Wilhelm Ruprecht Frieling Angriff der Killerkekse

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Inhaltsangabe zu „Angriff der Killerkekse“ von Wilhelm Ruprecht Frieling

Unsere Welt gerät aus den Fugen: Schulze wird beinahe zum Mörder, als er eine Hose kaufen soll. Radiohörer planen, den GEZ-Geldeintreiber in einer Kühltruhe zu versenken. Ein Gärtner verwandelt sich zum Feuerteufel, wenn er gegen Unkräuter antritt. Eine polnische Putzhilfe fällt in Trance, nachdem sie heimlich von gefrorenen Keksen gekostet hat. Frielings wundervoll skurrile Geschichten kreisen um den alltäglichen Wahnsinn, der an jedem von uns nagt. Es geht um Maßlosigkeit, Jagdfieber, Spieltrieb, Völlerei, Geiz, Faulheit, Mordlust, Geldgier, Wollust, Größenwahn, Bequemlichkeit und Rachsucht. Dabei verwebt er die Realitäten von Alltag und einem 'zweiten Leben' im Internet, das immer stärker in unser aller Leben drängt.

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  • Rezension zu "Angriff der Killerkekse" von Wilhelm Ruprecht Frieling

    Angriff der Killerkekse
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    04. July 2011 um 22:45

    Der Untertitel („Reportagen und Geschichten vom alltäglichen Wahnsinn“) ist Programm. Manchmal ist man sich gar nicht bewußt, in welch absurde Situationen wir Tag für Tag geraten. Herr Frieling führt sie uns nun vor Augen, macht uns in vielen Kurzgeschichten die Skurrilität mit viel Humor bewußt. Der Schreibstil hat mich begeistert, da er sich von der breiten Masse abhebt. Witzig, locker, leicht, flüssig zu lesen, aber auch etwas eigenwillig. Das ist sicherlich nicht Jedermanns Fall. In einigen Geschichten findet man sich sofort wieder. Andere sind so plastisch geschildert, dass man die Situationen klar und deutlich vorstellen kann. Leider gibt es auch Geschichten, die vorhersehbar, langatmig oder für meine Begriffe einfach zu banal und zu wenig authentisch sind, um sie gerne zu lesen. Insgesamt gesehen ein kurzweiliges Buch, mit (leider) einigen Schwächen.

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  • Rezension zu "Angriff der Killerkekse" von Wilhelm Ruprecht Frieling

    Angriff der Killerkekse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2010 um 15:42

