Wilfried von Manstein Green net

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Inhaltsangabe zu „Green net“ von Wilfried von Manstein

Der 12jährige Mario ist ein "Baumflüsterer" - er erforscht das geheime Leben der Bäume, ihre Psychologie, ihre Kommunikation im „grünen Netz“. Als seine Mutter in einen Baum verwandelt wird, muss er tiefer in die magische Welt der Pflanzen eintauchen, als ihm lieb ist. Er gerät in einen Krieg zwischen einem terroristischen Baum, der die Menschheit vernichten will, weil sie die Natur zerstört, und dem Weltenbaum Yggdrasil, der den Menschen noch eine Chance geben mag. Wird es dem Jungen nach vielen Abenteuern gelingen, den „bösen“ Baum zu besiegen?

Hab mir ein bisschen mehr erwartet, aber trotzdem eine tolle Ausarbeitung der Idee!

— tschulixx
tschulixx

(K)ein Jugendbuch, Abenteuer, Märchen, Science Fiction, über Bäume, die sich gegen Menschen wehren, weil sie nicht zuhören können.

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

Ein spannendes Buch für jedes Alter, das zu neuen Denkansätzen anregt

— Tante_Joya
Tante_Joya

ein Buch das zum Nachdenken anregt

— Anneja
Anneja

Spannung und Abenteuer verpackt in einer schönen und zum nachdenken anregende Geschichte mit eingängigem Schreibstil.

— HappySteffi
HappySteffi

Für Kinder okay, für Erwachsene zu offensichtlich konstruiert.

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Ein Umweltkrimi mit einigen Irrungen und Wirrungen, einer Sammlung aus nordischen Sagen, skurriler Zeitgenossen und vielen Erzählsträngen.

— kassandra1010
kassandra1010

Das Buch ist viel mehr, als man dem Klappentext entnehmen kann. Abenteuer, Fantasy, Endzeit alles verpackt in einem Jugendroman.

— AnjaSc
AnjaSc

Einladendes Cover, interessante Idee, enttäuschende Umsetzung. Meine Erwartungen wurde nicht erfüllt.

— JoJansen
JoJansen

Skurril, humorvoll und mit Botschaft - wer ungewöhnliche Geschichten mag, ist hier richtig!

— SillyT
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  • Green Net - Wilfried von Manstein

    Green net
    SophiesLittleBookCorner

    SophiesLittleBookCorner

    31. May 2017 um 22:15

    Eigene Meinung:Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Roman ein Kinderbuch ist, ist doch der Protagonist noch sehr jung. Doch das Buch geht auch sehr in die phantastische Richtung – sprechende Bäume und anstehender Krieg und so. In Verbindung mit dem ökologischen Umweltroman, der immer mal zwischen den Zeilen lauert, könnte man meinen, dass das Versprechen „von 12 bis 112“ eingehalten wurde und der Roman ein echter All Ager ist.Denn hier liegt meiner Meinung nach der Kern des Problems: der Autor wollte zu viel. Daraus entstand ein Roman mit großen Stilbrüchen in der Sprache und zu großen logischen Sprüngen. Für ein Kind oder jungen Jugendlichen könnte es schwer werden dem roten Faden zu folgen, denn auch eine Erwachsene wie ich, konnte nicht immer dem Erzählstil folgen. Der Roman wäre als eindeutiger Roman für Erwachsene besser angelegt gewesen. Das offenbart jedoch das zweite große Problem.Der Schreibstil ist sehr ausführlich und ausschweifend. Wilfried von Manstein beschreibt besonders die Umwelt sehr gut, diese Beschreibungen scheinen jedoch eher einem seiner Sachbücher entsprungen zu sein und nicht der magischen Reise eines kleinen Jungen.Und obwohl die Erzählweise sehr üppig ist, so ist das verwendete Vokabular jedoch eindeutig das von einem Kind: egal ob nun Mario redet oder ein Erwachsener.So richtig harmonieren Sprache und Schreibstil daher nicht miteinander, denn es wirkt nicht einheitlich.Auch die Personen, besonders Mario, bleiben blass und werden ihrer Wichtigkeit nicht gerecht.Die Idee hingegen ist einmalig und hat viel Potenzial. In der Ausarbeitung hapert es jedoch noch etwas, denn „Green Net“ kann sich nicht so ganz entscheiden, in welche Altersrichtung es gehen will. Die Aussage ist jedoch sehr wichtig und sollte jeden Leser zum Nachdenken anregen.Fazit:Ein Roman mit einer wichtigen und spannenden Grundidee, dessen Ausarbeitung jedoch zu gesplittert und verwirrend ist als das ein runder Spannungsbogen entstehen konnte.

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  • Tolles Thema!

