich aber irgendwie nur noch schlimmer gemacht.Natürlich hat das Buch aber auch noch andere Handlung als Daniels Angewohnheiten. Denn eines Tages erhält er eine mysteriöse Nachricht, in der er um Hilfe gebeten wird. Als er sich näher damit befasst, gerät er in mehrere brenzlige Situationen und erlebt ein ganz schönes Abenteuer. Das Buch beinhaltet jedoch nur nicht ein Abenteuer, sondern gleich zwei. Nebenbei schreibt Daniel nämlich auch noch an einem Buch. Daraus werden immer wieder Kapitel abgedruckt. Im Grunde habe ich also zwei Geschichten in einer bekommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das zu lesen. Insbesondere, da das Buch im Buch manchmal spannender war als die eigentliche Geschichte um Daniel. Denn trotz des Abenteuers, das er erlebt, ist Daniel für meinen Geschmack ein bisschen sehr häufig damit beschäftigt, zu erzählen, wie sehr er Raya mag. Außerdem haben sich die Szenen mit den Footballspielen irgendwann sehr in die Länge gezogen, da Daniel nur manchmal aufs Feld muss, um einmal gegen den Ball zu treten und dann wieder auf die Bank zurück zu kehren. Das hätte ich wirklich nicht dreimal lesen müssen. Insbesondere, da ich überhaupt keine Ahnung von Football habe und mir so nicht einmal vorstellen konnte, was er denn da eigentlich tut.Fazit:Das Buch hat mich sehr berührt. Daniels unschuldige, kindliche Naivität macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter, über dessen Äußerungen ich mehrfach herzlich lachen musste. Auf der anderen Seite werden seine Angewohnheiten, bestimmte Dinge wiederholt zu tun, sehr eindrücklich beschrieben. Seine Qual und Verzweiflung haben mir die Tränen in die Augen getrieben. An dieser Stelle ist das Buch sehr authentisch und voller wissenschaftlich korrekter Informationen. Außerdem ist die Handlung größtenteils spannend, denn zum einen erlebt Daniel ein ziemliches Abenteuer und zum anderen schreibt er ein spannendes Buch, aus dem immer wieder Kapitel abgedruckt sind. Nur die Beschreibungen der Footballspiele und seiner Zuneigung zu Raya haben sich irgendwann nur noch wiederholt und mich eher gelangweilt. „Daniel is different“ bekommt daher insgesamt vier Schreibfedern von mir.

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  • Wunderbares Jugendbuch

    Daniel is different
    Becky_Bloomwood

    Becky_Bloomwood

    14. May 2017 um 17:40

    Daniel is different wurde mir von einer Buchhändlerin empfohlen, als ich ihr sagte, ich hätte u. a. Das Schicksal ist ein mieser Verräter großartig gefunden. Zum Glück habe ich auf sie gehört und mir das Buch gekauft.Wesley Kings Daniel is different ist ein wunderbares Jugendbuch über einen Jungen namens Daniel, der an Zwangsstörungen leidet und erst sehr langsam zu verstehen beginnt, dass er weder "verrückt" ist, noch sein "Verrücktsein" alleine durchstehen muss. Wesley King, der im Nachwort schreibt, dass er ebenfalls an Zwangsstörungen litt und der Daniel quasi ein Abbild seiner selbst ist, beschreibt einfühlsam und sehr humorvoll, wie Daniel stets versucht, seine "Zaps" (so nennt er seine Zwangsstörungen) vor seiner Umwelt zu verbergen. Selbst seine Familie ahnt nicht, welche Kraft es Daniel kostet, "normal" zu wirken. Das Buch lässt sich hervorragend in einem Rutsch durchlesen, da Wesley King einen ansprechend leichten Ton gewählt hat, der aber keineswegs seicht wirkt. Zudem überwiegt trotz des ernsten Themas der Humor und Daniel ist einfach ein sehr liebenswerter Charakter!Ich habe das Buch von der ersten Zeile - "Es war an einem Dienstag, als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich verrückt war" - bis zur letzten Seite genossen. Ein tolles Jugendbuch - nicht nur für junge Leser.

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  • Unbedingt lesen !!!

