Der Bibelraucher

von Wilhelm Buntz 
4,8 Sterne bei8 Bewertungen
Der Bibelraucher
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Die ehrlichste, intensivste, bewegendste und emotionalste Biographie die ich je gelesen habe! Für Alle, ihr könnt viel lernen....

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Er übergibt sein Leben Gott und bittet ihn, etwas Sinnvolles aus ihm zu machen. Bemerkenswert, was die Folgen davon waren…

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Inhaltsangabe zu "Der Bibelraucher"

Die Bibel – von der Lunge ins Herz

Härtetest, schon als Baby: von der Mutter ausgesetzt, vom Vater ins Heim abgeschoben. Als Jugendlicher fährt er einen Mann tot. Jugendarrest, Gerichtssaal, Bewährung – der gewohnte Lebensrhythmus von Wilhelm Buntz.
1983: In einer Zelle greift Buntz zur Bibel. Er liest eine Seite, reißt sie heraus, rollt sich eine Kippe. So qualmt er sich bis zum Neuen Testament. Da packt ihn der Text. Gott sagt: »Ich bin treu wie ein liebender Vater.« Ist das möglich? Er wagt den ersten Schritt in eine völlig neue Richtung ...

Wilhelm Buntz arbeitete bis zur Rente im Oktober 2017 im Blindenheim in Freiburg in der sozialen Betreuung. Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Der Ex-Knacki lebt heute nach dem Motto: »Wir müssen die Hölle plündern und den Himmel bevölkern.«

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783775158602
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:SCM Hänssler
Erscheinungsdatum:21.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Arwen10s avatar
    Arwen10vor einem Monat
    Unbedingt lesen !

    Das Cover hat mich erst mal gar nicht angesprochen. Ich bin kein Raucher und beim zwangsweise Rauchen wird es mir immer schlecht. Beim Lesen des Klappentextes erwachte aber die Neugier. Und der Titel des Buches: Bibelraucher hat mich sofort angesprochen. Die Bibel ist das meistgedruckte Buch, bestimmt aber  auch das oft ungelesene Buch, das nur im Schrank verstaubt. Der Autor des Buches Wilhelm Buntz hat sich im Gefängnis nach dem Lesen und Rauchen der Bibel bekehrt. Wieso ? Das wollte ich unbedingt wissen !

    Den Leser erwartet erstmal einige harte Fakten. Die Kindheit und Jugend des Autors vollgespickt mit unschönen Erlebnissen. Zunehmend werden die Delikte schlimmer bishin zum Totschlag. Der Autor wird zu Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt und im Gefängnis geht es munter weiter bis zu einem denkwürdigen Tag, wo der Text der Bibel eine Wirkung auf Wilhelm Buntz zeigt und er radikal sein Leben ändert !

    Diese Autobiographie ist sehr ehrlich, mitreißend und eindrucksvoll ! Wo andere Bücher aufhören, geht es hier noch weiter. Wie machen sich die Änderungen im Leben des Autors bemerkbar ? Seine Bekehrung hat für viel Erstaunen gesorgt und trotzdem bleibt bei vielen Mißtrauen zurück. Sie können nicht glauben, dass Wilhelm Buntz sich geändert hat. Trotz dieser unschönen Begleitumstände geht der Autor nun seinen Weg und dazu gehört die Bibel, die er jährlich nun zwei- bis dreimal ganz liest. Würden wir alle die Bibel so schätzen, wie der Autor, dann wäre unsere Welt eine andere. Die Bibel, Gottes Wort, kann Menschen verändern, der Autor ist das beste Beispiel dafür. Ein sehr eindrucksvolles Beispiel !

    Eine unbedingte Leseempfehlung für dieses Buch und ich würde mich freuen, noch mehr vom Autor zu lesen ! Das Buch ist leichtverständlich und für Mann und Frau gleichermaßen geeignet. Selten habe ich so eine spannende und eindrucksvolle Lebensgeschichte gelesen !

