Wiebke Lorenz Allerliebste Schwester

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Inhaltsangabe zu „Allerliebste Schwester“ von Wiebke Lorenz

Ein atmosphärisch dichter Roman über die Rivalität zweier Schwestern und den Kampf einer Frau um die eigene Identität Drei Jahre ist es her, dass Eva ihre Zwillingsschwester verlor, unter Umständen, die nie ganz aufgeklärt worden sind. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt. Doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor, und als sie eine Totgeburt erleidet, empfindet sie diese als Strafe dafür. Während ihr Mann diese Tragödie als bloßes Malheur behandelt, wird Eva davon aus der Bahn geworfen. Sie flüchtet sich in Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit mit ihrer Zwillingsschwester. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tagträumen und sagt ihr, was sie zu tun oder zu lassen habe. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, wo sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen und glaubt, dass er ihr helfen kann, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen. In einem eindringlichen und suggestiven Tonfall und mit unwiderstehlicher Spannung zieht Wiebke Lorenz den Leser in den Strudel einer Familiengeschichte voller Obsessionen und Geheimnisse. Pyschodrama auf hohem Niveau – fesselnd bis zur letzten Seite. (Quelle:'E-Buch Text/26.04.2010')

Sehr interessante Story mit einigen Schwächen

— lenisvea
lenisvea
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  • Themen
  • Eine Familiengeschichte voller Obsessionen und Geheimnisse

    Allerliebste Schwester
    eskimo81

    eskimo81

    20. September 2017 um 15:45

    Eva hat vor drei Jahren ihre Zwillingsschwester verloren, Selbstmord? Die Umstände sind unklar. Trotzdem muss das Leben weitergehen, aber mit dieser Wendung rechnet wohl niemand. Sie heiratet den Witwer ihrer Schwester. Als sie aber eine Totgeburt erleidet, empfindet sie das als Strafe. Sie flüchtet sich in Erinnerungen an ihre glückliche Kindheit. Ein Psychodrama auf hohem Niveau - das wird auf dem Rückentext versprochen. Es gab ab und an Situationen, wo ich denke, naja, typisch, ein 0815 Thriller. Aber irgendwie hat die Autorin Lorenz Wiebke etwas verwendet, das ich nicht greifen kann, aber es war etwas, das Sogwirkung, Suchtgefahr hat und man trotz dem normalen gewöhnlichen etwas spezielles aus dem Buch macht. Fazit: Ein 0815 Thriller der doch was spezielles beinhaltet, dass man sogar die Nacht dafür opfert.

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    • 2
  • Spannend und sehr emotional

    Allerliebste Schwester
    trollchen

    trollchen

    19. March 2017 um 14:39

    Allerliebste Schwester von Wiebke LorenzHerausgeber ist Heyne Verlag (8. August 2011) und hat 240 Seiten.Kurzinhalt: Zwillingsschwestern über den Tod hinausDrei Jahre ist es her, dass Eva unter rätselhaften Umständen ihre Zwillingsschwester verlor. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt, doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tag träumen. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, in der sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen. Kann er ihr helfen, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen?Meine Meinung: Ich habe das Buch noch bei mir auf dem SUB gehabt und da dachte ich mir, die Autorin ist ein Garant für tolle Lesestunden und es bewahrheitete sich. Ich habe das Buch wiedermal regelrecht verschlungen, so toll war es geschrieben. Flüssig leichter Schreibstil, aber die Spannung ist von der ersten Seite an präsent und es gibt immer wieder Wendungen, die man so nicht vorhersehen konnte. Die Geschichte ist an sich so traurig und trotzdem ist sie einem noch lange im Gedächtnis, denn es fesselt ungemein. Auch wenn das Buch ein wenig älter ist, ist es doch so aktuell wie je. Die Zwillinge sind sich näher, als sie sich zu Lebzeiten hatten und als dann auch noch schizophrene Züge bei Eva auftreten, ist es schon sehr weit vorangeschritten. Wem kann sie trauen, was bei ihr ist Wahn oder Einbildung und was ist echt? Alles Fragen, die zu guter Letzt überlebenswichtig erscheinen und die auch erst im Epilog dann sehr klar erscheinen. Und man fühlt richtig mit ihr mit. Ich habe das Buch so interessant gefunden, weil es so spannend, gut recherchiert und sehr emotional war. Mein Fazit: Ich kann das Buch jedem empfehlen, der viel Gänsehautfeeling braucht und sehr gern spannendes Emotionales liest. Ich vergebe 5 tolle Sterne!