    Daniel is different
    Uwes-Leselounge

    Uwes-Leselounge

    03. April 2017 um 11:59

    Der größte Wunsch des 13-jährigen Daniel ist es, normal zu sein. Deshalb ist seine Maxime "bloß nicht auffallen". Denn was keiner weiß ist, dass Daniel komische Angewohnheiten hat. So muss er Abends bevor er ins Bett geht bestimmte "Rituale" einhalten, sonst geschieht etwas Schlimmes mit ihm. Niemand ahnt etwas von seinen Zwangsstörungen, aber genau diese sind es, die Daniel so besonders machen. So verheimlicht er diese Ticks nicht nur seiner Familie, sondern auch gegenüber seinem besten Freund Max und seiner heimlichen Liebe Raya. Als er eine seltsame Nachricht erhält, worin er als Sternenkind bezeichnet wird, gerät sein, nach eigenen Maßstäben "geordnetes" Leben mehr und mehr aus den Fugen. Nun kann er sich nicht mehr verstecken und gerät mitten hinein in eine kriminalistische Jagd. Wesley King beschreibt in Daniel is Different sehr eindrucksvoll und bildlich, was es heißt mit Zwangsstörungen leben zu müssen. Egal ob ein Mensch unter einem Waschzwang leidet, Angst vor Berührungen oder bestimmte Ticks hat oder einhalten muss. In Daniels Fall sind diese z. B. unter anderem fünf Mal den Lichtschalter an und aus zu machen, in einer genau festgelegten Anzahl von Schritten einen Weg zu beschreiten und vieles mehr. Dieses nennt Daniel sein Programm, welches er Abends vor dem Schlafen gehen einfach machen muss. Sollte er dieses nicht tun, ist er der Meinung, dass mit ihm etwas sehr Schlimmes passiert. Noch schwieriger wird es, wenn dieses Programm nicht klappt, also es sich, z. B. beim An- und Ausschalten des Lichtschalters nicht richtig anfühlt. Erst nach einer gewissen Anzahl, wie etwa fünfzig Mal den Schalter ein-/auszuschalten, fühlt es sich gut an. Die dabei einhergehenden Gefühle und Ängste hat der Autor bei diesen "Ticks" besonders gut beschrieben.Daniel ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Junge. Er geht zur Schule, spielt mässig erfolgreich Football und unternimmt mit seinem besten Freund Max viele Dinge. Auch in der Schule ist er recht gut, bis auf Mathematik, da steht er mit seinen Zwangsstörungen und den Zahlen auf Kriegsfuß. Ich mochte Daniel sofort und als so langsam die ersten Zaps, so bezeichnet er seine Anfälle, begannen, tat er mir einfach nur noch leid und ich fühlte mit ihm. Einzig das Schreiben hilft ihm, diese Zaps zu lindern. So lesen wir eine Geschichte in der Geschichte, worin Daniel ein Held ist. Die Idee dahinter hat mir sehr gut gefallen. Sehr eindrucksvoll beschreibt Wesley King in diesem Jugendbuch, dass es wichtig ist, sich helfen zu lassen, in dem man sich Freunden oder auch der Familie anvertraut. Denn dieses Versteckspielen und Verbergen der Störungen helfen dem Betreffenden nicht wirklich, ganz im Gegenteil. Im schlimmsten Fall kapselt sich der Betroffene völlig ab und versinkt in Depressionen, die häufig nur einen bestimmten Ausweg haben. Dieses Thema findet in unserer Gesellschaft leider kaum bis kein Gehör und die Dunkelziffer der Betroffenen wird sicherlich sehr hoch sein.Der Schreibstil in Daniel is Different ist dabei sehr humorvoll gehalten und der Autor geht mit dieser Thematik sehr gefühlvoll um, spricht er doch aus eigener Erfahrung. Neben Daniel, ist die zweite Protagonistin ein Mädchen mit Namen Sara, dass ebenfalls unter Zwangsstörungen leidet. Sie spricht mit niemandem und hat deshalb eine Betreuerin an ihrer Seite, die ihr im Alltag hilft, obwohl dies gar nicht nötig wäre, denn Sara ist ausgesprochen klug und kann sehr wohl sprechen, sieht hierzu aber keine Notwendigkeit. Als Sara ausgerechnet Daniel auf dem Flur der Schule anspricht, ändern sich ihrer beider Leben zusehens. Sara ist ein toller Charakter. Zum einen ist sie, wie bereits erwähnt, sehr klug und für ihr Alter recht weit und doch ist sie sehr verletzlich, wütend und oft nur schwer einzuschätzen. Dabei hat mir der Zusammenhalt und die sich anbahnende Freundschaft zwischen Sara und Daniel gut gefallen. Was gerade das Ende noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellt.FAZIT: Trotz dieses sehr ernsten und zum Teil traurigen Themas, ist Daniel is Different ein wunderbares Jugendbuch, welches man gelesen haben sollte. Einfühlsam und bildlich beschreibt Wesley King, was es bedeutet mit solchen Zwängen leben zu müssen. Aber er zeigt auch, wie die Betroffenen damit umgehen sollten. Dabei ist es wichtig, offen mit diesen Problemen umzugehen und sich jemandem, z. B. den Eltern, anzuvertrauen. Denn nur gemeinsam kann man dieses in den Griff bekommen - 4 von 5 Nosinggläser.

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  • Daniel is different | Rezension

    Daniel is different
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    02. April 2017 um 12:38

