Wilder Laura Jugalls Kleines Haus am blauen Flusz

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Inhaltsangabe zu „Kleines Haus am blauen Flusz“ von Wilder Laura Jugalls

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    Kleines Haus am blauen Flusz
    sabisteb

    sabisteb

    14. September 2011 um 12:42

    Plum Creek, Minnesota 1874. Nachdem Familie Ingalls ihre Farm im auf Indianergebiet auf Anordnung des Staates verlassen musste (Laura in der Prärie), zieht die siebenjährige Laura mit ihrer Familie wieder in Richtung Osten. Die Ingalls lassen sich zunächst in einem unterirdischen Erdhaus am Ufer von Plum Creek nieder, das Pa gegen die Pferde der Familie eintauscht. Hier beginnt für Laura und ihre Schwester Mary eine neue spannende Zeit, denn zum ersten Mal besuchen die beiden eine Schule und lernen Kinder wie die verwöhnte Nellie Oleson kennen. Dieser dritte Band der Reihe, der 1937 erschien (der der vierte, wenn man die amerikanische Zählung nimmt, die den Band „Farmer Boy“ als Band 3 zählt, den es auf Deutsch nur in der Übersetzung aus dem 50er Jahren aus dem Trauner Verlag gibt) schließt fast nahtlos an Band 2 (Laura in der Prärie) an. Wieder einmal beginnt die Familie ganz von vorne, und das Leben bleibt hart, etwas, das in diesem Band nicht mehr verklärt wird, denn Laura ist mit ihren sieben Jahren verständiger geworden und sieht nicht mehr nur die schönen Seiten des Lebens, sondern erkennt auch die Gefahren. Die Personen dieses Romans sind den meisten Lesern wohl aus der Fernsehserie bekannt, besonders Nellie Olsen. Anders als in der Serie, sind diese anderen Personen aber nur Nebenfiguren und tauchen nur in wenigen Kapiteln auf. Meist leben Laura, Mary und Carrie auf der Farm und gehen selten zur Schule, weil sie daheim benötigt werden, oder weil die Heuschreckenplage oder die Hitze es unmöglich machen, das Haus zu verlassen. Dieser Band erzählt zwei Jahre aus Lauras ereignisreichem Leben. Sie kämpft gegen Heuschrecken und Blizzards und übernimmt langsam Verantwortung, und das ist es, was das Buch besonders macht. Obwohl Mary und Laura erst sieben bis 10 Jahre alt sind, werden sie ernst genommen, sie bekommen Aufgaben und werden auch mal alleine zuhause gelassen. Ihre Eltern vertrauen ihnen und sehen sie als eigenständige, verantwortungsbewusste Menschen an, auch wenn die beiden auch mal was anstellen. Wie anders ist doch das Leben heutiger Kinder, die kaum mehr eigenständig handeln dürfen und schon gar keine Verantwortung übernehmen dürfen. Laura und Mary sind stolz darauf, dass ihnen diese kleinen Aufgaben übertragen werden und wachsen daran, etwas, woran sich heutige Eltern wohl ein Beispiel nehmen sollten. Dieser Roman weicht vom tatsächlichen Leben der wahren Laura Ingalls ab. Er ist romantischer, wilder und freier als ihr Leben wirklich war. Tatsächlich besuchte sie bereits mit vier in Pepin, Wisconsin die Schule. Auch die Geburt ihre Bruders Charles und dessen Tod als Baby werden verschwiegen, das wäre für ein Kinderbuch wohl zu düster gewesen.

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