Alles muss versteckt sein

von Wiebke Lorenz 
4,2 Sterne bei383 Bewertungen
Alles muss versteckt sein
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (314):
Happymountains avatar

Unterhaltsam - ging auch wirklich an doe Psyche. Nur der Schreibstil war nicht komplett meins.

Kritisch (18):
MaiPie80s avatar

Abgebrochen. Kam ich nicht rein.

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Inhaltsangabe zu "Alles muss versteckt sein"

Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden?

Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783896674692
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:350 Seiten
Verlag:Blessing
Erscheinungsdatum:03.09.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.10.2012 bei SAGA Egmont erschienen.

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    xdemon_hunterxs avatar
    xdemon_hunterxvor 4 Monaten
    Denken ist nicht Tun

    Ein Psychothriller bei dem nichts ist, wie es scheint.


    Klappentext:

    Steckt in jedem Menschen ein Mörder? In Gedanken hat Marie schon erschlagen, erwürgt, zerstückelt. Die furchtbar realen Gewaltfantasien kommen ohne Vorwarnung und machen ihr unaussprechliche Angst. Doch denken heißt nicht tun. Glaubt Marie. Bis ein grausamer Mord geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes entsprungen zu sein scheint. Alle halten Marie für eine Mörderin. Auch sie selbst. Sie wird verurteilt, eingewiesen, weggesperrt. Ein junger Arzt hilft ihr dabei, die Wochen vor der Mordnacht zu rekonstruieren, und in Marie wachsen die Zweifel. Ist die Wahrheit noch viel furchtbarer als ihre Fantasie?



    Meine Meinung:

    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum Einen Maries Aufenthalt in der Psychiatrie und zum Anderen das Gespräch mit ihrem Psychologen, in dem von ihrer Vergangenheit erzählt wird. 

    Durch einen tragischen Unfall ändert sich Maries Leben, ihre Ehe geht den Bach runter und sie fängt an explizite Mordgedanken zu haben. In einem Forum, wo sie ihre Ängste mit anderen teilt wird aber immer gesagt „Denken ist nicht tun“, doch Marie soll ihren Freund umgebracht haben.

    Man wird auf verschiedene Spuren geführt und weiß zunächst nicht wirklich, wie man diese einordnen soll. Ich hatte zwar nach einiger Zeit schon eine Vermutung, diese war im Buch jedoch noch ausgeklügelter und komplizierter ausgeführt, sodass man um mehrere Ecken denken musste um auf den Lösungsansatz zu kommen.


    Mir haben die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer sehr gut gefallen und man hat dieses Gefühl, dass an der Sache einfach etwas nicht stimmt. 

    Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen, sodass man, wenn man erst einmal im Buch drin ist, kaum noch aufhören kann, da es zunehmend spannend und es mit der menschlichen Psyche gespielt wird.


    Der Anfang war etwas schleppend, da es zunächst nicht wirklich viel mit einem Psychothriller zu tun hat, das ändert sich aber ab einem gewissen Punkt und die Auflösung am Ende fand ich wirklich super! Ich hab schon länger keinen Psychothriller mehr gelesen, der mich so gepackt hat.



    Mein Fazit:

    Ein durchaus gelungenes Werk, dem man am Anfang etwas Zeit geben muss, damit sich das Potenzial entwickelt. Ab einem gewissen Punkt konnte ich kaum noch aufhören zu lesen und dieses beklemmende Gefühl, was man von Büchern in diesem Genre gewohnt ist, war auf jeden Fall da.

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    Ambermoons avatar
    Ambermoonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Als Psychogramm in Romanform durchaus interessant, aber definitiv kein Thriller.
    Alles muss versteckt sein - anscheinend auch der Thriller

    Steckt in jedem Menschen ein Mörder? In Gedanken hat Marie schon erschlagen, erwürgt, zerstückelt. Die furchtbar realen Gewaltfantasien kommen ohne Vorwarnung und machen ihr unaussprechliche Angst. Doch denken heißt nicht tun. Glaubt Marie. Bis ein grausamer Mord geschieht, der genau dem Horror-Drehbuch ihres Kopfes entsprungen zu sein scheint. Alle halten Marie für eine Mörderin. Auch sie selbst. Sie wird verurteilt, eingewiesen, weggesperrt. Ein junger Arzt hilft ihr dabei, die Wochen vor der Mordnacht zu rekonstruieren, und in Marie wachsen die Zweifel. Ist die Wahrheit noch viel furchtbarer als ihre Fantasie?...(Klappentext)