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    Traeumerin109s avatar
    Traeumerin109vor einem Monat
    Gott sorgt für uns

    …diese Erkenntnis dringt immer wieder durch die Zeilen dieses autobiographischen Buches. Wilhelm Buntz führt ein kompromissloses, hartes Leben. Schon früh in ein Heim abgeschoben, gerät er immer mehr in eine Abwärtsspirale. Schon als Jugendlicher fährt er einen Mann tot, es folgen viele weitere Vergehen. Schließlich, nach vielen Jahren Gefängnis, greift er eines Tages in seiner Zelle zur Bibel. Er braucht Papier für seine selbstgedrehten Zigaretten, aber jede Seite liest er auch, bevor er sie qualmt. Irgendwann packt ihn der Text und er beschließt, sein Leben zu ändern, besser gesagt: ändern zu lassen.

    Ein Buch, was mich sehr bewegt hat. Da ist zum einen die traurige Geschichte eines Jungen, der keine Liebe und Annahme erfährt und zu einem Erwachsenen heranwächst, den keine Gefühle mehr berühren. Da ist aber auch die brutal ehrliche Selbsterkenntnis von Wilhelm Buntz, dass er selbst es war, der sich in den schwierigen Situationen für den scheinbar einfachen Weg des Bösen entschieden hat und der nun mit seiner Schuld leben muss. Es ist vieles, was mir an diesem Buch sehr gefallen hat. Der Schreibstil ist recht distanziert und erzählt doch viel über das (Innen-)Leben von Wilhelm. Da wird nicht, wie sonst in autobiographischen Büchern oft, ausführlich alles beschrieben, sondern die wichtigen Erlebnisse und Stationen in teilweise wenigen, aber sehr aussagekräftigen Worten zusammengefasst. Und doch ist alles Wesentliche gesagt, der Leser hat wirklich das Gefühl, ein wenig zu verstehen, was Wilhelm Buntz ausmacht. Dann der zweite Teil des Buches, die Wende in seinem Leben. Auch hier findet der Autor stets die passenden Worte, und mehr als einmal hatte ich eine Gänsehaut beim Lesen. Es wird klar, dass genau darauf alles Vorherige hinausgelaufen ist: Die Veränderung, die Gott in Wilhelms Leben bewirkt. Die Erkenntnis, dass seine Schuld vergeben werden kann, wenn er dazu steht. Und immer wieder das Staunen darüber, wie sehr Gott für uns sorgt, wie er Situationen in unserem Leben, Begegnungen und andere Menschen vorbereitet. Dieser Aspekt kommt in dem Buch sehr gut rüber, ohne zu aufdringlich zu werden. Das liegt vor allem daran, dass der Autor sehr authentisch ist. Er hat es geschafft, nicht nur eine sehr spannende, sondern auch rücksichtslos ehrliche Geschichte zu schreiben, die darauf abzielt, den Leser mit in dieses große Staunen miteinzubeziehen: Gott ist treu!

    Daneben wirft das Buch auch viele andere Fragen auf, die sich beim Lesen unweigerlich stellen: Warum wird jemand kriminell? Wer oder was entscheidet darüber, ob wir der Versuchung widerstehen oder nicht? Wie übernimmt man Verantwortung für seine Schuld?

    Fazit: Ohne Frage eines der besten autobiographischen Bücher, die ich je gelesen habe. Ich kann es euch nur ans Herz legen, ihr werdet es garantiert nicht bereuen.

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    Petzipetravor einem Monat
    Kurzmeinung: Die ehrlichste, intensivste, bewegendste und emotionalste Biographie die ich je gelesen habe! Für Alle, ihr könnt viel lernen....
    eine knallharte Lebensgeschichte

    Kann sich Jemand durch Gottes Hilfe ändern?

    Oder durch die Liebe?
    Warum wird Jemand kriminell oder nicht?

    Wilhelm erzählt in seiner Biographie die packender, ehrlicher und direkter  nicht sein könnte. Einmal begonnen könnte ich nicht mehr aufhören. Alle Emotionen spielten Achterbahn.