    Dieses Buch ist nach Mit anderen Worten: ich von Tamara Ireland Stone mein zweites Buch beim Magellan Verlag, welches das Thema der Zwangsstörung beschreibt. Zu diesem Buch haben Mara und ich übrigens letztes Jahr eine livresque amitié Buchbesprechung gemacht, hier könnt ihr sie euch noch einmal durchlesen. Daniel weiss nicht, dass er an einer Zwangsstörung leidet. Er versucht zwanghaft normal zu sein und erwähnt gegenüber niemandem mit keinem Wort, dass er verrückt ist. Mehrmals am Tag überkommen ihn so genannte ZAPs. In diesen Momenten hat Daniel das Gefühl, er müsse sterben, wenn er eine bestimmte Sache keine bestimmte Anzahl Mal macht. Beispielsweise zehn Mal auf diese Ritze im Boden stehen. Wenn er es einmal tut ist es gut, wenn er es zweimal tut wieder nicht, neun Mal sind am Schlimmsten. Jede Zahl hat für ihn ein gutes oder ein schlechtes Omen, deshalb ist er auch so schlecht in Mathe, weil er nicht jede Zahl niederschreiben kann, ohne dass etwas Schlimmes passiert. Oftmals werden ganz schreckliche Momente in seinem Leben geschildert, immer wieder kommt das "Programm" vor. Jeden Abend, bevor Dan ins Bett geht, muss er eine bestimmte Reihenfolge an Dingen durchführen. Eine gewisse Anzahl Schritte bis ins Bad, eine gewisse Anzahl Mal soll er sich die Zähneputzen, das Licht genau richtig oft an- und ausschalten. Jede Nacht braucht er bis zu fünf Stunden, bis er endlich ins Bett fallen kann und das Gefühl nicht mehr hat, zu sterben. Wesley King schreibt in einem Nachwort, dass der Daniel in seinem Buch ein ziemlich identisches Abbilds Seiner Selbst im Alter von dreizehn Jahren ist. Er weiss also ganz genau, wovon er spricht. Die Szenen der Zwangsstörung haben mich am meisten beeindruckt und ich bin echt froh, das Buch gelesen zu haben und somit etwas darüber erfahren zu haben. Ansonsten ist das Buch natürlich mit einer Geschichte verstrickt. Daniel muss unerwartet an Football-Spielen in der Startaufstellung spielen, obwohl ihm davor graut. Weiterhin schreibt er immer weiter in seinem Roman von einem Daniel, der normal ist. Ein Daniel, der er gerne sein würde. Er findet Freunde, lernt neue Menschen kennen, die ihm helfen, seine Zwangsstörung zu erkennen und  so ganz nebenbei versucht er auch noch einen Mordfall zu lösen. Ich habe das Buch der dann doch recht harmlosen Geschichte und des lockeren Schreibstil wegen in einem einzigen Tag durchgelesen. Mich hat es aber eben vor allem der Zwangsstörung wegen interessiert. Die anderen Aspekte, wie der Mordfall, waren nette Zusätze, aber so wirklich spannend fand ich es nicht. Von daher würde das Buch wahrscheinlich doch eher junge Leser_innen ansprechen. Es wird auf jeden Fall eine wichtige Nachricht vermittelt: Du bist nicht allein und Hilfe holen schadet nicht. Ein Freundschaftsbuch nahe an der Wirklichkeit. 