    Green net
    tschulixx

    tschulixx

    23. May 2017 um 22:15

    Pflanzen und Tiere sind ein wichtiger Teil unserer Erde. Es ist wunderschön diese Vielfalt der Evolution zu betrachten. Vom einfachsten zum komplexesten Organismus, ist alles mit dabei. Wir Menschen sind am besten entwickelt, was uns eigentlich schlauer machen sollte, oder? Unser Körper ist in der Lage komplexer zu denken als jedes andere Tier und wir haben ein einzigartiges Gedächtnis. Ein Wunder der Natur! Leider benutzen wir unseren Verstand viel zu wenig! Wir zerstören diese schöne Vielfalt und wissen sie einfach nicht zu schätzen. "Pflanzen haben keine Gefühle!" "Tiere sind uns unterwürfig!" Wie grausam wir Menschen doch sind!!! Gott sei Dank gibt es auch genug Querdenker unter uns, die noch ihren Verstand verwenden und erkennen, wie schön und wie einzigartig jeder Organismus doch ist! Tierschützer, und viele Organisationen kämpfen gegen diese Missachtung der Natur.Dieses Buch ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie man die Natur um uns herum sehen sollte. Dieses Jugendbuch kann Jugendlichen die Augen öffnen! Ich finde, es hat Potential dazu. Wir sehen die Welt mal aus der umgekehrten Perspektive und erfahren, wie uns Pflanzen sehen. Der Autor hat eine Welt kreiert, in der die Pflanzen lebendig werden und die Tiere sprechen können. Sie kämpfen für ihr Recht.1.Kriterium: Die Idee des Buches.Das Cover und der Klappentext des Buches haben mich sehr neugierig auf den Inhalt gemacht. Dieser Junge, der mit den Bäumen redet ist eine perfekte Hauptperson für dieses Buch. Man sieht hier wieder sehr gut, dass genau solche Menschen, die in gewisser Weise benachteiligt sind, oft diese einfachen Dinge besser schätzen können. Deswegen ist es finde ich schon einmal ein hervorragendes Jugendbuch.Das Buch ist aber auch etwas verrückt, muss ich dazu sagen. Die Welt die der Autor geschaffen hat ist voll mit eigenartigen Dingen, die man sich vielleicht nicht sofort einwandfrei vorstellen kann. Kinder bzw. Jugendliche werden sich hierbei noch etwas leichter tun, denn ihre Fantasie lässt noch viel mehr zu als bei uns Erwachsenen. Ausnahmen natürlich ausgeschlossen. ;) Das Buch ist natürlich auch für Erwachsene geeignet, durch den realen Hintergrund der Geschichte.Mir gefiel es sehr gut, wie die beide Fronten dargestellt werden. Dass es zum Beispiel auch auf der Seite der Natur einen "Bösewicht" gibt. Das hat das ganze etwas aufgelockert.2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.Ich habe schnell in das Buch hineingefunden. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man es schnell mal auf die Seite legen kann. Dass das Buch 412 Seiten hat habe ich fast gar nicht gemerkt, denn ich wurde so in die Geschichte hineingezogen. Der Autor erzeugt mit seiner bildlichen Schreibweise für schöne Bilder, die wie ein Film ablaufen.Ich ziehe hier jedoch einen halben Weltentaucher ab, weil für mich gewissen Entscheidungen und auch der Handlungsverlauf nicht immer schlüssig waren. Das hat mich dann doch etwas gestört, weil es mich aus den Lesefluss riss.3. Kriterium: Die Charaktere.In diesem Buch kommen sehr viele Charaktere vor. Zum Beispiel viele verschiedene Pflanzen mit ausgeklügelten Charakter. Das hört sich jetzt alles toll an, aber die Gefühle haben mir dabei einfach gefehlt. Das Gesprochene kam nicht 100% rüber und ich wusste nicht immer, warum diese Person / Pflanze jetzt so reagiert wie sie reagiert. Gerade bei so einem Thema wären finde ich sehr viele Gefühle zu wecken gewesen. Da hat sich der Autor aber eher auf die Handlung konzentriert. Deswegen gibt es bei mir hier nur einen halben Weltentaucher.4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.Ich habe, wie schon erwähnt, sehr schnell in das Buch hineingefunden und bin auch rasend schnell vorangekommen. Die Spannung hat jedoch im Mittelteil finde ich sehr stark nachgelassen, was wahrscheinlich auch an den fehlenden Gefühlen und die mir nicht schlüssigen Entscheidungen gelegen hat.5. Kriterium: Die Schreibweise.Die Schreibweise des Autors ist sehr bildlich und genau auf den Punkt gebracht. Er verliert seine Story nie aus den Augen und ich als Leser habe gemerkt, dass er immer den roten Faden vor Augen hatte. Das fand ich sehr angenehm zu lesen.Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Weltentauchern. Ich hätte mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, vorallem von den Gefühlen her. Trotzdem finde ich das Buch großartig und es ist auch für Erwachsene ein schönes Abenteuer. Wenn man sich auf die verrückten Ideen einlässt und in diese surreale Welt eintaucht, dann kommt man mit einem Lächeln wieder heraus.

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  • Wenn Bäume das Kriegsbeil auspacken

    Green net
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    01. May 2017 um 14:17

    Das Erste, was mir beim Auspacken des Buches auffiel, war das Gewicht. Ein Blick auf die Waage gibt mir Recht: für die Handtasche ist es eher nicht geeignet. Mit 660 Gramm eindeutig zu schwer. Also zog es direkt auf den Wohnzimmertisch. Der zweite Blick, na klar, fiel auf das Cover. Und das ist unglaublich gut gelungen. Außerdem gibt es keine Klebebindung, sondern hat eine Fadenbindung erhalten und ein Lesezeichenbändchen. Den Verlag über das Internet zu finden, ist eine Sache für sich, da helfen die fünf weiterführenden Internetadressen auf der letzten Seite eher weiter. Der Autor ist Jahrgang 1945 und hat recht spät mit dem Schreiben angefangen, dafür ist seine Vita bunt gemischt, was sich auch in den Themen seines Romanes widerspiegelt. Von Manstein schreibt, dass sein Werk für Menschen von zwölf bis hundertzwölf ist, und das hat seinen guten Grund. Als Märchen, Abenteuer, Science Fiction, sozialkritisches Werk, mit Anleihen nicht nur aus der deutschen Geschichte, Missachtung von Lebewesen sowie Folterszenen ist es nichts für Kleinkinder. Eher für Junge und jung gebliebene Menschen. Vor allem sollte man offen sein für etwas völlig anderes als das, was einem sonst vor die Augen kommt. Am ehesten erinnert es mich an die Filmreihe Planet der Affen, nur hier handelt es sich hier um Bäume. Der Autor selbst nennt unter anderem das Buch von Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“ als Anregung für seine Geschichte. Der manchmal einfacher daherkommende Schreibstil soll wohl hauptsächlich die Jugend ansprechen. Und nun zum Inhalt: Der zwölfjährige Mario soll die Welt retten, denn er kann die Sprache der Bäume, und die sind gerade nicht gut auf die Menschen zu sprechen, sie sind auf dem Kriegspfad. Durch ein Missgeschick wurde dem Erfinder und Zeitreisenden Lam-Pi-Jong ein Gerät entwendet, dass Bäume und Menschen in ihren jeweiligen Lebens-Zeitgeschwindigkeiten verändern kann, den von ihm sogenannten Zeiter. Dadurch wird dem bösen Baum Reginald die Möglichkeit eröffnet, sich endlich an den Menschen zu rächen, die Wälder, Pflanzen und Tiere vernichten, ganz wie es ihnen beliebt. Es ist ihm zutiefst verhasst, dass die Menschen sich durch ihre schnellere Lebensgeschwindigkeit nicht die Zeit nehmen, den Bäumen zuzuhören. Durch den Zeiter aber kann Reginald die Bäume der Geschwindigkeit den Menschen näher bringen und die Menschen in Bäume verwandeln. Aber es gibt auch andere Stimmen im Land der Bäume. Und so können sich Mario, seine im Umweltschutz aktive Freundin Rado, der Zeitreisende samt guten Bäumen auf den Weg machen, alles wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, sofern sie den Zeiter finden. Ihnen im Weg steht ein immer wieder wie ein Rohrspatz schimpfender Widerling, Herr Podoll. Bei ihren Abenteuern wird Mario durch sein eigenes Verschulden in Räumlichkeiten eingesperrt, für ihn eine Ewigkeit lang. Und auch als Leser glaubt man, er müsste inzwischen um Jahre gealtert sein, das ist er aber nicht. So ganz klar wird es nicht, was da passiert. Aber noch immer ist er ein Kind. Seine Mutter kann ihm nicht helfen, ist sie doch nach einem Vorfall ins Koma gefallen, zusammen mit dem Vater von Rado. Ob der Zeiter beide retten kann? Aber dafür müssen sie ihn finden. Geheimnisvolle Erfindungen von Lam-Pi-Jong begleiten sie, dabei kommt auch ein Drachen und vieles mehr mit ins Spiel. Es sind noch einige Protagonisten, die das Buch von Anfang bis Ende begleiten dabei, allerdings würde ich hier zu viel verraten.Meine Meinung: Manchmal ist es gut, sich auf etwas Neues einzulassen. Das Thema Umwelt- und Tierschutz hat in der Politik in den letzten Jahren einen zu geringen Stellenwert, erfahren da kann mehr getan werden. Und ein solches Buch, genauso wie die von Peter Wohlleben, eignen sich gut dafür, mehr und deutlicher mit dieser Thematik im Gespräch zu bleiben, gerade bei der Jugend. Dafür helfen Sätze, die sinngemäß darauf hinweisen, dass alles Leben auf der Erde denselben Ursprung haben. Der Autor hat vieles aus seiner Lebenserfahrung mit hineinfließen lassen, was teilweise überfrachtet wirkt, sich aber immer wieder auch stringent durch den Text führt. Wortkreationen wie Informations-Konfetti, Pixel-Kompositionen, die Schimpfwörter des Herrn Podoll wie zum Beispiel grasköpfige Störerin, lockern die Story herrlich auf. Der Autor ist auf Facebook vertreten, über den Roman und mehr erfährt man über www.green-net-roman.de

