Fürchtet euch

von Wiley Cash 
3,5 Sterne bei153 Bewertungen
Fürchtet euch
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (78):

Tragischer Ausgang eines verstörenden Glaubens.

Kritisch (19):
mamamal3s avatar

... vor langatmigen Kapiteln mit leider nur wenig Spannung. :-(

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Inhaltsangabe zu "Fürchtet euch"

'Ein Roman von geradezu hypnotischer Stärke – zutiefst erschütternd und großartig erzählt.' The New York Times

In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb sollte er an diesem Sonntag in der Kirche 'geheilt' werden.

Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall.

Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe.

New York Times Bestseller

Von Kirkus Reviews und Library Journal zum besten Roman 2012 gewählt

Ausgezeichnet mit dem Dagger Award für den besten Debütroman

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596194438
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:25.04.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, aufwühlend, interessante Wendungen über den Glauben und wie manch Leute damit mehr Schaden als Hilfe anrichten können.
    Grössenwahnsinn in der Kirche....

    Marshall, ein eher abgeschiedener Ort in den Bergen von North Carolinas.
    Die Menschen hier sind sehr gläubig und folgen ihrem neuen Pastor Chambliss blind- der Pastor der einen Arm bis zur Brust verbrannt hat und in seiner Gemeinde erzählt dass er die "göttliche Prüfung" bestanden hat, der mit Giftschlangen in seiner Kirche seine Mitglieder zum wahren Glauben über Leben und Tod bringen will, der Mann der eigentlich alles ist nur nicht Gottesfürchtig.
    Auch die Mutter von Jess und Christopher ist eine begeisterte Anängerin der Kirche, nur ihr Mann Ben nicht, er hält von Gott und dem Glauben nichts.
    Und Schwester Adelaide Lyle will die Kinder nicht mehr in dieser Kirche "unterrichten" sondern bei sich daheim, auch wenn das bei Pastor Chambliss nicht auf Gegenliebe stösst, er weiss wie er Schwester Adelaide einschüchtern kann und dies auch macht....
    Dann sieht Christopher etwas was die ganze Sache ändert, aber das Problem ist- Christopher wird nicht nur erwischt, er kann seit Geburt an nicht reden, er will es wohl einfach nicht.
    Und Pastor Chambliss überredet die Mutter dass er und die Gemeinde Christopher heilen können und somit muss Christopher zwei Mal in den Gottesdienst, nur beim zweiten Mal wird er die Kirche nicht mehr lebend verlassen.
    Kann Jess die Wahrheit ans Licht bringen nachdem er beim ersten Gottesdienst schon heimlich zugeschaut hat?
    Und wie wird die kleine Gemeinde darauf reagieren....

    Das Buch an sich hat mich von Anfang an gepackt.
    Etwas verwirrend war am Anfang dass nicht nur einfach erzählt wird sondern dass neben Jess und Adelaide auch der Sheriff zum Erzählen kommt der eben diesen Mordfall aufklären muss. Ab und zu war es auch etwas langatmig, was mich etwas störte, aber im Grossen und Ganzen hat die Geschichte mich sehr mitgenommen, fasziniert, schockiert und auch die Wendungen mit den Charakteren untereinander fand ich gut abgestimmt.
    Ich spreche auf jeden Fall eine klare Empfehlung aus! :)

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich wohl der Überraschungs-Roman des Jahres, denn mit etwas so tiefgründigem hätte ich nicht gerechnet!
    Meine Entdeckung des Jahres!

    Klappentext: In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb sollte er an diesem Sonntag in der Kirche »geheilt« werden.
    Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall.
    Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe.

    Cover: Ein schönes Cover, das mir wirklich sehr gut gefällt. Ich mag es einmal von den gewählten Farben sehr gerne (gelb-orange) als auch vom Motiv. Im Vordergrund ein Kornfeld in dem ein kleiner Junge sehr verloren steht. Im Hintergrund zu sehen die Kirche, von der ein strahlendes orange-rotes Licht ausgeht. Absolut passend zum Buch und super gewählt. Wenn ich unbedingt etwas kritisieren müsste wäre das vielleicht, dass von der Kirche nicht genug Ehrfurcht ausgeht, sondern sie eher wie ein ganz normales Gebäude wirkt. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