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  • Daniel is different

    Daniel is different
    Kumosbuchwolke

    Kumosbuchwolke

    29. March 2017 um 20:43

    Zwischen den Seiten"Daniel is different" wurde mir auf der Frankfurter Buchmesse vom Verlag vorgestellt und es ist das Thema "Zwangsstörungen" das mich seit Kira Gembris "Wenn du dich traust" interessiert, dass mich für Daniels Geschichte öffnete. Auf dem ersten Blick ist Daniel ein 13-jähriger Junge, wie viele andere. Er mag keinen Football, ist allerdings in der Mannschaft, dem eigenen Vater und dem besten Freund zuliebe, sitzt jedoch meist auf der Bank. Für Daniel nicht schlimm, er kümmert sich sowieso lieber um die Getränke.Daniel steht in den meisten Fächern auf einem A (entspricht einer 1 bei uns) nur in Mathe nicht, da steht er mit den Zahlen auf Kriegsfuß. Es gibt Gute und es gibt schlechte Zahlen für Daniels Empfindungen und dann die gefühlten schlechten Ziffern schreiben zu müssen, kostet ihn körperliche und seelische Überwindung.Als Daniel überraschend einen Spieler seines Football Teams ersetzen muss, ist der Druck auf ihn enorm groß, denn er möchte nicht spielen, aber noch weniger möchte er von den anderen Jungen ausgelacht werden. Zeitgleich spricht ihn die stumme, von den anderen nur Pyscho-Sara genannt, an. Ausgerechnet er soll ihr helfen einen Krimninalfall zu lösen.Daniel völlig überrumpelt stimmt zu und damit beginnen seine Herausforderungen: Footballspiel und ein Verbrechen aufklären. Der Druck wächst und damit auch die Zaps, so nennt Daniel, was auch als Tick bezeichnet wird.Daniel muss bestimmte Abläufe immer wieder machen und wehe etwas läuft dabei nicht so, wie es soll oder es fühlt sich nicht gut an. Schon seit Langem ein Teil von Daniel, den er peinlich genau vor anderen zu verheimlichen versucht, werden die Zaps immer schlimmer. Nur Sara scheint genau zu wissen, wie er sich fühlt, denn auch sie ist different und so werden Sarah und Daniel zu einer Stütze füreinander.Lese SpaßManchmal gibt es Gedanken oder Ängste die mich nicht mehr los lassen, dann geht es mir schlecht. Mir hilft Schlafen oder anders ablenken und dann sind schlechte Gedanken meist wieder weg.Bei Daniel ist das nicht so einfach, bei ihm ist dieser Filter störanfällig. Das heißt, er kann schlechte Gedanken wie zum Beispiel: "Wenn ich nicht den Weg von der Zimmertür zum Bett mit 10 Schritten schaffe, passiert etwas Schlimmes", schlecht kontrollieren.Sind es in dem Beispiel entweder 9 oder 11 Schritten ist Daniel überzeugt, das etwas passiert, es sei denn er wiederholt den Ablauf so lange, bis es klappt. Wenn Daniel von seinem Abendprogramm spricht, macht er das nicht zum Spaß. Er kann nicht anders, obwohl ihm mit der Zeit selbst klar wird, wie verrückt dieses Fremdsteuern ist.Er leidet dabei körperlich, seelisch und stumm. Schwitzt und heult.Mir kommen schon wieder Tränen, weil es der Autor Wesley King geschafft hat, mich voll und ganz mit Daniel zu identifizieren.Daniel ist eine sympathische Figur. Er ist schüchtern, läuft rot an, sobald er mit der hübschen Raya spricht. Ist aber nicht auf dem Mund gefallen. Ich fand das er charmant und gelegentlich schlagfertig reagiert, wenn er mit Raya spricht. Raya, Max und Daniels Geschwister waren weitere tolle Figuren. Manchmal etwas am Sticheln, aber im Großen und Ganzen Menschen, die gut für Daniel sind.Ich mochte Sara am Anfang überhaupt nicht, weil sie bestimmt und überrumpelt. Für Daniel ist sie allerdings wichtig, denn sie sieht hinter dem Sichtschutz den er versucht aufzubauen. Die ist ihm ähnlich und deshalb versteht sie ihn. Sara ist die Erste, die ihm sagt, dass er sich Hilfe mit seinen Zaps suchen kann. Auf der anderen Seite, ist Daniels logische, ruhige und loyale Art genau das was Sara benötigt, um sich selbst zu entwickeln.Leider kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum Daniels Eltern von seinem Problem nichts wissen. Schon klar, er versucht die Zaps zu kontrollieren und nur gelegentlich kommen sie im Beisein anderer durch jedenfalls am Anfang, aber das sie kaum was von dem Zubettgehen Programm mitbekommen? Schwierig.Ansonsten fand ich "Daniel is different" aber ganz gut. Es ist toll geschrieben, Daniel ist eine Figur zum Anfassen, Begleiten und gernhaben. Er hat Humor und Fantasie. Seine Geschichte, an der er schreibt bildet einen zweiten Handlungsstrang und spiegelt die Entwicklung der Geschichte wieder.Das Krimi Element, das Sara mitbringt, bringt etwas Spannung rein, sorgt für die Weiterentwicklung der Beiden, ist aber für Hobby Detektive leicht zu lösen. Dieser Ausgang passt für mich zu "Daniel is different".Fazit"Daniel is different" ist ein tolles Buch über einen (außer)gewöhnlichen Jungen, der sich anders fühlt, es manchmal auch ist, aber im Grunde doch wieder so normal wie andere Kinder ist. Das Buch hat viele lustige, schöne und starke emotionale Momente. Besonders Daniels Zubettgehzeiten sind mir im Gedächtnis geblieben, sie zeigen nämlich die wie stark die Zaps wirken und einschränken können. Für mich daher schwer vorstellbar, dass es den eigenen Eltern kaum auffällt. Vielleicht liegt es auch daran das Daniel und Sara für ihr Alter zu eigenverantwortlich und unabhängig skizziert wurden. Denn den Krimieinfluss scheinen die Beiden ebenfalls im Alleingang zu lösen, dessen Ausgang für mich nicht überraschend kam, aber sehr gut reingepasst hat. 4 Sterne.© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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  • Aufwühlend, beängstigend und anrührend geschrieben