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  • Kann man machen, muss man nicht...

    Allerliebste Schwester
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2017 um 10:17

    Das Szenario wirkt zunächst ziemlich skurril: Eva ist mit dem Mann ihrer verstorbenen Zwillingsschwester Marlene verheiratet. Auch ihren ehemaligen Job in einer Buchhandlung hat sie übernommen. Im Grunde übernimmt sie ihr ganzes Leben. Als sie dann auch noch ihr Kind verliert, gerät ihr ohnehin verrücktes Leben komplett aus den Fugen. Sie beginnt ihre Schwester zu sehen, lernt einen mysteriösen Mann kennen und hat immer dunklere Gedanken. Sie will endlich erfahren, was mit ihrer Schwester passiert ist. Angeblich hat sie sich das Leben genommen, aber Eva will das nicht glauben...Dieses Buch wird als Psychodrama betitelt, was ich durchaus passend finde. Das Buch ist recht dünn, ist daher schnell gelesen und bietet kurzweilige Unterhaltung. Der leichte Schreibstil unterstützt den schnellen Lesefluss. Die Charaktere gefielen mir durchweg gut und am Ende konnte mich die Geschichte sogar überraschen. Als Highlight würde ich das Buch dennoch nicht bezeichnen. Es war nett, mehr aber auch nicht.

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  • Das Leben der Schwester

    Allerliebste Schwester
    Kerry

    Kerry

    05. February 2016 um 22:38

    Eva hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben, stand sie doch immer im Schatten ihrer perfekten jüngeren eineiigen Zwillingsschwester Marlene. Wo Marlene schon in Kindertagen glänzte, schlug sich Eva mehr oder weniger passabel durch. Nur Musik, das war etwas, das Eva allein gehörte und sie hatte Talent. Während Marlene sich für ein bürgerliches Leben entschied, früh heiratete und ihr Medizinstudium unterbrach und in einem Buchladen arbeitete, um eine Familie zu gründen, war Eva der Freigeist, der wechselnde Männerbekanntschaften hatte und ansonsten ihr Singleleben in vollen Zügen genoss, zumindest bis vor drei Jahren, denn vor drei Jahren kam Marlene ums Leben. Ob es ein Unfall oder gar Suizid war, konnte nicht abschließend geklärt werden, diese Frage blieb offen. Durch den Verlust von Marlene veränderte sich Evas Leben von einem Tag auf den anderen. Erstaunlicherweise war es Tobias, Marlenes Mann, der ihr den meisten Trost spendete und die beiden kamen sich näher und heirateten. Evas Freigeist war durch diesen Verlust gebrochen und sie entschied sich, Marlenes Leben an ihrer statt zu führen und tatsächlich wurde sie, im Gegensatz zu ihrer Schwester, schwanger und erwartete mit ihrem Ehemann einen Sohn. Doch dieser verstarb noch im Mutterleib und wurde tot geboren - und Evas Welt brach erneut zusammen.  Hatte sie nicht alles getan, um Marlenes Leben gerecht zu werden? Hatte sie nicht, trotz der damit einhergehenden Widerstände, deren Mann geheiratete, ihre Musik aufgegeben und in genau demselben Buchladen angefangen zu arbeiten, wie einst Marlene, hatte sie nicht Marlenes Traum von einer Familie erfüllen wollen? Warum nur gelang es ihr nicht, das Leben zu führen, dass ihre Schwester sich immer gewünscht hatte? Dann jedoch betritt ein Eva unbekannter Mann den Buchladen und verwechselt sie mit ihrer Schwester und Eva weiß sofort, dass diesen Mann und ihre Schwester etwas verband, wovon bisher niemand etwas ahnte. Weiß er womöglich, was vor drei Jahren mit Marlene passiert ist und warum erscheint ihr Marlene jetzt, drei Jahre nach ihrem Tod? Das Leben der Schwester! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, ein bisschen freaky fand ich die Stellen schon, an denen Eva ihre tote Schwester Marlene sieht, allerdings muss ich gestehen, dass ich Marlenes Reaktionen innerhalb der Interaktion mit ihrer lebenden Schwester ausgesprochen erfrischend fand - von wegen "brave" Marlene - im Tod zumindest nicht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei ich mir zeitweise nicht sicher war, was ich von der Figur der Eva halten sollte, denn was ist das für ein Mensch, der sein eigenes Leben aufgibt, um das Leben seiner verstorbenen Zwillingsschwester zu führen? Doch dies klärte sich nach und nach und es wurde immer ersichtlicher, warum Eva so gehandelt hat. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch aufreibende Lesestunden bereitet hat.

