Wiebke Lorenz Alles muss versteckt sein

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Inhaltsangabe zu „Alles muss versteckt sein“ von Wiebke Lorenz

Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden? Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …

Ein durchweg spannender und außergewöhnlicher Roman. Sehr zu empfehlen!

— BoboJu
BoboJu

Es war mein 1. Thriller und ich war wirklich wahnsinnig begeistert von. Bis zum letzten Moment voller Spannung gewesen.

— Kar_Oline
Kar_Oline

Eher ein Buch über den Psychiatriealltag und die Krankheitsbilder dort, als ein spannungsgeladener Thriller. Dennoch lesenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Am besten gefällt mir, dass die Autorin es schafft, die Protagonisten nicht wie ein Monster dastehen zu lassen. Stattdessen fiebert man mit

— s_vuk
s_vuk

Zur Zeit mein Liebstes Buch dieses Jahr

— Carrigirl
Carrigirl

leider fehlten mir die thrillerelemente und das ende fand ich doof

— LeseSprotte
LeseSprotte

Spannend, mitreißend und bewegend. Ein interessante Thematik, die mich auch nach der Lektüre beschäftigt.

— MsBookpassion
MsBookpassion

Alles nur in meinem Kopf. Nebeneffekt dieses Buches; man hat einen Ohrwurm. Für Jahre.

— ClaraOswald
ClaraOswald

Pro: Interessante Thematik, ansprechender Stil. Contra: wenig Finesse, Story zu konstruiert

— tob82
tob82

Interessante Thematik, aber für einen Thriller nur mäßig spannend

— ClaudiasWortwelten
ClaudiasWortwelten

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  • Denken ist nicht tun ...

    Alles muss versteckt sein
    engineerwife

    engineerwife

    17. November 2016 um 16:32

    Dieses Buch ist der absolute Hammer. Als ich es las und immer weiter in diese aufwühlende Geschichte gezogen wurde, dachte ich erst, das kann ich nie und nimmer bewerten. Aufgrund des Themas, dieser schrecklichen Zwangskrankheit, hätte ich fast von einer Beurteilung abgesehen. Als im letzten Abschnitt des Romans nun endlich doch noch ein Thriller aus dem Buch wurde, fiel es mir dann wieder leichter. Ich vergebe hier die absolute Bestnote. Das Buch lässt einen als Leser mitleiden mit der armen Marie, andererseits lässt es einen auch trauern um den Ermordeten, man ist einfach hin und her gerissen. Ganz langsam führt die wunderbare Autorin ihre Leser an das Ende, das sich als noch ein viel größeres Grauen entpuppt. Ein Buch, das nachwirken und mich so schnell nicht los lassen wird. Ich habe bis jetzt noch kein Buch von Wiebke Lorenz in die Hand genommen, das mir nicht gefallen hat. Wer es noch nicht kennt, dem sei an dieser Stelle auch das Buch Allerliebste Schwester ans Herz gelegt, das mich ähnlich gefesselt hat. 

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  • Unglaublich gutes Buch !!!

    Alles muss versteckt sein
    Carrigirl

    Carrigirl

    18. September 2016 um 20:17

    Ein sehr spannendes Buch was mich alleine vom Klappentext sofort angesprochen hat. Von der Psychischen Krankheit "Zwangsgedanken" hatte ich vorher in dieser Form noch nie gehört und es war neben der Geschichte zu erfahren welche Form von Zwangsgedanken es wirklich gibt. Das Buch beginnt mit Marie die sich zu Anfang des Buches in der Psychiatrischen Klinik befindet und über ihren Alltag dort berichtet. Irgendwann begibt sie sich bei einem Psychiater in Behandlung, was sie vorher stetig ablehnte.Nun taucht man von beginn an in die Geschichte ein,wie es zu den Zwangsgedanken kam und am ende auch zum Mord ?Man ist gefangen in diesen Erzählungen und will immer weiterlesen um zu erfahren wie es weitergeht! Ich habe schon lange nicht mehr einen so guten Thriller gelesen!!! Dieses Buch ist auf jedenfall auf meine Lieblingsbuch liste gerutscht werde es bestimmt nochmal Lesen obwohl man das Ende ja kennt :-)

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  • Packend, bewegend

    Alles muss versteckt sein
    s_vuk

    s_vuk

    15. September 2016 um 18:08

    Am besten gefällt mir, dass die Autorin es schafft, die Protagonisten nicht wie ein Monster dastehen zu lassen. Stattdessen fiebert man mit und wünscht, dass sich der Spuck in ihrem Kopf, der einerseits auf eine Krankheit/ein Trauma zurück zu führen ist, andererseits inszeniert wurde, sich auflöst.

  • Leider ein Flop!