    "Hilfeee!" "Klingt wie Donald! Halt aus, ich komme!" "Gurgel!" "Festhalten! Bin gleich da!" ... nachdem ich die originelle Verpackung, die aus der Doppelseite eines alten Micky-Maus-Heftchen besteht und fortan ein Dasein als Lesezeichen fristen wird, ausgelesen habe, halte ich ein Buch in Händen, das mich irgendwie so schräg von der Seite anmacht ... Es gibt Bücher wie Sand am Meer. Es gibt Bücher, die starren dich an oder lassen dich kalt. Es gibt Bücher, die in der eigenen Langeweile ersticken und solche, die Neugier entfachen. Es gibt geduldige Bücher und es gibt vorwitzige Bücher. Ganz selten sind aber Bücher, die sprechen können! Ein Exemplar dieser Spezies habe ich heute bekommen. Nicht im Traum dachte ich zunächst daran, heute noch mit dem Lesen zu beginnen, geschweige denn, das Buch in einem Durchgang zu lesen. Es lagen andere Dinge an ... Also, auf den Stapel damit, wobei ich einen der oberen Plätze reserviert habe. Irgendwie blieb ich noch kurz am Titelbild kleben und ärgerte mich, dass man der wohlproportionierten Dame nicht ein wenig tiefer unter den Rock schauen kann. Dann ergab sich noch die Frage, was sie wohl in dem kleinen Fenster da oben zu schaffen hat. Faszinierend auch das winzige Stück blauen Himmels, welches mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen wird. Ich wollte schon das Weite suchen, fand es aber nicht, denn plötzlich plapperte eine Stimme: "Das ist kein Dali, du Kunstbanause!" "Was geht, wer spricht?" fragte ich, leicht neben der Rolle. Es entwickelte sich folgender Dialog: "Na dein neues Buch hier. Gestatten, Angriff der Killerkekse mein Name." "Angenehm, Thomas Lawall." "Du mich auch." "Ganz schön vorlaut." "Kann ich nichts dafür. Mein Schöpfer ist schuld." "Schon klar, was liegt an?" "Das ist kein Dali." "Kannst du meine Gedanken lesen?" "Ja, und jetzt mach mich auf und bilde dich weiter. Trottel!" "Aha, Jan Bouman heißt der Künstler." "Wieder was dazugelernt, gell?" "Danke, und jetzt?" "Lies mich gefälligst und zwar sofort." "Na gut." Ähnliche "Diskussionen" hege und pflege ich mit meiner Allmächtigen und im Laufe der Jahre habe ich etwas gewonnen. Nämlich die Einsicht, ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu widersprechen. Nachgeben hat man das früher genannt. Und das soll ja angeblich klug sein. Ha! Mit einem großen gelben Auto fängt es an. Sofort hält das Buch sein Maul und ergibt sich in ein selbstzufriedenes, wohliges Schweigen. Es hat gesiegt und lehnt sich selbstbewusst in der sicheren Gewissheit zurück, bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gelegt zu werden! Tatsächlich habe ich nicht die geringste Chance, den Geschichten von Wilhelm Ruprecht Frieling zu entfliehen. Ich tauche ab in die unendliche Leichtigkeit des Seins und seine Stilblüten, die es täglich treibt. Es soll ja Menschen geben, die sich im Sumpf des Alltags verlieren, um schließlich daran zugrunde zu gehen. Das graue Einerlei, die Rituale, der Selbstzweck, die Gleichgültigkeit und Sinnlosigkeit scheinen zu erdrücken. Doch allzu leicht wird übersehen, wie unsäglich lustig es sein kann, den Standort der Betrachtung einfach zu verlagern. Viele haben übersehen, dass im alltäglichen Geschehen tausendfach der Wahnwitz lauert. Die vergessene Gabe, dies zu erkennen, bringt uns der Berliner Autor zurück und bekehrt uns zu einer etwas lockereren Sichtweise der Dinge. Ich werde mich jetzt allerdings hüten, dem geneigten Leser etwas von Edelversendern, Zeitschriftenbergen und fetten Ungetümen in Flugzeugen sowie von den Freuden des Langlaufs im Erzgebirge zu erzählen. Kein Wort will ich auch über hungrige polnische Putzfrauen, bakterielle Asylantenheime und den Irrglauben, mit Geldausgeben Geld verdienen zu können, verlieren. Null Infos gibt es auch über Ekelgetier in Bademänteln, Gedanken an Belohnungssex beim Hoseneinkauf, Frauen in Nahkampfpanzern oder das altdeutsche Weihnachtslied "Macht auf das Maul, den Gürtel weit ...". Wie es sich mit vergiftetem Fleisch und Gemüse verhält, wie wir alle Papst sind und wie Karl Lagerfeld schlagartig zwanzig Kilo verloren hat, kann ich ebenfalls nicht verraten ... ... und ernte auch keinerlei Widerspruch des Buches. Na sieh mal einer an! Es hat wohl seine Bestimmung erfüllt, indem es mich dazu nötigte, seine Botschaft in die weite Welt zu tragen, damit seine zahllosen Brüder und Schwestern ebenfalls ihrem einzigen Lebenszweck zugeführt werden. Und sie haben es wahrlich verdient, denn Wilhelm Ruprecht Frieling hat ... "Das reicht!" "Wie bitte?" "Es reicht. Genug gequatscht!" "OK, aber was willst du dann noch?" "Auf deinen Nachttisch." "Was? Du weißt, dass nur ganz besondere ..." "Auf deinen Nachttisch, sofort!" " Überredet." So - und jetzt in Echtzeit: Ich falte das zitierte Lesezeichen zusammen ... einmal, zweimal, dreimal ... so ... und füge es auf Seite 116 ein. Das könnte meine Lieblingsgeschichte werden. "Bayreuth wagnert in Apricot" (hier erklärt es sich übrigens, weshalb Herr Lagerfeld so viel und so schnell abgenommen hat!). Ich stehe jetzt auf, schlüpfe in die Hauspantoffeln, und marschiere in die Schlafstube. Moment jetzt ... ok, Licht wieder aus ... vorbei am Tannenbaum und da bin ich wieder. ANGRIFF DER KILLERKEKSE liegt jetzt auf meinem Nachttisch ... und prompt vermisse ich es! Was lag heute Mittag eigentlich an? © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Angriff der Killerkekse" von Wilhelm Ruprecht Frieling