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  • Vorhersehbar

    Allerliebste Schwester
    Anjaxxx

    Anjaxxx

    05. November 2015 um 08:35

    Eva hat ihre Zwillingsschwester verloren und kurz darauf deren Mann geheiratet. Nachdem sie ihren Sohn tot geboren hat wird sie immer unglücklicher und traumatischer und beginnt ihre tote Schwester zu sehen und will aus ihrem bisherigen Leben flüchten. Ich fand sehr gut das das Buch sich wirklich lockerleicht und ohne jegliche Anstrengung lesen lies. Man fliegt durch die Seiten und ist dann leider auch schon am Ende denn wirklich was passieren tut da nicht. Ich konnte mir beim lesen selber denken wie alles weitergeht und so war es dann leider auch, was ich jetzt allerdings auch nicht sooo enttäuschend fand. Ein paar Wendungen vor allem am Schluss hätte ich mir aber schon gewünscht. So war dann auch die vermeintliche Auflösung irgendwie “normal” und das Buch war halt ohne großen Schock zuende. Für mich das schwächste Buch der Autorin.

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  • Allerliebste Schwester von Wiebke Lorenz

    Allerliebste Schwester
    Nefertari35

    Nefertari35

    04. September 2015 um 18:53

    Leseeindruck (keine Rezension):
    Wiebke Lorenz hat einen guten und sehr spannenden Schreibstil, den ich bei "Alles muß versteckt sein" schon kennenlernen durfte.
    Leider ist diese Geschichte ein wenig zu vorhersehbar, aber ich habe sie trotzdem sehr gerne gelesen.
    Ich gebe vier Sterne.

  • Allerliebste Schwester

    Allerliebste Schwester
    lenisvea

    lenisvea

    01. September 2015 um 20:57

    Zum Inhalt: Ein atmosphärisch dichter Roman über die Rivalität zweier Schwestern und den Kampf einer Frau um die eigene Identität. Drei Jahre ist es her, dass Eva ihre Zwillingsschwester verlor, unter Umständen, die nie ganz aufgeklärt worden sind. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt. Doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor, und als sie eine Totgeburt erleidet, empfindet sie diese als Strafe dafür. Während ihr Mann diese Tragödie als bloßes Malheur behandelt, wird Eva davon aus der Bahn geworfen. Sie flüchtet sich in Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit mit ihrer Zwillingsschwester. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tagträumen und sagt ihr, was sie zu tun oder zu lassen habe. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, wo sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen und glaubt, dass er ihr helfen kann, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen. In einem eindringlichen und suggestiven Tonfall und mit unwiderstehlicher Spannung zieht Wiebke Lorenz den Leser in den Strudel einer Familiengeschichte voller Obsessionen und Geheimnisse. Pyschodrama auf hohem Niveau – fesselnd bis zur letzten Seite. Meine Meinung: Ich fand die Geschichte an sich total interessant, dass Eva nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester Marlene deren Leben komplett übernommen hat: Job, Auto, sogar den Witwer geheiratet. Das war alles schon sehr skurill ... Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, hatte mir nur etwas mehr Spannung gewünscht. Das Ende fand ich auch etwas komisch. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gefallen, alleine schon wegen der Story dahinter. Alles in allem kann ich hier eine Leseempfehlung geben und bewerte das Buch mit 4 Sternen.