    Daniel is different
    Nightingale78

    Nightingale78

    27. March 2017 um 21:27

    Meine MeinungJugendbücher in denen man selbst als ‚älteres Semester‘ noch etwas für sich mitnehmen kann, interessieren mich immer. So wurde ich natürlich beim Wesley Kings »Daniel is different« hellhörig. King greift in seinem neuen Werk durch den 13-jährigen Daniel das Thema Obsessive Zwangsstörung auf, verknüpft den Plot aber auch mit alltäglichen Sorgen eines Jugendlichen sehr gekonnt. So ist zwar die Krankheit ein wichtiger Aspekt, aber die Hauptfigur wird nicht nur durch diese definiert. Das gefiel mir sehr. Daniel ist eine Figur, mit der ich sofort sympathisierte. Er ist ein sehr intelligenter Junge, der eine große Leidenschaft für das Schreiben hegt. Mit seinem Humor holte er mich sofort ab. Und wie so viele Nerds, hat auch er es nicht so mit Sport. Allerdings möchte Daniel seine Freundschaft mit seinem besten Freund Max nicht gefährden und ist als Ersatzkicker im Schul-Football-Team.Zu Beginn ist Daniel sich überhaupt nicht darüber im Klaren, dass seine Ticks bzw. „Zaps“ Teil einer Zwangsstörung ist. Er denkt schlichtweg, dass er verrückt ist. Aus Angst seinen besten Freund zu verlieren, seinen Schwarm zu vergraulen und seine Eltern zu enttäuschen, verschweigt er jedem, wie sehr die Zwangsstörung seinen Alltag zunehmend bestimmt.Mir tat es in der Seele weh, zu sehen, dass Daniel meinte damit allein klarkommen zu müssen. Der Autor beschrieb insbesondere die „Rituale“ seines jungen Protagonisten sehr beklemmend. Als Leser merkt man durch diesen tiefen Einblick, wie Ernst man derartige Zwangsstörungen nehmen muss. Sich vorzustellen, dass Menschen derartiges täglich durchleben müssen, löst in mir großes Mitgefühl aus. Wesley King selbst litt in der Teenagerzeit an OCD und konnte in diesem Buch daher viele persönliche Erfahrungen einfließen lassen. Ausgerechnet die stumme Sara – genannt Psycho-Sara – aus der Schule, stößt ihn auf den wahren Kern seiner persönlichen Probleme. Bei ihr muss er sich nicht verstecken. Mit Sara wurde ich zugegeben erst etwas später warm. Sie ist recht schroff und geht sehr unverhohlen auf Daniel mit einem sehr familiären Problem zu. Sie denkt nämlich, dass ihr Vater vom neuen Freund ihrer Mutter umgebracht wurde. Aber in Daniel sieht sie auch ein „Sternenkind“ – bzw. Verbündeten. Wie zuvor schon erwähnt, dominiert die Krankheit zwar zeitweise Daniels Alltag, aber legt sich nicht zu schwer über den Gesamtverlauf. Man merkt jedoch, dass bei ihm die Zwangsstörung besonders durch Stress hervorgerufen wird. Daniel nimmt auch das Schreiben als abendliche Beschäftigung um runter zu kommen, oder um sich mental auf sein „Programm“ vor dem zu Schlafen gehen vorzubereiten. Je länger er schreibt, umso entspannter ist er und braucht dann nicht so lange. Auszüge seiner Schreibkreativität wurden kursiv in die Kapitel eingeflochten. Das Ende wurde recht offen gelassen, was jedoch irgendwie passt. Allerdings fehlten mir zwischenzeitlich ein bisschen mehr Pepp. Gerne hätte ich noch mehr Vater-/Sohn Situationen und der Versuch einiger Aufklärungen gesehen. In Gänze schreibt der Autor aber sehr flüssig und mitfühlend. Fazit Kings hat mit Daniel eine wundervolle Figur gezeichnet, dessen Schicksal mir nahe ging. Speziell durch Daniels abendliches „Programm“, gewährt der Autor einen erschreckenden Einblick in die Welt der Zwangsstörungen und Panikattacken. »Daniel is different« ist eine aufwühlende rührende Geschichte, deren Ende gewollt offen geblieben ist. Dadurch wirkt das große Ganze sehr realistisch, allerdings auch etwas unvollendet. Nichtsdestotrotz ist Wesley Kings Jugendbuch eine wichtige Geschichte über eine missverstandene Krankheit.

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  • Daniel is ... Lesenswert!

    Daniel is different
    FraeuleinGutberlet

    FraeuleinGutberlet

    26. March 2017 um 20:15


    "Ich hatte gehofft, es wäre nur eine Phase, so wie damals mit drei, als ich ein Feuerwehrauto sein wollte."
    Mit dieser Zeile hatte mich das Buch. Lesenswert allemal.

  • Daniel is different | Rezension vivreavecdeslivres

    Daniel is different
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    06. March 2017 um 20:53

    Dieses Buch ist nach Mit anderen Worten: ich von Tamara Ireland Stone mein zweites Buch beim Magellan Verlag, welches das Thema der Zwangsstörung beschreibt. Zu diesem Buch haben Mara und ich übrigens letztes Jahr eine livresque amitié Buchbesprechung gemacht, hier könnt ihr sie euch noch einmal durchlesen. Daniel weiss nicht, dass er an einer Zwangsstörung leidet. Er versucht zwanghaft normal zu sein und erwähnt gegenüber niemandem mit keinem Wort, dass er verrückt ist. Mehrmals am Tag überkommen ihn so genannte ZAPs. In diesen Momenten hat Daniel das Gefühl, er müsse sterben, wenn er eine bestimmte Sache keine bestimmte Anzahl Mal macht. Beispielsweise zehn Mal auf diese Ritze im Boden stehen. Wenn er es einmal tut ist es gut, wenn er es zweimal tut wieder nicht, neun Mal sind am Schlimmsten. Jede Zahl hat für ihn ein gutes oder ein schlechtes Omen, deshalb ist er auch so schlecht in Mathe, weil er nicht jede Zahl niederschreiben kann, ohne dass etwas Schlimmes passiert. Oftmals werden ganz schreckliche Momente in seinem Leben geschildert, immer wieder kommt das "Programm" vor. Jeden Abend, bevor Dan ins Bett geht, muss er eine bestimmte Reihenfolge an Dingen durchführen. Eine gewisse Anzahl Schritte bis ins Bad, eine gewisse Anzahl Mal soll er sich die Zähneputzen, das Licht genau richtig oft an- und ausschalten. Jede Nacht braucht er bis zu fünf Stunden, bis er endlich ins Bett fallen kann und das Gefühl nicht mehr hat, zu sterben. Wesley King schreibt in einem Nachwort, dass der Daniel in seinem Buch ein ziemlich identisches Abbilds Seiner Selbst im Alter von dreizehn Jahren ist. Er weiss also ganz genau, wovon er spricht. Die Szenen der Zwangsstörung haben mich am meisten beeindruckt und ich bin echt froh, das Buch gelesen zu haben und somit etwas darüber erfahren zu haben. Ansonsten ist das Buch natürlich mit einer Geschichte verstrickt. Daniel muss unerwartet an Football-Spielen in der Startaufstellung spielen, obwohl ihm davor graut. Weiterhin schreibt er immer weiter in seinem Roman von einem Daniel, der normal ist. Ein Daniel, der er gerne sein würde. Er findet Freunde, lernt neue Menschen kennen, die ihm helfen, seine Zwangsstörung zu erkennen und  so ganz nebenbei versucht er auch noch einen Mordfall zu lösen. Ich habe das Buch der dann doch recht harmlosen Geschichte und des lockeren Schreibstil wegen in einem einzigen Tag durchgelesen. Mich hat es aber eben vor allem der Zwangsstörung wegen interessiert. Die anderen Aspekte, wie der Mordfall, waren nette Zusätze, aber so wirklich spannend fand ich es nicht. Von daher würde das Buch wahrscheinlich doch eher junge Leser_innen ansprechen. Es wird auf jeden Fall eine wichtige Nachricht vermittelt: Du bist nicht allein und Hilfe holen schadet nicht. Ein Freundschaftsbuch nahe an der Wirklichkeit. www.wonderful-ne-books.blogspot.de