    Seine Mutter wollte kein Kind mehr, ertrug sein weinen, seine Anwesenheit nicht. In einer Zeit wo Unterstützung ein Fremdwort war. Sie legt ihn ab, ein in ein Feld, ohne Schutz... zum sterben?!
    Frisch auf der Welt und nicht gewollt.
    Sein kurzes Glück gefunden zu werden, verlässt ihn sobald er von einen Zuhause oder Heim ins andere geschoben wird.
    Kein daheim... Keine Wärme... keine Liebe

    Zum ersten Mal im Gefängnis als Jugendlicher, ein Verkehrsunfall ein Toter und er war schuld. Kaum draußen geht seine Karriere als Krimineller erst richtig los. Er will nicht mehr geliebt werden, sondern gefürchtet. Er schreibt, er hat sich bewusst für das Schlechte entschieden. Hatte er überhaupt eine Wahl?
    Er kannte es ja nicht anders.

    Nach vielen anderen Delikten kommt er durch einen Verrat für eine sehr lange Zeit ins Gefängnis.
    Dort wird die Arrestzelle zu seinen neuen Zuhause, da er nicht ruhiger wird. Viel Zeit mit geschmuggelten Tabak und der Bibel, bringen ihn auf die glorreiche Idee 1 Seite zu Lesen und diese anschließend zu rauchen.

    Was weiter passiert und wie sich das Leben von Helmi verändert, bitte liest es selbst. Versuchungen, Rückschläge und viele Erfolge machten ....
    Eine klare Leseempfehlung von mir!

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    peedeevor einem Monat
    Kurzmeinung: Er übergibt sein Leben Gott und bittet ihn, etwas Sinnvolles aus ihm zu machen. Bemerkenswert, was die Folgen davon waren…
    Bemerkenswert!

    Wilhelm Buntz, geb. 1954, hat eine „Heimkarriere“ hinter sich und landet im Gefängnis: Er fährt einen Mann tot, ein zweiter ist danach auf den Rollstuhl angewiesen. Es bleibt nicht bei diesem einen Vergehen, schlussendlich werden ihm 148 Straftaten zugeschrieben! Wieder einmal in der Arrestzelle, greift er zur Bibel, liest eine Seite, reisst sie raus und rollt sich eine Zigarette. So raucht er die Bibel bis zum Neuen Testament…

    Erster Eindruck: Das Gesicht auf dem Cover, in dem viel Erlebtes gezeichnet ist, die „Bibel-Zigarette“, der Blick in die Weite… wirklich gut. Mich hat sehr überrascht, dass die Schrift auf dem ganzen Schutzumschlag so rau ist. Aber das ist wiederum sehr gelungen, vermittelt es doch, dass es im Buchinhalt nicht so Friede-Freude-Eierkuchen-mässig zugeht, sondern eben rau, mit Ecken und Kanten. Fazit: Ein sehr gut gemachtes Cover!

    Der Einstieg ins Buch ist gewaltig: Wilhelm Buntz wirft einen folgenschweren Brief im Gefängnis ein. Er gibt darin zu, dass er in den 100 von 148 Straftaten, bei denen er aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, doch schuldig sei! Damit riskiert er seine bevorstehende Entlassung! Das ist doch verrückt, oder? Nicht für ihn – für ihn ist es das einzig Richtige.

    Der Einblick in die früheste Kindheit ist brutal. Es ist unvorstellbar, wenn sich die Mutter einfach nicht um das Kind kümmern will. Mich hat der Vater (positiv) überrascht, dass er seine Frau rausgeworfen hat. Else, die Ex-Verlobte und sodann auch Ex-Diakonisse, hat mir leid getan: Sie wollte den Kindern eine gute Stiefmutter sein, aber die Kinder heissen ihre Bemühungen so gar nicht gut. Schlimm. Wilhelms „Heimkarriere“ beginnt. Es macht mich sehr betroffen, wenn ich lesen muss, wie ein Kind von einem Ort zum anderen geschoben wird, denn er war ja ganz offensichtlich ein „schwerer“ Fall.