                                             -------------------------------

    Die Story beginnt in der Psychiatrie, nachdem bereits alles geschehen ist. Marie hat eines Nachts ihren Lebensgefährten Patrick auf brutalste Weise abgeschlachtet. Angeblich hat sie ihre Zwangsgedanken, an denen sie seit fast einem Jahr leidet, in die Realität umgesetzt. Von wegen denken ist nicht tun.
    Nun sitzt sie in der geschlossenen Psychiatrie, ohne Erinnerung an die Tat selbst.
    Durch die Einzel-Gesprächstherapie kommt sie dieser jedoch immer näher, bis schließlich der Arzt selbst am Tathergang zweifelt.

    Ich erwartete mir einen Psychothriller vom Feinsten. Die Thematik nicht 08/15 und durchaus interessant. Es hapert jedoch an der Umsetzung, denn ein Thriller ist das definitiv nicht.

    Man erhält aus der Sicht Maries Einblicke in ihre von brutalen Zwängen geprägte Gedankenwelt, welche wirklich nicht ohne ist. Erlebt mit ihr den Psychiatrie-Alltag und durch Rückblenden während der Gesprächstherapie rückt man der Tat immer näher.
    Im Rahmen meines Psych.-Dipl. durfte ich, unter anderem, ein 3-monatiges Praktikum auf einer geschlossenen Akut-Station einer Psychiatrie absolvieren und somit kann ich durchaus behaupten, dass der Psychiatrie-Alltag, sowie der Einblick in die Welt einer an brutalen Zwangsgedanken Leidenden, sehr authentisch beschrieben werden.

    Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten und somit liest sich dieses Buch auch wirklich flott weg, jedoch will so gar keine Spannung aufkommen.
    Die Story ist sehr durchschaubar und ich konnte mir rasch denken wer weshalb dahintersteckt.
    In der Hoffnung, dass es jedoch ganz anders kommen würde und die Autorin mit einer überraschenden Wendung aufwartet, las ich jedoch weiter.
    Die überraschende Wendung kam dann auch...irgendwie, denn meine Vermutungen wurden durchaus bestätigt. Diese kleine überraschende Wendung war jedoch so konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, sodass ich nur "WTF" denken konnte.

    Fazit:
    Im Grunde ist dieser "Psychothriller" eine pathopsychlogische Persönlichkeitsstudie in einfacher Romanform. Diese Pathopsychologie wird authentisch beschrieben und ist auch durchaus interessant zu lesen. Dies ist meiner Meinung nach aber auch schon das Beste an diesem Roman.
    Ansonsten - mehr als nur durchschaubare Story, keine Spannung, gegen Ende ein Abdriften in Nebensächlichkeiten und das Ende selbst..nun ja..es ließ mir die Haare zu Berge stehen, da es sowas von konstruiert war.
    Von mir gibt es daher nur eine bedingte Leseempfehlung.

    © Pink Anemone

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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor einem Jahr
    Denken heisst nicht tun...

    Steckt in jedem Menschen ein Mörder?
    Marie hat in Gedanken bereits erschlagen, zerstückelt, erwürgt, aber hat sie es auch tatsächlich getan? Ist sie wirklich schuldig? Alle halten sie für schuldig, wird verurteilt und eingewiesen, aber während der Therapie zweifelt sie immer mehr - ist die Wahrheit wirklich schlimmer, furchtbarer als ihre Fantasie?

    Was für ein Thriller. Spannend, fesselnd packen. Nie ist es mir schwerer gefallen, Sterne für ein Buch zu vergeben, wie bei diesem. Schreibstil und Spannungsmässig 5 - aber da ich eigentlich bereits von den ersten Seiten her sah, ahnte, wohin das ganze geht, muss ich sagen, es war viel zu vorhersehbar für mich - also eigentlich nur 2 Sterne. Was überwiegt? Dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte? Dass ich nicht mal mehr Zeit hatte, mir Tee zu kochen, weil ich das Buch nicht weglegen konnte? Für mich überwiegt das definitiv :-)

    Das Nachwort hat mich sehr berührt. So offen und ehrlich. Chapeau. Eine Krankheit die wirklich existiert, beängstigend, aber wie beängstigend ist es für die, die darunter leiden? Ich habe viel lernen dürfen und das mit einem Thriller. Wow.