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  • Die Zwillinge

    Allerliebste Schwester
    Cuty

    Cuty

    23. August 2015 um 23:07

    Da ich schon den neusten Roman von Wiebke Lorenz verschlungen habe, musste ich mir natürlich die anderen beiden auch besorgen.  Mit großer Vorfreude habe ich mir dass Buch dieses Wochenende reingezogen und war leider nicht ganz so begeistert wie von dem vorherigen Buch.  Die Geschichte an sich ist rund, aber dennoch zum Ende hin erscheint es mir ein bisschen an den Haaren herbei gezogen. Mitgefiebert habe ich mit der Protagonistin Eva immer.  Jetzt kurz mal zum inhaltlichen; Marlene und Eva sind eineiige Zwillinge. Beide haben braunes Haar und Husky blaue Augen, nur eine Narbe über dem Auge unterscheidet die eine von der anderen. Marlene ist die vorzeige Tochter, wo hingegen Eva immer hinterher hinkt. Sie wird ein Jahr später als Marlene eingeschult und ist zu Hause auch immer irgendwie die zweite Wahl. Ihre Talente - Singen und Klavier spielen - wird von ihrem Vater auch nicht gern gesehen und bekommt dass ein oder andere mal ein mit dem Bügel übergezogen.  Der große Plan der zwei Geschwister ist es, nach dem Abitur zusammen zu ziehen und das wilde Studenten Leben zu genießen. Bis Marlene Tobias kennen lernt, und sich ihre Pläne durch kreutzen. Marlene zieht mit Tobias zusammen, darauf hin verschwindet Eva und flüchtet zu einem fremden Mann nach Hamburg. (Dieser Mann wird nicht weiter beschrieben). Bis Marlene irgendwann Selbstmord begeht. Daraufhin nimmt Eva den Platz als Marlene ein und kommt nach einer Affäre mit Tobias dann fest mit ihm zusammen.  Nach vielen versuchen ein Kind zu bekommen wird sie Schwanger. Dann verliert sie dass Kind und verliert jeden Halt. 

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  • Leider hat mich dieses Buch nicht gepackt...

    Allerliebste Schwester
    jasbr

    jasbr

    17. June 2015 um 17:49

    "Fesselnd bis zur letzten Seite" steht auf der Rückseite des Buches - das hat für mich leider nicht zugetroffen. Ich bin von diesem Buch wahrlich enttäuscht. Eva und Marlene sind Zwillinge. Marlene nimmt sich das Leben und Eva nimmt deren Rolle ein - heiratet sogar den Witwer ihrer Schwester.  Allein das empfand ich schon als sehr skurril, aber schließlich habe ich auch auf ein verdrehtes Familiendrama gehofft. Gefesselt wurde ich allerdings gar nicht. Ich empfand das Buch eher als langweilig und als eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die ab und zu durch kurze Rückblenden in die Kindheit der beiden Schwestern unterbrochen werden. Die Figuren sind durch die Bank nicht gerade sympathisch und bleiben sehr oberflächlich. Einzig und allein bei Eva dringt der Leser in ihre Gedankenwelt vor, aber auch hier bleibt es flach. Das Ende des Buches ist offen gehalten, was mich persönlich sehr enttäuscht hat. Ich hatte das Gefühl, bis dahin war es eine Einleitung und jetzt geht es richtig los. Der Epilog deckt dann zwar einiges auf, war aber nicht weiter überraschend, eher vorhersehbar. Das Buch war leider nichts für mich!

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  • Allerliebste Schwester...