    Wilhelm Buntz schildert seine Geschichte sehr ehrlich und beschönigt nicht. „Blutbad-Willi“ – eine für mich schlimme Vorstellung, sich daran zu erfreuen, einen anderen so zusammenzuschlagen, dass Blut spritzt! Er will sich Respekt verschaffen. Jahre später muss er in einem Zwiegespräch feststellen, dass die anderen nicht Respekt vor ihm haben, sondern schlicht Angst! „Du bist nicht vor allem das Opfer, sondern du bist der Täter, Willi!“ Er übergibt sein Leben Gott und bittet ihn, etwas Sinnvolles aus ihm zu machen. Bemerkenswert, was die Folgen davon waren…

    Ich stelle es mir äusserst schwierig vor, solch bewegende Jahre so zu erzählen, dass Menschen, die den Autor nicht kennen, die Geschichte trotzdem irgendwie nachvollziehen können. Welche Momente pickt man heraus? Welche lässt man besser weg? Ich finde, diese Auswahl wurde hier sehr gut getroffen. Meinen Dank an Wilhelm Buntz für die offenen Worte und Gottes Segen für die Zukunft.

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    Tinka2s avatar
    Tinka2vor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine inspirierende Geschichte, die sicher auch dem Einen oder Anderen Mut macht, einen anderen Weg einzuschlagen.
    Durch die Lunge ins Herz

    Wilhelm Buntz hatte es schon als Kind nicht leicht: Ausgesetzt von der eigenen Mutter und anschließend bei seinem Vater aufgewachsen, wurde er schon früh in verschiedenste Heime gesteckt, weil niemand ihn bändigen konnte. Sein Leben wird zu einem Strudel, immer und immer weiter rutscht er ab und landet schließlich im Gefängnis – wo er nach vielen Jahren zum Glauben findet.


    Der Schlüssel dazu war tatsächlich die Bibel, der einzige Gegenstand den Häftlinge mit in die Arrestzelle nehmen dürfen und dessen Papier sich hervorragend zum Zigarretten drehen eignet. Um sich die Zeit zu vertreiben, las Wilhelm die Seiten, bevor er sie rauchte und erkannte so, dass auch Leute wie er bei Gott willkommen sind.


    Das Cover ist trotz seiner Schlichtheit sehr ansprechend – es strömt eine Art innere Anziehungskraft aus, die neugierig auf den Inhalt des Buchs macht. Gleichzeitig ist es haptisch sehr ansprechend, da die Schrift rau hervorgehorben ist, so dass man sie fühlen kann.


    Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es keine literarische Extravaganza ist überrascht der Text doch immer wieder durch besonders schöne Formulierungen – auch wenn hier natürlich die Geschichte im Vordergrund steht.


    Und die ist wirklich bewegend! Es ist verrückt, was manche Menschen alles erleben und was Gott für Wunder geschehen lassen kann. Für mich persönlich war auch die Beschreibung des Gefängnisses sehr interessant, da ich persönlich bisher noch überhaupt nichts über das Thema wusste und so einiges dazu lernen konnte.


    Insgesamt kann ich das Buch nur absolut weiter empfehlen! Hat man einmal mit dem Lesen angefangen, kann man es kaum noch zur Seite legen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht! Es ist unglaublich bereichernd, miterleben zu dürfen, wie Gott im Leben anderer Menschen wirkt und ich hoffe, dass vielleicht auch der Eine oder Andere durch dieses Buch (zurück) zum Glauben findet.

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    strickleserls avatar
    strickleserlvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein sehr empfehlenswertes Buch über die unglaubliche Kraft von Gottes Wort, das ein hoffnungsloses Leben völlig verändern kann.
    Lebensveränderndes Zigarettenpapier

    Weil Wilhelms Mutter kein weiteres Kind wollte, beachtet sie ihren neugeborenen Jungen einfach nicht. Seine Schwester, nur wenige Jahre älter, versucht ihn notdürftig zu versorgen. Schon bald kann die Mutter das Geschrei des hungrigen, wunden Jungen nicht ertragen. Sie bringt ihn hinaus, und lässt ihn an einem Feld zum Sterben zurück.