    Alles muss versteckt sein
    YouDecide

    YouDecide

    27. August 2016 um 16:02

    Das Ende war toll, der Rest des Buchs hat mir nicht so gut gefallen. Ich fand es weder spannend, noch hat mir der Schreibstil gefallen.
    Die Auflösung war gut gemacht, aber alles andere war für mich leider nicht so toll.

  • Spannende Thematik und eine bewegende Geschichte

    Alles muss versteckt sein
    MsBookpassion

    MsBookpassion

    08. May 2016 um 22:55

    Marie ist eine junge Frau, arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten und musste vor Kurzem einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Während sie versucht all die Erinnerungen zu verarbeiten, suchen sie plötzlich beängstigende Gedanken heim. In ihrem Kopf formen sich Mordfantasien, die sich so real anfühlen und so detailliert sind, dass es Marie Angst macht. Sie versucht es zu verbergen, versucht es zu verdrängen, doch das macht alles nur noch schlimmer. Bald lebt sie in ständiger Angst, dass sie all diese Fantasien tatsächlich eines Tages in die Tat umsetzen könnte. Als sie dann eines Morgens blutüberströmt neben ihrem Partner aufwacht, ist ihr größter Albtraum wahr geworden. Doch sie kann sich ans nichts erinnern. Sie wird in die forensische Psychiatrie eingeliefert und versucht verzweifelt ihre Erinnerungen wieder zu erlangen. Doch ist tatsächlich alles so geschehen, wie es ihr alle weismachen wollen?Mit "Alles muss versteckt sein" ist Wiebke Lorenz ein spannender Roman gelungen, von dem ich etwas anderes erwartet hatte, der mich jedoch trotzdem mitreißen und unterhalten konnte. Wir kennen das doch alle. Manchmal würde man jemandem in seinem Umfeld gern den Hals umdrehen. Wir rütteln gefühlt zehn Mal an der Tür, um zu prüfen ob sie auch wirklich abgeschlossen ist. Was für viele von uns völlig unbedeutend ist und den Meisten schon gar nicht mehr auffällt, ist für viele andere Menschen die seelische Hölle. Denn ohne das zehnte Mal an der Tür zu rütteln, können sie nicht gehen. Ohne das dritte Mal die Hände gewaschen zu haben, fühlen sie sich unvollständig, werden unruhig. Die Protagonistin Marie entwickelt nach einem Schicksalsschlag Zwangsgedanken, die sie immer häufiger beherrschen. Vor ihrem inneren Augen formen sich Bilder, in denen sie ihrem Gegenüber ein Messer in den Bauch rammt oder eine zerbrochene Flasche über den Schädel zieht und sie kann nichts gegen diese Gedanken tun. Sie hat Angst das Haus zu verlassen, sie hat Angst das sie eines Tages diese schrecklichen Gedanken in die Tat umsetzt. Und dann passiert es. Sie wacht neben ihrem toten Freund auf, sein Blut klebt an ihrem Körper, das Messer in ihrer Hand. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Mich hat diese Geschichte sofort gepackt. Maries Schicksal hat mich direkt im Herzen bewegt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen (ohne das das jetzt Rückschlüsse auf mich ziehen lässt ;-)) und wollte ihr so gern helfen. Ich fand die gesamte Thematik der Zwangsgedanken unheimlich spannend und interessant - auch wenn ich nicht beurteilen kann, in wie weit das tatsächlich der Realität entspricht - und habe danach mal bei mir selbst darauf geachtet, was man eigentlich den lieben langen Tag so "zwanghaft" macht. Das ist teilweise schon erschreckend. Ich möchte inhaltlich gar nicht mehr verraten, da das einfach zu viel verraten würde. Die Handlung ist interessant und macht neugierig. Man möchte das Schicksal von Marie verfolgen und herausfinden, was tatsächlich passiert ist. Ich mochte Marie und auch die vielen Nebenfiguren waren toll ausgearbeitet, jeder hatte seine Ecken und Kanten und es waren interessante Charaktere dabei. Anfangs habe ich erwähnt, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Denn das Buch wartet nicht mit einer "thrillermäßigen" Spannung auf. Es ist diese unterschwellige Neugier auf die Auflösung, die meiner Meinung nach den Leser in der Geschichte voran treibt. Es ist eher ein psychologischer Spannungsroman, als ein Thriller. Aber dennoch hat mich die Geschichte gefesselt und auch berührt. Es war eine Mischung aus Verzweiflung und Depression, Marie steht kurz davor sich aufzugeben, und eben dieser Hoffnung und der Suche nach Antworten. Ich kann euch "Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz nur empfehlen.Eine beeindruckende Protagonistin, eine interessante Handlung mit vielseitigen Nebenfiguren und eine Thematik, die man nur zu gut auf sich selbst übertragen kann und wo es sich lohnt auch nach dem Buch noch weitere Nachforschungen zu betreiben. :) 

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  • Pro: Interessante Thematik, ansprechender Stil. Contra: wenig Finesse, Story zu konstruiert

