Wilhelm Raabe Die Akten des Vogelsangs

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Inhaltsangabe zu „Die Akten des Vogelsangs“ von Wilhelm Raabe

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/28.02.2013')

Von Jugendträumen, guter Nachbarschaft, Liebe und einem Ich-Erzähler, der völlig verspießerte und noch Achtung für seine Jugendträume hat

— sKnaerzle
sKnaerzle

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    Die Akten des Vogelsangs
    sKnaerzle

    sKnaerzle

    Der wichtigste Held: die Sprache. Der Schreibstil ist enthusiastisch, übertrieben, Studentenjargon, voller Zitate, die nicht erklärt werden und Anspielungen, die sich nicht auflösen lassen. Wer also genau wissen will, warum Figuren wie handeln und nervös wird, wenn er etwas nicht versteht, der sollte das Buch doch bitte gleich wieder zuklappen. Den anderen zeigt es ein Zauberreich, des direkt hinter unseren Wänden liegt und das wir zu unserem Glück nie betreten werden. Zur Handlung: Der Vogelsang ist der ländliche Vorort einer nicht genannten Residenzstadt, kleinbürgerlich geprägt, die Nachbarschaft hält zusammen und die Kinder werden gemeinschaftlich erzogen. Hier wachsen die drei Kinder Karl Krummhardt, Velten Andres und Helene Trotzendorf auf. Nur Karl hat noch einen Vater, der vergeblich versucht, auch den beiden anderen Vernunft beizubringen. Veltens Mutter lebt in der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann und Helene und ihre Mutter warten auf den Tag, an dem Charles Trotzendorf mit fantastischen Reichtümern zurückkehren wird. Als die drei fast ihre Schulzeit beendet haben, wünschen sie sich eines Nachts bei den fallenden Sternschnuppen etwas. Karl, dass er sein Abitur besteht, Helene, wie immer dass ihr Vater sie zur Prinzessin macht und Velten die Tonne des Diogenes, das Vergnügen wie Alexander der Große Persepolis anzuzünden und einen ruhigen, einsamen Tod. Das Schicksal erfüllt die Wüsche von allen Dreien. Karl besteht das Abitur, macht Karriere als Jurist, wird Regierungsrat und heiratet eine Frau aus einer höheren Gesellschaftsschicht. Alles in allem macht er eine glänzende Karriere. Helene wird wirklich von ihrem reichen Vater nach New York gebracht, heiratet einen weiteren Dollarmillionär, verwitwet und führt ein unstetes Leben, weil sie in Wahrheit Velten liebt, zu dem sie sich aber niemals bekennt. Velten ist verloren für die bürgerliche Welt. Er fällt durchs Abitur, bummelt als Student, freundet sich mit Menschen an, denen ihre Erinnerungen wichtiger sind als ihre Gegenwart, beginnt aber schließlich doch eine Handelslehre, weil er als Vertreter in die USA will, um dort Helene wieder zu treffen. Als sie von ihrer Verlobung erfährt, ist er zutiefst getroffen. Trotzdem reist er ab. Nach dem Tod seiner Mutter verbrennt er seinen ganzen Besitz und alle Erinnerungen verschwindet für immer. Jahre später erhält Karl die Todesnachricht von Helene, die ihn am Ende begleitet hat: Velten hatte den einsamen Tod, den er sich immer gewünscht hat. Karl wird davon zutiefst aufgewühlt: vom Standpunkt eines bürgerlichen Karrieristen muss er den gescheiterten Velten verachten, als Mensch muss er ihn beneiden und bewundern, denn die ganze Bürgerlichkeit mitsamt dem ererbten Besitz ist doch nur ein schwacher Schutz auf der schwankenden Welt. Er schreibt die "Akten des Vogelsangs" und man weiß es nicht, will er mit diesen Erinnerungsblättern dem Toten ein Denkmal setzen, oder will er mit der Niederschrift den Einfluss eines gefährlichen Widersachers exorzieren, dessen Beispiel er doch auch gerne gefolgt wäre. Ich mag Krummhardt am meisten. Er versteht seine Jugendfreunde kaum, wurde von ihnen wohl schon immer nur als Zaungast geduldet und verteidigt seine bürgerliche Behaglichkeit gegen sie, immer in dem Bewußtsein, dass er wahrscheinlich im Unrecht ist.

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