Häuptling Eigener Herd. H.37

Cover des Buches Häuptling Eigener Herd. H.37 (ISBN:9783927350359)
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Inhaltsangabe zu "Häuptling Eigener Herd. H.37"

Noch nie hat Freund Wiglaf das Wort 'gläubig' ausgesprochen, in die Tasten gehauen oder es gar auf Papier geschrieben - bei ihm heißt das: 'gläubisch'. Ich dachte immer: 'Tja, Dichter dürfen alles und die Kunst sowieso.' Eines Tages wollte ich es aber genau wissen: 'Sag mal, eigentlich muss es doch in richtigem Deutsch 'gläubig' heißen und nicht 'gläubisch', wie du immer schreibst. Lieber Wiglaf, warum also 'gläubisch'?' Ich war mir sicher, ihn bei einem Lapsus ertappt zu haben.§Auf meine Frage nahm Wiglaf einen Schluck 'Châteauneuf du Pape'. Das ist sein Lieblingswein, den er, wie alle, allein dem Papismus und dem Schisma von 1378 zu verdanken hat. Das beeinträchtigt den Geschmack allerdings überhaupt nicht. Keine Angst:§Châteauneuf du Pape' schmeckt nicht nach Papst, nicht nach Ranz- oder Ratzinger.§Sondern allenfalls nach einer guten Dosis Gnosis.§Der Grund für die Verweigerung des Wortes 'gläubig' ist dieser: 'Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. Das Wort klingt auch viel schöner, und manchen Berufschristen und Gottentotten kann man damit ganz prima zwiebeln.' Sprach der Mann und genoss einen weiteren Schluck 'Châteauneuf du Pape'.§Frei nach einem Denker aus Trier formuliert: 'Religion ist der 'Châteauneuf du Pape' fürs Volk, das sich diesen Wein nicht leisten kann.' Deshalb nennen die Priester ihr Quantum Wein auch 'das Blut Christi': Jeder Mensch von Phantasie und Geschmacksnerv wendet sich vom Kannibalentranke ab, und die Funktionäre des Gläubischen haben den Wein wieder schön für sich allein. Gluck-gluck. Dösig ist das Herdenschaf / Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf.§Im Häuptling 37 geht es auf über 130 Seiten um Glauben, aber auch um Alkohol. Reinhard Michl aus München, bekannter Meister seines Fachs, beschenkt diesen Häuptling mit wunderbaren Karikaturen. Vincent Klink liefert Fotos und viele Seiten zu Mönchsorden, Klosterküche, zum Garten des Abtes Strabo und zu Rezepten, die geschichtlich interessant und gut nachkochbar sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783927350359
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:133 Seiten
Verlag:Edition Vincent Klink

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