    Alles muss versteckt sein
    tob82

    tob82

    28. April 2016 um 22:41

    "Alles muss versteckt sein" ließ sich zunächst gut an. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Die Thematik (Zwangsstörungen im Zusammenhang mit Gewalttaten) ist interessant und bisher auch noch nicht in der unzähligen Thriller-Literatur breitgetreten. Je länger ich dann allerdings las, desto mehr ging mir der Elan des Anfangsteils verloren. Die Geschichte ist kein Thriller, da muss ich meiner Vorrezensentin "Bücherjudy" ausdrücklich zustimmen. Es handelt sich viel mehr um ein Psycho-Drama mit einem Mordfall als Rahmen. Die Geschichte dümpelt dann leider auch einen nicht unbeträchtlichen Teil vor sich hin. Die Rückblenden der Protagonistin sind nicht uninteressant, aber doch teilweise sehr langatmig geraten. Insgesamt fehlt es mir trotz der schwierigen Thematik doch an Finesse. Die Fantasien der Protagonistin werden auf sehr "filmhafte" Weise geschildert. Dies hat mich nicht wirklich überzeugt (allerdings weiß ich auch nicht, wie man es hätte besser oder anders machen können). Zusätzlich wird man auf viele Clues schon fast mit der Nase drauf gestoßen. Bei der Auflösung des Falls schoss die Autorin für mich dann komplett über's Ziel hinaus. Unglaubwürdig und konstruiert. Dennoch insgesamt kein totaler Reinfall. 3 Sterne.

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  • Wiebke Lorenz - Alles muss versteckt sein

    Alles muss versteckt sein
    ClaudiasWortwelten

    ClaudiasWortwelten

    04. March 2016 um 09:49

    Marie ist 38, arbeitet in einem Kindergarten, ist glücklich verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen, gerät aber von einer Sekunde auf die andere vollkommen aus den Fugen, als ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall stirbt. Seit diesem traumatischen Verlust leidet Marie an aggressiven Zwangsgedanken, denen sie vollkommen ausgeliefert ist. In ihren Gedanken mordet sie, richtet ihre Aggressionen vor allem gegen Menschen, die sie liebt und lebt in der ständigen Angst, eines Tages die Kontrolle über ihre Gewaltphantasien zu verlieren und sie in die Tat umzusetzen. "Denn draußen und unter Menschen ereigneten sich in meinem Kopf nur die furchtbarsten Dinge, ich wütete und mordete, ohne dass ein Außenstehender etwas davon ahnte. Ich war eine Täterin ohne Tat. Noch. Und jede Minute, jede Sekunde hatte ich Panik davor, dass es nicht so bleiben würde." Aber „Denken ist nicht tun!“, das versichert ihr zumindest ihre neue Internetfreundin Elli immer wieder. Dennoch hat Marie die Befürchtung, diesem unerklärlichen inneren Drang, jemandem etwas anzutun, irgendwann doch unbewusst nachzukommen und vermeidet deshalb den Kontakt zu anderen Menschen. Maries Ehe zerbricht, aber als sie zufällig dem Schriftsteller Patrick begegnet, gelingt es ihr, sich wieder zu verlieben und zu öffnen. Doch eines Morgens wacht sie neben der grausam zugerichteten Leiche ihres neuen Lebensgefährten auf und alles deutet daraufhin, dass sie ihn mit einem Messer ermordet hat. Sie kann sich zwar nicht an die Tat erinnern, ist aber selbst davon überzeugt, ihren Freund umgebracht zu haben, denn in ihren Gedanken hatte sie sich häufig ausgemalt, wie es wäre, ihm die Kehle durchzuschneiden und auf ihn einzustechen. Marie wird verurteilt und aufgrund ihrer psychischen Erkrankung in den Maßregelvollzug einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt eingewiesen. Nur ihr Exmann und ihr behandelnder Arzt, der Psychiater Dr. Falkenhagen, scheinen Zweifel daran zu haben, dass die ansonsten so liebevolle Marie tatsächlich in der Lage war, einen so grausamen Mord zu begehen. Zunächst verschließt sie sich vollkommen, aber in langen Therapiesitzungen gelingt es ihrem Psychiater schließlich, Maries Vertrauen zu gewinnen. Sie beginnt, ihre Vergangenheit aufzurollen und versucht, ihre Erinnerungen an die Mordnacht an die Oberfläche zu holen. Ist sie wirklich eine eiskalte Mörderin oder immer noch eine Täterin ohne Tat und die Wahrheit noch viel schlimmer als ihre Gedanken? Meine persönliche Meinung: Das Buch von Wiebke Lorenz lag nun mehr als ein Jahr auf meinem Stapel ungelesener Bücher, denn die blutigen Hände auf dem Cover haben mich immer ein wenig abgeschreckt. Mein ursprünglicher Verdacht, es könnte sich um einen Thriller handeln, bei dem das Blut nur so aus den Seiten quillt, hat sich jedoch nicht bestätigt. Im Grunde ist das Buch sogar so harmlos, dass man kaum von einem Thriller sprechen kann. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Marie, die vermeintliche Mörderin, die unter aggressiven Zwangsgedanken leidet. Nicht nur durch die Gespräche mit ihrem Psychiater, sondern auch durch Auszüge aus ihrem Tagebuch erhält man sehr tiefe Einblicke in das Leben und die Gedankenwelt eines Zwangserkrankten sowie in den Alltag in einer geschlossenen Einrichtung der forensischen Psychiatrie. Man merkt deutlich, dass die Autorin hierfür sehr akribisch und intensiv recherchiert hat, denn das Krankheitsbild von Zwangserkrankungen und deren Auswirkung auf alle Lebensbereiche der Betroffenen werden außerordentlich authentisch, informativ und anschaulich geschildert. Der Charakter von Marie ist sehr fein gezeichnet, sodass man sich in die Gefühle und Gedanken der Hauptprotagonistin sehr gut einfühlen und ihre Verzweiflung, Ängste, Schuldgefühle, Selbstzweifel und ihr Leiden an der psychischen Erkrankung nachempfinden kann. Auch die beklemmende Atmosphäre in der Psychiatrie wird sehr eindrücklich beschrieben. Allerdings hat mich das Buch überhaupt nicht gefesselt, denn stellenweise war es sehr zäh und durch ständige Wiederholungen auch ziemlich langatmig. Wirkliche Spannung wollte sich bei mir jedenfalls nicht einstellen. Außerdem war das Ende für mich so vorhersehbar, dass ich recht schnell einen Verdacht hatte, der sich dann trotz einer an den Haaren herbeigezogenen Wendung letztendlich auch bestätigte. Da der Schreibstil der Autorin aber sehr angenehm und leicht ist und ich sehr beeindruckt war, wie intensiv und glaubwürdig sich Wiebke Lorenz mit der Entstehung, Bewältigung und dem Umgang mit aggressiven Zwangsgedanken auseinandersetzt, ließ sich das Buch sehr flüssig und schnell lesen. Die Thematik fand ich sehr interessant, die sensible und informative Auseinandersetzung mit dieser seelischen Krankheit war äußerst gelungen, aber von einem Thriller hätte ich mir doch wenigstens ein bisschen Spannung erhofft.