    Allerliebste Schwester
    LiveReadLove

    LiveReadLove

    15. June 2015 um 19:01

    // Worum es geht // Evas Leben wird von einer Frage bestimmt: Was ist in der Nacht passiert, als ihre Zwillingsschwester Marlene starb? Was ist damals geschehen, als sie den Anruf ihrer Schwester ignoriert hat? Hätte sie ihrer Schwester vielleicht helfen können? Hätte sie ihr erklärt, warum für Marlene ihr Leben keinen Sinn mehr gemacht hat? Eva wird von unglaublichen Schuldgefühlen geplagt, die so weit gehen, dass sie versucht Marlenes Platz einzunehmen. Sie geht sogar so weit und heiratet Tobias, den Ehemann ihrer verstorbenen Schwester. // Was ich davon halte // Ich wollte nur einmal schnell in das Buch reinlesen und schwups, war es schon zu Ende. Und trotzdem weiß ich gar nicht so richtig, wieso ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Geschichte beginnt bereits mit einem kleinen Schocker. Eva hat vor zwei Monaten eine Totgeburt erlitten und fühlt sich seither unvollständig, allein, verlassen und unnütz. Ihr Mann kümmert sich recht oberflächlich um sie und doch dringt er nicht durch ihre Schutzmauer, die sie um sich aufgebaut hat. Gleichzeitig macht Tobias auch nicht unbedingt den Eindruck, als würde er wirklich wissen wollen, wie seine Frau das traumatische Erlebnis verarbeitet. Als Leser hat man das Gefühl, er hätte den Verlust seines Kindes sehr schnell überwunden. Doch nicht nur dieser Verlust nagt an Eva. Seit dem Tod ihres Kindes setzt sie sich vermehrt mit dem Selbstmord ihrer Zwillingsschwester auseinander. Was ist damals wirklich passiert? Wieso hat Marlene sich umgebracht? Warum hat sie Eva allein gelassen? All diese Fragen spuken in den Gedanken von ihr herum. Tobias versucht all das zu vergessen und zu verdrängen. Es werden keinerlei Gespräche geführt und eine Therapie scheint in weiter Ferne zu liegen. Hier wird vor allem das Bild deutlich, dass Tobias, der aus gutem Hause kommt, sich viel zu sehr darum sorgt, was andere Menschen sagen und denken könnten. Dass eine Therapie vor allem für seine Frau hilfreich gewesen wäre, scheint ihm völlig unwichtig zu sein. Für Eva ist ihre Ehe nur noch ein Scheiterhaufen. Nie hat sie sich wirklich wohl in ihrer Rolle als Ehefrau von Tobias gefühlt. Es war für sie mehr eine Art Pflicht aus den Schuldgefühlen heraus, als dass sie ihn wirklich geliebt hätte. Es war einfach gemeinsam mit dem Ehemann ihrer verstorbenen Schwester zu Trauern, die Verzweiflung zu spüren und einander Halt zu geben. Doch eine wirklich glückliche Ehe wurde nie daraus. Immer weiter driftet Eva ab. Stürzt sich in ihre dunklen Gedanken und es wird einem erschreckend bewusst wie wichtig es ist, nach solchen Erlebnissen Menschen zu haben, mit denen man reden kann. Sich zu öffnen und Probleme gemeinsam zu lösen. Vor allem für Eva wäre es schon nach dem Tod ihrer Schwester wichtig gewesen, sich an jemanden zu wenden. Mit jemandem zu sprechen und nicht alles in sich hineinzufressen. Nach und nach werden immer mehr Erinnerungen wach und es wird immer deutlicher wie schlimm die Schuldgefühle von Eva sind. Als jemanden, der weder eine Schwester noch ein Kind verloren hat, ist es sehr schwer nachzuvollziehen wie grauenvoll und schmerzhaft diese Verluste sind. Doch Wiebke Lorenz bringt die Gefühle, Gedanken und Schuldgefühle der Protagonistin wunderbar aufs Papier. Die Verzweiflung von Eva wurde sehr glaubhaft dargestellt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die genau so wie Eva in die Verzweiflung und Hilflosigkeit getrieben werden. Trotzdem habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt. Viel mehr Spannung, mehr Rätselraten, krasse Wendungen und große Schocker. Doch all das ist ausgeblieben. Ich habe Seite um Seite umgeblättert, um endlich die Spannung und den Reiz der Geschichte zu finden, doch mehr als Schuldgefühle und Verzweiflung seitens Eva habe ich nicht gefunden. Es ist gut geschrieben und in jedem Fall unterhaltsam aber die Spannung und das Rätseln war kaum bis gar nicht vorhanden. Natürlich hat man sich als Leser gefragt, was in jener Nacht wirklich geschehen ist. Ob vielleicht Eva selbst etwas verdrängt, das die Lösung sein könnte. Doch die Autorin wirft einem kaum Häppchen hin, die zu Vermutungen einladen. Allein der Epilog hat mir eine Gänsehaut bereitet und ist unglaublich gut gemacht gewesen, auch wenn mich die Auflösung nicht wirklich überrascht hat, denn genau mit einem solchen Ausgang hatte ich gerechnet. // Fazit // Ein gut geschriebenes Buch, das realistisch die Verzweiflung, Trauer und unglaublich verzehrende Schuldgefühle einer Frau dargestellt hat. Doch meine Erwartungen wurden einfach nicht erfüllt, denn die gewünschte Spannung und das Rätseln um den Ausgang der Geschichte blieb aus. Nur das Ende konnte mich noch fesseln. Daher leider nur 3 / 5 Sterne

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  • Allerliebste Schwester - Wiebke Lorenz