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  • Jugendbuch über Zwangsstörungen

    Daniel is different
    Cookie02

    Cookie02

    24. February 2017 um 18:38

    Daniel, der uns in diesem Buch seine Geschichte erzählt, ist 13 Jahre alt und nicht unbedingt beliebt auf seiner Schule. Er wäre ein Aussenseiter, wenn er seinen besten Freund Max nicht hätte, der ihn überall mit einbezieht. Er ist Mitglied im Football-Team, auch wenn es ihm nicht wirklich Spaß macht und er am eigentlichen Spiel nicht beteiligt ist. Seit einiger Zeit schon ist er in Raya verliebt, eines der beliebtesten Mädchen der Klasse. Daniel ist sehr intelligent, manchmal aber ein wenig merkwürdig. Er hat "Zaps" - so nennt er es, wenn er eine bestimmte Handlung zig Mal vollziehen muss, bis es sich richtig anfühlt, oder wenn er im Matheunterricht sitzt und eine bestimmte Zahl nicht schreiben kann, weil er Angst davor hat, dass dann etwas Schlimmes passieren könnte. Er leidet sehr unter diesen Zaps, versucht aber sein Bestes, damit niemand von ihnen erfährt. Er hat große Angst davor, verrückt zu sein. Zu Beginn des Buches darf Daniel zum ersten Mal mit Raya zusammen arbeiten und hat das Gefühl, sie könnte ihn vielleicht mögen. Da spricht ihn eines Tages Sara an und bittet ihn um Hilfe. Sara spricht normalerweise mit niemandem, hat eine Schulbegleiterin und gilt als "die Verrückte". Sie scheint Daniels Geheimnis zu kennen. Obwohl Daniel nicht weiß, was er von ihr halten soll, lässt er sich darauf ein, ihr zu helfen. "Daniel is different" ist ein Jugendbuch, in dem es um Zwangsstörungen geht, aber auch um die ganz normalen Probleme eines Heranwachsenden. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, um Liebe und darum, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist. Daniel ist ein sehr sympathischer, herzensguter und witziger Protagonist, den man schnell ins Herz schließt. Die Zwangshandlungen, unter denen er leidet, waren sehr eindringlich und beklemmend geschildert. Mir fiel es sehr schwer, das Beschriebene zu ertragen und ich habe sehr mit ihm gelitten. Des Öfteren habe ich mich gefragt, wie es sein kann, dass niemand etwas davon merkt - zumindest seine Eltern hätten doch etwas von seinem stundenlangen abendlichen Programm mitbekommen müssen. Doch Kinder können viel vertuschen, wenn sie Angst haben, und aus dem Nachwort des Autors geht hervor, dass er selbst seine Zwangsstörungen 30 Jahre lang verheimlicht hat. Etwas schade fand ich, dass der Football so viel Raum in der Geschichte einnimmt. Zwar gab es da einige Aspekte, die für Daniels Entwicklung wichtig waren, aber man hätte die Anzahl und Ausführlichkeit der Football-Szenen trotzdem etwas reduzieren können. Außerdem hätte ich mir in dieser Hinsicht noch eine Auflösung gewünscht, ein klärendes Gespräch mit Daniels Vater oder etwas ähnliches. Fazit: Eine sehr empfehlenswerte Geschichte über einen Jungen mit Zwangsstörungen. Dem Autor ist es gelungen, dem Leser verständlich zu machen, was Betroffene zu Zwangshandlungen treibt und wie sehr sie darunter leiden. Sehr empfehlenswerte 4,5  Sterne.