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  • Tolle Rechercheleistung

    Alles muss versteckt sein
    Zelma-Marie

    Zelma-Marie

    23. January 2016 um 18:33

    Mit einem Filmriss wacht Marie im Bett ihres Freundes auf. Er liegt mit aufegschlitzer Kehle tot neben ihr. Alles ist voller Blut und sie hat ein Messer in der Hand. Naheliegend, dass sie die Mörderin wein muss! Seit eine Trauma hatte sie entsprechend aggressive und immer stärker werdende Zwangsgedanken. Hat sie nun völlig die Kontrolle verloren? Marie kann sich an nichts erinnern. In der forensischen Psychiatrie versucht sie mithilfe ihrer Therapeutin an die Erinnerungen jener Nacht heran zu kommen, denn es stellt sich die Frage: "War es wirklich so wie es scheint?" Der Roman ist sehr gut recherchiert. Es werden Schicksale von Menschen in der Psychiatrie beleuchtet und man kommt sehr nah an diese Personen heran. Krankheitsbilder werden aufgeschlüsselt und  Traumafolgestörungen beschrieben. Das Ende wirkt leider sehr übertrieben. Jedoch kann das dem guten Gesamtbild des Buches kaum etwas anhaben. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Es ist wirklich ein Lesevergnügen!

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  • "Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz

