Whitney Scharer

 4.3 Sterne bei 56 Bewertungen

Lebenslauf von Whitney Scharer

Creative Minds: Whitney Scharer ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie studierte Kreatives Schreiben an der University of Washington.

 Nach ihrem Abschluss gab sie ihr Debüt als Autorin mit ihrem Roman „Die Zeit des Lichts“. Hierfür wurde sie mit dem Ermerging Artist Award der St. Botolph Foundation ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde sie zur Stipendiatin des Sommerville Arts Councl und am Virginia Center for Creative Arts.

Neue Bücher

Die Zeit des Lichts

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Neu erschienen am 26.10.2019 als Hardcover bei Klett-Cotta.

Die Zeit des Lichts

Erscheint am 27.11.2019 als Hörbuch bei Argon.

Alle Bücher von Whitney Scharer

Cover des Buches Die Zeit des Lichts (ISBN:9783608963403)

Die Zeit des Lichts

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Erschienen am 26.10.2019
Cover des Buches Die Zeit des Lichts (ISBN:9783839817612)

Die Zeit des Lichts

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Erscheint am 27.11.2019

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Neue Rezensionen zu Whitney Scharer

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Rezension zu "Die Zeit des Lichts" von Whitney Scharer

Ein fantastischer, sinnlicher und auch erotischer Roman, der neugierig macht auf die berühmte Fotografin Lee Miller
virginiestorm_autorinvor 5 Stunden

Die 1907 geborene US-Amerikanerin Lee Miller hat ein ereignisreiches Leben geführt. Sie arbeitete als Model für Vogue in Paris, führte eine Beziehung mit Man Ray und berichtete als Kriegsreporterin von der Befreiung der KZs Buchenwald und Dachau. Die surrealistische Fotokünstlerin lebte in New York und Kairo, spielte in einem Film von Cocteau mit und zog sich später mit ihrem Ehemann ins ländliche England zurück. Geprägt durch die schrecklichen Erlebnisse während des Krieges, litt sie an einer Kriegsneurose und Depressionen.


In ihrem Debütroman schildert Whitney Scharer hauptsächlich Lee Millers Leben im Paris der Dreißigerjahre und ihre Beziehung mit Man Ray. Im Prolog lernen wir Lee 1966 in ihrem Cottage in Sussex kennen. In kleinen eingeschobenen Kapiteln werden Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg geschildert. 


In einem Rausch aus sinnlichen Eindrücken zeichnet die Autorin ein mitreißendes Bild der Dreißiger. Man schmeckt förmlich die Delikatessen, sieht den Absinth in den Gläsern leuchten, spürt die Leidenschaft und Kreativität, die in der Luft lag. Paris wird ebenfalls sehr detailliert beschrieben. 


Lee Miller war eine sehr schöne Frau und ihr wurden viele Türen geöffnet. Nachdem sie nicht mehr als Model arbeiten wollte, hatte sie das Glück Man Ray kennenzulernen. Miller interessiert sich bereits seit ihrer Kindheit für Fotografie. Sie wurde seine Assistentin und vertiefte ihre Kenntnisse. Behutsam entwickelte sich eine Beziehung zwischen den beiden Künstlern, die später sehr leidenschaftlich und intim wird.


Scharer schildert die Entdeckung neuer Fototechniken; die Aufregung, während beide auf das Ergebnis nach der Entwicklung warteten; erzählt von den Situationen, in denen Millers ikonische Fotos entstanden sein könnten.


In kleinen Episoden wird Millers Verhältnis zu ihrer Mutter (die sich mit Opium betäubte) sowie zu ihrem Vater (der Nacktfotos seiner Tochter machte) thematisiert. Ein Onkel missbrauchte Lee, als sie sieben Jahre alt war und steckte sie mit Gonorrhö an. Diese schlicht gehaltenen Szenen vervollständigen das Bild von Lee, ohne den Roman schwermütig werden zu lassen.


Im Laufe der Handlung tritt die emotionale Abhängigkeit Man Rays von Miller hervor. Er neigte dazu, ihr vieles vorzuschreiben, sah Lee nicht als selbständige Person und Künstlerin, sondern als ein Teil seiner selbst. 


Lee Miller harrte nie lange in beengenden Verhältnissen aus, sondern befreite sich. Sie emanzipierte sich sowohl von ihrem Vater, als auch von Man Ray.


Ein Buch, das mich sehr begeistert! 

Die Autorin Whitney Scharer hat in einer Mischung aus Realität und Fiktion ein faszinierendes Bild einer leidenschaftlichen und kreativen Frau gezeichnet. Scharers Sprache, die alle Sinne anspricht, möchte ich hier noch einmal besonders hervorheben.


Ein spannender Roman über eine Frau und Künstlerin, die nach Freiheit strebt.

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Rezension zu "Die Zeit des Lichts" von Whitney Scharer

Einzigartige Künstlerin
Andrea_Weihsvor 9 Stunden

Das Cover ist schlicht und dunkel gehalten. Für mich nicht ganz ansprechend, mich hat eher der Titel neugierig gemacht.

Das Buch " Die Zeit des Lichts" handelt um eine Künstlerin, eine Freidenkerin die ihr Leben lebt. Das Geschehen findet in den dreißger Jahre statt. Es wird über Lee Millers geschrieben wie sie liebt, wie sie lebt wie sie die Zeit als Kriegsreporterin lebt. Ihre Leidenschaft der Fotografie verschrieben. Eine Biografie wie sie eben im Buche steht mit etwas Lovestory dabei. 

Eine Frau die zu damalsigen Zeit sich nicht in den Schatten stellt, sondern eher sich durch das Leben kämpft. 