    Schreibstil: Der Schreibstil dieses Romans hat mir sehr gut gefallen. Der Autor schafft es, sehr einfühlsam zu schreiben und den Leser dadurch in die Gefühlswelt der Charaktere zu entführen. Man fühlt sich als wäre man selber ein Teil der Dorfgemeinschaft, ist empört, entsetzt und betroffen, von dem, was man erfahren muss.
    Auch die Charaktere sind toll gezeichnet. Neben Jess, den ich total gerne mochte, haben mir insbesondere dessen Großvater gut gefallen, wie auch der ermittelnde Sheriff.
    Weniger gut gefallen hat mir die Mutter der beiden Brüder. Das war sicherlich auch vom Autor so beabsichtigt, jedoch war sie mir einfach viel zu naiv und zu verblendet. Hier hätte der Autor vielleicht noch etwas abstrahieren können.

    Die Story: Der Klappentext beschreibt die Geschichte schon richtig gut. Es geht um Christopher, einen Jungen, der nicht sprechen kann, und eine Glaubensgemeinschaft, die ihn davon heilen möchte. Christopher jedoch stirbt bei diesem Versuch und der Dorf-Sheriff ermittelt, wie es dazu kommen konnte. Dabei treten alle möglichen kleinen und großen Geheimnisse der Dorfbewohner zutage und sie müssen sich zum Teil mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.
    Ich kann leider nicht viel zum Inhalt sagen, denn damit würde ich wahrscheinlich schon zu viel verraten. Mir aber hat es sehr gut gefallen, insbesondere den kleinen Jess zu beobachten und ihn dabei zu begleiten, wie er versucht, aufzuarbeiten, was mit seinem großen Bruder geschehen ist.

    Fazit: Ich hatte beim Durchlesen des Klappentexts mit einem Krimi / Thriller gerechnet, doch bei „Fürchtet Euch“ handelt es sich um einen Roman, was mich beim Lesen sehr überrascht hat. Diese Tatsache hat dem Roman an sich jedoch keinen Abbruch getan. Eine schöne Geschichte, die sehr einfühlsam geschrieben ist und auf eine erschreckende Art und Weise zeigt, wohin (religiöser) Fanatismus führen kann. Mir hat es wirklich gut gefallen, sodass ich dem Roman gerne vier Punkte geben möchte.

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    Shellys-Lesemomentes avatar
    Shellys-Lesemomentevor 3 Jahren
    Ein Roman, der unter die Haut geht...

    Inhalt:

    Ein kleiner Junge namens Christopher lebt zusammen mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Jess in der kleinen Gemeinde Marschall in den Bergen North Carolinas. Ein kleines Familienglück, wie man auf Anhieb denkt. Doch leider kann Christopher seit der Geburt an nicht reden und sollte an einem Sommertag in der Kirche „geheilt“ werden. Doch genau das Gegenteil ist passiert: der kleine stumme Junge ist ums Leben gekommen. Der Sheriff Clem Barefild hat sich diesen Fall angeschlossen, und während seiner Ermittlungen erfährt er so manche „unchristlichen“ Sache über diese Kirche, sowie über den Prediger Carson Chambliss. Was jedoch niemand wusste, dass Christophers jüngerer Bruder Jess ein paar Tage vorher auf ein Geheimnis gestoßen ist, welches noch in eine große Katastrophe endet.


    Meine Meinung

    Aufmerksam auf dieses Buch bin ich vor paar Jahren durch andere Blogger geworden. Die Meinungen zu diesem Buch sind sehr auseinander gegangen und ich muss gestehen, gerade so etwas reizt mich dann immer sehr. Somit hab ich es mir später selbst gekauft, um mir meine Meinung zu bilden. Und ich muss sagen, bereuen tue ich es nicht. Denn...

    Das Cover mit seinen gelbbraunen Farben, wo man im Hintergrund eine Kirche sieht, im Vordergrund ein Kornfeld mit einem kleinen Jungen, zeigt uns gleich, worum es sich in diesem Buch handelt. Es gibt dem Leser das Gefühl, dass es auf dem Land spielt, weit weg von einer großen Stadt. Dass eben die Kirche eine große Rolle spielt, weil sie mit ihrem dunklen Gebäude sehr ins Auge sticht, sowie um einen kleinen Jungen, der schüchtern nach unten schaut, als ob er Angst hätte, etwas zu sagen.