    Alles muss versteckt sein
    Nelly87

    Nelly87

    18. January 2016 um 18:30

    Der Klappentext Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint … [ Quelle: Blessing ] Meine Meinung Als ich das Buch das erste Mal gesehen habe, wusste ich, ohne auch nur den Klappentext gelesen zu haben: DAS muss ich haben. Das Cover ist einfach der Hammer und genau das, auf das ich anspring wie ne Glühbirne. Doch dann geschah, was jeder Bookaholic kennt: das Buch wandert zunächst einmal auf den SuB und musste da ein ödes Dasein fristen. Vor kurzem habe ich aber ohne groß Nachzudenken danach gegriffen und war auch gleich in der Geschichte drin. Dabei beginnt das Buch so ganz anders, als man es im Genre Thriller/Krimi gewohnt ist. Normalerweise stirbt erst im Laufe der Handlung jemand und der Mörder wird dann verfolgt oder gesucht. Hier beginnt die Story aber bereits nach dem Mord, um den es geht und sogar schon nach der Verurteilung von Marie, die anscheinend ihren Freund erstochen hat. Nach dem traumatischen Verlust ihrer 6-jährigen Tochter bekommt Marie Zwangsvorstellungen. Immer wieder stellt sie sich ungewollt vor, wie sie eines ihrer Kindergartenkinder auf grausame Weise umbringt. Als sie sich nach langer Zeit in der Isolation endlich wieder verliebt geschieht das, wovor sie sich am meisten gefürchtet hat: ihre Wahnvorstellungen richten sich gegen den Menschen, den sie am meisten liebt. Und plötzlich scheint ihr Mantra "Denken ist nicht tun" nicht mehr zu greifen, denn eines Morgens wacht sie im Blut auf.... neben sich ihren toten Freund. Marie weiß: auch wenn sie sich nicht daran erinnern kann, muss sie Patrick getötet haben. Obwohl ich auf den Schreibstil meist nur stiefmütterlich am Schluss meiner Rezension eingehe, ist er mir dieses Mal einfach auf jeder Seite fast ins Gesicht gesprungen. Wiebke Lorenz erzählt ihre Geschichte immer aus Maries Sicht, wechselt dabei aber immer wieder zwischen Ich-Erzähler und auktorialem Erzähler hin und her. Sobald Marie von ihrer Vergangenheit erzählt, von der Zeit vor ihrer Tat, tut sie dies durch einen Ich-Erzähler. Ihre Geschehnisse innerhalb der Anstalt, also die Erlebnisse aus der Gegenwart, wird mit Hilfe des auktorialen Erzählers beschrieben. Anfangs war ich dadurch ein wenig irritiert, aber das hat sich schnell gelegt und dann fand ich es klasse. Es verdeutlichte nochmals die Spaltung von Marie, ihrem Leben und auch ihres Geisteszustandes. Sobald man sich daran gewöhnt hatte, war es wirklich eine Freude, das Buch zu lesen. Es machte vor allem auch deutlich, wie distanziert Marie sich in der Anstalt selbst gegenüber steht. Dieses Buch unterscheidet sich in soviele Punkten von einem 08-15-Thriller. Neben dem außergewöhnlichen Schreibstil unterliegt diese Geschichte auch einem ganz ungewöhnlichen Tempo. Da der Mord ja vor Beginn des Buches ja schon geschehen ist, zieht sich zumeist ein recht gemächliches Tempo durch die Geschichte. Allerdings wurde es trotzdem nie langweilig, weil irgendwie ein unterschwelliges Geheimnis unter der Oberfläche brodelte. Obwohl die Autorin nie so recht Anhaltspunkte dafür gibt, weiß der Leser recht schnell, dass Marie die ihr vorgeworfenen Tat nicht begangen haben kann. Man schließt sie ins Herz, weil sie in den Zeiten, in denen sie keine Zwangsvorstellungen hat, ein wirklich guter Mensch ist. Sie betrauert ihr eigenes Kind und hat als Kindergärtnerin auch ein unglaublich herzliches Verhältnis zu den Kindern, die ihr anvertraut sind. Ohne ihre Zwangsvorstellungen würde sie wahrscheinlich niemals einen schlechten Gedanken haben. Das erschwert es dem Leser zusätzlich, in ihr eine kaltblütige Mörderin zu sehen. Zum Schluss hin zog zwar das Tempo kaum merklich an, aber die unschwellige Spannung wurde nervenzerreibend. Lange Zeit hatte ich nicht mehr einen derartigen Thriller in der Hand, bei dem es mir fast körperlich weh tat, wenn ich ihn aus der Hand legen musste. Die Auflösung der ganzen Geschichte habe ich so absolut nicht vorhergesehen. Man hat zwar immer das ungute Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt, kommt aber nicht recht hinter des Rätsels Lösung. Ich hab während des Lesens immer mal wieder einige eigene Lösungen angedacht, aber auf die wahre Lösung bin ich tatsächlich nicht gekommen. Total gefesselt musste ich die letzten 40 Seiten am Stück verschlingen. Mein Fazit Bisher kannte ich Wiebke Lorenz nur als Teil des Autorenduos, das sich hinter dem Pseudonym "Anne Hertz" verbirgt. Doch mit Alles muss versteckt sein zeigt Wiebke Lorenz, dass sie nicht nur humorvolle Frauenliteratur schreiben kann. Ich hatte zwar mit einer ganz anderen Art von Buch gerechnet, doch die Geschichte konnte mich trotzdem total fesseln. Die Story ist unglaublich gut durchdacht und obwohl das Tempo niemals richtig rasant wird, war es über die ganze Länge des Buches unglaublich spannend. Zum Meckern gab es da tatsächlich nichts. Ein unglaublicher guter Thriller, mit dem sich Frau Lorenz nicht vor ihren namhaften Kollegen verstecken muss.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Gänsehaut und Spannung pur!