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  • Leider für mich too much

    Green net
    Elfendy

    Elfendy

    29. April 2017 um 00:16

    Nach einem einschneidenden Ereignis in der Kindheit, spricht Mario mit Pflanzen. Er ist ein Außenseiter, der sich von Kindern in seinem Alter distanziert. Deshalb bringt seine Mutter ihn zu einem Psychologen. Doch zu der Sitzung kommt es nicht, da sie von einem mysteriösen Mann angegriffen werden. Die Erwachsenen fallen ins Koma. Rado, die Tochter des Psychologen, setzt sich für die Umwelt ein und ist auch gegen Tierversuche. Sie ist sehr klug und wissbegierig und ist nicht auf den Mund gefallen. Zusammen mit Mario versucht sie das Geheimnis der scheinbar unerklärlichen Krankheit der Eltern zu lösen. Derweil plant die Pflanzenwelt Rache an der Menschheit. Alles, was die Menschen den Pflanzen in der Vergangenheit angetan haben (abholzen, schreddern, verbrennen, sie als Nahrungsmittel zu nutzen etc) sollen sie jetzt am eigenen Leib zu spüren bekommen. Alle Pflanzen sind über das sogenannte “Green Net” miteinander verbunden, welches man sich tatsächlich wie unser Internet vorstellen kann. Das Buch lässt sich schwer in ein Genre einordnen, ein Oberbegriff wäre allerdings das Jugendbuch. Hier werden Zeitreisen, Science-Fiction und Fantasy gemischt. Es gibt eine Vielzahl recht liebenswerter, vor allem aber skurriler Charaktere. Leider kommen diese eher oberflächlich daher. Besonders Mario und Rado empfand ich emotional eher nicht authentisch. Das Buch war zwar durch den Schreibstil schnell zu lesen, allerdings war dieser auch eher holprig und leider nicht so flüssig. Es gab sehr viele Kapitel und dadurch eine Menge Perspektiven- und Ortswechsel, die zusätzlich Unruhe ins Buch bringen. Das Buch behandelt aktuelle Themen wie Terrorismus, Umweltverschmutzung sowie die Ausbeutung der Natur. Es zeigt dem Leser das Szenario “Was wäre, wenn...” und hält vor Augen, wie sehr der Mensch von der Natur abhängig ist. Mich hat die Idee und Intention hinter dem Buch sehr interessiert und fasziniert. Da es aber so viele Themen und Genres beinhaltet, war es für mich ein bisschen zu verrückt und einfach “too much”. An Ideen mangelt es dem Autoren auf jeden Fall nicht.

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  • Ein spannendes Buch für jedes Alter, das zu neuen Denkansätzen anregt

    Green net
    Tante_Joya

    Tante_Joya

    20. April 2017 um 17:00

    Es gibt Bücher, von denen man gar nicht genug bekommen kann. Bei denen man traurig ist, wenn sie enden, weil man die Figuren lieb gewonnen hat, sich gerne in deren Welt bewegt und / oder weil man die Geschichte noch weiter erleben und erlesen möchte. Bücher, mit denen man sich sehr beschäftigt, die einen nicht los lassen, zu denen man weiter recherchiert, weil man mehr über die darin vorkommenden Dinge erfahren möchte. Und zu denen man sich Gedanken macht. Was wäre wenn? Ist das wirklich möglich? Was würde ich tun, wenn...? Green Net ist für mich solch ein Buch. Anfangs ist mir nur der einfach gehaltene Sprachstil aufgefallen, was das Buch auch gut für ältere Kinder und Jugendliche lesbar macht. Doch dann hat es mich gepackt, und ich konnte nicht aufhören, es zu lesen. Was hat dieses Buch, was andere nicht haben?Der Inhalt klingt zunächst wie eine Abenteuergeschichte eines Jugendromans. Ein Junge mit einer besonderen Gabe, zwei verfeindete Fronten und er mittendrin. Als "Kastanienkind" kann Mario sich mit Pflanzen unterhalten und erhält durch seine Pflanzenfreunde Zugang zum "Green Net", quasi ein Facebook der Pflanzenwelt. Jeder Baum, Strauch und Weizenhalm kann sich in das Green Net einklinken und mit einer Art Avatar an Versammlungen und Treffen teilnehmen. Dort erfährt Mario von den schlimmen Plänen der verrückten Würgefeige, die die Menschen mit Hilfe der Waffe eines gestrandeten zeitreisenden Professors verlangsamen und die verbündeten Pflanzen verschnellern will, so dass er und seine Gefolgschaft die Herrschaft über die Erde übernehmen können.Gut, dass Mario nicht nur auf seine Baumfreunde zählen kann, sondern auch noch menschliche Freunde zur Unterstützung hat. Und nicht zuletzt einen kleinen geheimnisvollen Freund, der je nach Betrachtung die Form ändert und mit viel Charme und Witz Mario  und seinen Freunden zur Seite steht.Nicht nur, dass ich während des Buches viel über Pflanzenarten, verschiedene Bäume die hierzulande eher selten sind und Waldgeister gelesen habe, es kamen auch oft Gedanken auf, wie viel Wahrheit eigentlich hinter der Geschichte steckt. Empfinden Pflanzen so wie Menschen, nur langsamer? Ist es grausam, sie zu schneiden, zu essen, in Vasen zu stellen oder zu vergessen sie zu gießen? Und schon wurde mir bewusst, dass der Roman viel mehr ist als nur ein abenteuerlicher Jugendroman. Er hat mich zum Nachdenken gebracht, zum Eintauchen in Gedanken, die ich mir vorher selten bis gar nicht gemacht habe, und er hat viele Fragen offen gelassen. Ein paar davon durfte ich dem Autor sogar persönlich stellen, das Interview mit Herrn von Manstein findet ihr morgen auf meinem Blog.Mein Fazit: dieses Buch ist tatsächlich wie auf der Roman-Homepage geschrieben ein Buch für Menschen von 12 bis 112. Es ist spannend geschrieben, einfühlsam und macht wach für neue Gedankenansätze. Wenn ich könnte, würde ich 6 Sterne vergeben, so werden es "leider" nur 5 von 5 Sternen.

