Eselmädchen

von Wiebke Tillenburg 
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
Eselmädchen
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Wundervolles Debüt!

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Inhaltsangabe zu "Eselmädchen"

In einer Welt, in der den Menschen die Fähigkeit geraubt wurde, ihre Wut zu beherrschen, erhält ein Junge die Chance, sie vor ihrem Untergang zu bewahren. Doch der Zeitpunkt ist ungünstig. Denn inzwischen hat er selbst alles verloren, was ihm einst Halt und Hoffnung bot.
Ein philosophisches Fantasymärchen, jenseits aller Hoffnung für die Menschheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740743017
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:116 Seiten
Verlag:TWENTYSIX
Erscheinungsdatum:20.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wundervolles Debüt!
    Ein Märchen für Erwachsene

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Es ist kurzweilig, es ist zart und doch Tief. Die Geschichte der Autorin Wiebke Tillenburg basiert auf der Ideenlehre Platons (Vorwort). Die Leser*innen müssen sich nicht mit Platon auskennen, um die Geschichte greifen zu können, wer aber interessiert ist, findet genügend Material zum Nachlesen im Internet oder den Bibliotheken.

    Bereits in „Sehnsuchtsfluchten“ wurde ich neugierig auf weitere Texte von Wiebke Tillenburg und so war direkt bei der Ankündigung des Buches klar, „Eselmädchen“ wird bei mir einziehen. Es ist ein Märchen, einnehmend und fesselnd, aber absolut nicht für Kinder. In nicht mal 115 Seiten hat mich die Autorin abtauchen lassen!

    Ein Junge. Kein Name, aber eine Geschichte. Er lebt am Rande eines Dorfes. Ausgegrenzt von Gleichaltrigen, findet er in dem Eselmädchen eine Freundin. Beide sind geplagt von den Hänseleinen der Dorfbewohner, beide haben sich in ihrer Rolle eingefunden. Doch es verschlimmert sich, die Wut wird unbändiger.

    Ich habe es schon in der oben erwähnten Anthologie bewundert und tue es nun auch bei dieser Novelle. Eine Vielschichtigkeit an Themen innerhalb solch einer kleinen Seitenanzahl ist eine Kunst für sich, welche die Autorin beherrscht. Es regt zum Nachdenken an, es macht traurig, es macht wütend. Die Geschichte ist aktuell, war es immer und wird es auch bleiben.

    "Das ist die Wut. Sie macht sich breit in dir und füllt dich eine Weile aus. Und wenn sie dann weg ist, ist da eben nichts mehr."
    (Seite 43)

    Was bringt Menschen dazu, andere Menschen weh zu tun? Was ist ihr Antrieb? Auf den wenigen Seiten gibt die Autorin nicht DIE Antwort, aber eine von vielen. Die Geschichte des namenlosen Jungen wird verpackt in eine Welt, die reale Bezüge hat und doch phantastisch ist. Ich kann und will an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Unsere Gesellschaft ist der Rahmen dieser Geschichte, was man darin findet ist ein Denkanstoß, was man mitnimmt sind die eigenen Gedanken.

    Was passiert, wenn uns der Grund genommen wird, unsere Wut zu zügeln? Wenn uns die Idee des Miteinander abhanden kommt? Metaphorisch setzt sich die Autorin mit eben dieser Frage auseinander. Mir gefällt ihre Art der Auseinandersetzung, aber ich hätte mir gewünscht, noch etwas länger verweilen zu können. Ich brauchte etwas Zeit um Oheim und seine Bedeutung, seine Welt, greifen zu können. Geschichten dürfen sich erstmal im Kopf setzen, bevor sie zu einem verstehen heranreifen, doch hier ging es mir einfach zu schnell. Kaum hatte ich mich in Oheims Welt orientiert, stand ich auch schon wieder außerhalb dessen. Dieser Ort bietet ganz eigene Interpretationsmöglichkeiten, welche ich Euch mit meinen Gedanken dazu nicht vorwegnehmen möchte. Manche Erzählungen müssen selbst gelesen werden.

    Man wird auf eine Reise mitgenommen, an einen anderen Ort. Und dann wird man in die Realität katapultiert, das Badewasser erkaltet, und lässt das Gelesene auf sich wirken.

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    KKahawas avatar
    KKahawavor 8 Monaten
    Von verbotenen Wäldern und vergessenen Menschen

    Zum Inhalt:

    Ein namenloser Protagonist wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen Hütte. Sie leben in Armut, der Vater hat sie verlassen, und auf dem Nachbargrundstück wohnt ein komisches Mädchen. Niemand spricht mit ihr, und jeder, der etwas auf sich hält, soll das Eselmädchen meiden. Im Dorf hält jeder etwas auf sich, also ignoriert man das Kind von der Eselwiese. Dem Protagonisten ist das egal, er besucht das Mädchen namens Nike und entschlüsselt Stück für Stück die Rätsel um das Mädchen, das niemand beachtet, den Wald, den niemand betritt und die Esel, die nicht sind, was sie scheinen.

    Mein Eindruck zu Eselmädchen:

    Eselmädchen fühlt sich nicht an wie ein Debüt. Die Autorin hat bereits Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht, aber Eselmädchen selbst ist als alleinstehendes Werk das Debüt von Wiebke Tillenburg. Ich habe es auf den ersten fünfzig Seiten nicht als Debüt wahrgenommen, so professionell erschien es mir. Einzig die sich doch ziemlich häufenden Fehler erinnern beim Lesen immer wieder daran, dass es sich um ein Erstlingswerk im Selfpublishing handelt, später aber mehr dazu. Im Großen und Ganzen bin ich froh und glücklich, Eselmädchen gelesen zu haben und bedanke mich bei der Autorin für die liebevolle Signatur und die Chance, schon vor Release-Datum am 10. Februar eine Reise in den verbotenen Wald gemacht haben zu dürfen.

    Die ausführliche Rezension könnt ihr bei der Weltenbibliothek (http://weltenbibliothek.de/rezension/fantasy/eselmaedchen/) lesen :)

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    Weltenbibliotheks avatar
    Weltenbibliothekvor 7 Monaten
    D
    Die_Teddybaerinvor 8 Monaten

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