    Alles muss versteckt sein
    KarinLindberg

    KarinLindberg

    04. November 2015 um 11:58

    Inhalt: Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint … Mein erstes Buch von Wiebke Lorenz. Bereist ab dem ersten Satz hatte sie mich. Ich wollte einfach wissen: wer ist nun der Mörder. Ist sie es, oder doch nicht? Ich fühlte mich mittendrin und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, auch wenn es manchmal schon ein wenig gruselig war. Aber das war angenehm gruselig. Spannung und Psycho! Ich bin beeindruckt über ihre Recherchearbeit, auch wenn ich mich in einer geschlossenen Psychiatrie nicht auskenne, genau so würde ich sie mir vorstellen. Das ist kein 0815 Thriller, das ist wirklich ein ganz tolles Buch. Wiebke Lorenz Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich muss sagen, daraufhin habe ich mir gleich noch das zweite Buch von ihr gekauft. Absolut empfehlenswert für alle die Spannung und Thrill lieben.

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  • Interessantes Thema, mittelmäßige Umsetzung

    Alles muss versteckt sein
    TigorA

    TigorA

    30. September 2015 um 20:33

    Darum geht es: Nach einem heftigen Schicksalsschlag gerät das Leben von Marie Neumann völlig aus den Fugen. Im Leben nun mehr oder weniger auf sich allein gestellt und mit ihrem Job als Erzieherin, hat sie es auch so schon nicht leicht. Doch zu allem Übel wird sie seit Neuestem von unheimlichen Zwangsgedanken drangsaliert. Aus heiterem Himmel überkommen sie brutalste Mordfantasien gegen die sich Marie nicht wehren kann. Mühsam versucht sie ihren Alltag zu bestreiten, oft eher schlecht als recht. Dann lernt sie den charmanten Buchautor Patrick kennen und schöpft wieder Hoffnung ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Denken ist schließlich nicht tun. Doch dann wacht sie eines Morgens neben Patrick auf und er ist tot: abgeschlachtet mit dem Küchenmesser. Marie gerät natürlich sofort in Verdacht. Das Problem ist jedoch, dass Marie sich überhaupt nicht an die Tat erinnern kann. So fand ich es: Von diesem Buch wurde mir richtig vorgeschwärmt. Und das Thema klingt wirklich sehr interessant, da musste ich gar nicht lange überlegen und wollte es unbedingt auch lesen.  Es war dann letztendlich auch kein schlechtes Buch und ich habe mich zeitweise gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, man kommt gut durch die Geschichte hindurch. Am spannendsten war tatsächlich aber Maries Krankheit. Ich fand es wirklich interessant etwas über Zwangsgedanken zu erfahren, denn damit habe ich mich zuvor noch nie auseinander gesetzt. Wirklich erschreckend, dass es Menschen gibt, die dermaßen von ihren Gedanken beherrscht werden. Und vor allem, was für furchtbare Gedanken es dann teilweise sind. Und natürlich bietet das für so einen Thriller eine sehr unheimliche und spannende Grundlage, das ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Von der Umsetzung war ich dann allerdings nicht mehr so richtig überzeugt. Mir hat zwar gefallen, wie Marie mit ihren Zwangsgedanken beschrieben wurde und auch, inwiefern sie das einschränkt, doch aus dem Thriller-Aspekt hätte man meiner Meinung nach noch etwas mehr rausholen können. Ich bin dem Ganzen relativ schnell auf die Schliche gekommen und war dann etwas enttäuscht, als dann wirklich eintraf was ich mir Seiten zuvor schon gedacht hatte. Bei solchen Büchern möchte ich als Leserin dann doch gerne überrascht werden und das war hier eben einfach nicht der Fall. Es war mir insgesamt einfach zu vorhersehbar. Aber wie bereits gesagt, es war trotzdem ganz gut zu lesen und in keinster Weise unangenehm. Ich mochte Marie als Protagonistin, sie hat mir echt leid getan und gerade auch die Szenen die, in der Psychiatrie spielten, haben mir sehr gefallen, einfach auch aufgrund der unterschiedlichen Patienten und deren Probleme. Darüber hätte die Autorin gerne noch mehr schreiben können wenn es nach mir ginge. Allerdings wird diese Gegenwart von Marie, denn dort in der Psychiatrie begegnen wir ihr zum ersten Mal, immer wieder abgewechselt mit Flashbacks in denen Marie in der Ich-Erzählform ihre Erlebnisse schildert. Dafür geht sie auch entsprechend weit in der Vergangenheit zurück. Fand ich jetzt aber nicht schlimm, denn so erfährt man schließlich, wie auch Maries Zustand immer dramatischer wurde.  Das Ende hat mir dann allerdings nur noch ein müdes Stirnrunzeln entlocken können, denn das hat mir so gar nicht gefallen. Es war dann doch einen Tick zu unwirklich und es wirkte alles zu erzwungen auf mich. Mein Fazit: Ein gutes Buch für zwischendurch, gut geschrieben und mit einer interessanten Thematik. Mir war es persönlich aber dann doch zu vorhersehbar und etwas mehr Spannung hätte es für meinen Geschmack auch haben können. Sicherlich lesenswert, aber man sollte vielleicht nicht zu viel erwarten.