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  • Daniel is different

    Daniel is different
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    21. February 2017 um 19:01

    Mit der Rezension zu  "Daniel is different" habe ich mir bewusst Zeit gelassen nach dem Lesen. Wesley King versucht durch die Augen eines Jungen uns zu zeigen, wie das Leben mit Angststörungen aussieht, und welchen Weg man damit bestreitet. Daniel ist anders, er weiß das, aber für alle anderen ist er einfach nur der Außenseiter, der Glück hat, dass sein bester Kumpel Max zu ihm hält, obwohl er der berühmte Footballstar ist. Daniel spielt auch Football, oder ist zumindest in der Mannschaft, findet es aber viel interessanter, die Wasserbecher in einem korrekten Muster anzuordnen, als auf dem Spielfeld nachdem "Hut" los zu rennen. Das berührende an Dnaiel war für mich, dass er eigentlich tief in sich drin weis, dass irgendwas nicht stimmt, er aber dennoch probiert alles zu regeln und die Fassade aufrecht zu erhalten, obwohl er noch jung ist. Ganz anders ist es mit Sara, die Einzelunterricht erhält und mit niemanden redet, daher auch ihr abwertender Spitzname Psycho-Sara. Doch an einem ganz gewöhnlichen Dienstag passiert etwas total ungewöhnliches, Sara spricht Daniel an. Sara war für mich eine ganz besondere Protagonistin, denn sie hat sich, im Gegensatz zu Daniel, bereits damit abgefunden, dass sie "anders" ist. Sie lebt theoretisch mit sich im Einklang, schließt aber fast alle Menschen aus, außer Daniel. Ich mochte Sara und ihre bedinungslose Freundschaft zu Daniel. Sobald Daniel mit Sara unterwegs ist blüht er auf, er ist einfach viel mehr er selbst und versteckt sich. Ich mochte die beiden als Freunde und auch der "Kriminalfall" hat einiges an Spannung gebracht. Im Verlauf der Geschichte war für mich auch erkennbar, dass Daniel eine Entwicklung durch macht, zwar nur in kleinen Schritten, aber er versucht es. Besonders interessant fand ich, dass Wesley King selbst eine psyschiche Störung als Kind hatte. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er in "Daniel is different" verarbeitet. Fazit: Eine rührende und interessante Geschichte, die auf einfache Weise zeigt, wie das Leben eines Kindes mit Angststörungen aussieht. Daniel war für mich ein besonderer Protagonist, der durch seine ganz eigene Art den Leser überzeugt. Der Schreibstil und die Übersetzung sind gelungen und das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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  • Super berührendes Buch über Zwangsstörungen und Freundschaften

    Daniel is different
    Linsenliebe

    Linsenliebe

    21. February 2017 um 09:42

    „Daniel is different“ – der Name ist Programm! Daniel ist nicht gerade mit dem Ruhm eines Football-Spielers gesegnet, was unter anderem daran liegt, dass er grausig schlecht im Football ist. Es liegt auch daran, dass er – wie sein Bruder ihm gerne sagt – aussieht wie ein benutztes Q-Tip. Und dass er außer in Mathe nur Einsen schreibt, gerne liest und hoffnungslos verliebt ist in die allseits beliebte Raya. Daniel scheint ein hoffnungsloser Fall zu sein, was die Beliebtheit in der Schule angeht. Ganz anders als sein bester Freund Max, der begeistert ist von der gemeinsamen Football-Truppe und immer leicht Anschluss bei den Klassenkameraden findet. Da tut der unscheinbare Daniel es sich schon viel schwerer mit. Und nicht nur dass er eher ein Außenseiter als ein Player ist – zudem hat Daniel noch Probleme, über die er mit niemandem spricht. Wenn die „Große Leere“ über ihn einbricht und die „Zaps“ ausbrechen, hat Daniel sich nicht mehr unter Kontrolle. Er muss dann 100 Mal den Lichtschalter betätigen oder sich 20 Mal die Zähne putzen. Gegen diese „Zaps“ kann er nichts tun und ist ihnen hilflos ausgeliefert. Als er eines Tages plötzlich von „Psycho-Sara“ in der Schule angesprochen wird, obwohl sie noch nie ein Wort zu irgendwem aus der Schule gesagt hat und eine Schulbetreuerin braucht, ist die Verwirrung auf Daniels Seite komplett. Da ahnt er noch nicht, dass er Sara dabei helfen soll den Mörder ihres Vaters ausfindig zu machen und sich mit dieser Freundschaft alles ändern wird. Hach. HACH. Wie schön. Ungefähr so habe ich reagiert und glückselig geseufzt, als ich „Daniel is different“ zuklappte und beiseite legte. Dieses Buch war einfach schön. Daniel versucht nichts weiter als „normal“ zu sein und seien wir mal ehrlich: Wer kennt das aus seiner Jugend nicht? Also ich hatte definitiv auch Phasen, wo ich mich gefühlt hab wie der einzige Ausserirdische unter den Menschen. Nur hatte ich das Glück, dass ich keine Zwangsstörung habe und ich kann mir auch nur entfernt vorstellen, wie das für einen Jugendlichen sein muss. Daniel lebt sozusagen in zwei Welten: Einmal die Schul-Welt, in der er versucht so wenig wie es geht „anders“ zu sein und dann die Zwang-Welt, in der er seine Zwänge ausleben muss weil er gar nicht anders kann. Leider vermischen sich die Welten an ein paar Punkten, wodurch sich der Druck auf ihn nur noch erhöht. Die innere Zerissenheit des Jungen hat Wesley King wahnsinnig gut dargestellt. Daniel weiß ganz genau, dass er anders ist aber er weiß nicht was mit ihm nicht stimmt. Er versucht in eine Welt zu passen, die nicht seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Er spielt Football, weil alle das von ihm erwarten und plötzlich wird er sogar besser darin, ohne es zu wollen. Der Druck, der immer mehr wird, wirkt sich dann automatisch auf seine „Zaps“ aus. „Es ist komisch, sein eigener Gefangener zu sein. Als würde man vom eigenen Verstand gemobbt und hätte Angst vor ihm, andererseits ist er aber auch man selbst und das ist extrem verwirrend.“ Seite 235 Die Freundschaft zu Sara, die ihre ganz eigenen Probleme hat und in der Schule den Spitznamen Psycho-Sara nicht ganz ohne Grund trägt, bringt Daniel durcheinander, bereichert ihn aber auch. Diese Wendung fand ich besonders schön und ich mochte Sara von Anfang an sehr gerne. Auch Daniel war mir super sympathisch, ich hab das ganze Buch über mit ihm mitgefiebert. Dass Daniels Eltern und seine Geschwister nicht so sehr in die Zwangswelt des Jungen integriert sind, ist zwar erschreckend aber durchaus realistisch, denke ich. Hier hätte man eventuell noch ein bisschen mehr den Zeigefinger heben können, als Appell daran, mehr auf seine Familienmitglieder Acht zu geben. Aber für ein Jugendbuch hat es vermutlich genau den richtigen Ansatz. Ich kann dieses Buch aber nicht nur Jugendlichen empfehlen sondern ganz besonders auch Erwachsenen, die vielleicht selbst Kinder haben und solchen, die sich nicht mehr so richtig daran erinnern können, wie ätzend es manchmal in der Schule war. „Daniel is different“ ist ein wunderbar feinfühliges, gleichzeitig humorvolles Buch, was dazu anregt auf seine Mitmenschen zu achten und die Probleme der Menschen ernst zu nehmen. Und zu helfen, wo man kann. Ich habe dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen, es war ein Highlight. Deswegen vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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  • Warum bin ich anders?