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  • Die Rache der Natur

    Green net
    Anneja

    Anneja

    18. April 2017 um 11:57

    Die Natur schenkt uns Luft, Nahrung und Gesundheit. Doch was tun wir? Wir holzen sie ab, laben uns an ihren Früchten und das alles damit wir überleben können. Doch was wäre wenn die Natur genug hätte? Wenn sie es satt hätte ihrer Früchte beraubt zu werden oder zerstört zu werden? Genau dieses Szenario dürfen wir in Green Net miterleben und das auf eine fantasyvolle Art und Weise die zum Nachdenken anregt.Über die Geschichte selbst muss ich nicht viel sagen, da diese in der Kurzbeschreibung mehr als deutlich beschrieben wird. Leider verrät diese schon viel zu viel vom Buch.Kommen wir gleich zu den Charakteren welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen Mario, welcher mit Pflanzen sprechen kann und dadurch erfährt das jene keine Lust mehr haben sich von der Menschheit unterdrücken zu lassen. Dann gibt es Rado, welche 14 ist und sich für die Umwelt einsetzt. Sie ist sehr eigensinnig aber auch blitzgescheit. Wer mir garnicht in die Geschichte passen wollte war der Forscher Lam-Pi-Jong, welcher angeblich aus der Zukunft kommt  und Experte für Zeitmaschinen ist. Natürlich gehören auch die Pflanzen zu den Charakteren,doch hier alle Arten auf zu zählen würde den Rahmen sprengen. Man muss jedoch sagen, das ihre Vorbehalte gegen die Menschen nachvollziehbar sind. Denn welcher Apfelbaum sieht schon gerne das seine Früchte als unverkaufte Ware im Müll landen. Allgemein regt das Buch sehr zum Nachdenken an. Nicht nur das der Autor auf ein wichtiges Thema hinweist, nein, er zeigt auf spannende Weise wie eine umgedrehte Welt aussehen könnte. Man stelle sich nur vor wie eine Blume die verlangsamten und zu Pflanzen gewordenen Menschen auf ihrer Fensterbank gießt. Welcher Faktor mir allerdings überhaupt nicht zusagte war der, der Zeitmaschinen und der Möglichkeit der Zeitreisen. Die Thematik passte für mich einfach nicht in das Gesamtkonzept und verwirrte mich teils sehr.Der Schreibstil an sich sagte mir sehr zu. Man war wie gefesselt von dieser Welt und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Dabei verlor das Buch nie an Spannung und war an einigen Stellen sogar sehr humoristisch. Besonders die Beschreibung der Menschen die verlangsamt und zu Pflanzen wurden, faszinierte mich zusehens. Hier musste ich immer wieder meine Zimmerpflanzen ansehen.Wie es mit uns und der Natur weiter geht werden wir wohl in den nächsten Jahrzehnten mitbekommen. Bis dahin kann ich das Buch nur empfehlen. Lasst euch überraschen wie Pflanzen miteinander kommunizieren und wie ihr Plan aussieht uns zu vernichten. Auch wenn das Buch nur fiktiv ist, so werdet ihr danach Pflanzen anders betrachten.

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  • Erwartungen nicht erfüllt

    Green net
    JoJansen

    JoJansen

    18. April 2017 um 09:35

    Bei diesem Buch sprachen mich das wunderschöne Cover und die Idee der im Green Net kommunizierenden Bäume an. Eine völlig andere Geschichte, für Leser von zwölf bis hundertzwölf, versprach der Autor und erwartete ich mir. Der Anfang gefiel mir, sowohl der Prolog, als auch die »Eigenheiten« Marios, die seine Mutter dazu bringen, mit ihm den Kinderpsychologen Robin de Winter aufzusuchen. Nach und nach lernen wir weitere Figuren kennen, wie Sabrina, die Freundin von Marios Mutter, oder Rado, die vierzehnjährige rebellische Tochter von de Winter, die als Reporterin der Schülerzeitung Umweltfrevlern auf der Spur ist. Doch je mehr ich las, um so schwerer fiel es mir. Mein Unbehagen wuchs, ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen, ohne zunächst konkret sagen zu können, was mich störte. Also gab ich dem Buch eine Chance und las weiter. Die Geschichte will viel. Es gibt eine Botschaft, nämlich die vom bösen Menschen, der die Natur zerstört und ausbeutet, bis die Natur sich gegen ihn wendet. Sogenannte »Zeiter«, eine Erfindung eines besonderen Wissenschaftlers, können Menschen verlangsamen und Pflanzen verschnellern. Auch Zeitreisen kommen vor, ebenso andere tolle Erfindungen des Wissenschaftlers, bei deren bildlicher Vorstellung ich wirklich Spaß hatte. Aber dennoch, ich wurde mit dem Buch nicht warm. Die Figuren bleiben blaß, zweidimensional, allenfalls klischeehaft, wie z.B. Podoll. Sie handelten, meist sehr spontan, ohne ihre Beweggründe zu offenbaren. Es wird extrem schwarz-weiß gezeichnet. Alle Erwachsenen sind taub und blind für alles, was abseits von Einkaufswagen, Sonderangeboten und Treuepunkten liegt (S. 357). Ich bin der Meinung, schon Zwölfjährige, die als jüngste potentielle Leser angesprochen werden, sind in der Lage, zu differenzieren. Reginald, der große Pflanzendiktator, hatte eine »schwere Kindheit«, die Verständnis für die Wahl des Terrors zur gewaltsamen Weltverbesserung wecken soll? Diesen Denkansatz halte ich sogar für gefährlich. In insgesamt 75 Kapiteln bei 400 Seiten wird ständig zwischen Figuren, Ort und Zeit hin- und hergesprungen. Diese Momentaufnahmen bringen viel Unruhe ins Buch und verhindern, zusammen mit den knapp gezeichneten Figuren, sich in eine Situation richtig einzufühlen. Trotz dieser schnellen Sprünge zieht sich die Handlung, weil immer wieder jemand etwas stiehlt, jemanden jagt oder einsperrt, so dass das anvisierte Ziel wieder in die Ferne rückt. Ein bisschen wie in einem überdrehten Comic.Gefallen hat mir, wie erwähnt, die Grundidee, der miteinander kommunizierenden Pflanzen. Auch, dass Bäume so langsam sprechen, dass wir Menschen es nicht wahrnehmen. Dass wir aus Baumsicht hin und her huschende Punkte sind und zur Ruhe kommen müssen, um die Bäume (die Natur) zu verstehen. Diese Botschaft kann ich annehmen.Fazit: Ich war froh, als ich das Buch endlich zu Ende gelesen hatte. 2**

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  • [Rezension] Green Net von Wilfried von Manstein

