Der letzte Rock hat keine Taschen

von Wilhelm Kuehs 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Der letzte Rock hat keine Taschen
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Spannend, aber die Figuren sind etwas blass ausgefallen. Schön ist das Geflecht aus Religionskritik, Sagen und Krimielementen.

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Ein toller Krimi, indem nicht nur Kärntner und andere Insider einiges wiedererkennen.

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Rock hat keine Taschen"

Sturz in den Tod im Kärntner Hüttenberg

In Hüttenberg in Kärnten stürzt ein Mönch über den Gebetspfad des Tibet-Zentrums in den Tod - und versetzt damit die Landespolitik in Unruhe. Man befürchtet schlechte Publicity für das Bergdorf und ein Zerwürfnis mit dem Dalai Lama. Dementsprechend erpicht ist der Pressesprecher des Landeshauptmanns darauf, die Angelegenheit rasch als Unfall abzutun und kein großes Aufhebens um den Todesfall zu machen.
Journalist Ernesto Valenti hat allerdings seine Zweifel. Er beginnt zu recherchieren und stößt schnell auf viele mögliche Motive für einen Mord an dem Mönch und damit auch auf Tatverdächtige: ein verbitterter Biobauer, eine verliebte Pfarrersköchin, religiöse Fanatiker und ein russischer Oligarch, der mit den Kärntner Politikern in einem seltsamen Naheverhältnis steht …

Ein Spiel mit den Abgründen Kärntens
Wilhelm Kuehs spielt ein teuflisches Spiel mit Abgründen: den Abgründen der Kärntner Landespolitik, den Abgründen der menschlichen Seele und den ganz realen Abgründen der Alpen. Schonungslos nimmt sein Ermittler Ernesto Valenti die Verstrickungen der Buberl-Gesellschaft auseinander, wo immer er Kriminalität und Korruption wittert. Sein Krimi ist ebenso gesellschaftskritisch wie spannend - wo Ernesto Valenti aufdeckt, bleibt nichts im Verborgenen!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783709978047
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:360 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:22.04.2015

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi, indem nicht nur Kärntner und andere Insider einiges wiedererkennen.
    Ernesto Valenti deckt auf ...

    Ein tibetischer Mönch wird tot in Hüttenberg aufgefunden. Hüttenberg ist, gemeinsam mit dem Heinrich-Harrer-Museum das Zentrum der Exil-Tibeter in Kärnten.
    Obwohl die Polizei anfangs noch von ungeklärter Todesursache ausgeht, hat der Journalist Ernesto Valenti das starke Gefühl, das hier etwas vertuscht werden soll. Dieser Eindruck verstärkt sich, als kurz nach Eintreffen der Polizei jedoch noch vor der Obduktion der Pressesprecher des Kärntner Landeshauptmannes höchstpersönlich verkündet, dass der Tod des Mönchs ein Unfall war.

    Valenti beginnt zu recherchieren und fördert eine Vielzahl von Malversationen ans Tageslicht. Obwohl der Autor bestimmt und dezidiert darauf hinweist, dass es sich bei diesem Krimi um eine Fiktion handelt und lediglich die genannten Orte der Wirklichkeit entsprechen, so hat manch Österreicher ein Deja-vu-Erlebnis. Der Selbstbedienungsladen bei öffentlichen Geldern, dubiose Kreditvergaben einer Landesbank, Baufirmen, die nichts bauen und eine Landesausstellung, die keinen einzigen längerfristigen Arbeitsplatz schafft – diese Fiktion beschäftigt derzeit die Gerichte.

    Ich finde dieses Buch äußerst spannend. Nicht so sehr als Krimi, der den Tod des Tibeters aufklärt, sondern als Wirtschaftskrimi. Die Folgen der Misswirtschaft werden noch lange in Zukunft für Kärnten spürbar sein.

    Über den Titel habe ich schmunzeln müssen: das Zitat heißt ja eigentlich „das letzte Hemd hat keine Taschen“. Hier passt der Begriff „Rock“ besonders. Einerseits kommen Kilt (=Rock) tragende Kärntner vor und andererseits sagt man in Österreich zu einem Sakko auch „Rock“.

    Tja, und außerdem kann sich auch ein verstorbener Politiker nichts in Jenseits mitnehmen.

    Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Dorf- und Landespolitiker sowie die diversen Dorfgrößen sind recht gut charakterisiert. Ernesto Valenti hat meiner Ansicht nach noch ein wenig Entwicklungspotential. Ich hoffe auf eine Fortsetzung. Material gibt es ja genug.

    Kommentare: 2
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    JamesVermonts avatar
    JamesVermontvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, aber die Figuren sind etwas blass ausgefallen. Schön ist das Geflecht aus Religionskritik, Sagen und Krimielementen.
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    "Ein Buch, das als Krimi lohnt, aber auch darüber hinaus zum Nachdenken anregt."
    Bonner Generalanzeiger

    "Ein seriös recherchierter Krimi mit beeindruckenden Überlegungen und Verknüpfungen."
    Sylvia Treudl, Buchkultur

    „Kuehs gelingt es komplexe wissenschaftliche und politische Erkenntnisse in eine auch unterhaltsame und spannende Geschichte zu packen.“
    literadio Christian Berger

    „Kärntens literarischer Shooting Star“
    Bezirksblätter, Franz Waditzer

    „Unterhaltsamer Krimi mit gelungenem Lokalkolorit“
    ekz-bibliothekservice, Rouven Hans

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