    Zum Glück wird der kleine Junge gefunden, aber seine Versorgung lässt immer noch viel zum Wünschen übrig. Der arme Junge kommt von einem Zuhause ins nächste, und schließlich von einem Heim ins nächste. Schon bald wird er verhaltensauffällig, vermutlich sucht er auf diese Weise Aufmerksamkeit. Trotz einiger guten Wegbegleiter, kommt er innerlich nicht zur Ruhe.

    Als Jugendlicher verursacht er einen Verkehrsunfall, bei dem ein Polizist ums Leben kommt. So kommt er erstmals ins Gefängnis. Alle Versuche nach der Entlassung Fuß zu fassen scheitern. Ein Leben voller Verbrechen beginnt. Schließlich ist Wilhelm ein Gesuchter. Er wird verraten und muss eine lange Gefängnisstrafe absitzen.

    Auch im Gefängnis kommt er nicht zur Ruhe, darum landet er oft in der Arrestzelle. Er darf nicht viel mitnehmen, nur eine Bibel. Dazu schmuggelt er Tabak in die Zelle, und entdeckt, dass die dünnen Blätter der Bibel sich hervorragend als Zigarettenpapier eignen. Aus Trotz liest er vor dem Zigarettendrehen jede einzelne Seite. Sechs Jahre dauert es, bis er sich ins Neue Testament hineingeraucht hat. Und eines Tages lassen ihn die Worte der Bergpredigt nicht los. Er erkennt, wie sinnlos und ziellos sein Leben ist, und mit Gottes Hilfe beginnt er allmählich ein neues Leben.

    Dieses neue Leben bringt, neben unbegreiflichen Wundern, auch Rückschläge und Versuchungen mit sich. Das größte Wunder jedoch ist sein vollkommen umgekrempeltes Leben.

    Einmal angefangen, fällt es sehr schwer diese spannende Lebensgeschichte aus der Hand zu legen. Schön ist, dass die Erzählung nicht mit der Lebenswende endet. Der Autor berichtet ehrlich über die Herausforderungen und Enttäuschungen in seinem neuen Leben als Christ.

    Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch über die unglaubliche Kraft von Gottes Wort, das ein hoffnungsloses Leben völlig verändern kann. 

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    Lujomas avatar
    Lujomavor 2 Monaten
    ein packender Lebensbericht - empfehlenswert!

    Wilhelm Buntz (Jg.1954) hatte es nicht leicht. Schon vor der Geburt abgelehnt, von der Mutter vernachlässigt und ausgesetzt, der Vater überfordert, von Heim zu Heim geschoben, weil keiner mit ihm fertig wurde… Die Negativspirale aus Wut, Gewalt, Diebstahl und einem Unfall mit Todesfolge führte „Helme“ schon als Jugendlichen in den Knast und auch nach der Entlassung geht diese „Karriere“ weiter…. Sein Weg führt von Ulm nach Hamburg, wo er gefasst und dann vor Gericht gestellt wird. Im Gefängnis in Bruchsal landet er oft in der Arrestzelle. Dort ist er mit sich selbst allein… kein Freigang, keine Arbeit, kein anderer Mensch, nur eine Bibel… Und so liest er eine Seite, reißt sie heraus und dreht sich eine Kippe. Er raucht sich durch bis zum Neuen Testament. Dort packt ihn der Text und er wagt Schritte mit Gott, Schritte in eine völlig neue Richtung….


    Auf dem Cover des Buches sieht man das zerfurchte Gesicht des Autors, seine Augen blicken in die Ferne, die Hand hält eine qualmende Selbstgedrehte aus einer Bibelseite… Die grauweiße Schrift ist erhaben, fühlt sich rau an und passt so sehr gut zu dem Buch.

    Im Inneren des Buches beginnt jedes Kapitel mit einer dunklen Doppelseite, die mal die Hände des Autors mit Bibelseite, mal das Gesicht beim Kippe drehen zeigen… auch das finde ich sehr passend.


    Die Autobiographie des Wilhelm Buntz hat mich von der 1. Seite an gefesselt. Das Buch beginnt im Gefängnis in Bruchsal mit einem Brief an die Staatsanwaltschaft und ist die Schlüsselszene, die immer wieder im Laufe des Buches stückweise erzählt wird. Das sorgt von Beginn an für Spannung.

