Wilhelm Genazino Mittelmässiges Heimweh

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Inhaltsangabe zu „Mittelmässiges Heimweh“ von Wilhelm Genazino

Auf dem Fernsehschirm in der Kneipe flimmert ein Fußballspiel, auf dem Fußboden liegt ein Ohr. Dieter Rotmund weiß sofort: Das kann nur seines sein. Hat jemand etwas bemerkt? Und wie findet man durch den Alltag, wenn die Körperteile abhanden kommen? Wilhelm Genazino erzählt die Geschichte eines Mannes, der neben seinem Ohr noch weitere Verluste erleiden muss. Und der davor erschrickt, dass selbst seine Gefühle nur noch mittelmäßig sind.

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  • Rezension zu "Mittelmässiges Heimweh" von Wilhelm Genazino

    Mittelmässiges Heimweh

    Bellami

    Dieter Rotmund ist Anfang 40. Er arbeitet weit weg von zu Hause in einer nicht näher bezeichneten Großstadt, wahrscheinlich soll es Frankfurt sein. Nicht für das Landleben geschaffen, hat er trotzdem eine Frau geheiratet, die ihm vorher schon klargemacht hat, nie aus ihrem Heimatdorf im Schwarzwald wegzugehen. So führt er nun eine Wochenendehe. Durch die Finanzierung zweier Haushalte ist das Geld so knapp, dass er gezwungen ist, als Schwarzfahrer die Heimfahrten teilweise auf der Toilette des überfüllten Zuges zu verbringen. Aber auch das hat er gewusst. Seine Frau engagiert sich lieber sehr zeitintensiv ehrenamtlich als eine Arbeit aufzunehmen und für die Aufbesserung der Haushaltskasse beizutragen. Zudem ist sie mehr und mehr schlecht gelaunt und auch der Sex spielt in der Ehe keine Rolle mehr. Nur auf seine kleine Tochter Sabine freut er sich noch. Ansonsten muss er sich eingestehen, dass seine Ehe dem Ende zugeht. Dieter Rotmund ist einsam und fühlt sich leer. Aber es gibt auch was Positives, denn Dieter Rotmund wird in seiner Firma zum Finanzdirektor befördert, was auch für seine eigenen Finanzen wohltuend ist, mehr aber nicht. Alles bleibt für ihn gleich, gleich belanglos, gleich lieblos. Alles ist einfach da, weil es halt so ist, aber nur mittelmäßig, keine Extreme, nichts Besonderes. So stört es ihn auch nicht, dass er einfach so ein Ohr verliert. Wozu braucht er es noch und wem fällt das überhaupt auf? Und es hat nicht mal weh getan, also was soll`s. ******** Die Geschichte des Ich-Erzählers Dieter Rotmund hört sich an wie eine 0815 Geschichte, dazu noch kurios, abgefallenes Ohr und so weiter ..... Die ganze Geschichte über plappert er aus seinem Leben. Aber wie er das macht ist das Beeindruckende. Wer beobachtet so interessenlos unfreiwillig den Alltag? Wer beschreibt das Aus einer Ehe aus den häufigsten Gründen der Welt so banal und doch so tiefgründig traurig? Alles wird emotionslos erzählt, betrachtet, lustlos getan oder einfach abgehakt und doch bleibt es nicht aus, dass man sich schon während des Lesens ( oder Hörens) sagt, ja stimmt, habe ich noch nie so darauf geachtet oder man fragt, ja, ist das wirklich so?! Das war mein erstes Buch von Wilhelm Genanzino und ich bin total begeistert und froh darüber, das mir diese eigenartige Alltagsgeschichte in unserer Bibliothek in die Hand gefallen ist. Von diesem Autor muss ich unbedingt mehr hören oder lesen.

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    awogfli

    30. November 2012 um 12:53
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