Ich für mich fand die Biografie ganz nett zu lesen. Die Zeit/Geschichte war schon interessant. Man merkt schnell wie sehr sich die Zeiten geändert haben, manches etwas für uns unverständlich. Eine spannender und guter Roman. 

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Rezension zu "Die Zeit des Lichts" von Whitney Scharer

Etwas sentimentale Lebensbilder einer Frau, die garantiert mehr war!
reneevor einem Tag

Hier habe ich gestern ein Buch gelesen, welches mich nicht so ganz begeistern konnte. Es erhält aber trotzdem eine höhere Bewertung, weil es spannend geschrieben ist und eine interessante Geschichte beleuchtet, zumindest wenn man sich darauf einlässt. Aber eigentlich wäre eine 3,5 Sterne Bewertung hier besser gewesen.

Allerdings lässt mich dieses Buch auch etwas fragend zurück. Um ein perfekter biographischer Roman zu sein, fehlt hier noch einiges, so lässt dieses Buch auch einiges für den hier geschilderten Teil aus Lees Leben wichtige unbeschrieben und dies finde ich nicht gut. Warum zum Beispiel wird sie Kriegsreporterin und was passierte nach der Zeit mit Man Ray bis zu ihrer Zeit als Kriegsreporterin? Und auch so ist die Person Lee Miller in meinen Augen nicht immer nachvollziehbar dargestellt. Klar, wir sind im Leben nicht immer gleich, manche unserer Entscheidungen passen nicht immer zusammen. Und gerade in der Liebe sind wir öfters Bücher mit sieben Siegeln. Aber die 1907 in Poughkeepsie in den USA geborene Lee Miller reist 1929 mit 22 Jahren in ein fremdes und fremdsprachiges Land, um dort zu leben und zu arbeiten. Dass allein verrät in meinen Augen schon eine gewisse Kraft und Stärke, die ich hier in diesem Buch, gerade in der Art und Weise wie die Liebesbeziehung mit Man Ray und gewisse damit einhergehende Entscheidungen beschrieben werden, nicht finden kann. Hier entsteht eher eine Art von Weibchen. Gut, Lee Miller bricht dann irgendwann aus diesem Schema aus, aber zusammenpassend wirkt dies alles in meinen Augen nicht. Aber dies ist eher ein subjektiver Eindruck von mir.

Die Autorin kann aber schreiben und bringt in ihrem Buch in lebendigen Bildern fraglos eine interessante Zeit zum Erscheinen, interessante Fakten zum Thema Fotografie werden vermittelt und im Großen und Ganzen habe ich dieses Buch sehr gern gelesen. Aber ich würde dieses Buch eher als ein unterhaltendes Buch, als ein hochwertig literarisches einstufen. Vielleicht wird diese Sichtweise auch durch eine gewisse Abneigung zu manchem hier geschildertem Verhalten von Lee Miller befeuert. Aber man darf auch nicht vergessen, vieles ist hier fraglos Fiktion und vielleicht habe ich mehr die Kämpferin erwartet, zumindest erschien mir dies plausibel. Aber wer ist schon immer eine Kämpferin? Manchmal lässt man sich auch einfach fallen. Nun gut. 

Andererseits haben mir hier ebenso wichtige Fakten aus Lee Millers Leben gefehlt. Ein biographischer Roman mit deutlich weniger Augenmerk auf Man Ray hätte mir hier besser gefallen. So lange war die Zeit Lee Millers mit Man Ray nicht, dass sie so prägend gewesen sein kann. Auch die hier vermittelten Aspekte zur Solarisation sind Fiktion, es ist nicht gesichert, dass es diesen Diebstahl gegeben hat. Die Zeit zwischen beiden kann auch anders gelaufen sein, vielleicht sogar ebenbürtiger. Das wissen schließlich nur die beiden Beteiligten. Denn wir dürfen hier nicht vergessen, jeder Blick auf Liebende hat auch mit der Person zu tun, die blickt.

Dass ihre Arbeit als Kriegsreporterin nicht spurlos an ihr vorbeigegangen ist, ist plausibel und historisch belegt. Und auch dieses für Lee Miller so wichtige Themas wird nur umrissen. Wie hat sie danach gelebt? Wie kam sie zu Roland Penrose? Auch hier hätte noch ganz anders gearbeitet werden können. Schade!


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Zeit des Lichts (ISBN:undefined)

Dass die Fotografie nicht nur ein Hobby oder ein Beruf sondern auch glühende Leidenschaft sein kann, zeigt Whitney Scharer in ihrem Debütroman über die Fotografin und Reporterin Lee Miller. Macht bei unserer Leserunde zum packenden Roman "Die Zeit des Lichts" mit und taucht ins Paris der 30er Jahre ein!

"Ich würde lieber ein Bild machen, als eines zu sein"

Möchtet ihr mehr über Lee Miller, ihr aufregendes Leben und ihr außergewöhnliches Werk erfahren?

Dann bewerbt euch für eins von 30 Exemplaren von "Die Zeit des Lichts", die wir zusammen mit Klett-Cotta für unsere Leserunde im Literatursalon verlosen.

Bewerbt* euch bis zum 03.11.2019, indem ihr auf folgende Fragen antwortet:

Fotografiert ihr gern? Ist die Fotografie für euch nur ein Hobby? Oder ist sie eher eine Art "Erinnerungs-Archiv"? Seid ihr vielleicht sogar leidenschaftliche Fotografen? Oder meint ihr, ohne eine Kamera kann man auch ganz gut leben?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!


*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

485 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Whitney Scharer im Netz:

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in 101 Bibliotheken

auf 22 Wunschlisten

von 16 Lesern aktuell gelesen

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