    Green net
    HappySteffi

    HappySteffi

    16. April 2017 um 22:04

    Gebundene Ausgabe: 412 Seiten Verlag: Edition INMO im Verlag boernermedia Erscheinungstermin: 10. Dezember 2016 ISBN-10: 3942498200 Klappentext Der 12jährige Mario ist ein »Baumflüsterer«. Er wohnt in einer Stadt, die einen berühmten Zoo beherbergt, in dem Nasenaffen auf einer Würgefeige leben. Mario zeigt autistisches Verhalten und spricht am liebsten nur mit Bäumen, deren Sprache er versteht. Seine Mutter macht sich deswegen Sorgen und sucht einen Psychiater auf. Als Mario sie in der Villa des Psychiaters abholen will, findet er die beiden Erwachsenen in einem rätselhaften Koma liegend. Die Aufzeichnung einer Überwachungskamera zeigt, auf welche Weise das geschah: Ein entdeckter Einbrecher benutzte eine Waffe, die Menschen so sehr verlangsamt, dass sie zu Pflanzen werden (und umgekehrt Pflanzen so sehr verschnellert, dass sie wie Menschen agieren). Die Ärzte sind ratlos, nur Marios Baumfreunde, ein Kastanienbaum und sein Efeu, ahnen, wie die Erwachsenen wieder ins Leben gerufen werden könnten. Unterstützt von der 14jährigen Tochter des Psychiaters, gerät Mario immer tiefer zwischen die Fronten eines Krieges unter verfeindeten Lagern der Pflanzenwelt. Ein »böser« Baum (die gewaltige Würgefeige im Zoo) möchte die Menschheit ausrotten sein Gegenspieler, der weise Herrscher der Pflanzenwelt, sucht hingegen die Verständigung mit den Menschen. Beide Seiten wollen Mario für ihre Zwecke benutzen. Die Macht des bösen Baumes wächst mit jedem Tag, besonders, als dieser beginnt, das gestohlene Gerät zu vervielfältigen. Autor Wilfried von Manstein hat als Tellerwäscher, Taxifahrer, Parkwächter, Gärtnergehilfe, Software-Entwickler, Maler, Schauspieler und Regisseur gearbeitet und fuhr zur See.Später gründete er eine eigene Theatertruppe und drehte mehrere Filme.Er studierte an der Alice Salomon Hochschule Berlin “Kreatives und Biografisches Schreiben” und erwarb 2013 den “Master of Arts” in diesem Fach.Die Urgroßmutter des Autors, Karoline Bertha Emilie von Manstein, heiratete 1891 den Kürschner Adolf Heinrich Priester. Der Autor stammt also in direkter Linie von der preußischen Gutsbesitzer- und Offiziersfamilie ab.Keine Verwandtschaft besteht hingegen zu Erich von Manstein, zuletzt unter Hitler General der Infanterie. Erich von Manstein war ein Adoptivkind - also kein “echter von Manstein” sondern eigentlich ein “von Lewinski”.http://www.wilfried-von-manstein.de/html/autor.html Cover Grün wohin das Auge reicht. Verschiedene illustrierte Pflanzen haben dieses Cover ganz für sich eingenommen. Dazwischen glitzern grüne Augen hervor als würde sich irgendetwas hinter den Gewächsen verstecken. Es wirkt ein wenig düster, wodurch der in weiß gehaltene Buchtitel enorm hervorsticht. Meinung „Für Menschen von zwölf bis huntertzwölf“ ist auf dem Buchdeckel auf der Rückseite abgedruckt und erklärt vielleicht ein wenig, warum ich mich grade mit der Rezension zu „Green Net“ so schwer tue. Keinesfalls weil das Buch schlecht ist oder ich so viel zu kritisieren hätte, das ich nicht weiß wo ich anfangen sollte. Viel mehr weil sich in dieser Geschichte so viel zusammenfügt, bei dem ich zuvor große Schwierigkeiten hatte zu glauben das sich alles auf so wenigen Seiten zu einer schlüssigen Gesamtheit verbinden könnte. Wilfried von Manstein schafft eine Bühne für Zeitreisen, Terrorismus, Drachen, Roboter und lässt den Leser Passagen aus der Tier- und Pflanzenwelt erleben und bringt den ganzen Fortbestand der Menschheit ins Wanken. Geht nicht? - Geht doch! Auf unterhaltsame und sehr fantasievolle Weise erzählt das Buch von Mario. Der Junge, der mit Bäumen sprechen kann findet seine Mutter und den Psychologen in einer Art Koma auf und schließt sich mit Rado, der Tochter des Psychologen zusammen um dem ganzen auf den Grund zu gehen. Nachdem man schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen ist, nimmt die Geschichte auch schnell Tempo auf. Die Jugendlichen entdecken neue Wesen, lernen einen Zeitreisenden kennen und bewegen sich in einer Welt, die vom Autor mit einer solch bildhaften Erzählweise beschrieben wird, das man sich die Vernetzung der Pflanzenwelt und alles was dies mit sich bringt hervorragend vorstellen kann. Besonders die Passagen aus der Sicht der Pflanzen sorgen dabei für große Einsicht in die Rebellion die sich im Green Net zusammenbraut und lassen beim Lesen die ein oder andere Überlegung aufkeimen, wie die Menschheit mit der Umwelt umgeht. Das Buch bleibt von Anfang bis Ende rasant und spannend, was auch durch den genutzten Sprachgebrauch unterstützt wird. Er ist eingängig und nicht zu kompliziert, so das man -um noch einmal auf das auf dem Buchdeckel angegebenen Lesealter zurück zu kommen- sowohl mit zwölf gut zurecht kommt als auch mit fortgeschrittenem Alter seine Lesefreude nicht verliert. Man kommt sehr fix voran, was das Rasante hervor hebt und die Spannung anspitzt. Green Net ist auf so viele Arten ein lesenswertes Buch, in dem es viel zu entdecken gibt, das ich gar keine Vorschläge machen möchte, für wen diese Geschichte geeignet sein könnte. Aber es zu lesen ist ein wunderbarer Zeitvertreib für jeden, der sich gerne mal der Frage hingibt: „Was wäre wenn...“. Fazit Spannung und Abenteuer verpackt in einer schönen und zum nachdenken anregende Geschichte mit eingängigem Schreibstil. Ein lesenswertes Buch für jung und alt und damit gibt’s von mir absolut verdiente 4 Sterne.  

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  • Für Kinder okay, für Erwachsene zu offensichtlich konstruiert.

    Green net
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    16. April 2017 um 18:05