    Fazit: Ein fantastischer Thriller, leider viel zu vorhersehbar für mich, aber nichts desto trotz. Ein so hoher Spannungsbogen, ein so hoher Suchtfaktor, dass muss man erst mal als Autor schaffen. Obwohl ich sehr früh wusste, wohin der Weg geht war ich so gepackt, so gefesselt, ich musste es in einem Rutsch durchfuttern.

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    steffi5437s avatar
    steffi5437vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein grossartiger Thriller
    Gänsehaut pur!!


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen!
    Es geht um Marie die unter Mordfantasien leidet und Angst hat, diese in die Tat umzusetzen.
    Als sie eines Tages mit einem Messer in der Hand neben ihrem blutüberströmten Freund aufwacht,wird sie in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. 
    Ich habe sehr mit Marie mitgelitten und mich hat diese Geschichte sehr berührt! 

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Denken ist nicht tun ...

    Dieses Buch ist der absolute Hammer. Als ich es las und immer weiter in diese aufwühlende Geschichte gezogen wurde, dachte ich erst, das kann ich nie und nimmer bewerten. Aufgrund des Themas, dieser schrecklichen Zwangskrankheit, hätte ich fast von einer Beurteilung abgesehen. Als im letzten Abschnitt des Romans nun endlich doch noch ein Thriller aus dem Buch wurde, fiel es mir dann wieder leichter. Ich vergebe hier die absolute Bestnote. Das Buch lässt einen als Leser mitleiden mit der armen Marie, andererseits lässt es einen auch trauern um den Ermordeten, man ist einfach hin und her gerissen. Ganz langsam führt die wunderbare Autorin ihre Leser an das Ende, das sich als noch ein viel größeres Grauen entpuppt. Ein Buch, das nachwirken und mich so schnell nicht los lassen wird.

    Ich habe bis jetzt noch kein Buch von Wiebke Lorenz in die Hand genommen, das mir nicht gefallen hat. Wer es noch nicht kennt, dem sei an dieser Stelle auch das Buch Allerliebste Schwester ans Herz gelegt, das mich ähnlich gefesselt hat. 

    Kommentare: 1
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    Carrigirls avatar
    Carrigirlvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zur Zeit mein Liebstes Buch dieses Jahr
    Unglaublich gutes Buch !!!

    Ein sehr spannendes Buch was mich alleine vom Klappentext sofort angesprochen hat. Von der Psychischen Krankheit "Zwangsgedanken" hatte ich vorher in dieser Form noch nie gehört und es war neben der Geschichte zu erfahren welche Form von Zwangsgedanken es wirklich gibt. Das Buch beginnt mit Marie die sich zu Anfang des Buches in der Psychiatrischen Klinik befindet und über ihren Alltag dort berichtet. Irgendwann begibt sie sich bei einem Psychiater in Behandlung, was sie vorher stetig ablehnte.Nun taucht man von beginn an in die Geschichte ein,wie es zu den Zwangsgedanken kam und am ende auch zum Mord ?
    Man ist gefangen in diesen Erzählungen und will immer weiterlesen um zu erfahren wie es weitergeht! Ich habe schon lange nicht mehr einen so guten Thriller gelesen!!! Dieses Buch ist auf jedenfall auf meine Lieblingsbuch liste gerutscht werde es bestimmt nochmal Lesen obwohl man das Ende ja kennt :-)

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    s_vuks avatar
    s_vukvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Am besten gefällt mir, dass die Autorin es schafft, die Protagonisten nicht wie ein Monster dastehen zu lassen. Stattdessen fiebert man mit
    Packend, bewegend

    Am besten gefällt mir, dass die Autorin es schafft, die Protagonisten nicht wie ein Monster dastehen zu lassen. Stattdessen fiebert man mit und wünscht, dass sich der Spuck in ihrem Kopf, der einerseits auf eine Krankheit/ein Trauma zurück zu führen ist, andererseits inszeniert wurde, sich auflöst.