    Den Schreibstil, den Wiley Cash anwendet, ist sehr einfach gehalten. Er beschreibt die Geschichte aus 3 Perspektiven, bzw. 3 verschiedene Charaktere, die sehr gut aufeinander abgestimmt sind und somit der eigentliche Verlauf der Geschichte nicht verloren geht. Erzählt wird allgemein in der Vergangenheitsoptik, und der Leser bekommt auch das Gefühl, als ob die 3 betroffenen Personen vor einem sitzen und es ihm persönlich erzählen. Die Kapitel dabei sind kurz bzw. mittellang gehalten, dabei springt Wiley Cash immer ein wenig zwischen den 3 Charakteren hin und her, was er aber bei der Kapitelüberschrift kennzeichnet. Die Spannung dabei baut er schon gleich am Anfang auf und erhält sie auch recht gut, was bis zum Schluss noch mal kräftig ansteigt.

    Was Wiley Cash ganz besonders gut in diesem Buch hineinbringt ist der Glaube von der Kirche. Er zeigt uns nicht den typischen Gottesdienst, den wir kennen, sondern auf eine andere Art und Weise. Für manche sogar eine abstoßende Art, wie man so seinen Glauben vertreten kann. Der Autor zeigt uns somit, wie andere Glaubensrichtungen leben und was sie alles tun, um erhört zu werden.


    Zu den 3 Charaktere:

    Adelaide Lyle ist eine sehr alte Frau, die schon sehr lange in dieser Gemeinde lebt. Sie war früher einmal selbst in der Kirche gewesen, jedoch durch ein traumatisches Erlebnis hat sie der Kirche den Rücken zugedreht und hat es sich als Aufgabe genommen, die Kinder der Gemeinde zu beschützen. Sie spielt in der Geschichte eine Rolle, die Geborgenheit und Sicherheit übermittelt. Aber auch von Stärke, weil sie eigentlich nur selbst die Wahrheit und den Frieden in ihrer Gemeinde möchte.

    Jess Hall ist der kleine Bruder von Christopher und somit auch seine „rechte Hand“. Er war immer für den stummen Christopher da, und hat viel mit ihm unternommen. Dabei geraten jedoch beide Brüder einem Geheimnis auf die Spur, welches sehr auf sie lastet. Er bringt in dieser Geschichte das kindliche, verspielte mit rein, aber auch die Trauer, die Angst und die Ehrfurcht, was alles nach dem Tot seines Bruders hervorbringt.

    Clem Barefield ist der Sheriff, der sich um diesen Fall kümmert. Er wohnt schon seit Jahren in dieser Gemeinde und hat so manche Bürger groß werden sehen. Jedoch ist er kein Mitglied von der Kirche und weiß somit nicht, was genau in der Kirche vor sich geht, welches seinen Ermittlungen etwas bremst. Und durch seine Art, wie er die Ermittlungen führt, kommt ein Teil seiner Vergangenheit selbst wieder zum Vorschein.



    Mein Fazit:

    Es sind teilweise erschütternde Eindrücke von einer Kirchengemeinde, die uns Wiley Cash in seinem Roman „Fürchtet euch“ bietet. Es ist ein Buch, was manch einer Person zum Nachdenken anreizt. Mit einer leicht vorhanden Spannung, Trauer und Ängste erzählt er uns über den Tot von dem stummen Jungen Christopher, der auf einer Abendmesse ums Leben kam. Jeder, der Thriller mag, die mit nicht so viel Blut passieren, aber trotzdem unter die Haut gehen, kann ich dieses Buch empfehlen. Ich selbst denke noch oft über das Gelesene nach, und mich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch:

    5 von 5 Sternen

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    zenia_xanadus avatar
    zenia_xanaduvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, das mich so schnell nicht wieder loslassen wird.
    Stimmungsvoll und unglaublich packend

    Ein geistig behinderter Junge, der während eines Gottesdienstes „geheilt“ werden soll und stattdessen getötet wird. Eine Mutter, die es zulässt. Und ein kleiner Bruder, der heimlich beobachtet: „A Land More Kind Than Home“ ist eine schlimme Geschichte. Aber so großartig geschrieben, dass man den Roman unbedingt lesen muss.

