Wilfried Meichtry

 4.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Verliebte Feinde, Du und ich, ewig eins und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Wilfried Meichtry

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Wilfried MeichtryVerliebte Feinde
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Verliebte Feinde
Verliebte Feinde
 (5)
Erschienen am 06.02.2012
Wilfried MeichtryMani Matter
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Mani Matter
Mani Matter
 (2)
Erschienen am 15.04.2013
Wilfried MeichtryHexenplatz und Mörderstein
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Hexenplatz und Mörderstein
Hexenplatz und Mörderstein
 (1)
Erschienen am 26.07.2010
Wilfried MeichtryDie Welt ist verkehrt, nicht wir! Katharina von Arx und Freddy Drilhon
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Die Welt ist verkehrt, nicht wir! Katharina von Arx und Freddy Drilhon
Wilfried MeichtryErinnern sie sich "Leuk"
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Erinnern sie sich "Leuk"
Erinnern sie sich "Leuk"
 (0)
Erschienen am 01.01.2002
Wilfried MeichtryVon der Schuhcreme zum flüssigen Werkzeug
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Von der Schuhcreme zum flüssigen Werkzeug
Von der Schuhcreme zum flüssigen Werkzeug
 (0)
Erschienen am 16.12.2016
Wilfried MeichtryDie Villa Favorite in Bern
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Die Villa Favorite in Bern
Die Villa Favorite in Bern
 (0)
Erschienen am 01.11.2005
Wilfried MeichtryDu und ich, ewig eins
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Du und ich, ewig eins

Neue Rezensionen zu Wilfried Meichtry

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Aglayas avatar

Rezension zu "Mani Matter" von Wilfried Meichtry

Der Mensch Mani Matter
Aglayavor 4 Jahren

Für meine Schweizer Leser muss ich nicht erklären, wer Mani Matter war. Die Nicht-Schweizer unter euch werden sich jetzt sicher fragen „Mani wer?“, aber wer Manis Musik nicht kennt, wird wohl auch kein Interesse an seiner Biographie (respektive einer Rezension über dieselbe) haben und diesen Text schon gar nicht lesen…

 

Ich bin seit vielen Jahren ein Mani Matter Fan. Ich habe die Lieder natürlich schon als Kind in der Schule gesungen, wirklich zu faszinieren begonnen hat mich Mani dann aber erst mit rund 20 Jahren, als ich an der Uni Bern in den selben Hörsälen gesessen bin wie auch Mani gut 50 Jahre zuvor. Die vorliegende Biographie habe ich mir anlässlich einer musikalisch begleiteten Lesung des Autors Wilfried Meichtry gekauft.

 

Im Gegensatz zu anderen Büchern über Mani Matter, die ich gelesen habe, konzentriert sich Meichtry nicht auf Matter, den Musiker, sondern auf Matter, den Menschen. Dass Mani Matter musiziert, gedichtet und komponiert hat, wird natürlich nicht verschwiegen, aber eher nebenbei erwähnt. Schwerpunktmässig versucht sich Wilfried Meichtry mehr auf die Gedanken und Gefühle, die Motivation von Mani Matter zu konzentrieren, was ihm mit Hilfe von Interviews mit Familie, Freunden und Bekannten sowie Briefen und Tagebüchern auch gut gelingt. Ein recht grosser Teil des Buchs beschäftigt sich mit Mani Matters Kindheit und Jugend, die in anderen Büchern meist nur kurz angeschnitten wird. Der Schreibstil des Historikers Meichtry liest sich dabei angenehm flüssig, eher wie ein Roman als wie ein Sachbuch.

 

Wer sich wie ich für Mani Matter interessiert, dem kann ich diese Biographie unbedingt empfehlen. Viele der biographischen Daten sind dem „Durchschnitts-Fan“ zwar schon bekannt, durch die verwendeten Tagebucheinträge und Briefe kann Wilfried Meichtry jedoch Hintergründe aufzeigen, die bisher der Öffentlichkeit unbekannt waren.