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  • Exzellenter Psychothriller!

    Alles muss versteckt sein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Das menschliche Unterbewusstsein ist ein faszinierendes und beängstigendes Thema zugleich. Dass die Autorin dafür intensiv recherchiert und sich mit Fachleuten über dieses Thema unterhalten hat, wie sie dem Leser im Nachwort erklärt, ist deutlich spürbar. Alles scheint sehr glaubwürdig! Im Alltag schenkt man Zwangsstörungen keine besondere Aufmerksamkeit, solange sie harmlos bleiben: Zehnmal überprüfen, ob die Autotür richtig geschlossen wurde, ob der Herd wirklich aus ist, ob der Wasserhahn des Badezimmers zugedreht wurde, usw. Aber sobald diese Gedanken beängstigend werden und so sehr an Bedeutung gewinnen, dass der Betroffene kaum noch die Wirklichkeit von seiner Fantasie unterscheiden kann, wird das Thema zum Tabu und es fällt dem "Kranken" noch schwerer, damit klarzukommen. Mit diesem Thema führt uns Wiebke Lorenz an den Abgrund des menschlichen Verstands. Der Leser verfolgt Maries Therapie und fragt sich im Laufe der Erzählung, ob diese an Zwangsgedanken leidende Frau wirklich schuldig für den Mord ist, für welchen sie verurteilt wurde. Ob die Verwirrung zwischen Ihrer Fantasie und der Wirklichkeit so groß war, dass sie dabei Ihren Geliebten ermordert hat. Nach und nach erfährt man mehr über Marie, die vergangenen Jahre und die emotionalen Belastungen, die zu diesen aggressiven Zwangsgedanken geführt haben können. Alle Ereignisse, alle Details sind wichtig. Dennoch erwartet man nicht diesen Ausgang. Die Wende der letzten Seiten überrascht definitiv den Leser!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    29. September 2015 um 12:42
  • Denken ist nicht tun!

    Alles muss versteckt sein
    Kerry

    Kerry

    30. August 2015 um 12:34

    Die 38-jährige Marie Neumann hat das Schrecklichste getan, was sie sich nur vorstellen konnte. Sie hat ihren Freund, den Bestsellerautoren Patrick Gerlach, im Schlaf mit einem Messer erstochen. Dafür wurde sie verurteilt und ist seitdem in der forensischen Psychiatrie. Marie weiß, dass sie es gewesen ist, hatte sie es sich doch bereits vorher immer wieder ausgemalt, wie es wäre, mit einem Messer Patrick zu ermorden, doch erinnern, erinnern kann sich Marie nicht an die Tat, nur daran, dass sie neben Patricks Leiche aufgewacht ist und das Messer, durch das er starb, noch immer in ihrer Hand war. Dabei lief es zwischen Patrick und ihr so gut, trotz ihrer Erkrankung. Früher, gefühlt in einem anderen Leben, war Marie einst verheiratet gewesen, glücklich in ihrem Job als Kita-Erzieherin und Mutter einer kleinen Tochter. Damals war ihre Welt noch in Ordnung, damals war alles gut - doch ein Unfall zerstörte ihre heile Welt für immer. Ihr kleines Mädchen starb, weil Marie, davon ist sie überzeugt, nicht gut genug auf sie aufgepasst hat. Ihre Ehe hat den Verlust des einzigen Kindes nicht verkraftet, ihr Mann hatte eine Affäre, aber eigentlich war das Marie zu dem Zeitpunkt schon egal. Marie und ihr Mann ließen sich scheiden und Marie arrangierte sich mit ihrem neuen Leben als alleinstehende, berufstätige Frau. Doch dann kamen sie, die Gedanken, die von jetzt auf gleich ihr ganzes Leben beherrschten. Im Internet fand sie heraus, dass es sich um "aggressive Zwangsgedanken" handelt, welche teils als unheilbar gelten. Irgendwie schaffte es Marie, auch mit Hilfe einer Internetbekanntschaft, sich an dieses Leben zu gewöhnen und als sie dann zufällig Patrick kennenlernte, schien alles wieder möglich zu sein. Doch nun muss sie sich mit der Tatsache auseinander setzen, dass sie ausgerechnet den Mann, den sie so liebte, getötet hat. Zwar versucht man in der Psychiatrie, ihr zu helfen - doch will sie sich wirklich helfen lassen? Sollte man nicht eher den Schlüssel zu ihrer Zelle wegsperren? Ihr behandelnder Arzt, Dr. Jan Falkenhagen, ist jedoch nicht bereit, so einfach aufzugeben - zusammen mit Marie will er ergründen, wie es dazu kam, dass diese einst sanfte Frau zur Mörderin wurde. Marie will sich mit dem Thema eigentlich nicht weiter auseinandersetzen, denn das würde bedeuten wirklich zu realisieren, dass sie ein Monster ist, so wie sie es immer befürchtet hat und solange das nicht feststeht, besteht doch noch Hoffnung, oder? Denken ist nicht tun! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Thematik des Buches und wie die Protagonistin mit ihrer Erkrankung umgegangen ist und wie es möglich ist, dass aus Gedanken, egal wie sehr man sich bemüht, doch irgendwann Taten werden können. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Gerade das Denken und Handeln der Protagonistin hat mich in diesem Buch sehr vereinnahmt, denn allein die Möglichkeit, dass, egal wie sehr man sich bemüht, am Ende alles vergebens ist und man daran zerbricht, empfand ich sehr gut dargestellt. Auch die inneren Zweifel, wie es, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, dazu kommen konnte, faszinierten mich bis zum Schluss. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, ich musste einfach wissen, wie es endet. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste der Autorin, das ich gelesen habe, aber ich weiß jetzt schon: Es wird nicht das letzte gewesen sein!