    Streng genommen ist „A Land More Kind Than Home“ ein Krimi. Ein Junge stirbt, eine Kirchengemeinde schweigt und ein Sheriff versucht, den Todesfall aufzuklären. Als Leser sind wir dem Sheriff aber von Anfang an einen Schritt voraus. Denn wir wissen, was passiert ist. Nicht das klassische „Whodunnit“ ist es, was diesen Roman so spannend macht. Sondern ganz andere Fragen: Wie entsteht religiöser Fanatismus? Wie kann eine Mutter tatenlos zusehen, während ihr Sohn umgebracht wird? Was wird aus dem kleinen Bruder Jess, der die Vorfälle in der Kirche beobachtet und von Schuldgefühlen zerfressen ist? Und hatte der charismatische Pastor Chambliss nicht noch ganz andere Motive, den 13-jährigen, geistig zurückgebliebenen Christopher aus dem Weg zu schaffen?

    Wiley Cash entfaltet die Hintergründe meisterhaft, indem er die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählen lässt. Da ist zum einen die alte Hebamme Adelaide Lyle, die aus der Kirchengemeinde ausgetreten ist und die sich um die Kinder im Dorf kümmert – um sie  so lange wie möglich vom Einfluss des Pastors fernzuhalten. Adelaide hat schon lange keinen Fuß mehr in die Kirche gesetzt, war aber vor vielen Jahren Zeugin eines ähnlichen Todesfalles.

    Dann gibt es Jess, den jüngeren Bruder des Opfers, der sich zu einer Mutprobe herausfordern lässt und auch endlich wissen möchte, was die Erwachsenen in der Kirche tun. Der außerdem mitbekommt, dass der Pastor seine Mutter besucht, wenn der Vater nicht da ist, und dass da irgendetwas nicht stimmt. Ohne es zu wollen, treibt Jess die tragischen Ereignisse mit voran. Und schließlich folgen wir Sheriff Clam Barefield bei seinen Ermittlungen nach Christophers Tod. Wir verzweifeln mit ihm an der Verbortheit der Zeugen und sehen hilflos zu, wie die Ereignisse auf eine letzte Tragödie zusteuern.

    Jedem der Erzähler verleiht Wiley Cash eine authentische Stimme, die mit ihrer Persönlichkeit, ihren Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten zur Geschichte beiträgt. Jeder der drei ist in seiner eigenen begrenzten Wahrnehmung gefangen und bringt seine eigene Vergangenheit mit in die Handlung ein. Nur für uns Leser fügen sich die subjektiven, lückenhaften Erzählungen wie Puzzleteile zu einem großen Gesamtbild zusammen. Das ist stimmungsvoll und bisweilen grausam, beklemmend und dabei unglaublich packend. Ein Buch, das mich so schnell nicht wieder loslassen wird.


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    Leseratte87s avatar
    Leseratte87vor 3 Jahren
    Mord unter Christen

    Christopher ist 13 Jahre alt und hat noch nie in seinem Leben ein Wort gesprochen. Er lebt mit seiner Familie in einem kleinen Ort in North Carolina, wo die Leute sehr gottesfürchtig und fromm leben. Vor einigen Jahren hat Prediger Chambliss die Kirche des Ortes übernommen und leitet sie mit sehr fraglichen Methoden. Nun soll Christopher während eines Gottesdienstes "geheilt" werden, doch er überlebt die Zeremonie nicht. Niemand spricht über die Geschehnisse, doch Jess, Christophers jüngerer Bruder, weiß ein paar Dinge, die er nicht wissen sollte. Und als er sein Schweigen bricht, überschlagen sich die Ereignisse.

    Was sich anhört, als könnte es ein Pageturner sein, entpuppte sich für mich leider als Enttäuschung. Die ersten 100 Seiten habe ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil sich die Geschichte nur sehr langsam entwickelt und viele Dinge beinhaltet, die ,meiner Meinung nach, eher nebensächlich sind. Außerdem fand ich es etwas gewöhnungsbedürftig diese Geschichte aus drei Perspektiven erzählt zu bekommen. Neben Jess und dem Sheriff kommt eine ältere Dame mit Namen Miss Lyle zu Wort, die sich als erste dem Pastor widersetzt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ihr Beitrag zur Geschichte für mich am schwächsten war und ich "ihre" Kapitel daher oft nur überflog. Auch im späteren Handlungsverlauf werden wieder Dinge erzählt, die die Geschichte nicht wirklich vorantreiben und so dümpelt man zeitweise herum und wartet darauf, dass etwas geschieht. Als es dann geschieht, ist das Ende schon absehbar, aber natürlich nicht weniger tragisch. Doch leider ändern die letzten Kapitel nichts mehr an meinem Eindruck, dass das Buch über weite Teile an Spannung und Kraft zu wünschen lässt. 