    Im Buch gibt es viele Vergleiche, die sich auf die heutige Umwelt und das heutige Verhalten von Menschen beziehen. Es gibt sehr viele Anspielungen und Beschreibungen, wie sich die Menschen- und Pflanzenwelt vermischt und ergänzt (oder eben nicht), und wie dieses aber nur einseitig wahrgenommen wird. Entschleunigung ist unterschwellig das „Zauberwort“, etwas das wir in der heutigen schnellen Zeit doch alle irgendwie heimlich wieder anstreben. Auch dass die Menschen die Sprache der Pflanzen nicht verstehen, kann man auf die heutige Zeit ummünzen. Der Autor hat viele Andeutungen zur heutigen Welt platziert. Es wird auch mal kurz erwähnt, was alles aus Bäumen hergestellt wird. Das Buch könnte glatt Schulbuchlektüre werden, das meine ich hier im positivsten Sinn! Ich denke, auch wenn es nicht „perfekt“ umgesetzt ist, und es noch „Misstöne“ bei den Charakteren und Handlungen gibt, lässt sich doch viel „rausholen“.   Mir haben die Ideen im Buch sehr gut gefallen, diese Vergleiche, wie die Menschen „entschleunigt“ werden und viele andere Begebenheiten und Themen, wie die Menschen überhaupt mit der Natur umgehen, sind symbolisch und mit Fantasie umgesetzt. Als ich vor kurzem im Wald spazieren ging, musste ich doch tatsächlich an die laufenden Bäume denken. Denn im Moment kann man ja noch das Wurzelwerk und die kahlen Äste sehen, und so musste ich gleich an die Geschichte denken. Sehr unterhaltsam war auch, als der Wissenschaftler Podoll wie seine Versuchstiere im Labor in einem Käfig gehalten wurde. Das Unrecht, das die Menschen den Tieren und Pflanzen antun, bekommt man in diesem Buch wie einen Spiegel vorgehalten.   Dennoch hat mich der Schreibstil und die Umsetzung als Erwachsene nicht ganz ansprechen können. Wie gesagt, die Idee fand ich einfach nur toll, aber die Umsetzung war mir zu einfach „herunter gebrochen“, zu offensichtlich konstruiert. Ich habe das „schmökerhafte“ lesen vermisst, und manchmal gab es auch einfach zu viele schnelle abrupte Wendungen, die ich mir mehr ausgeschmückt gewünscht hätte. Aber, ich denke dass diese Geschichte bei Kindern und Jugendlichen besser ankommt. Sie ist trotz ihrer Komplexität einfach gehalten, und mit den kleinen Kapiteln und wechselnden Perspektiven unterhaltsam zu lesen. Ich finde, ein tolle Einstiegsbuch für diese Zielgruppe aus dem Bereich Natur- und Umwelt, wenn wegen der hohen Seitenzahl auch eher für viel lesende Kinder geeignet.   Zu den Sternen: Als erwachsener Leser würde ich 1-2 Sterne vergeben. Kinder wahrscheinlich 3-4 Sterne. Insgesamt gebe ich daher 3 Sterne.

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  • Interessante, skurrile Geschichte

    Green net
    leaphelina

    leaphelina

    16. April 2017 um 17:07

    Am Beginn der Geschichte geht es darum, dass der Vater von Mario erkrankt, worauf die Mutter nach einem Arzt sucht. Tage später, als sie zurückkehrte und den Arzt dabei hatte, waren Mario und sein Vater verschwunden. Stunden später fanden sie Mario in einem hohlen Baum – vom Vater jedoch fehlte jede Spur.Gerlinde zog mit ihrem Sohn in die nördlichen Gefilde – was mit dem Vater passierte, weiß niemand. Die Idee, Greenpeace, Fantasy und Zeitreise in einen Topf zu schmeißen ist ziemlich skurril – was aber nichts daran änderte, dass ich an manchen Stellen schmunzeln und an anderen skeptisch die Stirn zusammen zog.Denn ganz ehrlich: Welches Kind spricht bitte mit 12 Jahren noch mit Bäumen und gibt diesen einen Namen?Das habe ich mich auch gefragt und tauchte daher in die Welt von „Green Net“ ein. Ich mag den Schreibstil des Autors: Er ist flüssig und lebendig. Ich konnte mir den Ort im Regenwald sehr gut vorstellen. Auch mag ich die tropischen Gefilde sehr gerne. Manches ging mir etwas zu schnell, aber ich verlor nie den Anschluss beim Durchlesen und das finde ich als Leser enorm wichtig. Gleich zum Anfang der Geschichte ist man schon mittendrin und es hatte mich etwas verwirrt, was aber auch an meinem Rezensionsexemplar liegt, da ich es im PDF-Format habe und somit keinen Fließtext auf meinem Kindle. Aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und ich fand es unglaublich spannend.Gleich im ersten Kapitel geht es interessant her: Gerlinde sitzt mit dem berühmten Kinderpsychiater Robin de Winter auf der Terrasse und spricht über ihre Sorgen und Ängste, als plötzlich ein unbekannter Mann in das Haus einbricht und sie mit einer unbekannten Waffe verletzt. Mario, der seine Mutter abholen sollte, findet sie auf dem Boden: Was war geschehen? Um das herauszufinden, empfehle ich euch, das Buch zu lesen. Kommen wir aber noch zum Cover und dem Klappentext:Das Cover ist nicht ganz so meins. Wenn ich es nur wegen des Covers kaufen würde, käme es erst gar nicht in meinen Schrank. Der Klappentext sagt leider auch nicht ganz so viel aus. Da ich aber eine interessante Mail mit einer super Einleitung bekommen habe, gibt es dafür einen Pluspunkt.Von mir bekommt das Buch daher 4 von 5 Sternen.

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  • Die Rache der Pflanzen

    Green net
    kassandra1010

    kassandra1010

    14. April 2017 um 19:54

    Was tun, wenn sich die Pflanzen an uns Menschen rächen? Der junge autistische Mario spricht mit den Pflanzen und mit den Bäumen. Als seine Mutter während einer psychologischen Sitzung durch eine unbekannte Macht samt Gegenüber in Bäume verwandelt wurde, ist Mario gewarnt.Wer treibt hier sein Unwesen? Die Spur führt über einen Professor aus der Zukunft, einen verrückten und geldgierigen Genforscher, menschenhassende Affen im Zoo sowie eine Horde drogenproduzierenden Kakerlaken.Unterstütz von Rado, der Sekretärin und dem alten Baumvolk versucht Mario die Menschenwelt zu retten.Ein Umweltkrimi mit einigen Irrungen und Wirrungen, einer Sammlung aus nordischen Sagen, skurriler Zeitgenossen und mir zu viele Erzählstränge.

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  • Wenn die Natur zurückschlagen möchte...

    Green net
    AnjaSc

    AnjaSc

    14. April 2017 um 16:42

    Das Buch ist viel mehr, als man dem Klappentext entnehmen kann und einem speziellen Genre kann man es eigentlich auch nicht zuordnen, außer dem Oberbegriff: Jugendbuch.Wir haben hier ein Zusammenspiel aus Fantasy, Zeitreise, Endzeitszenario, Terrorismus und das Ganze dann gekrönt mit: Alles zusammen trifft auf Green Peace.Hört sich nicht nur komplex an, ist es auch...Im Buch treffen wir auf Pflanzen, die sprechen können, Roboter die nicht schimpfen können, verrückte Wissenschaftler, ein Pflanzeninternet und den König der Kakerlaken, die alle eine Rolle spielen zusammen mit Mario und seiner Freundin Rado.Es werden Themen wie Terrorismus, Tierquälerei und Umweltverschmutzung angesprochen und man erfährt bzw. sieht die Dinge aus Sicht der Tiere und Pflanzen, was einen manchmal zum Nachdenken über das eigene Verhalten bringt.Alles ist aber adäquat verpackt, so dass es auch tatsächlich für Jugendliche geeignet ist.Die Beschreibung der Natur ist phänomenal und das Zusammenspiel Mensch - Natur wird hier gut dargestellt.Wir begleiten den Protagonisten Mario auf seiner Reise, die gespickt ist mit überraschenden Krisensituationen und vielen Wendungen. Ebenfalls erleben wir, wie Mario im Laufe der Geschichte seine Persönlichkeit weiter entwickelt und sich entschlossen seiner Aufgabe widmet. Fazit: Wer denkt, dass die Handlung des Buches nur aus der Rettung der Welt vor den terroristischen Machenschaften einiger Bäumen handelt, der liegt völlig falsch.Das Buch hat durchaus Tiefgang und bietet neben Spannung auch viel wissenswertes.Mein persönliches Manko: Die Darstellung des Bösewichts Podoll war mir etwas zu eindimensional, aber das ist tatsächlich nur meine persönliche Meinung.Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich und ich habe ein wenig gebraucht, um mich einzufinden, aber im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt ist die Sprache durchaus angemessen.Das Buch ist fantasievoll geschrieben und enthält eine Geschichte, die ich in dieser Form bisher nicht gelesen hatte. Empfehlung für alle, die Abenteuergeschichten mögen und eine spannende Geschichte lieben.Von mir gibt es insgesamt 4,5 von 5 möglichen Punkten