    Angriff der Killerkekse
    Prinz_Rupi

    Prinz_Rupi

    12. October 2009 um 16:34

    Unsere Welt gerät aus den Fugen: Schulze wird beinahe zum Mörder, als er eine Hose kaufen soll. Radiohörer planen, den GEZ-Geldeintreiber in einer Kühltruhe zu versenken. Ein Gärtner verwandelt sich im Kampf gegen Unkräuter in einen Feuerteufel. Eine polnische Putzhilfe fällt in Trance, nachdem sie heimlich von gefrorenen Keksen gekostet hat. Frielings wundervoll skurrile Geschichten kreisen um den alltäglichen Wahnsinn, der an jedem von uns nagt. Es geht um Maßlosigkeit, Jagdfieber, Spieltrieb, Völlerei, Geiz, Faulheit, Mordlust, Geldgier, Wollust, Größenwahn, Bequemlichkeit und Rachsucht.

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  • Rezension zu "Angriff der Killerkekse" von Wilhelm Ruprecht Frieling

    Angriff der Killerkekse
    liebelein

    liebelein

    07. July 2009 um 16:43

    Dieses Buch bietet über 20 kleine Geschichten über den "täglichen Wahnsinn". Ich hatte es gerade mit im Urlaub und habe mich zwischen dem "alltäglichen Wahnsinn" der ja auch im Urlaub vorkommt, köstlich amüsiert (hierzu "Schweine im Weltall"). Viele Geschichten kommen mir teiles bekannt vor. Da beschreibt der Autor Wilhelm Ruprecht Frieling sehr schön die Jagd auf Nachbars neue Katze, die den eigenen Garten mißbraucht, die Probleme, wenn man(n) mit Frau ein Kleidungsstück kaufen muss, die Probleme des Älter werdens und die Vogelgrippe und das, was jeder in seinem Leben schonmal hatte: Die Abholung eines Paketes am elektronischen Schalter. Gefehlt hat mir fast noch die Bedienung eines Fahrkartenautomatens zur Erlangung eines Zugtickets...;o))) Diese und viele andere sehr witzige, teils auch bewußt überzogene kritische Gegebenheiten des heutigen Lebens in der Gesellschaft bieten gute Unterhaltung und erinnern uns an die eigenen kleinen Probleme, die uns im Zusammenleben mit Mitmenschen zwangsläufig bekannt vorkommen oder vielleicht auch noch erwarten. Daher kann ich die Sicht des Autors gut nachvollziehen....

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  • Rezension zu "Angriff der Killerkekse" von Wilhelm Ruprecht Frieling

    Angriff der Killerkekse
    schlumeline

    schlumeline

    01. June 2009 um 13:19

    Reportagen und Geschichten vom täglichen Wahnsinn so lautet die Devise auf dem Cover dieses Buches. Und so ist es auch. Der Autor Wilhelm Ruprecht Frieling schaffte es alltägliche Dinge so zu beschreiben, dass man nicht mehr aufhören kann zu Lachen, die einfachsten alltäglichen Geschichten werden mit einem Humor beschrieben, dass man kaum noch Atem holen kann. Da geht es um den Weg zur Packstation, die das gewünschte Paket einfach nicht ausspucken will, um den Sitznachbarn im Flugzeug, der einige Kilos zuviel auf die Waage bringt, um den Feuerteufel im Manne, der bei der Unkrautbeseitigung erwacht , um Nachbarskatze, die den Garten als das allerschönste Klo weltweit betrachtet und um vielerlei Geschichten mehr. Ein schönes Buch für kurzweilige, dabei aber auch gesellschaftskritische Unterhaltung. Einige Geschichten sind mir jedoch etwas sehr absurd vorgekommen, so dass ich für das ganze Werk 4 von 5 Sternen vergebe.

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