Von "Miss Gladys und ihr Astronaut" hatte ich zugegeben keine großen Erwartungen. Ich dachte, es wäre einfach eine nette Geschichte, die einen ein bisschen vom Alltag ablenkt. Ich dachte, sie wäre irgendwie ein bisschen lustig und würde einen am Ende mit einem warmen Gefühl im Herzen zurücklassen. Das hat das Buch leider so gar nicht geschafft - aus zwei Gründen.
Zum einen (und das ist natürlich sehr subjektiv) wurde ich irgendwie einfach nicht so richtig von der Geschichte abgeholt. Irgendwie waren gerade in der ersten Hälfte mir die Charaktere nicht wirklich nahbar und ihr Schicksal dadurch auch echt etwas egal. Das hat sich jedoch zum Glück im Laufe des Buches etwas gebessert. Würde der zweite Kritikpunkt gleich nicht noch folgen, hätte ich dem Buch vermutlich 2,5 von 5 Sternen gegeben.
Aber ein Buch, welches für einen unnötigen Witz einfach das N-Wort nutzt, nein, sorry, das war auch 2018 nicht ok. Mich hat es tatsächlich massiv aus der eher entspannten Atmosphäre rausgerissen und mich einfach nur geärgert. Eine andere Stelle würde ich einfach einmal zitieren:
Claudia zuckt mit den Schultern: "Ich mach nur meinen Job." Thomas (einer der Protagonisten) unterdrückt den Impuls, den rechten Arm zum H*****gruß (eigene Zensur) zu heben. (S. 273f.)
Auch dort saß ich einfach nur da und dachte mir: "Was soll das?" Solche absolut unpassenden "Witze" haben mir wirklich irgendwie das Leseerlebnis vermiest, denn beides fand ich absolut unangemessen.
Wenn ich also in die Vergangenheit reisen könnte und mich davon abhalten könnte, das Buch zu kaufen, ich würde es tun. Denn das Buch hat leider nicht wirklich einen Mehrwert. Die Geschichte war nur mittelmäßig und solch einen "Humor" will ich mit meinem Kauf wirklich nicht unterstützen.