    Allerliebste Schwester
    Katha_strophen

    Katha_strophen

    13. June 2015 um 21:26

    Das Psychodrama “Allerliebste Schwester” wurde von Wiebkle Lorenz geschrieben. Die Hardcoverausgabe erschien 2010 im Karl Blessing Verlag, München, umfasst 237 Seiten und kostet neu 16,95 EUR. Das Buch erzählt die Geschichte von Eva und ihrer Zwillingsschwester Marlene. Marlene hat sich drei Jahre bevor die Geschichte des Buches beginnt das Leben genommen. Eva macht sich Vorwürfe, da sie für Ihre Schwester am Tag ihres Todes nicht erreichbar war. Niemand weiß genau, was in dieser Nacht passiert ist. Eva versucht ihr Leben weiterzuleben und heiratet den Mann ihrer Schwester, ihren Schwager. Ein weiterer Schicksalsschlag wirft Eva aus der Bahn: sie verliert das gemeinsame Kind. Zudem nicht genug, trifft Eva auf einen Mann, der ihre Schwester kannte und ihr einiges über sie berichtet. Evas Gedankenwelt dreht sich danach immer weiter um die Vergangenheit und das Leben Ihrer Schwester, in deren Mittelpunkt ein gut behütetes, jedoch grausames Geheimsnis steht. Ich habe dieses Buch an nur einem Tag durchgelesen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und bereits nach kurzer Zeit, kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Mich hat die Geschichte um Eva und Marlene sehr berührt, die Autorin hat es geschafft, dass es ein leichtes war mit Eva mitzufühlen. Fazit: es war zwar nicht mein erstes Buch von Wiebke Lorenz, aber es wird definitiv auch nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein!

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  • Lesenswert

    Allerliebste Schwester
    romanasylvia

    romanasylvia

    09. November 2014 um 22:24

    Nicht schlecht für kalte Herbsttage, allerdings hab ich mir mehr Spannung erwartet und eine etwas andere Geschichte.

  • Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen

    Allerliebste Schwester
    Lilli33

    Lilli33

    12. September 2014 um 18:49

    Ich habe von verschiedenen Leuten schon viel Gutes über Wiebke Lorenz gehört. Möglicherweise bin ich daher mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Eva hat vor einigen Jahren ihre Zwillingsschwester verloren, sie wurde von einem Zug überfahren, für die Polizei handelte es sich um Selbstmord. In ihrer Trauer haben sich Tobias, Evas Schwager, und Eva zusammengetan und geheiratet. Nun hat Eva ein totes Kind zur Welt gebracht. Anscheinend war das alles zu viel für sie. Über ihren Schmerz scheint sie den Verstand zu verlieren. Die Atmosphäre ist durchgehend bedrückend. Es ist auch immer wieder eine unterschwellige Spannung zu spüren. Aber im Großen und Ganzen plätschert die Geschichte so vor sich hin. Ich wartete die ganze Zeit darauf, dass jetzt endlich mal was passiert, doch da war einfach kein Höhepunkt und auch keine Überraschung. Was mit Marlene wirklich geschehen ist, habe ich ganz schnell richtig vermutet. Dabei bin ich gar nicht so der spitzfindige Leser ;-) Am Ende wird die Auflösung von einer Seite präsentiert, die für mich keinen Sinn ergibt.

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  • O.K., aber nicht überzeugend :(

    Allerliebste Schwester
    FloareaSoareliu

    FloareaSoareliu

    19. August 2014 um 09:35

    Ich habe mir etwas anderes unter diesem Buch vorgestellt, fand es aber totzdem ok. Die Handlung war jedoch vorhersehbar. Spannung ist für mich etwas anderes.

  • Wenn die eigene Schwester stirbt ..

    Allerliebste Schwester
    isipisi

    isipisi

    23. February 2014 um 12:11

    .. ist nichts mehr wie es war. So geht es auch Eva, die ihre Schwester Marlene verliert. Selbstmord, sagen die Gutachter. Was allerdings geschah in jener Nacht wirklich? Warum sah Marlene keinen Ausweg mehr, als den Freitod zu wählen? War es überhaupt Selbstmord? Dieses Psychodrama hat mir wirklich sehr gefallen aber auch zugesetzt! Ich konnte mit der Protagonistin, Eva, wirklich gut mitfühlen. Auch wenn Marlene als Opfer dargestellt wird (außer im eigenen Elternhaus, wo sie das Vorzeigekind ist), war sie mir unsympathisch, da sie ihrer Schwester nie geholfen hat, wenn diese verprügelt wurde. Das Ende war meinerseits ein bisschen unzufriedenstellend, bis auf die letzten 5 Seiten allerdings war das Buch wirklich spitze! Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und bin restlos begeierstert. Ein Psychodrama auf hohem Niveau! Und gar nicht so realitätsfern..

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