Wilhelm Matthießen

 4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Das alte Haus, Die grüne Schule und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wilhelm Matthießen

Wilhelm Matthießen wurde 1891 in der Eifel geboren. Er studierte Philosophie, promovierte auch in diesem Fach und widmete sich schon früh dem Schreiben. Neben Erich Kästner ist er der meistgelesene Kinder- und Jugendbuchautor der 1930er-Jahre. Wilhelm Matthießen starb 1965 und hinterließ so erfolgreiche Kinderbücher wie »Das rote U« oder »Das alte Haus«.Matthießen war jedoch nicht nur Verfasser von zeitlosen Kindermärchen und Jugendbüchern, sondern auch bekennender Nationalsozialist und veröffentlichte völkische und antisemitische Schriften. Von dieser Gesinnung ist in seinen Kinderbüchern nichts zu spüren. In seiner Person zeigt sich die weltanschauliche Radikalität und Doppelgesichtigkeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wilhelm Matthießen

Cover des Buches Die grüne Schule (ISBN: 9783451707285)

Die grüne Schule

 (5)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches Das Schönste aus dem Märchenland (ISBN: 9783451715518)

Das Schönste aus dem Märchenland

 (0)
Erschienen am 19.08.2019
Cover des Buches Das alte Haus (ISBN: 9783783130935)

Das alte Haus

 (0)
Erschienen am 16.01.2008
Cover des Buches Die Katzenburg (ISBN: 9783451206863)

Die Katzenburg

 (2)
Erschienen am 01.04.1997
Cover des Buches Das Rote U; Das Mondschiff (ISBN: 9783785518267)

Das Rote U; Das Mondschiff

 (1)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Der stille Brunnen (ISBN: 9783451223211)

Der stille Brunnen

 (1)
Erschienen am 01.02.1996
Cover des Buches Der bunte Kuckuck (ISBN: 9783451216398)

Der bunte Kuckuck

 (1)
Erschienen am 01.12.1994

Neue Rezensionen zu Wilhelm Matthießen

Cover des Buches Das Rote U (ISBN: 9783423700573)Suselschnuss avatar

Rezension zu "Das Rote U" von Wilhelm Matthießen

Das rote U
Suselschnusvor 2 Monaten

Im Düsseldorf Ende der 20er Jahre spielen vier Jungen und ein Mädchen; Mala, Boddas, Knöres und Silli anderen Bewohnern der Stadt gerne Streiche. Doch eines Tages finden sie im Lesebuch einen Zettel vom Roten U. Die Bande soll verschiedenste Aufgaben erfüllen, wie zum Beispiel einer armen Großfamilie zu einem Sonntagsbraten verhelfen. Tun sie das nicht, wird das Rote U alles verraten, was sie bisher angestellt haben. Die Bande fügt sich und hat zunehmend Spaß an den immer gefährlicher werdenden Aufgaben. Doch dann wird ein Junge aus ihrer Klasse entführt. Die Bande ermittelt auf eigene Faust. Habe die ehemaligen Häftlinge, die sie für das Rote U beschatten sollten etwas damit zu tun? Und wer ist eigentlich dieses geheimnisvolle Rote U? Gemeinsam lösen sie den Fall und finden die zum Teil sehr überraschenden Antworten auf all ihre Fragen.

 

Erzählt wird die Geschichte vom Ich Erzähler, der sie im Auftrag von Herrn Behrmann, Chefredakteur der hiesigen Zeitung für die Nachwelt festhalten soll. Herr Behrmann ist einer der wenigen Erwachsenen, den die Kinder im Laufe der Geschichte ins Vertrauen ziehen und um Hilfe bitten.

Auffällig ist die Sprache, in der die Geschichte verfasst wurde. 1932, das Jahr, in dem die Geschichte erstmals erschien, hätte man sie als modern und die Dialoge als umgangssprachlich bezeichnet. Für heutige Leser wirkt sie dagegen sehr altmodisch und zum Teil schwer zu verstehen, da immer wieder Begriffe auftauchen, die im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr verwendet werden und deren Bedeutung sich nicht einfach aus dem Zusammenhang erschließen lässt.

Thematisch ist diese Geschichte für junge Leser ab 10 Jahren eine gute Wahl. Damals wie heute faszinieren die Kinder Geschichten voller Abenteuer, Freundschaft, Zusammenhalt und Gefahr garniert mit einem guten Ende. All das bietet das Rote U. Nur die Sprache wird vielen jungen Lesern Schwierigkeiten bereiten. Daher ist diese Geschichte eine gute Gelegenheit mal wieder gemeinsam mit den Kindern zu lesen und über alte Gepflogenheiten und Ausdrücke ins Gespräch zu kommen. Fesselnd und spannend ist diese Geschichte auch für die Großen.

Der Autor versteht es Spannung aufzubauen und zu halten, ohne die jungen Leser zu überfordern oder zu verschrecken. Er verabreicht wohldosierte Gänsehaut, ohne Alpträume.

Auch historisch betrachtet, ist diese Geschichte ein Juwel. Wilhelm Matthießen beschreibt das Düsseldorf Ende der 20er Jahre mit seinen alten Bauwerken, den Arbeitervierteln und dem Schulalltag dieser Zeit. Er beschreibt sehr lebendig, wie der Alltag der Kinder damals aussah und junge Leser erleben, dass Abenteuer nicht nur über Computer und Fernsehen erlebt werden können.

(Wilhem Matthießen: „Das Rote U“ Eine Detektivgeschichte. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München. 172 Seiten. 6,95€)

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