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  • Green Net

    Green net
    Wurm200

    Wurm200

    06. April 2017 um 13:25

    Wilfried von Manstein Green Net Edition INMO im Verlag boernermedia Autor: Wilfried von Manstein hat als Tellerwäscher, Taxifahrer, Parkwächter, Gärtnergehilfe, Software-Entwickler, Maler, Schauspieler und Regisseur gearbeitet und fuhr zur See. Später gründete er eine eigene Theatertruppe und drehte mehrere Filme. Er studierte an der Alice Salomon Hochschule Berlin “Kreatives und Biografisches Schreiben” und erwarb 2013 den “Master of Arts” in diesem Fach. Die Urgroßmutter des Autors, Karoline Bertha Emilie von Manstein, heiratete 1891 den Kürschner Adolf Heinrich Priester. Der Autor stammt also in direkter Linie von der preußischen Gutsbesitzer- und Offiziersfamilie ab. Keine Verwandtschaft besteht hingegen zu Erich von Manstein, zuletzt unter Hitler General der Infanterie. Erich von Manstein war ein Adoptivkind - also kein “echter von Manstein” sondern eigentlich ein “von Lewinski”. Quelle: wilfried-von-manstein) Mario ist der Sohn zweier Forscher und lebt mit seinen Eltern im Urwald. Als sein Vater erkrankt, macht sich die Mutter auf den Weg um Hilfe zu holen. Als sie nach Tagen zurückkommt, ist ihr Mann verschwunden und ihr Sohn sitzt verstört in einem Baum. Das Buch hat insgesamt 77 Kapitel (75 reguläre und jeweils einen Prolog und Epilog), die alle nochmals in mehrere Absätze unterteilt sind. Die Kapitelangabe erfolgt ausschließlich durch die Kapitelziffer, die dick gedruckt zu Beginn eines Kapitels steht. Außerdem ist da Buch in 3. Teile aufgeteilt. Ein neuer Teil wird dabei immer durch die Angabe “Teil” plus der jeweiligen Ziffer angegeben. Der Anfang der Story gibt sich noch sehr geheimnisvoll und regt damit zum Lesen an. Leider hält diese Spannung nicht durch das ganze Buch hindurch, dafür merken wir aber schnell, dass der Autor ein sehr aktuelles Thema in seinem Buch behandelt (den Umgang mit der Natur). Im Laufe der Geschichte begegnen dem Leser einige Charaktere, die leider teilweise sehr einfallslose Namen tragen (z. B. Lam-Pi-Jong oder Cuca-Radscha). Auch mit dem Zeitgefühl ist es beim Lesen etwas schwer, denn das ist auch kaum vorhanden. Nach einiger Zeit hat man sich aber in die Geschichte eingelesen und kommt gut zurecht. Leider endet die Story dann aber in einem Ende, dass für meinen Geschmack etwas schnell abgehandelt wurde. Hier fällt dann aber der letzte Satz noch mal auf, der sogar in dick gedruckt wurde. Dieser Satz sollte dem Leser nach dem Buch auch durchs Leben begleiten. Ebenfalls anmerken möchte ich, dass die Zusammenhänge in der Natur gut und verständlich geschildert und beschrieben wurden (natürlich taucht das ein oder andere Fachwort auf aber dieses sollte niemanden Schwierigkeiten machen). Cover: Das Cover ist in verschiedenen Grüntönen gehalten. Wenn wir das Buch aufschlagen, so führt sich auch dort die Farbe Grün fort. Dies ist aber auch verständlich, denn schließlich sehen wir eine Pflanze mit einigen gelben und roten Beeren auf dem Cover. In der Mitte der Pflanze sehen wir außerdem noch zwei Augen, welche aus der Pflanze schauen. Damit nimmt das Cover auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es ebenfalls um lebendige Pflanzen. Der Titel des Buches ist in weiß, auf dem unteren Drittel des Covers gedruckt. Außerdem besitzt dieses Buch ein rotes Lesebändchen. Fazit: Sicherlich gibt es gelungenere Jugendbücher, jedoch muss man hier auch beachten, dass es sich um den ersten Roman des Autoren handelt. Das Buch schafft es außerdem, einige Sachverhalte der Natur verständlich zu erklären. Auch regt es das Gewissen im Umgang mit der Umwelt an. Von mir bekommt das Buch solide 3/5 Sterne. Klappentext: Was wäre, wenn Bäume und Pflanzen sich in einem »green net« versammeln würden, um den blauen Planeten vom Menschen zu befreien? Eine magische Reise! (Quelle: green-net-roman) Autor: Wilfried von Manstein Titel: Green Net Verlag: Edition INMO im Verlag boernermedia Genre: Jugendbuch Seiten: 412 Preis: 22,80 ISBN: 978-3942498203http://wurm200.blogspot.de/

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  • Wenn die Pflanzen zurückschlagen