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    LindyBookss avatar
    LindyBooksvor 4 Jahren
    Rezension zu "Fürchtet euch" von Wiley Cash

    Marshall, ein abgeschiedener Ort in den Bergen North Carolinas. An einem heißen Sommertag geschieht das Unfassbare: Der 13-jährige Christopher Hall, der von fast allen nur "Stump" genannt wird, kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen und deshalb sollte er in der Kirche "geheilt" werden. Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Doch dann erzählt Jess, Christophers jüngerer Bruder, ungewollt seinem Vater, was er zusammen mit Christopher ein paar Tage vorher gesehen hat, dies lässt eine Katastrophe nicht mehr abwenden...

    Ich bin auf dieses Buch nur gekommen, weil es ein sehr preisreduziertes Mängelexemplar war und ich muss sagen, dass mich dieser Roman (es ist kein Krimi, wie einige fälschlicherweise annehmen!) überrascht hat. Ich fand es in keinster Weise langweilig, sondern so spannend, dass ich eigentlich nicht aufhören konnte zu lesen. Ich finde, es ist sehr schön und bildlich geschrieben, die Stimmungen, in dieser Kleinstadt mit dieser Kirche, werden sehr gut herüber gebracht. Es wird abwechselnd aus Sicht drei verschiedener Personen in Ich-Form erzählt. Es ist erschreckend, was so ein fanatischer Glaube anrichten kann, bis hin zum großen Familiendrama.

    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich muss 5 Sterne dafür geben.

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    dieFlos avatar
    dieFlovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: spannend, erschütternd und es zeigt, dass manche Menschen einfach falsch glauben
    Irgendwo im Nirgendwo

    Eine Kleinstadt im Westen - die Menschen leben zurückgezogen, führen ein wenig ihre eigene Welt und sie glauben. Sie glauben an Gott und fürchten ihn. Ein neuer Pfarrer sorgt für ein wenig Unmut, es gibt Leute, die an ihn und seinen Praktiken zweifeln, sie wenden sich anderen Glaubensgemeinschaften zu oder wenden sich ab - bis ein Junge während des Gottesdienstes stirbt. 

    Zuerst schweigen wieder alle, aber da gibt es eine alte Nanny, sie betreut Kinder während der Gottesdienste und sie hütet seit vielen Jahren ein Geheimnis - der Junge ist nicht das erste Opfer.

    Eine Geschichte - sehr spannend erzählt, die Einblicke in Familien gibt, die dich zweifeln lässt und ein Buch, dass man einfach sehr schlecht aus den Händen legen kann! 


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    S
    Samtpfotevor 4 Jahren
    Fürchtet euch

    Beschreibung:
    In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb sollte er an diesem Sonntag in der Kirche "geheilt" werden.
    Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall.
    Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe.

    Inhalt:
    Christopher, von allen nur "Stump" genannt, spricht nicht. Er hat seit seiner Geburt noch kein Wort gesprochen und gilt in seiner konservativen Gemeinde als krank, behindert oder schlicht und einfach dumm. Sein kleiner Bruder Jess weiss aber, dass Stump alles andere als dumm ist. Er hat einen ganz eigenen Weg gefunden, mit ihm zu kommunizieren und liebt seinen Bruder über alles. Doch die strenggläubige und verzweifelte Mutter ist dem Prediger Carson Chambliss hörig. Sie befolgt alle seine Anweisungen, nimmt an den mysteriösen Messen teil, die er abhält und glaubt ihm schliesslich auch, dass es Heilung für Stump gibt. Heilung durch Gott, Heilung durch die Kirche.
    Doch als Christoph bei der Prozedur stirbt, hält die Gemeinde zusammen und schweigt wie ein Grab. Der Sheriff Clem Barefield verhört die einzelnen Zeugen und die Frau, welche während den Messen immer mit den Kindern unterwegs war, um einen Gottesdienst in der freien Natur abzuhalten. Nach und nach kommen Details ans Licht, welche den Fall aber nicht einfacher, sondern nur immer komplizierter machen.
    Und als Jeff erzählt, was er und Stump über seine Eltern wissen und was in der Kirche vorgegangen ist, durchbricht er eine alte Fassade aus Schweigen, Schuld und Not und sein Leben verändert sich von einem Tag auf den andern.

