Wilhelm Genazino Das Licht brennt ein Loch in den Tag

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Inhaltsangabe zu „Das Licht brennt ein Loch in den Tag“ von Wilhelm Genazino

Ein Erzähler, durch aktuelle Erinnerungslücken beunruhigt, findet einen ungewöhnlichen Ausweg, dem vorstellbar gewordenen Verlust des Gedächtnisses zu begegnen. Er «verteilt» die wichtigsten seiner Erlebnisse mündlich und in Briefen an seine Freunde. Eines Tages, so sein Auftrag, wenn ihm gewisse Details der eigenen Biographie nicht mehr zur Verfügung stehen, sollen ihm die Freunde seine Erinnerungen «zurückerzählen».

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  • Rezension zu "Das Licht brennt ein Loch in den Tag" von Wilhelm Genazino

    Das Licht brennt ein Loch in den Tag
    glowinggloom

    glowinggloom

    21. August 2009 um 14:43

    Der Ich-Erzähler hat das Gefühl, daß es eine innere Instanz gibt, die ihm seine Erinnerungen stehlen will. Deshalb möchte er nicht der Einzige sein, der sich mit seinen Erinnerungen auskennt. Er erzählt seinen Freunden die wichtigsten Ereignisse aus seinem Leben mit der Bitte, sie für ihn zu bewahren. Er legt sich also Erinnerungdepots an. Der Autor benutzt die Erinnerungen und die Reise des Ich-Erzählers nach Holland um von tiefsinnigen Gedanken und intensiv reflektierten Erfahrungen mit bezaubernder, frappierender Feinfühligkeit und sprachlich ganz vorzüglich zu erzählen. Die Episode mit der von Insekten inspirierten Sinnlichkeit ist derart überraschend anders und außergewöhnlich faszinierend, daß man ein Königreich dafür hergäbe, wenn man eine solche Erfahrung einmal machen könnte. Hier einige Textauszüge, die ich mag: -Vermutlich sind wir auf die Propaganda der großen Liebe hereingefallen. Jedesmal, wenn wir uns liebten, wurden wir ein bißchen dumm und warteten darauf, daß die Liebe endlich beginnen solle. Anstatt zu erkennen, daß wir schon in der Wahrheit der Liebe lebten, nämlich in ihrer Unstillbarkeit, vergrößerten wir unsere Anstrengungen, ihre Bitterkeit zu tilgen. Wir waren nicht mutig, wir wollten das Verstummen als Ziel der Liebe nicht hinnehmen. Wie kluge Kinder belehrten wir auch noch unsere Hingabe und erwarteten eine Befreiung, die uns das Beste nehmen sollte, die Empfindung der Unmöglichkeit. Anstatt stolz zu sein auf die Verzehrung, beschuldigten wir uns der Schwäche und rannten liebend auseinander. -Der kleine Sohn schaut aus dem Fenster und sagt: Der Regen tut alles regnen; dann fragt er die Mutter: Darf ich nächstes Jahr wieder auf die Welt kommen?... Das Kind flüstert seiner Mutter etwas ins Ohr. Die plötzliche Berührung ihres Ohrs durch die weichen Kinderlippen entzückt die Frau. Zum Dank hält sie ihre Quarzuhr an sein Kinderohr und sagt: tick tack tick tack. Das Kind fällt auf den Trick herein und spricht sogar mit: tick tack tick tack. Ich überlege, ob der Junge später seine Freude erinnern oder ob er die Mutter beschuldigen wird, sie hätte ihn mit albernen Schwindeleien unterhalten. -Das ist die Frau, die dich das Unverstandene hinnehmen lehrte, jedenfalls eine Weile und immer mal wieder. Das Pathos der Selbstansprache war lächerlich, aber nicht zu vermeiden. Denn Elisas Dreistigkeit war elementar und gegen Argumente gefeit. Wenn ich immer nur vernünftig bin, erlebe ich nichts mehr, sagte sie gerne. Nach diesem Satz fiel mir oft nichts mehr ein. Den Satz der mit:“ Das Pathos...“ beginnt, verstehe ich nicht. Wenn mir da jemand weiterhelfen könnte, wäre ich dankbar :-)

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  • Rezension zu "Das Licht brennt ein Loch in den Tag" von Wilhelm Genazino

    Das Licht brennt ein Loch in den Tag
    Carih

    Carih

    05. March 2008 um 23:02

    Ich liebe jeden einzelnen Satz. Auch allein stehend und für sich.