    Im Verlauf des Buches berichtet der Autor über seine schwierige Kindheit und Jugend und über seinen Weg als Erwachsener… die Anzahl der Straftaten ist hoch, er ist ständig auf der Flucht vor Entdeckung, so dass er die Gefangennahme als Erleichterung empfindet. Auch im Gefängnis kommt er nicht zur Ruhe, bleibt böse um in der „Hackordnung“ weit oben zu stehen…. Doch dann spricht ihn die Bibel an und er wagt mutige Schritte und ändert mit Gottes Hilfe sein Leben komplett. Er gesteht Taten ein, bittet Opfer um Vergebung, versöhnt sich mit seiner Vergangenheit… er verschweigt aber auch erneute Versuchungen nicht…


    Dieser Lebensbericht ist sehr offen, authentisch, schonungslos. Das Buch zeigt aber auch wie Gott Leben verändern kann und wie wichtig der Mut Schuld zu bekennen und um Vergebung zu bitten.


    Fazit:

    „Der Bibelraucher“ ist ein packender Lebensbericht, der zeigt, dass Gott größer ist als alles menschliche Versagen, dass Neuanfänger und Vergebung möglich sind. Ich wünsche dem Buch viele Leser und kann es uneingeschränkt empfehlen. Gern vergebe ich 5 Sterne!

    Kommentare: 1
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    Hexxes avatar
    Hexxevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine außergewöhnlich Autobiografie von Härte und Glauben...
    vom Saulus zu Paulus

    Der Bibelraucher Wilhelm Buntz beschreibt in seiner Autobiografie den langen, harten Weg aus einer ungeliebten Kindheit heraus in die Jugendkriminalität und den daraus vermeintlich konsequenten Begehen weiterer unlauterer Machenschaften. Und er beschreibt ebenfalls den harten Weg in ein freies Leben. Wie es ist, mit den verursachten Konsequenzen zu leben und wie ihm der Glaube geholfen hat.
    Der kleine "Helme" hat eine Kindheit hinter sich, die man niemanden wünschen würde und die eigentlich unfassbar hart ist, ich glaube niemand möchte mit ihm tauschen. Als er sich daraus mittels einer Flucht befreien will, passiert ihm ein unglaublicher Schicksalsschlag, die seine ganze "Karriere" beeinflußt...

    Ein bewegendes Schicksal eines Lebens von totaler Verzweiflung zu tiefster Zufriedenheit. Ich hätte es Wilhelm Buntz gegönnt, wenn er von Anfang an sein Leben in Zufriedenheit und Gelassenheit hätte leben können, aber dann wäre es nie zu diesem Buch gekommen und das wäre ebenfalls irgendwie schade. Ein Schicksal, wie es nur das "knallharte" Leben schreiben kann und wir alle können uns am guten Ausgang für ihn darüber freuen.
    Ich habe mich gerne auf dieses "christliche Buch" eingelassen, da ich seinen Glauben akzeptieren kann und es für gut befinde, wenn jemand durch Wahrheit, Ehrlichkeit und echter Nächstenliebe zur Ruhe und Zufriedenheit gelangt. Durch was auch immer...


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Arwen10s avatar

    Dies ist eine Vorableserunde !


    Das Buch erscheint erst im September. Fünf Leser haben nun die Möglichkeit, das Buch vorab als pdf Datei zu lesen. Im Anschluß an die Leserunde und nach dem Schreiben der Rezension, gibt es die gedruckte Form nach Erscheinen nachgeliefert. Ich danke dem SCM Verlag für die Unterstützung der Leserunde.


    Wilhelm Buntz Der Bibelraucher




    Der Bibelraucher




    Zum Inhalt:


    Härtetest, schon als Baby: von der Mutter ausgesetzt, vom Vater ins Heim abgeschoben. Als Jugendlicher fährt er einen Mann tot. Jugendarrest, Gerichtssaal, Bewährung – der gewohnte Lebensrhythmus von Wilhelm Buntz.