    Meine Meinung:
    Von ganz verschiedenen Sichten wird die Geschichte von Jeff und Stump, ihrer Familie und dem Prediger Chambliss in der Ich-Form erzählt. Abschnitt für Abschnitt erfährt der Leser mehr über Hintergründe, Vergangenheit, Beziehungen, die Geschichte des Dorfes und den Prediger und seine Gottesdienste.
    "Füchtet euch" ist eigentlich nicht per se ein kirchenkritisches Buch. Es zeigt vor allem auf, wie viel oder eben wie wenig es braucht, um eine hörige Gemeinde zu erschaffen, die alles mitmacht und schweigt, wenn etwas schief geht. Die Abhängigkeit der im Buch erwähnten Gläubigen von Kirchenvorstehern hingegen und ihre absolut unkritische und somit fahrlässige Haltung wird angeprangert. Gleichzeitig erfährt man aber auch etwas über die Faszination von Predigern, von Macht, von Instrumentalisierung, von Manipulation.
    Es geht aber auch um die Familie von Jeff und Stump. Die Liebesgeschichte ihrer Eltern wird nacherzählt und auch die Ereignisse, welche dazu geführt haben, dass sie sich auseinander gelebt haben und um Väter, die Söhnen nachtrauern und Söhne, die ihre Väter nicht wieder erkennen.
    Generell spielen starke Gefühle und menschliche Abgründe eine grosse Rolle. Es geht um Vertrauen und Mut, Stärke und Schwäche, Liebe und Hass und die Fähigkeit, Verzeihen zu können.
    Ist Liebe das, was Menschen zusammen bringt, oder kann Liebe auch entzweien?
    Kann Betrug und Lüge verziehen werden?
    Und was geht wirklich hinter den verdunkelten Fenstern der Kirche in Marshall vor?
    Brilliant und hochspannend entführt uns der Autor in eine Welt, die gar nicht so fremd und düster ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Eine Welt, die voller Menschen ist, welche nach der Wahrheit, dem Sinn des Lebens und der grossen Liebe suchen und dabei einen Weg gehen, welcher sie auseinander führt und eine Gruppendynamik leben, welche töten kann.
    Ein atemloser Schreibstil und klar gewählte Worte zeigen uns auf, wie nahe wir doch der Katastrophe sein können und wie gefährlich es ist, die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen oder - was noch schlimmer ist - die Wahrheit zu verschweigen.

    Fazit:
     "Fürchtet euch" ist spannend wie ein Thriller und tiefgründig wie eine Familiensaga und genau darum unbedingt lesenswert.

    Zusätzliche Infos:
    Autor: Wiley Cash
    Taschenbuch: 347 Seiten 
    Verlag: Fischer Taschenbuch
    Sprache: Deutsch
    Originalsprache: Englisch
    Übersetzt von:  Ulrike Wasel,  Klaus Timmermann
    ISBN 978-3-596-19443-8

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    Schokolatinas avatar
    Schokolatinavor 4 Jahren
    Ein Krimi, der keiner ist (Achtung Spoiler)

    Tja, wie soll ich es sagen? 
    Habe mir dieses Buch gekauft, weil es als super spannender Krimi angepriesen worden ist. 
    Und dann habe ich gelesen... die ausführlichen Berichte über das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt (in den 50er Jahren, 60er Jahren oder später, scheinbar verändert sich das nie, zumindest werden weder Fernseher noch Händis oder Computer erwähnt, nur Pick-ups, die nach wie vor dort fahren seit Generationen)... 
    und weiter gelesen, den ausführlichen Bericht von einer 80jährigen Frau, die als Hebamme gearbeitet hat und Kinder vor der Kirche und deren Prediger schützt, 
    den super ausführlichen Bericht eines 9jährigen Jungen, der in aller Ausführlichkeit u.a. auch die Ballwürfe auf einen Basketballring im Hinterhof beschreibt (nicht, dass das für die Story oder Spannung wichtig wäre)... 
    die ausführlichen Berichte von einem über 60jährigen Sheriff, über das nicht existierende kriminelle Treiben in dieser Kleinstadt... 

    irgendwann kommt dann mal in einem halben Absatz irgendetwas vor, dass zwischen all den Banalitäten und Alltäglichkeiten so was von untergeht, dass man fast schon zurückblättern muss, um es nicht übersehen zu haben... 
    und statt Spannungsbogen... statt dass die Story jetzt rasant loslegt... plätschert sie weiter... oder vielmehr, brütet sie weiter in der heißen sengenden Sonne und klebrigen Feuchtigkeit des amerikanischen Südstaatensommerns in einer Kleinstadt in den Bergen North Carolinas... 