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    YouDecides avatar
    YouDecidevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Ende war toll, der Rest des Buchs hat mir nicht so gut gefallen.
    Leider ein Flop!

    Das Ende war toll, der Rest des Buchs hat mir nicht so gut gefallen. Ich fand es weder spannend, noch hat mir der Schreibstil gefallen.
    Die Auflösung war gut gemacht, aber alles andere war für mich leider nicht so toll.

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    MsBookpassions avatar
    MsBookpassionvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, mitreißend und bewegend. Ein interessante Thematik, die mich auch nach der Lektüre beschäftigt.
    Spannende Thematik und eine bewegende Geschichte

    Marie ist eine junge Frau, arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten und musste vor Kurzem einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Während sie versucht all die Erinnerungen zu verarbeiten, suchen sie plötzlich beängstigende Gedanken heim.
    In ihrem Kopf formen sich Mordfantasien, die sich so real anfühlen und so detailliert sind, dass es Marie Angst macht. Sie versucht es zu verbergen, versucht es zu verdrängen, doch das macht alles nur noch schlimmer. Bald lebt sie in ständiger Angst, dass sie all diese Fantasien tatsächlich eines Tages in die Tat umsetzen könnte.
    Als sie dann eines Morgens blutüberströmt neben ihrem Partner aufwacht, ist ihr größter Albtraum wahr geworden. Doch sie kann sich ans nichts erinnern.
    Sie wird in die forensische Psychiatrie eingeliefert und versucht verzweifelt ihre Erinnerungen wieder zu erlangen. Doch ist tatsächlich alles so geschehen, wie es ihr alle weismachen wollen?

    Mit "Alles muss versteckt sein" ist Wiebke Lorenz ein spannender Roman gelungen, von dem ich etwas anderes erwartet hatte, der mich jedoch trotzdem mitreißen und unterhalten konnte.
    Wir kennen das doch alle. Manchmal würde man jemandem in seinem Umfeld gern den Hals umdrehen. Wir rütteln gefühlt zehn Mal an der Tür, um zu prüfen ob sie auch wirklich abgeschlossen ist. Was für viele von uns völlig unbedeutend ist und den Meisten schon gar nicht mehr auffällt, ist für viele andere Menschen die seelische Hölle. Denn ohne das zehnte Mal an der Tür zu rütteln, können sie nicht gehen. Ohne das dritte Mal die Hände gewaschen zu haben, fühlen sie sich unvollständig, werden unruhig.
    Die Protagonistin Marie entwickelt nach einem Schicksalsschlag Zwangsgedanken, die sie immer häufiger beherrschen. Vor ihrem inneren Augen formen sich Bilder, in denen sie ihrem Gegenüber ein Messer in den Bauch rammt oder eine zerbrochene Flasche über den Schädel zieht und sie kann nichts gegen diese Gedanken tun. Sie hat Angst das Haus zu verlassen, sie hat Angst das sie eines Tages diese schrecklichen Gedanken in die Tat umsetzt. Und dann passiert es. Sie wacht neben ihrem toten Freund auf, sein Blut klebt an ihrem Körper, das Messer in ihrer Hand.
    Doch sie kann sich an nichts erinnern.
    Mich hat diese Geschichte sofort gepackt. Maries Schicksal hat mich direkt im Herzen bewegt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen (ohne das das jetzt Rückschlüsse auf mich ziehen lässt ;-)) und wollte ihr so gern helfen.
    Ich fand die gesamte Thematik der Zwangsgedanken unheimlich spannend und interessant - auch wenn ich nicht beurteilen kann, in wie weit das tatsächlich der Realität entspricht - und habe danach mal bei mir selbst darauf geachtet, was man eigentlich den lieben langen Tag so "zwanghaft" macht. Das ist teilweise schon erschreckend.

    Ich möchte inhaltlich gar nicht mehr verraten, da das einfach zu viel verraten würde.
    Die Handlung ist interessant und macht neugierig. Man möchte das Schicksal von Marie verfolgen und herausfinden, was tatsächlich passiert ist. Ich mochte Marie und auch die vielen Nebenfiguren waren toll ausgearbeitet, jeder hatte seine Ecken und Kanten und es waren interessante Charaktere dabei.