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Biografienwerkstatts avatar

Rezension zu "Verliebte Feinde" von Wilfried Meichtry

Einblick in die Geschichte der Frauenemanzipation in der Schweiz
Biografienwerkstattvor 5 Jahren


Momentan halte ich vor allem nach Büchern Ausschau, die meine beiden Projekte „Biografien“ und „Schweiz verstehen“ unter einen Hut bringen. Es war eine logische Konsequenz, dass „Verliebte Feinde“ von Wilfried Meichtry auf meiner Leseliste landete. Die Doppelbiografie des Walliser Politikers, Anwalts und Journalisten Peter von Roten und der radikalen Feministin, Anwältin und Autorin Iris von Roten ist eine ausgesprochen spannende Lektüre. Das liegt zum einen am ungewöhnlichen Lebenskonzept und den Lebensläufen dieser beiden Intellektuellen, zum anderen aber auch am Autor Wilfried Meichtry, der die unübersehbare Fülle des Materials virtuos geordnet und in Form gebracht hat.


Beide Protagonisten waren leidenschaftliche Briefeschreiber, die über einen souveränen und stilistisch perfekten Umgang mit Sprache verfügten. Die zahlreichen Briefe und Tagebuchauszüge, die Meichtry im Original in die Geschichte eingefügt hat, machen die Erzählung daher besonders lebendig. Man erlebt in diesen Briefen mit, wie die Liebe der beiden heranreift, begleitet sie bei ihren schonungslosen Auseinandersetzungen miteinander und dem Kampf Peters mit seiner konservativen Familie, vor allem aber wird man Zeuge davon, wie die feministische Gedankenwelt der Iris von Roten auch Peter zu überzeugen beginnt.

Die Unerbittlichkeit und Geradlinigkeit mit der Iris von Roten ihre Ziele schon als junges Mädchen – als Iris Meier – verfolgt, lässt einen geradezu atemlos zurück. ‚So kann man also auch leben?!’ sagte ich mir manches Mal und fragte mich selbst, ob ich die Radikalität und Konsequenz dieser Frau, die sie oft an ihre persönlichen Grenzen brachte, nun bewundernswert oder beängstigend fand. Die Unterdrückung der Frauen in der Schweiz war in den Augen der Iris von Roten eine so himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass sie viel Energie und Zeit darauf verwendete und massive Anfeindungen in Kauf nahm, um dagegen zu anschreiben und zu reden. Allerdings erschien ihr Werk „Frauen im Laufgitter“ bereits 1958 und damit für die Schweiz zu früh – man warf ihr sogar vor, mit ihren radikalen Positionen die Volksabstimmung über das Frauenstimmrecht in der Schweiz negativ beeinflusst zu haben. Es dauerte dann ja auch noch bis 1971, bis die Frauen das Wahlrecht erhielten.

Es wird offensichtlich, dass wir jungen Frauen (ist man mit Mitte 40 noch jung? irgendwie schon) den Kämpferinnen von damals gar nicht dankbar genug sein können für das, was sie erreicht haben. Der gesellschaftliche Wandlungsprozess, der dafür notwendig war, wird in „Verliebte Feinde“ auf besonders eindrückliche Art und Weise greifbar.

Noch eine kleine Warnung zum Schluss: es ist ein dickes Buch (617 Seiten ohne Anhang) und es ist sehr ausführlich. Gleichzeitig liest es sich sehr gut und flüssig und die vielen Hintergrundinformationen, beispielsweise der Verweis auf damals gültige Gesetzestexte, empfand ich als hilfreich und notwendig. Es gibt auch eine Verfilmung, die ich ebenfalls gesehen habe. Falls diese mal im Fernsehen läuft, ruhig anschauen, ins Kino würde ich dafür nicht unbedingt gehen. Der Film war ok aber bei weitem nicht so gut wie das Buch. 

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