    Das ganze Buch schnarchnast so was von vor sich hin... wie da jemand auf die Idee kommt, es als Krimi zu bezeichnen, ist mir ein völliges Rätsel... 

    Ab der Mitte ist das Ende absehbar und völlig durchsichtig, ändern tut sich eh nicht an dem Leben in der Kleinstadt, vermutlich wollte uns das der Autor sagen mit der Zeitlosigkeit der Story. 

    Zwei Sternchen gibt's allein für den gut gelungenen "Trick" mit den drei verschiedenen Erzählern, die in - beinahe - unterschiedlichem Stil berichten. Entweder war der Übersetzer schlecht und hat einen Schriftstellerstil draus gemacht, oder aber das Können Wiley Cash's reicht doch nicht an die Meisterschaft von David Mitchell in Cloud Atlas / Wolkenatlas heran. 

    Entweder ist mir der Genius dieses Romanes über eine US-Kleinstadt und das eigentlich auch irgendwie nicht so ganz stattfindende Psychodrama vollkommen entgangen oder er ist tatsächlich nicht vorhanden.
    Ein schleimiger, falscher Prediger, der Gott versucht und seine Gemeinde verblendet, der sie Gift trinken lässt und der Gefahr von Schlangenbissen aussetzt, der eine seiner Gläubigen dazu bringt, mit ihm Ehebruch zu begehen, von ihrem stummen Sohn dabei beobachtet wird und dann alles dran setzt, um dieses stumme (!) Kind zum Schweigen zu bringen und mit einer inszenierten Heilung das Kind von Gemeindemitgliedern quasi ermorden lässt; ein von seinem Schmerz und Trauer um das Kind und der Wut über den ehebrecherischen Prediger rot sehender Ehemann, der den Prediger er- und im selben Aufwasch auch die Ehefrau anschießt, bis ihn der Sheriff stoppt... 
    Ich glaube, selbst in diesen dürren Worten von mir hier steckt mehr Spannung als in dem ganzen Buch. Dazwischen gibt's halt immer noch den kleinen Jungen, der den Prediger ebenfalls im Bett seiner Mutter sieht, der aber über den Tod seines Bruders die falschen Schlüsse zieht in seiner Naivität, sich dann endlich seinem Vater anvertraut, der dann töten geht. Was haben wir gelernt? Das amerikanische Vorrecht eines jeden, Waffen tragen zu dürfen, hat mal wieder voll zugeschlagen; und wer redet, riskiert, seine gesamte Familie zu verlieren;

    Womit wir bei dem von mir so verhassten Südstaaten-Spruch sind: if you can't say anything nice, keep quiet.
    Wenn du nichts nettes sagen kannst, halt einfach den Mund. (auch wenn's Unrecht ist) 

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    MissRichardParkers avatar
    MissRichardParkervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannendes, erschütterndes Buch, welches sich mit religiösem Wahn befasst und die traurige Geschichte einer Familie erzählt.
    Erschütternd, fesselnd...

    Die Brüder Christopher (Stump) und Jess leben mit ihren Eltern in einem kleinen Ort in North Carolina. Christopher hat seit seiner Geburt noch nie ein Wort gesprochen, kommt aber im Leben zurecht und seine Familie liebt ihn sehr. Julie, die Mutter der beiden sorgt sich immer sehr um Stump und nimmt ihn eines Tages mit in die Kirche, die sie regelmässig besucht. Doch diese "Kirche" ist anders als eine gewöhnliche Kirche. Der höchst umstrittene Prediger Carson Chambliss ist fanatisch und glaubt er selber sei der Erlöser.
    Als bei einem Gottestdienst versucht wird, Stump zu "heilen" stirbt er.

    Der Sheriff im Ort versucht mühevoll, Licht ins Dunkle zu bringen, denn die Kirchgänger schalten auf Stur. Niemand will ihm so richtig helfen. Bis Jess sein Wissen preisgibt und alles seinen schrecklichen Lauf nimmt...