    Green net
    SillyT

    SillyT

    26. March 2017 um 20:20

    Inhalt:Nach einem Ereignis im Regenwald, das sich mit keiner Wissenschaft beschreiben ließ und man den damals fünfjährigen Mario in einem Baum wiederfand, ist der Junge völlig in sich zurückgezogen und seine besten Freunde sind Pflanzen. Mittlerweile ist Mario zwölf Jahre alt und seine Mutter sucht nach  jemandem, der dem Jungen helfen kann. Durch ihre beste Freundin Susanne erhält sie einen Termin bei dem bekannten Psychiater de Winter. Doch der Termin verläuft ganz anders und endet in einem rätselhaften Angriff, bei dem de Winter und Marios Mutter in ein merkwürdiges Koma fallen. Denn der Angreifer benutzte eine Waffe, die den Stoffwechsel der Menschen so verlangsamt, dass diese zu Pflanzen werden und Pflanzen wie Menschen agieren läßt. Mario möchte den Beiden helfen und gemeinsam mit seinen Freunden, dem Efeu und dem Kastanienbaum und mit Unterstützung von Rado, de Winters vierzehnjähriger Tochter, versuchen sie, dem ganzen auf den Grund zu gehen. Dabei geraten sie in einem uralten Krieg, denn es gibt Pflanzen, die die Menschen ausrotten wollen.Meine Meinung:Der Inhalt klingt ganz schön skurril, nicht wahr? Ja und genau dies ist dieses Buch auch und ich bin mir ziemlich sicher, bisher nichts gelesen zu haben, dass sich damit vergleichen läßt. Wilfried von Manstein erschafft hier eine Welt, in der die Pflanzen wie Menschen denken und agieren und das ist wirklich aussergewöhnlich. Der Schreibstil des Autors läßt sich flüssig lesen und ist dabei sprachlich sehr angenehm und genau das muss es auch sein, denn ansonsten käme man bei dieser Geschichte ganz schön ins schwanken. Hier prasseln einfach ganz viele verschiedene Ebenen aufeinander, die nicht nur unbekannt für den Leser sind, sondern auch immer wieder innehalten lassen, denn es ist absolut ungewöhnlich. Hier gibt es Zeitreisen, sprechende Pflanzen, angreifende Pflanzen, die untereinander vernetzt sind und ihren Rückschlag planen und so viel mehr, das man als Leser höllisch aufpassen muss, um das alles auf einmal verarbeitet zu bekommen. Das Tempo der Geschichte ist ebenfalls recht hoch gehalten, denn bereits nach einem kurzen Epilog befindet man sich mitten im Geschehen und man hat so gut wie keine Zeit mehr, innezuhalten. Das Geschehen ist bildhaft beschrieben und läßt durchweg das Erzählte lebendig werden. Dabei sollte man aber auch wieder sehr konzentriert bleiben, denn alles in diesem Buch ist ungewöhnlich.Das Thema ist natürlich ebenfalls sehr spannend und aktuell und ich bin durchaus beeindruckt, wie es dem Autor gelungen ist, mit so viel Fantasie auf ein sehr wichtiges Thema einzugehen: den Umweltschutz. Denn warum sich die Pflanzenwelt vernetzt und gegen die Menschen aufbegehren ist absolut klar. Dabei sollte auch der Leser einfach mal kurz innehalten und darüber nachdenken, denn trotz allem Humor, mit dem diese Aussage verpackt ist, ist es doch ein sehr aktuelles Thema. Die Fantasie des Autors ist kurz und knapp gesagt grenzenlos. Ich bin immer noch platt, wenn ich darüber nachdenke, was hier so alles geschieht. Das Buch wird von einem personellen Erzähler wiedergegeben, der aber manchmal sehr schnell die Perspektive wechselte und so sollte man wirklich am Ball bleiben, wenn man die Geschichte liest, denn einen kurzen Moment nicht aufgepasst, befindet man sich schon wieder ganz woanders und bei einem ganz anderen Charakter.Charaktere gibt es hier eine Vielzahl, seien es Menschen, Pflanzen, Insekten, Fabelwesen, Roboter uvm. Dabei hat der Autor alleine schon bei der Namensgabe einen extra Punkt für Kreativität verdient. Manches wirkt dabei zwar ein wenig überzogen, aber ich könnte mir da durchaus vorstellen, dass genau dies so gewollt ist. Die Menschen der Geschichte sind hier zwar nicht bis ins kleinste Detail beschrieben, aber an Hand der Handlungen konnten auch diese durchaus lebendig werden. Mein Fazit:Ein Buch, das nicht nur rein optisch aussergewöhnlich ist. Mit sehr viel Humor, aber auch sehr viel Skurrilität wird hier eine Geschichte erzählt, die den Menschen durchaus etwas nahe bringen möchte. Denn es wird doch eines hier deutlich: der Mensch ist durch sein Gebaren der Umwelt gegenüber nicht zimperlich und geht dabei alles andere als behutsam mit der Natur vor. Eine sehr bildgewaltige Geschichte, die auch für den jüngeren Leser geeignet ist und die Spaß macht. Wer einmal Lust auf etwas Ungewöhnliches hat, der sollte hier zugreifen.

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  • Nicht stimmig

    Green net
    buchwanderer

    buchwanderer

    25. March 2017 um 14:17

    „Als Lebewesen sind wir alle gleich. Nichts ist schlecht in der Natur.“ (S.41) Zum Inhalt: Wilfried von Manstein entwirft in seinem Buch ein Szenario, in welchem Pflanzen, verbunden über ein globales Netzwerk – genannt „grünes Internet“ (S.39) – aus Wurzeln, Botenstoffen, sowie auch tierischen Helfern versuchen, das Joch der menschlichen Unterdrückung abzuschütteln. Mittels eines Apparates, genannt Zeiter, gelingt es zum einen Menschen zu verlangsamen und Pflanzen zu beschleunigen, womit auch erst die potentielle Möglichkeit für die floralen Marodeure entsteht, sich ernsthaft gegen die als Krankheit empfundene Menschheit zur Wehr zu setzen. Dreh- und Angelpunkt sind dabei v.a. die beiden Charaktere Mario und Rado, deren Eltern dem Pflanzenaufstand bzw. dessen Vorläufern als eine der ersten zum Opfer fallen und für deren Rettung die beiden Jugendlichen Himmel und Hölle – teils im wahrsten Sinne des Wortes – in Bewegung setzen. In einer aus den Angeln gehobenen Welt, mit mystischen Wesen, von Zeitreisen, KIs und Robotern, sprechender Vegetation und durchaus menschlich agierender Fauna kämpfen sie sich mit nur einer Hand voll Verbündeter ihrem Ziel entgegen: der Genesung ihrer Eltern und des Planeten… Fazit: Die Idee hinter dem Text von Wilfried von Manstein, sowie die Aufmachung des Buches und der Teaser hatten mein Interesse an der Geschichte geweckt. Anfangs durchaus spannend geschrieben, wenn auch teils arg konstruiert, driftete die Story allerdings rasch in eine „böse Menscheit vs. gute Natur“-Platitüde ab, die mit fortschreitender Seitenanzahl immer abstruser wird. Abgesehen von flachen Charakteren – sowohl auf Seiten der Menschen, wie auch der der Pflanzen und Tiere – stören logische Brüche und völlig irrationale Zahlenspiele. So z.B. heißt es „In Schulen, Turnhallen und Gemeindezentren sterben die Menschen, Hunderttausende in jeder Sekunde.“ (S.150)  Das geht sich auch mit viel Fantasie nicht lange ohne eine komplette Entvölkerung der gesamten Welt aus, v.a. nicht so lange wie die Geschichte daneben weiterspielt. Mit Zeitangaben wird ohnehin recht salopp umgegangen, da können schon mal Wochen oder Monate vergehen, was weder die Geschichte sonderlich weiter bringt, noch dramaturgisch zieht und auch das Verhalten der Akteure kann man dabei nicht wirklich als in sich stimmig bezeichnen. Da helfen auch Epizykeltheorien zu Zeitreisen wenig weiter! Insgesamt erweckt die Geschichte für mich den unstimmigen Eindruck als hätte man nordische Mythologie, SciFi- und Fantasy-Versatzstücke, garniert mit einem arrg antropomorphen Naturbild in einen Mixer geworfen und erwartet, es käme dabei eine in sich stimmige homogene Storyline heraus. Die durchaus vorhandenen guten Ansätze wurden aus meiner Sicht zu wenig genutzt. Einen grobtextuell sehr störenden Fauxpas stellen für mich die 75(!) Kapitel auf 406 Seiten dar. Hier gilt definitiv: weniger ist mehr.

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