Wibke Bruhns Meines Vaters Land

(42)

Lovelybooks Bewertung

  • 63 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 8 Rezensionen
(18)
(17)
(7)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Meines Vaters Land“ von Wibke Bruhns

August 1944: Der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth wird als Hochverräter hingerichtet. Jahrzehnte später sieht Wibke Bruhns Filmaufnahmen von ihrem Vater während des Prozesses gegen die Verschwörer vom 20. Juli. Der Anblick lässt sie nicht mehr los: Sie macht sich auf die Suche nach seiner und auch ihrer eigenen Geschichte. Ein einzigartiges Familienepos.

Ein sensationelles Buch über eine Kaufmannsfamilie und deren Leben im 1. und 2. Weltkrieg. Sehr empfehlenswert!!!!

— buchhase
buchhase

Noch nie ein so gutes Buch über die beiden Weltkriege gelesen. Prägnant, menschlich, lässt einen viel besser die damalige Zeit verstehen.

— zukunftskind
zukunftskind

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Lässt einen die damalige Zeit viel besser verstehen

    Meines Vaters Land
    zukunftskind

    zukunftskind

    31. July 2016 um 19:21

    Die Erzählweise der Autorin ist einfach genial: menschlich, kritisch, amüsant! Ich habe noch nie ein Buch über die beiden Weltkriege gelesen, die mir so gut gefallen hat und von dem ich so viel gelernt habe. 

  • Bücher gegen das Vergessen

    Meines Vaters Land
    Biografienwerkstatt

    Biografienwerkstatt

    07. March 2014 um 12:38

    Zwei sehr persönliche Auseinandersetzungen mit den Eltern und Großeltern findet man bei Christina von Braun (Jahrgang 1944) in dem Buch „Stille Post“ sowie bei Wibke Bruhns (Jahrgang 1938) in „Meines Vaters Land“. Beide erzählen jeweils aus einer persönlichen Sicht ihre eigene Familiengeschichte, die sie aus Briefen und Tagebüchern rekonstruiert haben. Gerade die persönliche Betroffenheit machen diese Erzählungen so interessant. Beide Autorinnen versuchen gar nicht erst zu verstecken, wie sehr sie selbst im Verlauf ihrer Recherchen unter der Flut der gesammelten Informationen leiden. Wibke Bruhns etwa wenn sie die Tagebucheinträge ihres Großvaters kommentiert mit „Was geht bloß vor in diesen Männern? In fast jedem Brief ist die Rede davon, dass jemand aus dem Freundeskreis oder aus der Familie gefallen ist. Drei der Vettern mit denen HG aufgewachsen ist sind tot (…) Kurt schreibt über die Beerdigung eilig in zwei Absätzen „es hat mich tief ergriffen“, um dann übergangslos „noch zwei Notizen“ anzuhängen: „Man isst jetzt hier im Excelsior-Hotel sehr gut“ (…) „Suppe, ein Gang und Speise für vier Mark. Ich war überrascht wie gut das Essen war.“Christina von Braun hat das Schweigen auch gleich zum Titel ihres Buchs gemacht: „Stille Post“. Im Zentrum steht die Großmutter, über die sie so wenig weiß und die doch eine faszinierende Persönlichkeit gewesen war. An sie, die am 30.9.1944 im Frauengefängnis in Berlin starb, richtet sie ihre reflektierenden Briefe, die sich durch das ganze Buch ziehen und die etwa so beginnen: „Liebe Großmutter, das erste Weihnachten nach Deinem Tod. Hilde verliert kein Wort darüber. Ihr Schweigen über Deinen Tod ist laut. Man hat den Eindruck, dass sie sich jedes Nachdenken über deinen Tod verbietet.“Viele solcher Bücher könnten in Deutschland geschrieben werden. Aber nicht jeder kann und mag das auf sich nehmen – und nicht jeder kann sich auf so viel persönliches Material stützen, wie diese beiden Autorinnen. Lesenswert ist es allemal.

    Mehr
  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    barioni

    barioni

    29. October 2012 um 20:39

    Ergreifend! Sollte unbedingt Pflichtlektüre an Schulen sein. Wie schnell hat man geurteilt, verurteilt weil man nicht richtig Bescheid weiß und sich diese Zeiten nicht vorstellen kann. Ich bin erschüttert, dieses Buch hat mich sehr traurig gemacht.

  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    Nobby

    Nobby

    24. September 2011 um 20:44

    Die bekannte Journalistin Wibke Bruhns erzählt auf eine beindruckende Art die Lebensgeschichte ihres Vaters Hans Georg Klamroth der als einer der Verschwörer des 20.Juli 1944 von den Nazis hingerichtet wurde. Sie selbst war zu diesem Zeitpunkt erst sechs Jahre und hat ihren Vater kaum gekannt. Durch unzählige Dokumente, Briefe und Tagebücher kommt sie ihrem Vater näher und beschreibt den Lebensweg ihrer Familie und ihres Vaters, der anfangs ein Anhänger Hitlers war und im Laufe des Krieges immer mehr die Notwendigkeit eines Attentats auf den Diktator einsieht. Frau Bruhns habe ich bei einer Lesung zu diesem Buch selbst kennengelerrnt und mich länger mit ihr über ihr Buch und die Geschichte ihres Vaters unterhalten können. Ein großartiges Buch.