    Daniel is different
    black_horse

    black_horse

    17. February 2017 um 22:54

    "Es ist komisch, sein eigener Gefangener zu sein. Als würde man vom eigenen Verstand gemobbt und hätte Angst vor ihm, andererseits ist er aber auch man selbst und das ist extrem verwirrend. Ich putzte [die Zähne] noch 20 Minuten weiter, und als ich fertig war, blutete mein Zahnfleisch wieder.Danach brauchte ich eine halbe Stunde, um das Badezimmer zu verlassen, und eine Stunde am Lichtschalter, und als ich endlich im Bett lag, starrte ich ich an die Decke und fragte mich, wozu psychische Krankheiten eigentlich gut sein sollten." (S. 235) Daniel geht in die 7. Klasse, hat einen besten Freund, ist gut in der Schule, zeigt langsam Interesse für Mädchen - besonders für Raya - und muss Football spielen. Ein ganz normaler 13-jähriger Junge? Nein, denn da sind diese Zaps, die immer wieder über ihn kommen. Manchmal tagsüber, z.B. wenn er bestimmten Zahlen begegnet, v.a. aber am Abend, wenn er sein Ritual absolvieren muss, um nicht zu sterben. Daniel versucht alles, um sein Problem vor seinen Mitmenschen zu verbergen. Wer ist schon gern "verrückt"? Doch da ist "Psycho-Sara", ein Mädchen, das nicht spricht und mit einer Schulbegleiterin extra unterrichtet wird. Sara geht auf Daniel zu. Sie redet mit ihm. Sie braucht Hilfe, denn sie ist fest davon überzeugt, dass ihr Vater ermordet wurde und Daniel, der ja auch besonders ist, soll ihr helfen. Während Daniel mit seinem Team um die Regionalmeisterschaft im Football kämpfen muss, versucht, auf Raya Eindruck zu machen und ein Buch mit dem Titel "Der letzte Junge" zu schreiben, wächst die Freundschaft zu Sara mit dem geheimen Projekt "Mörderjagd". Wesley King, der Autor dieses Buches, weiß worüber er schreibt. Ist er doch selbst von einer Zwangsstörung betroffen gewesen, über viele Jahre. Sehr einfühlsam beschreibt er Daniels Gedanken und Gefühle. Mit Sara gibt er Daniel eine Freundin an die Hand, die ganz langsam sein Vertrauen gewinnt und ihm zeigt, dass er nicht allein ist. Zwar hat das Buch zwischendurch einige Längen - mir persönlich hat z.B. die Football-Handlung nicht so zugesagt, da ich nichts von diesem Sport verstehe - aber die Entwicklung der Figuren ist sehr gut gelungen. Und so steuert das Buch auf die Botschaft hin, die schon als Widmung am Anfang steht: "Für alle die an Zwangsstörungen leiden. Hoffnung findet man selten allein." (S. 4) Am Ende findet sich ein kurzes Nachwort des Autors mit dem er direkt und indirekt Betroffenen Mut macht, sich Hilfe zu holen. im Bereich des Übergangs zwischen Kinder- und Jugendliteratur finden sich gerade für Jungs nur wenige Bücher über Alltagsthemen. Dieses Buch ist ein gutes Beispiel, dass nicht nur Fantasy und Action ankommen. "Daniel is diffent" gelingt es sehr gut, junge Leser zu fesseln und gleichzeitig Wissen über die Tabukrankheit "Zwangsstörungen" zu vermitteln.

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