    Anfangs habe ich erwähnt, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Denn das Buch wartet nicht mit einer "thrillermäßigen" Spannung auf. Es ist diese unterschwellige Neugier auf die Auflösung, die meiner Meinung nach den Leser in der Geschichte voran treibt. Es ist eher ein psychologischer Spannungsroman, als ein Thriller. Aber dennoch hat mich die Geschichte gefesselt und auch berührt.
    Es war eine Mischung aus Verzweiflung und Depression, Marie steht kurz davor sich aufzugeben, und eben dieser Hoffnung und der Suche nach Antworten.

    Ich kann euch "Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz nur empfehlen.
    Eine beeindruckende Protagonistin, eine interessante Handlung mit vielseitigen Nebenfiguren und eine Thematik, die man nur zu gut auf sich selbst übertragen kann und wo es sich lohnt auch nach dem Buch noch weitere Nachforschungen zu betreiben. :) 

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    tob82s avatar
    tob82vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Pro: Interessante Thematik, ansprechender Stil. Contra: wenig Finesse, Story zu konstruiert
    Pro: Interessante Thematik, ansprechender Stil. Contra: wenig Finesse, Story zu konstruiert

    "Alles muss versteckt sein" ließ sich zunächst gut an. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Die Thematik (Zwangsstörungen im Zusammenhang mit Gewalttaten) ist interessant und bisher auch noch nicht in der unzähligen Thriller-Literatur breitgetreten. Je länger ich dann allerdings las, desto mehr ging mir der Elan des Anfangsteils verloren. Die Geschichte ist kein Thriller, da muss ich meiner Vorrezensentin "Bücherjudy" ausdrücklich zustimmen. Es handelt sich viel mehr um ein Psycho-Drama mit einem Mordfall als Rahmen. Die Geschichte dümpelt dann leider auch einen nicht unbeträchtlichen Teil vor sich hin. Die Rückblenden der Protagonistin sind nicht uninteressant, aber doch teilweise sehr langatmig geraten. Insgesamt fehlt es mir trotz der schwierigen Thematik doch an Finesse. Die Fantasien der Protagonistin werden auf sehr "filmhafte" Weise geschildert. Dies hat mich nicht wirklich überzeugt (allerdings weiß ich auch nicht, wie man es hätte besser oder anders machen können). Zusätzlich wird man auf viele Clues schon fast mit der Nase drauf gestoßen. Bei der Auflösung des Falls schoss die Autorin für mich dann komplett über's Ziel hinaus. Unglaubwürdig und konstruiert. Dennoch insgesamt kein totaler Reinfall. 3 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Hallo,

    ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese.

    Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!)

    Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben.

    Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben.

    Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen.

    Dankeschön!

    Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:
    Zum Thema
    jess020s avatar
    Mit "Alles muss versteckt sein" der Autorin Wiebke Lorenz erwartet euch ein richtig spannender und blutiger Psychothriller! Schon beim Betrachten des Covers bekommt man Gänsehaut und die Leseprobe fesselt einen vom ersten Satz an. Bekannt wurde die Autorin zwar durch ihre Romane, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester unter dem Pseudonym Anne Hertz schrieb, doch nach ihrem ersten eigenen Roman "Allerliebste Schwester" folgt nun ihr erster Thriller. 

    Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden?

    Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …  --> Leseprobe

    Wir verlosen gemeinsam mit dem Karl Blessing Verlag 10 Exemplare von "Alles muss versteckt sein" - wer von euch also Lust auf einen wahrhaftig mörderischen Thriller hat, bewirbt sich schnell! Dafür möchte ich von euch wissen: hattet ihr schon einmal Mordgedanken, als ihr    z. B. sehr wütend gewesen seid oder ihr euch über etwas wahnsinnig aufgeregt habt? Ich persönlich bekomme ja regelmäßig Wutausbrüche, wenn es darum geht, etwas zu beantragen, was mit viel Bürokratie verbunden ist - beispielsweise das BaföG-Amt treibt mich alle paar Monate in den Wahnsinn..

    Ich bin gespannt auf eure Antworten! Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 21. November!

    Und damit ihr noch einen besseren Eindruck von Buch bekommt, hier der Trailer:

    ###YOUTUBE-ID=kxykSbjDW-Q###



    merlin78s avatar
    Letzter Beitrag von  merlin78vor 6 Jahren
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