    Mehr
  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    JED

    JED

    06. February 2011 um 10:41

    Kurzinhalt: Auf dem Cover des Buches sehen wir einen Soldaten in Uniform mit seiner kleinen Tochter. Wibke Bruhn, geboren 1938, versucht sich in diesem Buch diesem Mann, ihrerm Vater, anzunähern. Er wurde hingerichtet als sie 6 Jahre alt war - im Zusammenhang mit den Verschwörern des 20. Juli 1944. Dabei war er seit 1933 in der NSDAP. Und lebte auch als Mensch in der bewegten Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Was war er für ein Mensch? Was war seine Geschichte? Meine Meinung: Bruhns hat das Glück, dass ihre Verwandten zahlreiche Aufzeichnungen hinterlassen habe: Briefe, Tagebücher, ihre Mutter führte sogar für jedes Kind ein so genanntes Kindertagebuch. Und obwohl einige Aufzeichnugnen verschwunden sind, vernichtet wurden, ergeben die noch vorhandenen ein komplexes Bild der Menschen dieser Zeit. Die Autorin zitiert immer wieder aus diesen Schriftstücken, während sie gleichzeitig über die historischen Ereignisse spricht. Auf die Art gelingt ihr eine sehr persönliche Annäherung an eine Zeit, von der wir nun schon so viel gelesen und gehört haben. Hier aber kann man sehr exemplarisch erfahren, was bestimmte Ereignisse mit bestimmten Menschen gemacht haben. Worüber zu Hause gesprochen oder nachgedacht wurde. Da sie nie von "meinem Vater" oder "meiner Mutter" spricht, sondern von HG (ihr Vater hieß Hans-Georg) und Else, kann man sich auch als Leser, der man nicht zu dieser Familie gehört, gut in die Figuren einfühlen, sie verstehen oder auch hinterfragen. Denn es sind nicht immer einfache Annäherungen. Da wird in ihrem Kindertagebuch davon gesprochen, dass sie so arisch aussehe, dass sie nur einen nordischen Namen bekommen kann. Da versucht sie zu verstehen, warum niemand über die jüdischen Mitbürger schreibt, die es doch wohl gegeben haben muss, bevor sie in den dreißiger Jahren so nach und nach verschwanden. Aber Bruhns stoppt sich auch immer in zu frühen Urteilen, da sie sich immer wieder daran erinnert, dass es leicht ist aus der Retrospektive zu denken, während die Menschen damals in eine Zeit gestellt waren, von der sie nicht wussten, wohin sie letztlich führen würde. Sie schaut auch sehr genau auf das Wesen dieser Menschen - unabhängig von den geschichtlichen Ereignissen: Eheprobleme, Fremdgehen - nichts lässt sie aus. Dieses Buch ist insofern auch ein Nachdenken über die Kürze eines Menschenlebens und wie es genutzt wird. Und über diejenigen, die irgendwann darauf zurücksehen. Betrifft das nicht jeden von uns? Fazit: Ein sehr persönliches und eindringliches Buch über die wohl ereignisreichste Zeit des 20. Jahrhunderts.

    Mehr
  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    Affenbrotwald

    Affenbrotwald

    24. September 2010 um 16:35

    Eine Frau verfolgt den Werdegang ihres Großvaters und Vaters, der 1944 im Zuge des Prozesses gegen die Verschwörer vom 20. Juli hingerichtet wurde, anhand von Briefen und Tagebucheinträgen. Eine sehr persönliche Familiengeschichte, die einen Einblick in das Leben einer deutschen Familie während der beiden Weltkriege gibt. Wibke Bruhns beschönigt nichts, sondern versucht zu verstehen was in ihrer Familie passiert ist. Ich fand es sehr interessant und manches hat mich tief berührt. Bruhns liebt ihre Familie, das wird klar. Aber sie kann sie nicht immer verstehen. Und wem geht das manchmal nicht so?

    Mehr
  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    Jens65

    Jens65

    19. May 2008 um 16:55

    Eine autobiographische Geschichte von Wibke Bruhns über die Kaufmannsfamilie Klamroth. Dank der vielen Aufzeichnungen aus ihrer Familie Klamroth, schöpft sie aus einem riesigen Fundus, um ihren Vater darzustellen. Wibke Bruhns hat ihn kaum gekannt, kommt ihm - den Fremden - durch das Schreiben sehr nah. Sie berichtet über ihren Vater und dessen Rolle beim Hitler-attentat am 20. Juli 1944. HG, wie sie ihn nennt, stammt aus einer grossbürgerlichen Kaufmannsfamilie, die Anfangs mit dem System gut lebt. HG bekommt jedoch Zweifel, ob der Krieg zu gewinnen ist und schließt sich dem Widerstand an, ohne direkt am Attentat beteiligt zu sein. Ein starkes Buch, um in die damalige Zeitgeschichte hineinzuschauen. Eines der spannendsten Bücher über die Zeit vor und nach dem Beginn des Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg, das ich bisher gelesen habe.

    Mehr
  • Rezension zu "Meines Vaters Land" von Wibke Bruhns

    Meines Vaters Land
    beowulf

    beowulf

    09. February 2008 um 09:16

    Die Suche nach dem Vater, den sie nicht gekannt hat, der hingerichtet wurde mit den Hitler Attentätern des 20. Juli 1944, lässt die bekannte Journalistin Wiebke Bruhns, geborene Klamroth, ein Familienporträt ausbreiten, das zugleich ein Zeitportrait ist. Das Großbürgertum zu Beginn des 20. Jahrhunderts bringt diese Männer hervor, die im ersten Weltkrieg als Offiziere mit Hurra auf den Kaiser in das Ensetzen gehen und die danach entwurzelt ihrer Ideale an der Herausforderung der Demokratie scheitern und in das nächste Unglück mehr stolpern als rennen. Ein sehr stark und sehr nah an den Menschen und der Zeit geschriebenes Buch. Sehr beeindruckend.

    Mehr