    Die Geschichte wird von verschiedenen Personen erzählt, immer abwechslungsweise. Mir hat dieser Stil gefallen. Die Sprache ist flüssig und schon von Anfang an ist man mitten in der Geschichte gefangen.
    Die Thematik fand ich hochinteressant: Eine Glaubensgemeinschaft die schon die Züge einer Sekte hat, der tragische Todesfall, das Verhalten der Leute in diesem kleinen Ort...
    Die Spannung zieht sich fast durchs gesamte Buch und man kann es kaum aus der Hand legen. Ausserdem kommen durch die verschiedenen Erzähler auch viele Informationen aus der Vergangenheit zur Sprache, die mit der Gegenwart viel zu tun haben und so zeichnet sich ein klares Bild dieser kleinen Gemeinde.

    Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und sehr traurig und strahlt eine gewisse Ruhe aus.  Einen kleinen Abzug der Sterne gibts, weil mir manchmal etwas zu viel drum herum geredet wurde. Trotzdem: Sehr Lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Eltragalibross avatar



    In 10 Challenges haben sich dieses Jahr mehr als 700 Teilnehmer unseren herausfordernden Aufgaben gestellt! Wie jedes Jahr haben wir vom LovelyBooks-Team am Ende des Jahres nun die Aufgabe den Gewinner auszulosen, der nicht nur an einer oder mehreren Challenges sein Durchhaltevermögen erprobt hat, sondern der mit einer Portion Glück aus unserem reichlich gefüllten Loskorb gefischt wurde!
    Es hat uns viel Spaß gemacht, euch durch die Challenges zu begleiten und zu sehen, wie kreativ und einfallsreich ihr unsere Aufgaben gelöst habt! Danke für eure große Teilnahme und euer großartiges Engagement für die Lesechallenges aus 2013!


    GLÜCKWUNSCH, LESEFIEBER!

    Lesefiebers avatar
    Letzter Beitrag von  Lesefiebervor 4 Jahren
    Ja, versuche es gerade...! 😉
    Zum Thema
    DieBuchkolumnistins avatar
    Nach viel Liebe im letzten Monat wird es jetzt wieder gruselig spannend, kriminell gute Unterhaltung mit "Fürchtet euch" von Wiley Cash aus dem Fischer Verlag. Wie immer vergeben wir gemeinsam mit dem Verlag 50 Leseexemplare des Romans, für die Ihr Euch hier in diesem Unterthema bis einschliesslich 08. Mai 2013 bewerben könnt.Ausserdem gibt es für alle Teilnehmer der Lesechallenge in diesem Monat wieder die Möglichkeit auf eines von 9 Buchpaketen aus dem Fischer Verlag sowie einen KOBO GLO EReader für den Erstplatzierten! Alle weiteren Informationen findet Ihr auf der Lesechallenge-Übersichtsseite.

    Zum Buch "Fürchtet Euch":
    In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb sollte er an diesem Sonntag in der Kirche »geheilt« werden. 
    Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall. 
    Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe.


    Zum Autor Wiley Cash:
    Wiley Cash stammt aus einer Bergregion im äußersten Westen North Carolinas, die er auch als Schauplatz für seinen ersten Roman »Fürchtet euch« gewählt hat.
    Mittlerweile lebt der Autor mit seiner Frau in West Virginia. Dort unterrichtet er am Bethany College amerikanische Literatur und Creative Writing. 
    »Fürchtet euch« wurde von Kirkus Reviews und Library Journal zum besten Roman 2012 gewählt und mit dem renommierten Dagger Award für das beste Debüt ausgezeichnet.


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    Pressestimmen

    Cash zeichnet aus, […] dass er den wichtigen seiner Personen biografische Details und tragische Momente mitgibt, die Empathie wecken, ohne rührselig zu stimmen.

    So geht‘s! […] Wiley Cash lässt in dem wortgewaltigen Debüt ›Fürchtet euch‹ seine Leser die ganze Palette religiöser Wahnvorstellungen spüren.

    Das ist große Literatur.

    Mit Grauen spürt man, welche Dynamik entsteht, wenn religiöser Fanatismus und Verblendung aufeinander stoßen.

    Cashs Debütroman ist ein spannendes, erschütterndes Zeugnis von Engstirnigkeit, unreflektiertem Fanatismus und fehlgeleitetem Gehorsam.

    Ein packender und atmosphärisch dichter Debütroman, der nicht zuletzt die Stimmung des Handlungsortes gelungen einfängt: Man spürt förmlich den Staub und die flirrende Hitze!

    Ein stimmungsvoller Country Noir mit einem spannende Showdown, der von den fatalen Folgen des Irrglaubens erzählt.

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