    Wilhelm Buntz war in seiner Gefängniszeit sehr oft in der Arrestzelle. Er beschreibt diesen Ort so: „In so
    einer Arrestzelle gibt es ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, ein Klo – und unendliche Einsamkeit. Es gibt keinen Hofgang, keinen Kontakt mit anderen Gefangenen, keine Arbeit, nichts, was Abwechslung bringen könnte. Gähnende Langeweile. Der einzige Gegenstand, den man mitnehmen darf, ist eine Bibel. Wie gut,dass Bibelseiten so dünn sind. Sie eignen sich hervorragend dafür, Zigarettenpapier daraus zu drehen, um den in den Socken eingeschmuggelten Tabak zu genießen.“

    1983: In einer Zelle greift Buntz zur Bibel. Er liest eine Seite, reißt sie heraus, rollt sich eine Kippe. So qualmt er sich bis zum Neuen Testament. Da packt ihn der Text. Gott sagt: »Ich bin treu wie ein liebender Vater.« Ist das möglich? Er wagt den ersten Schritt in eine völlig neue Richtung ...Er selbst sagt heute: „»Ich habe viel Böses getan, manches Dumme, eine Menge Waghalsiges. Vor allem
    aber hat jemand anderes etwas in meinem Leben getan: Gott.«



    Zur Leseprobe:


    https://www.scm-haenssler.de/media/import/mediafiles/PDF/395860000_Leseprobe.pdf




    Infos zum Autor:



    Wilhelm Buntz



    Wilhelm Buntz arbeitete bis zur Rente im Oktober 2017 im Blindenheim in Freiburg in der sozialen Betreuung. Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Seit Jahren predigt er in Gottesdiensten und bei Veranstaltungen. Mit einem besonderen Herz für junge Menschen lebt er nach dem Motto: "Wir müssen die Hölle plündern und den Himmel bevölkern."








    Falls ihr eines der 5 Exemplare (pdf -Datei/ nach Abschluß der Leserunde das gedruckte Buch) gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 15. August 2018, 24 Uhr hier im Thread mit einer Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen?


    Die Gewinner teilen mir bitte sofort nach Bekanntgabe der Gewinner ihre EMailadresse mit, zum Zweck des Versandes der pdf-Datei.



    Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



    Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
    Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.


    Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das bedeutet , dass das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen ist und so spielen christliche Werte im Buch eine wichtige Rolle. Dieser Hinweis ist für Leser, die kein christliches Buch lesen möchten. Es darf immer jeder mitlesen !

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

    Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


    ACHTUNG : ICH HABE LEIDER DAS PROGRAMM ZUM LESEN DER ADRESSEN NICHT UND BENÖTIGE VON DAHER EURE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG. AUCH WENN IHR EURE ADRESSEN BEI DER BEWERBUNG SCHON ANGEBT.

    ICH GEHE DAVON AUS, DASS DIE BEWERBER DEN TEXT LESEN. ES ERFOGT DAHER VON MIR KEIN ANSCHREIBEN NACH DER AUSLOSUNG ! ICH BITTE UM VERSTÄNDNIS, DASS ICH KEIN BUCH VERSCHICKEN KANN,WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE.


    Diese Regelung gilt nur bei mir und hat nichts mit Lovelybooks zu tun.





    Traeumerin109s avatar
    Letzter Beitrag von  Traeumerin109vor einem Monat
    Hier nun auch endlich meine Rezension https://www.lovelybooks.de/autor/Wilhelm-Buntz/Der-Bibelraucher-1554121519-w/rezension/1746133737/ Ebenfalls weiter verbreitet. Das Buch war definitiv eine Bereicherung für mich und ich bin sehr froh, dass ich es lesen durfte.
    Zur Leserunde

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Emotionens avatar
    Emotionenvor 2 Monaten
    Wow, der Klappentext klingt ja absolut unglaublich. Ein bewegtes Leben, das Herr Buntz da geführt hat. Ich lese zwar eher selten Biografien, so gut wie gar nicht, aber die würde mich auf jeden Fall sehr ansprechen.
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