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  • böser Kobold im Kopf

    Alles muss versteckt sein
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    Sprachlos habe ich dieses Buch beendet, nicht etwa weil mir nichts dazu einfiel, sondern weil es so ein ernsthaftes Thema auf diese besondere Weise rübergebracht hat. Mein Kopf war so voll mit diesen ganzen (zum Teil) neuen Eindrücken, Informationen und eben einer großartig erzählten Geschichte. "Alles muss versteckt sein" von Autorin Wiebke Lorenz, als Taschenbuch erschienen im Diana Verlag (zur Random House Verlagsgruppe gehörend) hat mich auf allen 349 Seiten geflasht! Erstmal zur Story: Marie ging es so gut, war mit sich und ihrem Leben rund herum zufrieden. Toller Ehemann, angesehen im Beruf als Erzieherin und mit einer wunderbaren kleinen Tochter gesegnet. Doch dann hat das Schicksal zugeschlagen. Ein Trauma bleibt Marie übrig, mehr nicht.  Ein Trauma das etwas in ihrem Kopf auslöst, was sie selbst nicht versteht und von dem sie versucht es nicht, niemals, an die Oberfläche zu lassen - Zwangsgedanken.  Perfide und perverse Tagträume, kurze Flashs von Mord und Totschlag. Marie findet Hilfe, doch etwas läuft schief und dann geschieht genau dass vor dem sie sich fürchtete. Marie erwacht neben einem Mann, in seinem Blut, mit einem Messer in ihrer Hand. Ein Psychothriller, der diese Bezeichnung zu Recht verdient und stellenweise sehr heftig in der Beschreibung eben dieser Zwangsgedanken ist. Damit kann nicht jeder umgehen und auch ich dachte "zum Glück ist diese Geschichte fiktiv". Aber nur so läßt es sich verstehen, was in Marie vorgeht, was ihr Verhalten, ihr Abkapseln und ihre unendliche Traurigkeit ausmacht. Die Autorin beginnt langsam mit Marie in der Forensischen Psychatrie. Die Gedanken und Emotionen von Marie, das Verhalten der anderen Mitpatienten und der tägliche Ablauf dort sind auf eine beeindruckende aber auch erschreckende Weise wiedergegeben. Wiebke Lorenz erzählt und sie läßt Marie erzählen in den Gesprächen mit ihrem Arzt. Alles kommt zum Vorschein, nach und nach erfahren die LeserInnen mehr über Maries Leben und warum sie dort landete, in diesem Irrenhaus und man will oder kann gar nicht anders als weiterzulesen. Denn die Abgründe, dieses seelische Leiden und die psychologischen Folgen verlangen nach Aufklärung. Heilung oder wenigstens Besserung, ein hoffen auf eine 'normale' Zukunft scheinen für Marie so unendlich entfernt zu sein. Bis sie endlich realisiert 'Denken ist nicht tun!". So entwickelten sich im Laufe des Buches die Widersprüche zu Maris Schuld. Ein abgekatertes Spiel? Zu welchem Zweck? Und vor allem, wer muss bitterböse dafür bezahlen? Diese Geschichte ist auf eine reale Krankheit ausgelegt und die Autorin hat die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten in die Geschichte integriert ohne das es zu einem medizinischem Fachbuch ausartete. Toll dargestellte Protagonisten, auch die Unsympathischen und eine Geschichte die ohne Action auskommt aber gewaltig an den Nerven zerrt. Dafür vergebe ich 5 von 5 Sternen.  c ) K.B. 08/2015

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